Celestron Firstscope 76 Dobson

    • Celestron Firstscope 76 Dobson



      ..war klar das ich mich da nich lang zusammenreissen konnte,
      der Mini-Dobson musste einfach her!



      Die erste Ueberaschung (na ja, nicht wirklich), der Fangspiegel
      ist viel zu klein.



      Die zweite Ueberaschung, der Primaerspiegel ist kein Kugelspiegel.
      So auf die Schnelle, mit Ronchi im ROC, sieht es verdaechtig nach
      einem Parabolspiegel aus. Leider nur eine miserable Aufnahme.



      Visuell waren glatte gebogene Linien zu erkennen.
      Mal sehen was mit Ronchi am Stern 'rauskommt, wenn die Linien
      da gerade sind war zumindest ein Parabolspiegel die Absicht.
      Auf dem Primaerspiegelchen ist eine leichte Zone zu erkennen,
      so etwa bei 1/3 des Durchmessers. So aehnlich hab' ich das auch
      beim 6" f/8 Spiegel von Skywatcher gefunden. Moeglicherweise in
      beiden Faellen ein Art Indiz wie die Parabolisierung vorgenommen wird.
      Von der angegebenen Brennweite von 300 mm werden beim nachmessen
      280, also f/3.7 (wenn der Fangspiegel nicht zu klein waere).
      Waer zwar ein interessantes Erinnerungsstueck zum Internationalen Jahr der
      Astronomie 2009, aber ich will sehen was man damit alles mit der ToUCam
      anstellen kann - mein Spielzeug...



      ..und somit hat die EQ-1 auch endlich ein angemessenes Teleskop gefunden.

      Hier ist der Tubus bereits um 2 cm (mit einem kleinen Winkelschleifer) gekuerzt
      um mit der TUC b/w SC1 in den Fokus zu kommen. Die Justage nach dem Zusammenbau
      war erfreulicherweise (Zufall) immer noch so exakt wie vorher :):):).
      (das Primaerspiegelchen ist nicht justierbar in eine Kunststoffspiegelzelle geklebt, aber
      der Fangspiegel ist justierbar)

      Hier eine Aufnahme eines 1.5 mm Rasters in 4 m Entfernung.



      Mit der ToUCam ergibt sich beim nachrechnen ein Feld von etwa 45 x 33'.
      Eine Aufnahme meines Ronchi Gitters, ebenfalls 4 m Entfernung,
      allerdings durch eine Barlow mit etwa 2.5x. In der oberen
      rechten Ecke eine 10 fache Vergroesserung der 0.1 mm breiten
      Linien.



      Moeglicherweise gar nicht so uebel. Eine Linie entspricht hier allerdings
      5", die Aufloesung mit 76 mm Oeffnung waere etwa 1.6" - werd ich an
      einem geeigneten Doppelstern testen.

      Fehlt also noch : ein Sterntest, ein Doppelsterntest und ein
      Ronchitest am echten Stern.

      Wenn das alles einigermassen passt ist das Teleskoepchen ein farbfehlerfreies f/4 ToUCam Objektiv mit effektiv etwas weniger als 76 mm Oeffnung und 280 mm Brennweite.
      Mit etwas Glueck sogar mit einem "echten" Parabolspiegel :cool:

      Gruesse,
      argus

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    • AW: Celestron Firstscope 76 Dobson

      Moin Argus,
      die Webcam ist ja fast so groß wie das Röhrchen :)
      Aus was für einem Material ist die Röhre eigentlich?Mir selbst hat es ja der 130/650 Dobson angetan...alleine das liebe (nicht vorhandene) Geld hält mich davon ab :whistling
      Ein sehr schöner Bericht über den Kleinen.Ich bin gespannt,wie sich das Teil am Stern verhält...

      Grüße Rainer
    • AW: Celestron Firstscope 76 Dobson

      Hi Rainer,
      ein weiterer Schritt zu minimalistischer WebCam-Astro-Fotografie...
      (aka: wenn am Ende vom Geld immer noch so viel Monat uebrig bleibt...
      gibts halt nur noch kleine Teleskoepchen :whistling)

      Der Tubus ist aus Blech, gefalzt - dann mit Folie beklebt auf
      dem die Namen von Astronomen gedruckt sind. Auf den ersten Blick
      siehts darum nach Papproehrchen aus.

      Hab' mir auch das Newton Spiegelset von Astromedia angeschaut.
      Aber da haette ich ziemlich viel selbst basteln muessen.
      Letzten Endes hat aber durch die kurzere Brennweite und der
      Verdacht auf einen nicht-sphaerischen Spiegel das Firstscope das Rennen
      gemacht. Am Sterntest wird sich's zeigen. Mal sehen obs mal
      wieder ne Wolkenluecke gibt..

      Der 130/650 Heritage Dobson ist geschickt ausgedacht, klein und
      transportabel. Wenn man sowas unter guten dunklen Himmel bringt
      geht damit visuell bestimmt schon einiges, bin ich mir sicher.
      Und mit den Stangen kann man den richtigen Fokus fuer alle Art Geroedel
      einstellen, also auch sehr WebCam freundlich, egal ob mit Adapter, Barlow,
      Reducer, Filterschieber oder was sonst noch. So gesehen..

      Gruesse,
      argus
    • AW: Celestron Firstscope 76 Dobson

      ..die kurze Wolkenkuecke hat gereicht um ein bischen
      was auszuprobieren.

      Sterntest an Arcturus



      Weiss nicht so recht was man da interpretieren kann
      - ausser dass die Justage in etwa stimmt.

      Dann eps-Lyrae. Sollte eigentlich noch gerade so von
      einer 76 mm Optik aufgeloest werden. Hier mit einer 2.5x
      Barlow, also einer Brennweite von 700 mm - was wahrscheinlich
      nicht ausreichend ist. Eine 2fache vergroesserung der ToUCam Aufnahme.
      Etwas laenglich sind die Dopplesterne geworden, auch in der richtigen
      Orientierung.



      Der Ronchi Test am echten Stern.



      Eigentlich hab' ich gehofft man koennte damit eindeutig unterscheiden ob es
      nun ein Parabol- oder Kugelspiegel ist. Ein Parabolspiegel sollte gerade
      Linien zeigen. Was man sieht sind Linien die nicht so stark gebogen sind wie bei
      der Kugelspiegel-Simualtion, aber auch nicht exakt gerade.
      Ich sag' mal ein weiteres Indiz das der Spiegel "anparabolisiert" wurde.
      Damit sollte das Spiegelchen besser als ein Kugelspiegel abbilden.
      Immerhin.

      Zum Schluss noch eine "Standardkerze", M13. 64 Aufnahmen a 3 s
      auf der motorisierten EQ-1 mit der ToUCam b/w SC1.



      Durch die kurze Brennweite von 280 mm, dem schnellen Oeffnungsverhaeltnis
      und dem sehr lichtempfindlichen b/w Chip klappt sowas selbst auf einer so
      "kleinen" Montierung.

      Gruesse,
      argus

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    • AW: Celestron Firstscope 76 Dobson

      Hallo Argus,
      dein Miniastrograph funzt ja super :)
      Und bei nur 3s pro Einzelbild...Respekt!
      Zum Sterntest fällt mir ein,daß ich mir ja ein bestimmtes Buch organisieren wollte...na da kann sicher Wolfgang etwas dazu sagen ;)
      Andere Besitzer des Firstscopes sprechen ebenfalls von einem Parabolspiegel.Hast du mal ein Okular Reingestöpselt?Gut bei F/<4 sieht man vermutlich mehr Bildfehler des Okulars,als die des Spiegels...
      Jedenfalls hast du da ein schönes neues Spielzeug :)

      Grüße Rainer
    • AW: Celestron Firstscope 76 Dobson

      Hi Rainer,
      was man ueber den Sterntest vielleicht noch aussagen kann ist dass
      der Spiegel glatt sein muss - aber bei tiefergehenden Analysen von Spiegeln
      scheint mir das Sterntesten als Pruefverfahren generell etwas vage.

      Fokal sieht man einen angedeuteten waagrechten Beugungsspike von der "einbeinigen
      Fangspiegelspinne" dessen Bein sich intrafokal als Balken unten und extrafokal als
      Balken oben abzeichnet. Manchmal ist das gut zu wissen wenn man den Beugungsspike
      eines benachbarten hellen Sterns aus dem Aufnahmeobjekt 'raushalten will.

      Mit der Pixelgroesse des ToUCam Chips ergibt sich eine Aufloesung von 4"/Pixel
      gegenueber einem theor. Aufloesungsvermoegen von etwa 2". Ich denke das ist keine
      unguenstige Relation.

      Okulare hab' ich verschieden durchprobiert. Die beigelegten Huygens sind etwas
      leidlich, aber mit dem 15 mm "Goldkante" waren Sternfelder meinem subjektiven
      Gesamteindruck durchaus passabel anzuschauen.
      Die Huygens sind in meine Bastelkiste gewandert. Sie haben geschwaerzte
      Okularhuelsen mit (funktionierenden) Filtergewinden und Abdeckkappen - im
      kostenguenstigen Segment nicht unbedingt zu erwarten.

      Vom Gesamtkonzept kann man Celestron und seinen chinesischen Standort durchaus
      loben. Durch die vielen wichtigen Details ist mit den etwa 50 EURO ein durchaus
      gutes Preis/Leistungsverhaeltnis gegeben. Z.b. ist auch die Dobson-like
      azimutale Montierung sehr gut einzustellen - beide Bewegungsrichtungen
      laufen auf Teflon bzw. Teflon/Ebony Gleitlagern. Wer sich ein bischen
      auskennt wird dieses Teleskoepchen jedem katadioptrischen Billig-Newton
      auf Wackelmontierung vorziehen - weil es einfach optisch und mechanisch besser
      funktioniert und eben nicht einfach nur gewollt und nicht gekonnt ist.

      So wie es beworben wird ist es ein funktioniernder Minimaleinstieg, auch
      wenn ich es in dieser Hinsicht zu verwenden nie vorhatte.

      Gruesse,
      argus
    • AW: Celestron Firstscope 76 Dobson

      Hallo,

      mag sein, daß Du den Suiter meinst: company7.com/books/products/testing1.html

      Dieses Buch hat aber den großen Nachteil, daß alle Beispiele nur computer-simuliert sind und überdies in schwarz-weiß, also streng genommen nur für Spiegelsysteme Gültigkeit haben. Wer viel damit zu tun hat, benutzt es eher nicht, weil es bessere Methoden für Übersichts-Tests gibt. U.a. diese: Artificial Sky - Übersicht: Artificial Sky
      Vergleich von SC-Systemen über Foucault- und Lyot-Test
      Thema FarblängsfehlerTafel1:Prinzip, Tafel 2:Foucaultbilder
      Herzlichen Gruß! Wolfgang Rohr---_ email: wolfgang.rohr@t-online.de Tel: 09521 5136 ---------------------------------------------------- r2.astro-foren.com/index.php/de/
    • AW: Celestron Firstscope 76 Dobson

      Hi Wolfgang, Rainer,
      gerade die Interpretation vom Sterntest erscheint mir manchmal immer
      noch etwas schwammig. WebCambildchen von Testobjekten wie Doppelsternen
      oder Monddetails sind zwar auch nicht unbedingt eine Aussage was man
      visuell erwarten kann, aber wenn man sie selbst aufnimmt und immer
      aehnlich bearbeitet ergibt sich beim Vergleich der Ergebnisse doch
      ein brauchbares Ranking. Dabei kommen dann natuerlich auch solche
      eigentlich triviale Sachen heraus das eine groessere Oeffnung
      immer auch eine besserer Aufloesung hervorbringt und sich mit einem
      entspannten Oeffnungsverhaeltnis der optimale Fokus leichter finden
      und halten laesst. Oder auch der Schaerfegewinn wenn man einen
      Newton saugend belueftet und exakt justiert. Andrerseits zaehlt das
      aber auch alles mit. Erst wenn man diese und noch viele andere Faktoren
      ueberhaupt erst verstanden, angemessen gewaehlt und erfuellt hat, lohnt
      es sich, von einer durchschnittlich guten Optik ausgehend, an eine
      Spitzenoptik zu denken.

      Wie auch immer, hier ein Test am tiefstehenden Mond mit dem
      Mini-Newton/ToUCam zwischen mehrere kurze Wolkenluecken hindurch.
      Man sieht was fuer ein grosses Feld selbst mit dem winzigen ToUCam
      Chip zur Verfuegung steht.



      Im direkten Vergleich liefert der 76 mm Newton durch die fehlenden
      Farbsaeume ein aesthetischeres Bild als das ETX-70. Dafuer hat das
      ETX-70 eine etwas schaerfere Abbildungsleistung.

      Man koennte auf den Gedanken kommen ob man den kleinen Newton irgendwie
      in die Gabel-Montierung des ETX-70 GoTo's kriegt. Waere bestimmt eine
      interessante Kombination/Bastelaktion - haette man etwa 1/3 mehr Bildfeld.

      Gruesse,
      argus

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    • AW: Celestron Firstscope 76 Dobson



      Hallo argus,

      Flächenmäßig spielt die Mitte keine Rolle, sodaß man ein stark obstruiertes System vor sich hat. Für diesen Fall wäre es egal ob Parabel oder Sphäre, wobei das große Öffnungsverhält von f/3.7 schon heftig ist. Für den gezeigten Bereich wäre das System (intrafokal gemessen) ganz leicht unterkorrigiert, wobei mir noch die Gitter-Konstante zur Beurteilung fehlt. Sollte 10 - 13 lp/mm sein. Die Unschärfe für den Mond hat auch damit zu tun, daß bei obstrierten Systemen sich die Lichtenergie in den 1. Beugungsring verschiebt.
      Strehlwert und Obstruktion

      Nachtrag: In RoC würde bei einem f/3.7 System das RonchiBild ganz anders aussehen, also muß es eine Sphäre sein: Im Zusammenhang mit der starken Obstruktion wahrscheinlich sogar die bessere Lösung, bezogen auf die Spotdiagramme. Die Gitterkonstante fehlt mir auch hier.



      Ein obstruiertes System unter ZEMAX mit ca. 44 mm Obstruktion, damit es zu Deinem Sternscheibchen paßt. Nun hast Du ein Mond-Foto beigesteuert. Der Mond erscheint unter einem Winkel von 0.5° bzw. 30 BogenMinuten. Damit hätte er etwa 2.45 mm Durchmesser in der Fokal-Ebene dieses kleinen Dobson. Wenn also die Obstruktion unter ZEMAX eingestellt ist, siehe das
      Foucault-Bild in der Mitte Deiner Aufnahme, dann ergeben sich folgende Spot-Diagramme auf PTV und SpotRadius optimiert. Wobei die obere Reihe ohne Obstruktion, die untere Reihe mit Obstruktion simuliert ist - also kein so großer Unterschied. Bemerkenswert ist, daß die Sphäre/Kugel auf der Achse auf 50 Mikron Spotdurchmesser kommt. Das ist nicht mehr weit von den 30 Mikron, die man zu Vehrenbergs Zeiten an Genauigkeit hatte für die Feldaufnahmen. Wobei die Parabel um den Faktor 2 zwar besser wäre, was aber im PreisLeistungsVerhältnis gar nichts bringt. Also sollte dieses First Scope auch aus diesem Blickwinkel mit einer Sphäre auskommen - und Dein Ronchibild zeigt in diese Richtung. Auch das Interferogramm zeigt ein unterkorrigiertes System, wie es auch beim RonchiBild auftaucht.

      Herzlichen Gruß! Wolfgang Rohr---_ email: wolfgang.rohr@t-online.de Tel: 09521 5136 ---------------------------------------------------- r2.astro-foren.com/index.php/de/

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    • AW: Celestron Firstscope 76 Dobson

      Hi Wolfgang,

      das Ronchi-Gitter haette etwa 5 lp/mm. Es ist eine mit Linien bedruckte
      Overheadfolie, also nicht unbedingt sehr genau. Ein Gitter mit mehr
      Linien waere besser, ebenso weniger Linien im Ronchi-Gramm.

      Die gerechnete Obstruktion waere 28 mm Fangspiegel / 76 mm Primaerspiegel
      mit 37 %. Was ich nicht exakt sagen kann ist die Vignettierung der Aufnahmen
      und wie sich ein zu klein ausgelegter Fangspiegel der auch noch
      zusaetzlich Richtung Spiegel verschoben wurde (ich hab' den Tubus fast
      3 cm kuerzer gemacht um mit der WebCam in den Fokus zu kommen) auswirkt.

      Ich dachte man sollte trotzdem ganz grob etwas ueber die Spiegelform aussagen
      koennen. Im ROC sollte ein Kugelspiegel gerade und am echten Stern
      gebogene Linien zeigen. Beim Parabolspiegel umgekehrt.
      Als ich bei der Messung im ROC das Ronchi Gitter gegen die Klinge getauscht
      hab' war im Foucault eine innere Zone zu erkennen. Drum' meine Vermutung
      einer "maschinellen Anparabolisierung". So aehnlich hat sich das auch bei
      meinem 6" f/8 Skywatcher Spiegel dargestellt (der eigentlich erstaunlich
      gut funktioniert, wobei bei f/8 und 150 mm Siegeldurchmesser natuerlich
      auch ein exakter Kugelspiegel nahezu beugungsbegrenzt ist).

      Wieweit die Unscharfe am Mond auch von den Aufnahmebedingungen mitbeeinflusst
      war kann ich nicht genau sagen. Nun hat die WebCam zumindest keine durch
      Okulare eingefuehrte Abbildungsfehler und sieht auch nur einen kleinen inneren
      Ausschnitt, nicht mehr als 2 mm abseits der optischen Achse.

      Andrerseits, wenn man die Aufnahme von M13 ansieht, ist auch generell die
      Frage welcher Optikdurchmesser eigentlich in Verbindung mit der
      WebCam und den hiesigen Bedingungen ueberhaupt sinnvoll ist.
      Das Aufloesungsvermoegen der 76 mm Optik ist bei etwas weniger als 2". Ein
      Pixel auf dem ToUCam CCD Chip entspricht mit diesem Mini Teleskoepchen
      ca. 4". Die Halbwertshoehe der Lichtintensitaet eines Sterns bei etwas
      langerer Belichtungszeit ist in unseren Breiten etwa 4"-6". Hypothetisch
      gesehen verliere ich also bei laenger belichteten Aufnahmen mit der WebCam
      durch eine 76 mm Optik wenig bis nichts. Was auch noch fuer diesen
      Zusammenhang spricht sind die vielen tollen Deep Sky Aufnahmen mit "kleinen" Apos.

      Gruesse,
      argus
    • AW: Celestron Firstscope 76 Dobson

      Hallo argus,

      bei 5 lp/mm wird die Sache ziemlich stimmig.

      A)gerade die Interpretation vom Sterntest erscheint mir manchmal immer
      noch etwas schwammig. WebCambildchen von Testobjekten wie Doppelsternen
      oder Monddetails sind zwar auch nicht unbedingt eine Aussage was man
      visuell erwarten kann, aber wenn man sie selbst aufnimmt und immer
      aehnlich bearbeitet ergibt sich beim Vergleich der Ergebnisse doch
      ein brauchbares Ranking. B)Dabei kommen dann natuerlich auch solche
      eigentlich triviale Sachen heraus das eine groessere Oeffnung
      immer auch eine besserer Aufloesung hervorbringt und sich mit einem
      C)entspannten Oeffnungsverhaeltnis der optimale Fokus leichter finden
      und halten laesst. Oder auch der Schaerfegewinn wenn man einen
      D)Newton saugend belueftet und E)exakt justiert. Andrerseits zaehlt das
      aber auch alles mit. Erst wenn man diese und noch viele andere Faktoren
      ueberhaupt erst verstanden, angemessen gewaehlt und erfuellt hat, lohnt
      es sich, von einer durchschnittlich guten Optik ausgehend, an eine F)
      Spitzenoptik zu denken.


      noch ein paar Anmerkungen zu diesem Text:

      A) für sich allein ziemlich riskant, taugt gut für sphärische Abberation, signifikantem Astigmatismus und groben Flächenfehlern. = Übersichts-Test, mehr nicht!
      B) gilt nur theoretisch und hängt unter anderem vom opt. System und dessen Eigenheiten ab.
      C) Du meinst vermutlich f/6 - f/10 Systeme.
      D) Niemals die Luftsäule über dem Spiegel stören
      E) setze ich eigentlich voraus
      F) habe hier jede Menge Spitzen-Optik. Trotzdem ist die Einsetzbarkeit witterungsbedingt begrenzt. Freue mich aber trotzdem immer wieder an den wunderbar scharfen Abbildungen.
      Herzlichen Gruß! Wolfgang Rohr---_ email: wolfgang.rohr@t-online.de Tel: 09521 5136 ---------------------------------------------------- r2.astro-foren.com/index.php/de/
    • AW: Celestron Firstscope 76 Dobson

      Hi Wolfgang,

      da hab' ich das Aufloesungsvermogen mit dem Sternscheibchendurchmesser
      faelschlicherweise in einen Topf geworfen..:whistling

      Wenn ich mir eine Ausschnittsvergroesserung von obigem M13 anschau..

      hr5340.com/FirstScope/m13big.jpg

      ..sind die meisten Sterne etwa 3x3 pixel gross, also etwa 15x15 my.
      (die Pixelgroesse der ToUCam ist etwa 5.6x5.6 my)
      Der Rest des Sternenlichts ist dann wohl in der Hintergrundshelligkeit
      und im Gesamtrauschen "ersoffen". Von dem 50 my Durchmesser "sieht" man hier meistens
      effektiv etwa 1/3 - und viele schwache Sterne dann halt ueberhaupt nicht.
      Wenn ich nun laenger belichten wuerde (und koennte wenn es die Hintergrundhelligkeit
      zulaesst), waere mit etwa 10 Pixeln Durchmesser zu rechnen, was fuer die helleren
      Sterne in der M13 AUfnahme (aber ausserhalb) ja auch etwa zutrifft. Irgendwann
      packt dann der CCD Chip die Helligkeit nimmer und die Sterne fliessen nach allen
      Seiten aus. Mehrere ueberlagerte Aufnahmen mit verschieden langer Belichtungszeit
      koennte dem mit DRI Abhilfe schaffen.

      Aus deiner ZEMAX Analyse seh' ich das das Mini-Teleskoepchen zwar nicht ganz optimal,
      aber bei weitem alles andere als ein verkehrtes Design hat. Ich hab's, damit ich mit der
      WebCam in den Fokus komme, etwas schlechter gemacht indem ich den Spiegel weiter nach
      oben geschoben hab'. Besser waere es, klar, wenn ich den CCD Chip in Richtung Fokus
      geschoben haette, waere aber sehr aufwendig geworden. Wie auch immer, es ist fuer die
      WebCam allemal besser als ein kleiner kurzer Achromat.

      Das mit dem "entspannten Oeffungsverhaltnis" hab' ich irgendwo mal gelesen
      und auf das weniger anstrendende Fokussieren und weniger oft noetige Nachfokussieren
      bezogen. Das merk ich ganz deutlich wenn ich meinen 6" f/8 Spiegel (entspanntes
      Oeffnungsverhaeltnis, einfach zu fokussieren) mit meinem 4 1/2" f/4 Spiegel
      (anstrengendes Fokussieren, oft nachzukorrigieren) vergleiche.

      Jetzt werd' ich mal an einigen Objekten weiterversuchen wie sich die Kombination
      ToUCam/76 mm Dob macht. Wenn ich irgendwann mal diese gesamte komplexe Materie
      Astro-Fotografie zu 99% verstanden hab' (und genuegend Geld zur Verfuegung steht)
      stell ich mir eine in sich und auf die Randbedingungen abgestimmte Ausruestung
      zusammen. Aber zuerst muss ich erstmal in meinem Hirn verstehen was da alles wovon
      abhaengt und wie es miteinander wechselwirkt - dauert bestimmt noch ein paar Jaehrchen..:)

      Gruesse,
      argus

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    • AW: Celestron Firstscope 76 Dobson

      ..der Vollstaendigkeit halber, zur Ergaenzung von Mond und und
      M13, noch den Saturn. Mit der ToUCam und 2.5x Barlow. Rechts 2x
      digital nachvergroessert.

      hr5340.com/FirstScope/saturn.jpg

      Man kann den Saturnring auch visuell, aber gerade noch so, mit dem
      beigelegten 4 mm SR (soll wohl Super Ramsden heissen) Okular
      erkennen - das ich faelschlicherweise fluechtig auch als Huygens
      Okular bezeichent hab.

      Gruesse,
      argus

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