Equinox schlägt - William Fluorostar FLT-132

    • Equinox schlägt - William Fluorostar FLT-132

      In eigener Sache:
      [B]1. Link: Welche Öffnung gilt? Blenden im Tubus reduzieren die Apertur.[/B]
      [B]2. Link: Systemvergleich + meßtechnische Darstellung: Doublet ED APO vs. Triplet APO: [/B]

      [B]Die beim SkyWatcher Equinox ED APO 120/900 erzielten Ergebnisse hinsichtlich der[/B]
      Farbreinheit beruhen zu einem Teil auf einer durch das Blendensystem reduzierten
      Apertur (1.Link oben), zum anderen auf der fehlenden Berücksichtigung eines etwas
      prinzipiell größeren Gaußfehlers bei einem Zwei-Linsen Objektiv (2. Link oben). Dieser
      zweite Sachverhalt dürfte auf das RC-Ergebnis auf der opt. Achse einen eher unterge-
      ordneten Einfluß haben, da sich der Farblängsfehler im Mikron-Bereich bewegt, der
      Gaußfehler hingegen im Nanometer-Bereich aus dem Blickwinkel des PV-Wertes + Power.
      Über den Strehlwert bekommt man leider immer nur beide Werte als Summenwert,
      also den Farblängsfehler + die spherocromatische Aberration (Gaußfehler), die sich
      aber als RC_Index-zahl vermutlich nicht ausdrücken lassen. Diese Diskussion war der
      Hintergrund für eine erneute Messung des Equinox mit und ohne Blendentubus. Auch
      weitere baugleiche Objektive wurden von mir untersucht. [B]Ohne Tubus erreicht das [/B]
      [B]erste Equinox-Objektiv [/B][B]ähnliche Werte[/B][B]. [/B][B](Link1 oben) [/B]Siehe dazu auch die folgenden
      Berichte:

      SkyWatcher Equinox ED 120/900 ED APO Nr. 2
      SkyWatcher EVO Star 120/900 ED APO Nr. 3

      Orion ED 120/900 vermutlich ebenfalls baugleich
      Siehe auch Nachtrag vom 25.April 2009 unten

      Die Emotionen, die dieser Bericht bei manchen Usern verursacht hat, scheint eher mit der
      Konkurrenz aus China etwas zu tun zu haben. Den Vorwurf der Instrumentalisierung kann
      ich deshalb nicht erkennen.



      Equinox schlägt - William Fluorostar FLT-132

      Qualität muß nicht teuer sein! Ein konsequenter Vergleich zwischen zwei ähnlichen Teleskopen zeigt, daß
      ein protzig aufgemachtes und vergleichsweise teureres APO-Triplett gegenüber einer seriösen Optik um
      Klassen abfällt
      Der eine - William Fluorostar FLT-132 F/7 Triplett APO - wird preislich höchst unterschiedlich in Euro
      oder US-Dollar angeboten ohne Rücksicht darauf, wie grottenschlecht das jeweilige Einzel-Exemplar
      ausfällt. Zitat eines Händlers: "Von drei Exemplaren ist vielleicht einer dabei, den man verkaufen kann!"

      Der andere - Skywatcher Equinox 120 - Apo 120/900mm - mit ähnlichen optischen Daten, kostet
      durchschnittlich gerade mal die Hälfte, wobei es sich auch hier lohnt, einen Preisvergleich durchführen, der
      zwischen ca. 1500.- Euro bei TS und ca. 2000.- Euro bei AstroShop schwankt. (Natürlich wird man dem
      Kunden dort erklären, wie sich der höhere Preis von plus 500.- Euro zusammensetzt.

      Auch das Testergebnis meines "universitären" Mitbewerbers, zumindest das Firmen-Logo suggeriert dieses,
      weist den Fluorostar als Wunderwaffe aus, wenn man diesen Bericht liest. Mit dem hier vorliegendem Exemplar wären
      jedoch die freundlichen Grüße zum Astronomie-Jahr 2009 höchst zweifelhaft!

      Der Vergleich zwischen diesen beiden durchaus ähnlichen Optiken wurde mir dadurch aufgenötigt,
      daß der Kunde - obwohl blutiger Anfänger, wie er selbst bekundete, sofort merkte, daß mit dem
      Teleskop etwas nicht stimmt. Und nach einer längeren Odyssee landete der Fall denn auch bei mir.
      Um das spätere Vergleichs-Ergebnis schon mal vorwegzunehmen:

      So schaut mein artificial Sky beim 4000.- Euro teuren FluoroStar 132 aus: Wie man gut erkennen kann,
      sorgt eine massive Überkorrektur, die ich nun schon bei zwei Teleskopen diesen Types feststellen konnte,
      (Sie drückt in einem Fall den Strehl auf ca. 0.50 bei 532 nm wave = Grün), sorgt also die Überkorrektur dahingehend,
      daß ein großer Teil der Lichtenergie in den BeugungsRingen verteilt wird und das Bild mit einem Streulicht-
      schleier überzieht.



      und das wäre der weniger als die Hälfte kostende SkyWatcher Equinox am künstlichen Sternhimmel, der auch
      rechnerisch die theoretische Auflösung erreicht und zudem zum farbreinsten APO gehört, den ich in den
      letzten Jahren hier hatte - also durchaus TMB-Qualität




      Vorab schon mal ein Gaußfehler-Vergleich auf der Basis dieser Interferogramme:
      rohr.aiax.de/Fluoro132_04.jpg rohr.aiax.de/@Equinox_06.jpg



      Zurück zum Fluorostar FLT-132 : (Certificate)

      Die Präzision, mit der der 4000.- teure Fluorostar 132 APO verarbeitet ist, erkennt man sofort, wenn man es
      wagt, die Taukappe soweit zurückzuschieben, daß die "Klebestreifen-Bremse" erkennbar wird, die einen
      "zügigen" Rutsch der Taukappe ermöglichen soll - ob das bereits werkseitig als Problemlösung angeboten
      wird - ich weiß es nicht. Für ein 4000.- Euro teures Objektiv eigentlich nur bodenlos.



      Beim Sterntest braucht man kein großer Experte zu sein: Kamen beim ersten Triplett dieser beiden von mir
      untersuchten FluoroStars noch ein Zentrierfehler und Astigmatismus hinzu, so wäre dieser zweite FluoroStar zwar exakt
      zentriert, aber trotzdem so stark überkorrigiert, wie ein exakt f/6.2 Newton-Spiegel aus dem Krümmungsmittelpunkt
      und das ist schon eine ganze Menge und offenbar völlig anders, wie die Aussagen dort, wo es zugegebener
      maßen um den FluoroStar 158 geht, also nicht um den FluoroStar 132 . . .
      Ein Lichtring am Rande - extrafokal - und ein ausgefranster Rand - intrafokal - sind sichere Anzeichen für
      eine Überkorrektur, die ich mit mehreren Verfahren nachweisen kann.



      Die "M"-förmige Durchbiegung der Streifen ist das Merkmal der Überkorrektur, die Schnittweiten der Farben ergeben
      in der Summe einen "stinknormalen" APO, der für einen APO eher in der Kreis-Liga spielt




      Die Überkorrektur "verteilt" die Lichtenergie kräftig in die Beugungs-Ringe, was man bei der ersten Aufnahme
      oben gut studieren kann - in diesem Fall ein richtiger (und teurer) Grauschleier, der über dem Bild liegt
      Zunächst die Point-Spread-Function des ersten FluoroStars 132



      und hier das zweite Kaliber - nicht viel besser, weil ebenfalls deutlich überkorrigiert - leider!



      Beim zweiten Gerät - zwar gut zentriert und nahezu kein Astigmatismus, aber erneut "höllisch" überkorrigiert mit Strehl = 0.463



      Der Vollständigkeit halber der Sterntest des ersten Gerätes: Ebenfalls überkorrigiert, aber zusätzlich noch
      Zentrierfehler und Astigmatismus. Da diese Teleskope auf dem deutschen Markt wirklich nicht verkaufbar sind,
      alles andere wäre rufschädigend, gehen sie kommentarlos an den Hersteller oder Distributor zurück oder umgekehrt. So nicht, ihr Lieben von William Optics.



      Einem Sternfreund - der erst mühsam seine 4000.- Euro zusammengespart hat - um sich dann ein solch
      "edles" Teil zu kaufen, dem gewöhnt man sehr schnell die Freude an unserem Hobby ab. Und damit das
      nicht passiert, folgt jetzt Teil zwei bzw. die verblüffend einfache und vor allem überzeugende
      Lösung nach so einer Tristesse.



      ganz oben auf dem Treppchen,

      der Skywatcher Equinox 120 - Apo 120/900mm

      Seine Reifeprüfung hätte dieser SkyWatcher Equinox bereits abgelegt, wie man bei Google/Bilder leicht sehen
      kann. Wer ganz genau hinguckt, wird die Gemeinsamkeiten beim Sterntest auf dem Foto und bei mir sofort
      erkennen. Jedenfalls eine Farbkorrektur, wie man sie in diesem Fall beim besten und farbreinsten TMB
      finden kann - Wow - einfach sagenhaft.



      Das Prädikat "PREMIUM-OPTICAL" besteht in diesem Fall wirklich zu Recht und kann bestätigt werden.



      Reizvoll daher auch der Vergleich mit einem Sterntest, wie man ihn auf der Webseite eines der Anbieter findet.
      Dabei spielt es durchaus eine Rolle, welche Brennweite das verwendete Okula hat. Ein 9 mm Ortho ist in
      diesem Fall "gemeiner" als ein vermutlich 20 mm Normalo Okular. Tut aber in diesem Fall keinen Abbruch.



      Bereits der Foucault-Test scheidet ganz klar das "Blau" links, von den anderen Spektralfarben "Grün-Gelb-Rot"
      auf der rechten Seite. Der Gesamteindruck ist sehr gleichmäßig, eine leichte Unterkorrektur ist erkennbar.
      Nahezu gerade und parallel auch beim Ronchi-Test (13 lp/mm intrafokal) und beim Lyot-Rauhheitstest sieht
      man nur noch Restspuren auf der Fläche, von denen am Himmel nie etwas zu sehen sein wird. Was aber bereits
      hier in aller Deutlichkeit klar wird: Das muß eine ausgesprochen farbreine Optik sein ! Über die farbigen Ronchi-
      Gramme erhält man einen Einblick über den Gaußfehler, also die Unterkorrektur bei Rot und die Überkorrektur
      bei Blau.



      Nun fallen aber drei Spektralfarben in fast einer Schnittweite zusammen: Gelb-Grün-Rot. Bei den unteren IGrammen
      zeigt die obere Reihe die Situation beim Fokus für Grün, die untere Reihe bei der Fokussierung auf jede Farbe
      extra. Mit Ausnahme von Blau ändert sich im Vergleich dieser beiden Verfahren nahezu nichts. Gelb-Grün-Rot
      haben einen Fokus und stören den Kontrast vermutlich in keiner Weise. Lediglich Blau weicht etwas ab.
      Der Rest-Chromasie-Index-Wert mit 0.1302 ist somit ein einmalig guter Wert.




      Vergleicht man ein Interferogramm bei 532 nm wave mit einem perfekten IGramm, dann sind die Abweichungen
      nicht mehr besonders groß und der Strehl von 0.972 gut erklärt und plausibel.




      Leichte Restfehler sind an der 3-D-Wellenfront-Deformation durchaus noch zu erkennen, aber derart überdimensioniert,
      daß man nicht erschrecken sollte, mein Programm ist so gemein!



      Besonders beeindruckend auch der Umstand, daß es keinerlei Abzug braucht bzw. Grund, sich um Koma oder
      Astigmatismus Gedanken machen zu müssen.



      Und wenn man dann bedenkt, daß diese Spitzen-Optik bereits für 1500.- Euro zu haben ist, dann wird es einem
      regelrecht warm ums Astro-Herz.



      Nachtrag am 25.April 2009:

      Auf der Basis der jeweils aktuellen Öffnungen der gemessenen Refraktoren ergibt sich, daß der Equinox sehr
      weit oben einzuordnen ist. Leider ist der Gaußfehler über den Strehlwert nicht isoliert darstellbar, im Strehl-
      wert deswegen auch der Farblängsfehler zugleich integriert. Die William FLT Darstellung spielt sich wegen
      der deutlichen Überkorrektur unterhalb der Strehl = 0.50 Grenze ab. Weshalb hier ein Differenzwert gezeigt
      wird auf der Basis, daß Rot=656.2 nm wave perfekt wäre. Die tatsächlichen Strehlwerte sind unten angegeben.
      In der RC_Indexzahl drückt sich der Gaußfehler nicht aus, weshalb bei sehr farbreinen APO's die Unterschiede
      zwischen Doublet und Triplet über die bisherigen Meßverfahren nicht dargestellt werden können. Interessant
      auch der Einfluß eines 50 mm Glasweges auf die opt. Leistung eines Objektivs.

      Herzlichen Gruß! Wolfgang Rohr---_ email: wolfgang.rohr@t-online.de Tel: 09521 5136 ---------------------------------------------------- r2.astro-foren.com/index.php/de/

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    • Equinox schlägt - William Fluorostar FLT-132

      Moin Wolfgang,
      irgenwie kommt mir dieser Fluorostar FLT-132 bekannt vor, kann mich aber auch irren. Ende Dezember war ein Sternfreund aus Franken mit seiner EQ-6 und solch einem Gerät bei mir, das genau solche Sterne zeigte. Dieser ist Ihm genau so verkauft worden. Mehr will ich nicht dazu sagen, es geht hier scheinbar nicht mehr ums Hobby, sondern nur noch um den Profit.
      Stefan

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    • Equinox schlägt - William Fluorostar FLT-132

      Lieber Stefan,

      Deine Erinnerung trügt Dich nicht. Mehr will ich auch nicht sagen. Zumindest bekommt dieser Sternfreund jetzt ein astreines Teleskop, an dem er seine Freude hat.
      Herzlichen Gruß! Wolfgang Rohr---_ email: wolfgang.rohr@t-online.de Tel: 09521 5136 ---------------------------------------------------- r2.astro-foren.com/index.php/de/

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    • AW: Equinox schlägt alles

      Hallo Wolfgang

      Wieder mal ein interessanter Bericht!
      Der WO is ja grottenschlecht... es scheint als seie die Qualität dieser Marke alles andere als stabil.

      Wie schätzt Du die Machart der Linsenfassung im Vergleich zu anderen Produkten ein?
      Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sie vor allem auf grosse Temperaturunterschiede empfindlich reagiert. Bei meinem Megrez90 musste ich die Kolimationsschrauben lösen, damit sich die Optik bei kalten Temperaturen nicht verspannt...

      Zudem scheinen die Optiken aus verschiedenen Quellen zu stammen, was man so zu hören bekommt.
      Der FLT-98 und der FLT-158 sollen anscheinend von Astreya hergestellt werden, so war es in der Astreya Yahoo group zu lesen. Der FLT-152 anscheinend von einem weiteren russischen Hersteller. Und der FLT-110 und FLT-132 sollen aus Chinesischer/Taiwanesischer Produktion stammen.
      Da muss man sich nicht wundern wenn man keine stabile Qualität hinbekommt. :whistling

      Gruss
      Chris
    • Equinox schlägt - William Fluorostar FLT-132

      Hallo Chris,

      aus Gründen der Garantie öffnete ich das Linsenpaket nicht, denn auch der Händler braucht seine
      Reklamations-Möglichkeit, um das Teil wieder nach Taiwan zurückzuschicken. Wenn der 158 tatsächlich
      von Astreya gefertigt wird, dann wäre mein Vertrauen größer hinsichtlich Qualität, auch die Wege wären
      kürzer.
      So reizvoll es ist, das Innenleben speziell dieses 132 mm FluoroStars zu studieren, was nämlich Abstands
      veränderungen bewirken, will ich mich nicht unglücklich machen. Unabhängig davon ist die Farbreinheit des
      132 ziemlich enttäuschend.
      Das Interferogramm des 132-FluoroStar habe ich einmal behandelt wie das ROC-IGramm einer Parabel: f/6.2
      ist schon sehr heftig als Überkorrektur. Mit ZEMAX simuliert käme eine f/6 Parabel heraus:



      Bei William Optics ist es für den Sternfreund in jedem Fall ratsam, genau die Qualität der Optiken zu untersuchen,
      bevor er zahlt. In der Regel sind bereits die Händler die "gebrannten Kinder".

      Prinzipiell wundere ich mich immer wieder, warum nicht bereits beim Hersteller ein ganz einfacher Ronchi-
      Gitter-Test gemacht wird; auch ein einfacher, aber sorgfältig durchgeführter Sternttest wäre bereits
      ausreichend.
      Herzlichen Gruß! Wolfgang Rohr---_ email: wolfgang.rohr@t-online.de Tel: 09521 5136 ---------------------------------------------------- r2.astro-foren.com/index.php/de/

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    • AW: Equinox schlägt alles

      Hallo Wolfgang,
      Mit diesem EQUINOX scheinen die Chinesen nun ja wirklich japanische Top-Qualität erreicht zu haben - sehr eindrücklich!!! Das (im Vergleich zu Fluorit) relativ preiswerte FPL53, zusammen mit seiner guten Eignung für ein (im Vergleich zu einem Triplett weniger anspruchsvollen) Doublet-Design, macht's wohl überhaupt erst möglich...
      Wohlverstanden, ich möchte keinesfalls WO verteidigen - habe ich doch selber zwar bereits durch einige solche schauen können, wobei jedoch leider noch nie durch ein einigermassen gutes... Auch der kürzlich auf CN veröffentlichte "4-inch hypershootout" von Daniel Mounsey konnte hinsichtlich WO keinen Grund für Optimismus vermitteln. Dennoch frage ich mich, wohl aus einem bei mir immer noch vorhandenen Misstrauen gegenüber Chinaware heraus:
      Was nun aber, wenn der durch Dich konkret getestete Skywatcher-Equinox bloss ein "positiver Ausreisser" nach oben war (unter Umständen zwecks erfolgreicher Lancierung auf dem europäischen Markt aus einer vorselektierten Unterserie)?
      Natürlich ist mir klar, dass Du nur immer eine Aussage über das eine gerade von Dir getestete Gerät machen kannst und willst.
      Ob es aber gerade deshalb wohl dienlich wäre, die weitere Qualitäts-Entwicklung nicht aus dem Auge zu lassen?...
      Gruss: beat f.
    • Equinox schlägt - William Fluorostar FLT-132

      Hallo beat f.,

      Was nun aber, wenn der durch Dich konkret getestete Skywatcher-Equinox bloss ein "positiver
      Ausreisser" nach oben war (unter Umständen zwecks erfolgreicher Lancierung auf dem europäischen Markt
      aus einer vorselektierten Unterserie)?
      Grundsätzlich teile ich Deinen Argwohn, wie Du ihn oben beschreibst, er gilt vor allem dann, wenn
      ich zu Test-Zwecken Fernrohre bekomme, wie nachweislich in diesem Fall: astro-foren.de/showthread.php?p=32941#post32941
      Da war das TMB handverlesen und der William aus Taiwan oder USA eigens angereist. Der Takahashi
      lediglich einer aus dem Regal aus Augsburg.

      Die Gegenthese läßt sich aber ebenso behaupten, weil ich verbraucherseitig immer nur die Reklamations-
      Fälle in die Hand gedrückt kriege, sodaß man ebenfalls ein einseitiges (weil negatives) Bild kriegen könnte.
      Vor da her bin ich immer froh, wenn es mehrere Optiken vom gleichen Hersteller sind, um das Bild etwas
      abzurunden, wie auch im Falle FluoroStar 132 mit dem deutlichen Merkmal der Überkorrektur bei beiden
      Teleskopen.

      Und dann hat man im dritten Fall die Möglichkeit, die Entwicklung eines einzelnen Typus zu beobachten,
      wie bei diesem Vorläufer, der bereits damals gute optische Merkmale hatte, bekommt dann den Nachfolger,
      bis man sich schließlich bis zum SkyWatcher Equinox durchgerobbt hat, wobei bereits sowohl alle Vorläufer
      einen guten Eindruck hinterließen, wie auch so unbedeutende Produkte wie der Telekonverter von SkyWatcher,
      der im Vergleich als preisgünstige Lösung abgeschnitten hatte.

      Alle diese Beispiele hinterlassen eher einen positiven Eindruck, solange kein Teleskope daher kommt, das
      das Gegenteil beweist. So bestätigt sich im Augenblick durchaus meine positive Meinung was z.B. die
      SkyWatcher Refraktoren betrifft. Und wenn ich den Sterntest von TS richtig lese, dann habe ich hier
      sogar noch ein besseres Exemplar, wie dort veröffentlicht.
      Herzlichen Gruß! Wolfgang Rohr---_ email: wolfgang.rohr@t-online.de Tel: 09521 5136 ---------------------------------------------------- r2.astro-foren.com/index.php/de/

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    • AW: Equinox schlägt alles

      Hallo Wolfgang

      ich weiss nicht ob mein Computer irgentwelche Links vertauscht aber wenn ich den Links folge sehe ich hier rohr.aiax.de/@Equinox_04.jpg

      im oberen Sterntest eine deutliche Überkorrektur , eine deutliche Asymetrie ( unrund und fast eckig )wie es üblicherweise bei Verspannungen durch Zentrierschrauben bei den Chinesen entsteht wenn diese die Linse drücken und ich sehe eine Farbkorrektur , die ich alle anderes als besonder bezeichnen würde und welche weit hinter einem 2 Linser Takahashi steht

      auch rohr.aiax.de/@Equinox_05.jpg der Ronchitest zeigt eine recht bunte Optik.

      Sag mit das du die falschen Bilder verlinkt hast oder ich verlieren meinen Glauben

      grüße
      Markus
      astronomische Grüße

      Markus Ludes
    • AW: Equinox schlägt alles

      Hallo zusammen

      und das wäre der weniger als die Hälfte kostende SkyWatcher Equinox am künstlichen Sternhimmel, der auch
      rechnerisch die theoretische Auflösung erreicht und zudem zum farbreinsten APO gehört, den ich in den
      letzten Jahren hier hatte - also durchaus TMB-Qualität


      Jedenfalls eine Farbkorrektur, wie man sie in diesem Fall beim besten und farbreinsten TMB
      finden kann - Wow - einfach sagenhaft.


      Ich denke hier war der Wunschglaube Vater des Gedanken, weil Sterntest, Foucault- und Ronchitest sagen hier etwas anderes.

      Gruß Uwe
    • AW: Equinox schlägt alles

      Aaaaaaaaaaalso, lieber Markus und Uwe, dann das Ganze noch ein wenig genauer:

      Die Vergleichbarkeit zum TS-Sterntest hängt an der Frage, welche Okular-Brennweite haben die genommen,
      und welcher Test-Aufbau war es gewesen ! ! ! Steht ja leider immer nicht dorten.
      Es muss aus zwei Gründen eine längere gewesen sein: Die Sternscheibchen sind absolut rund. Das kriegt
      man entweder mit einer längeren Okularbrennweite hin, oder weil man einen Teilerwürfel verwendet, was sich
      aber bei solchen Messungen verbietet. Auch verbietet sich, den Stern im Endlichen zu prüfen, einzige
      Möglichkeit wäre gegen einen Newton zu prüfen mit einfacher Genauigkeit - bei mir ist es aus gutem
      Grund immer die doppelte Genauigkeit, weil dadurch die Fehler nicht kaschiert werden, sondern klar
      zu Tage treten. In meinem Fall ist extrafokal der gelbe-rote Rand deutlicher erkennbar. Die Artefakte
      stammen vom Okular. Die Vignettierung, weil nicht ganz auf der Achse. Die Fläche besonders der
      intrafokalen Aufnahme wäre bei mir gleichmäßiger, bei TS vermute ich eine Zone wegen erkennbarer
      Ringe. Je länger die Okularbrennweite, umso sauberer der Rand des Sternscheibchens - die eigentliche
      Information fällt geringer aus.
      Zusätzlich spielt aber auch noch die Unterkorrektur bei Rot, und die Überkorrektur bei Blau eine Rolle,
      (das gäbe intrafokal einen blauen ausgefransten Rand und extrafokal einen roten ausgefransten Rand)
      die man auf jeden Fall beim Foucault-Bild erkennen kann. Dadurch kommt es zu dieser eigenartigen
      Farbverteilung. rohr.aiax.de/@Equinox_05.jpg



      Nun zum zweiten Thema der Farbreinheit - vermutlich geht es um meinen Vergleich mit dem besten TMB:
      Glaubt man meinen Serien-Messungen, was die Schnittweiten der Spektral-Farben angeht, nicht, so läßt sich
      aber aus den folgenden IGrammen trotzdem folgendes ableiten:
      Zwischen Gelb-Grün-Rot der oberen auf Grün fixierten Fokuslage einerseits und dem
      Gelb-Grün-Rot der unteren Reihe andererseits, wo auf jede dieser Farben fokussiert wurde,
      besteht nahezu kein Unterschied. Das bedeutet: Diese drei Farben liegen ganz dicht beieinander, also sind
      meine Messungen durchaus wahrscheinlich.
      Einzig der Gaußfehler: Bei Grün wäre das Optimum, ab Gelb und Rot wäre die Optik unterkorrigiert.

      Bei Blau ist zwischen oben und unten ein Unterschied erkennbar. Oben ziehen sich die Streifen stärker nach
      unten, weil auf diese Schnittweite nicht nach-fokussiert: Nämlich die Differenz von 16 µ in SerienMessung.
      Bei Blau in der unteren Reihe wurde nach-fokussiert, deswegen liegen Rand-Mitte-Rand der mittleren
      Streifen auf meiner schwarzen Kontroll-Linie.
      Damit ist zunächst einmal der Beweis erbracht, jeweils für die 0.707 Zone mit dem größten Flächenanteil,
      zusätzlich des Gaußfehlers und der daraus resultierenden Farbkurve mit Abstand von der opt. Achse.
      Hätte ich die opt. Daten dieses Systems, könnte ich das gut nachvollziehen. Wobei zwischen dem,
      was ZEMAX ausspuckt und real meßbar ist, noch einmal ein Unterschied ist.

      Bei Grün kippen die Streifen am rechten Rand leicht ab: Das läßt sich als Rest-Coma interpretieren.



      Aus diesen Werten dann sowohl die Schärfen-Tiefe zu ermitteln, und daraus die Rest-Chromasie-Index-Zahl,
      all das kann man hier in unserem Forum nachlesen.

      Diese Betrachtung, lieber Markus hat aber noch nichts mit dem chromatischen Gesamt-Strehl zu tun, wie
      Du ihn gerne hättest. Bei dem Vergleich FluoroStar 132 und SkyWatcher Equinox verbietet sich das, auch da
      würde der Equinox als Sieger hervorgehen, weil die Schnittweiten der Spektral-Farben beim FluoroStar
      schlechter sind.

      Einzig ein Vergleich mit dem TMB wäre interessant - aber auch da gibt es, wie wir beide wissen, größere
      Unterschiede: Also ganz farbreine und normal farbreine TMB's.

      Übrigens kommen beim Weißlicht-Ronchi-Gramm bereits Beugungseffekte zum Zug, die bei wenig Streifen
      zu farbigen Effekten führen, die mit der Farbsituation nicht zu tun haben. Das passiert auch bei Spiegel-
      Optiken, wenn man eine Pinhole von 5µ mit einem 2 mm Okular anschaut und fotografiert.

      Ich werde dann den Sterntest von TS mal unter Zeugen nachstellen - mal sehn, was da rauskommt.
      Herzlichen Gruß! Wolfgang Rohr---_ email: wolfgang.rohr@t-online.de Tel: 09521 5136 ---------------------------------------------------- r2.astro-foren.com/index.php/de/

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    • AW: Equinox schlägt alles

      Hallo Wolfgang,

      sehr interessanter Bericht!
      Kann ich aus Deinen ermittelten Werten jetzt schließen, das der Eqinox 120mm als 2 Linser farbreiner ist als ein APQ 130mm Dreilinser?

      Der RC_Index Wert des Equinox ist ja geringer als der eines APQ oder HCQ.

      rohr.aiax.de/@Equinox_02.jpg

      rohr.aiax.de/APQ-3lensCaF2-01.jpg
      rohr.aiax.de/@hcq-rohr-09.jpg

      MfG Leo
      [SIGPIC]http://astro-aufnahmen.de/Bilder/Text.jpg[/SIGPIC]
      [SIZE="2"]astro-aufnahmen.de[/SIZE]
    • AW: Equinox schlägt alles

      Wolfgang

      ganz egal was du mir jetzt erzählst, für mich zählt das was ich sehe und das ist überhaupt nicht Farbrein bei diesem 2 Linser , er ist sicherlich gut und ganz bestimmt viel besser als der Willi, aber so wie du es darstellst, ist der Equinox der beste Apo von allen, so stehst in deiner Überschrift , und sorry aber die Farbkorrektur meines 2 Linser FS 102 ist noch immer sichtbar besser

      also irgentwas stimmt hier leider nicht


      grüße
      Markus
      astronomische Grüße

      Markus Ludes
    • AW: Equinox schlägt alles

      Hallo Markus,

      ist es so schwer zu ertragen, daß auch andere Hersteller hochwertige Refraktor-Optiken anbieten.
      Zugegeben - solche Optiken machen Dir Konkurrenz, den Vorteil hat aber der Sternfreund und den habe
      ich eigentlich im Blickfeld. :whistling

      Nun nochmals zum Sterntest - diesmal unter den von Dir gewünschten Bedingungen, nur daß Du siehst, wie
      fragwürdig auch so ein Sterntest ist: Man muß nur die richtige Test-Anordnung, das richtige Okular und die
      richtige Kamera wählen . . .
      - je kürzer die Okularbrennweite bzw. höher die Vergrößerung, umso bessere Darstellung des Farblängsfehlers
      - die Farbreinheit des Okulars und dessen Staubfreiheit selbst spielt eine Rolle
      - das Spektrum der Lichtquelle und die Größe der Pinhole spielen eine Rolle
      - die Kamera-Einstellung incl. Verschlußzeit haben Einfluß aufs Bild
      - der Testaufbau und dessen Eigenheiten muß ebenfalls mit eingerechnet werden und schließlich
      - das Auge selbst, das in der Regel individuell und altersbedingt verschieden funktioniert



      . . . und das der Testaufbau eines Newtons zur Erzeugung eines parallelen Lichtbündels.



      Vielleicht wird jetzt klar, warum ich viel lieber in Autokollimation gehe - auch wegen der Luftschlieren, die mir
      gerade das Leben schwer machten . . .
      Herzlichen Gruß! Wolfgang Rohr---_ email: wolfgang.rohr@t-online.de Tel: 09521 5136 ---------------------------------------------------- r2.astro-foren.com/index.php/de/

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    • AW: Equinox schlägt alles

      Hallo Leo,

      Kann ich aus Deinen ermittelten Werten jetzt schließen, das der Eqinox 120mm als 2 Linser farbreiner ist als ein APQ 130mm Dreilinser?


      Die Frage kann gar nicht so einfach beantwortet werden:

      01. Meine Rest-Chromasie-Index-Zahl entsteht aus dem geometrischen Mittel der Schnittweiten-Abstände
      von Rot und Blau zur Hauptfarbe Grün. Dieser Wert wird mit der Schärfentiefe verglichen und ergibt die
      Indexzahl. Das Verfahren ist mir von Lichtenknecker bekannt.

      02. Damit ist nicht über die Lage der Farb-Schnittweiten ausgesagt, die den visuellen Farbeindruck verändern können.

      03. Je nach Größe der farbabhängigen Überkorrektur bei Blau und Unterkorrektur Rot, wenn Grün perfekt
      ist, ergibt sich auch eine Verschiebung des Farbeindruckes, daher auch die Forderung nach dem
      chromatischen Gesamtstrehl.

      04. Die Farbreinheit ist ein Teilaspekt, ebenso wie der Strehl: Es wäre falsch, die Qualität nur an einem
      Merkmal "anzubinden" !

      05. In der Szene betrachten es manche als Sakrileg, wenn man am Nimbus bestimmter Marken kratzt.
      Sie werden dann leicht agressiv . . .:wub: . . nicht die Marken

      Versuche Dir nur einmal auf meiner Index-Seite einzelne Typen anzuschauen: Ich hatte hier mehrere APQ's und TMB's, allein die zu vergleichen, ist nicht uninteressant. Eine Pauschal-Antwort wäre deshalb falsch.
      Oft ist gerade nicht die Farbreinheit das wichtigste Merkmal !

      TMB APO Nr. 092 (152/1216)
      TMB APO Nr. 117 - 100/800 mein eigener
      TMB 100/800 Nr. 169-22 sehr farbrein
      TMB-APO-102/800 Störung der Homogenität
      TMB APO Nr. 270 - 115/805
      TMB APO Nr. 191 - 152/1216
      Apochromate der neuen Generation

      Zeiss APQ 130/1000 #97755 - Nur mit Glasweg ein Super-APOZeiss APQ 130/1000 # 97161 CaF2-Immersions-Optik: Nur mit Glasweg sehr farbrein
      Zeiss APQ 130/1000 #95988 - ohne Glasweg ein guter APO
      Carl Zeiss APQ 100/640 Fluorith APO
      APQ 105/800 Spannend wie ein Krimi - extrem farbrein
      Herzlichen Gruß! Wolfgang Rohr---_ email: wolfgang.rohr@t-online.de Tel: 09521 5136 ---------------------------------------------------- r2.astro-foren.com/index.php/de/
    • AW: Equinox schlägt alles

      Hallo Wolfgang

      Die Frage kann gar nicht so einfach beantwortet werden:


      Soll die Messtechnik hier nicht Klarheit schaffen um evtl. subjektive Spekulationen aus der Welt zu schaffen?

      Messwerte sind quantifizierbar, welche universell Gültigkeit haben und genau definiert sind!

      Vergleicht man nun die Indexzahl und den Strehl des Equinox mit deinen gemessenen Zeiss APQ, so ist dieser Zweilinser z.T. besser als die APQ.
      Das ist in der Tat eine Sensation und stellt so manche Lehrmeinung auf den Kopf.

      01. Meine Rest-Chromasie-Index-Zahl entsteht aus dem geometrischen Mittel der Schnittweiten-Abstände
      von Rot und Blau zur Hauptfarbe Grün. Dieser Wert wird mit der Schärfentiefe verglichen und ergibt die
      Indexzahl. Das Verfahren ist mir von Lichtenknecker bekannt.

      02. Damit ist nicht über die Lage der Farb-Schnittweiten ausgesagt, die den visuellen Farbeindruck verändern können.

      03. Je nach Größe der farbabhängigen Überkorrektur bei Blau und Unterkorrektur Rot, wenn Grün perfekt
      ist, ergibt sich auch eine Verschiebung des Farbeindruckes, daher auch die Forderung nach dem
      chromatischen Gesamtstrehl.


      Diese Diskussion hatten wir schon öfters, die Indexzahl taugt wohl nur für eine Grobeinteilung in die Kenngrößen APO, Halbapo und Achromat.
      Der Messwert an sich, entspricht aber nicht den anderen Tests wie Sterntest, Foucault- und Ronchitest.
      So können die anderen Tests durchaus einen Farbreineren APO ausweisen, als es die Indexzahl vorgibt, wie z.B. hier:
      astro-foren.de/showthread.php?p=37670#post37670
      Somit kommt natürlich wieder die Verhältnismäßigkeit ins Spiel, da die Indexzahl nicht in der Lage ist, die Farbkorrektur genau zu quantifizieren, oder zu definieren und somit entstehen natürlich wieder Spekulationen, Interpretationen und Diskussionen.

      Mir persönlich würde da ein Foucault und Sterntestbild ausreichen, warum die Schnittweiten messen, wenn eine Indexzahl z.B. von 0.4 oder 0.1, so oder so die gleiche Farbkorrektur im Sterntest zeigt?!
      Was bringt mir dann eine solche Indexzahl, wenn ich die Kenngrößen APO oder Halbapo eigentlich noch genauer über den Sterntest definieren kann?

      05. In der Szene betrachten es manche als Sakrileg, wenn man am Nimbus bestimmter Marken kratzt.
      Sie werden dann leicht agressiv . . . . . nicht die Marken


      Nein, überhaupt nicht! Es ist nur schade, wenn Messtechnik für Marketingzwecke missbraucht wird.

      Versuche Dir nur einmal auf meiner Index-Seite einzelne Typen anzuschauen: Ich hatte hier mehrere APQ's und TMB's, allein die zu vergleichen, ist nicht uninteressant. Eine Pauschal-Antwort wäre deshalb falsch.
      Oft ist gerade nicht die Farbreinheit das wichtigste Merkmal !


      Ich denke es ist dein anliegen mit diesem Forum die Unterschiede klar und deutlich herauszuarbeiten?

      Ich denke auch, dieser Eqinox ist ein gutes Teleskop mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis, doch das Maß aller Dinge ist er denke ich nicht.

      Gruß Uwe
    • AW: Equinox schlägt alles

      Hallo Uwe,

      Soll die Messtechnik hier nicht Klarheit schaffen um evtl. subjektive Spekulationen aus der Welt zu schaffen?
      Das Problem ist jeweils die Interpretation und die Tatsache, daß man Meßwerte eigentlich nicht isoliert, sondern nur in der Summe betrachten kann. Die RC-Indexzahl hilft als Unterscheidungs-Merkmal wunderbar, nur als isoliertes Merkmal wäre sie einseitig: Allein die TMB-Optiken spielen beim RC-Index bei 0.4936, 0.3004, 0.1431, 0.2977, 0.3737, 0.3934, und 0.1121, Würde ich die RC-Index-Zahl als Kriterium nehmen, hätte ich es mit unterschiedlichen Öffnungen und Brennweiten zu tun, mit Flächen-Anomalien und daraus resultierenden Strehlwerten zu tun und müßte schließlich überlegen, wer denn nun der bessere aller dieser TMB's sei? Also über die RC-Index-Zahl Klarheit zu suchen, wo viele andere Merkmale gewichtet werden müssen, wäre zu viel verlangt. Und was schon innerhalb von TMB's nicht ganz einfach ist, wäre systemübergreifend noch kritischer, weil jetzt ganz andere Motive ins Spiel kommen, die mit einer sachlichen Betrachtung absolut nichts mehr zu tun haben.

      Messwerte sind quantifizierbar, welche universell Gültigkeit haben und genau definiert sind!
      Das sehen Quanten-Physiker heute etwas anders: Meßwerte sind eng verzahnt mit dem jeweiligen Beobachter.

      Vergleicht man nun die Indexzahl und den Strehl des Equinox mit deinen gemessenen Zeiss APQ, so ist dieser Zweilinser z.T. besser als die APQ.
      Das wäre die math. Ergebnisse isoliert betrachtet, und zwar ohne Berücksichtigung des Gaußfehlers, der bei beiden Systemen mit Sicherheit nicht gleich ist. Das hat im Falle diesen Berichtes zu großen Diskussionen hinter den Kulissen geführt, weil die RC-Indexzahl zu isoliert betrachtet wurde ohne Berücksichtigung des chromatischen Strehlwertes, in dem dann der Gauß-Fehler stecken würde: Das Argument lautet: Bei der Fokussierung wird auf exakt einen Abstand fokussiert, der das "schärfste" Bild abliefert. Und exakt in diesem Punkt wäre dann die Definitions-Helligkeit (Strehl) aller Farben zu bestimmen und geometrisch zu mitteln - wobei eine Mittelung eher der spektralen Empfindlichkeit des Auges folgen müßte. Das Ergebnis variiert dann hauptsächlich über den PV-Wert.
      Mein Einwand dagegen: Bei dieser Rechnung müßten Zonen, Zentrierfehler und Astigmatismus und tendentielle sphärische Aberration herausgerechnet werden, um zu einem lupenreinen Ergebnis zu kommen, wenn man mit einem anderen System vergleichen will. Und dann wird es bereits wieder eine akademische Diskussion mit begrenzter Aussagekraft.

      Nein, überhaupt nicht! Es ist nur schade, wenn Messtechnik für Marketingzwecke missbraucht wird.
      Da interpretierst Du zu viel in meinen Bericht hinein. Es ist lediglich meine Überschrift, die zum Lesen animieren soll: Hat doch gut funktioniert!


      Ich denke es ist dein anliegen mit diesem Forum die Unterschiede klar und deutlich herauszuarbeiten?

      Bei aller Selbstkritik, so weit mir das möglich ist.


      Ich denke auch, dieser Eqinox ist ein gutes Teleskop mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis, doch das Maß aller Dinge ist er denke ich nicht.

      Genau nichts anderes sollte dieser Bericht ausdrücken: Ein deutlicher Vergleich zwischen einem schlechten teuren APO und einem preisgünstig hochwertigen APO. Hoffen wir mal, daß uns diese Qualität bei möglichst allen Geräten erhalten bleibt und vor allem auch der günstige Preis ! ! !
      Herzlichen Gruß! Wolfgang Rohr---_ email: wolfgang.rohr@t-online.de Tel: 09521 5136 ---------------------------------------------------- r2.astro-foren.com/index.php/de/

      Post was edited 4 times, last by Rohr ().

    • AW: Equinox schlägt alles

      Wolfgang ,

      ich fühle mich stets geschmeichelt, wenn du immer wieder TMB als Referenz heranziehst und nicht Zeiss, Takahahsi , Vixen oder TEC , bedeutet für mich TMB ist in deinen Augen die Referenz die es zu schlagen gilt :)

      Nun mit deiner Überschrift hast du mir jedoch ne Wunde ins Herz gestochen, denn dort steht NICHT : Equinox schlägt alles in dem Preisbereich , nein, es steht dort Equinox schlägt alles.

      Dieser hier so benannte und getestete Equinox schlägt leider vieles nicht, die Farbkorrektur ist sicherlich gut für einen F/7.5 ED 2-Linser , aber nicht so gut wie viele andere Apos.

      Auch der normale Sterntest den du hier zeigst, zeigt eindeutig die auch am Himmel sichtbaren Restfabfehler, die viele andere insbesondere 3 Linser Apos nicht zeigen.

      Auch der einfache Sterntest zeigt die nicht gute Symmetrie , sprich ich sehe Eckigkeit und somit Verspannung, ich glaube nicht das nur ich das sehe. Nun eine sichtbar verpsannte Optik also die beste Optik zuu benennen die alles schlägt hat nichts mehr mit Messen zu tun, tschuldigung.

      In meinen Augen hast du hier über den Bogen hinausgeschossen, du hast einen normalen 2 Linser ED in den Himmel gehoben, warum auch immer.

      Also Test hin oder her, ich sehe auf deinen Bildchen was ich sehe und das ist definitiv nicht ETWAS das alles schlägt. Gibst du das zu ?

      Eine Korrektur deiner Überschrift währe angebracht :)

      grüße
      Markus
      astronomische Grüße

      Markus Ludes
    • AW: Equinox schlägt alles

      Hallo Wolfgang

      Das Problem und der Unterschied ist wie du es schon geschrieben hast, der Gaußfehler, also die sphärische Abberation der einzelnen Farben.

      Ein Zweilinser kann, den gleichen Farblängsfehler haben wie der Dreilinser, soweit ist die Indexzahl richtig.
      Was bedeutet, dass die einzelnen Farben, im Zwei- oder Dreilinser, den gleichen Fokuspunkt haben und somit auch die gleiche Schärfentiefe.

      Worin sich jedoch z.B. der ED-Zweilinser zum ED-Dreilinser, bei gleichem Öffnungsverhältnis immer unterscheiden wird, ist der Gaußfehler!
      Der Gaußfehler wird beim Zweilinser immer größer sein, als beim Dreilinser und dass, meist im Kurzwelligen blauen Spektralbereich.

      Deshalb kann der Equinox eine so gute Indexzahl haben, weil er einen recht geringen Farblängsfehler hat, ähnlich dem eines APQ, doch die sphärische Abberation im Blauen ist größer als beim APQ, oder TMB, oder Takahashi, weshalb man im Sterntest mehr Farbe sehen wird und deshalb auch der Strehl im Blauen geringer ausfallen wird.

      Das Problem was ich nun hier sehe ist, dass dieser Unterschied, zwischen Farblängsfehler und Gaußfehler nicht klar herausgestellt wird!
      Denn genau hier liegt eben der Unterschied, warum man im APQ weniger bis gar keine Farbe sehen wird und der Kontrast höher sein wird, als beim Equinox, oder den ED-Zweilinsern.

      Die Gefahr für denn Laien besteht nun darin, dass er nur auf die Zahlen der Indexzahl und des Strehls für die Hauptfarbe schaut und dann zu der Meinung kommen kann, dass ja der ED-Zweilinser genau so gut ist, wie der ED-Dreilinser.
      Das ist aber nicht der Fall!
      Der Zweilinser ist dem Dreilinser bei gleichem Öffnungsverhältnis immer unterlegen, sofern nicht die Fertigungsqualität unterscheidet wie hier in diesem Fall des WO FLT 132 und dem Skywatcher 120 Equinox.

      Deshalb meine Bitte, oder der Wunsch, diesen Unterschied zwischen Farblängsfehler und Gaußfehler genauer herauszuarbeiten, damit die unterschiedlichen Qualitäten auch klar heraustreten.
      Als Kunde währe es mein Anliegen, dass wenn ich etwas zu einer Prüfung schicke, dass mir diese Prüfung, oder der Prüfer, die unterschiedlichen Qualitäten quantifizieren, oder qualifizieren kann.
      Da ja sonst bei gleicher optischer Qualität, andere Faktoren, wie Preis, Gewicht, Auskühldauer usw. zur Kaufentscheidung führen können.

      Gruß Uwe