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welches teleskop für anfänger

      AW: welches teleskop für anfänger

      ok, also ich habe mich jetzt für ein 6" Dobson von skywatcher entschieden. Optisch wird es wohl ein großer unterschied zum 8" sein, preislich aber leider auch. Aber dann habe ich wenigstens geld für zubehör... Ich hole mir dazu ein zoomokular gebraucht, eine sternkarte, ein kompass und einen mondfilter. Braucht man sonst noch irgendetwas witchtiges außer reinigungssachen?
      Liebe Grüße,
      Clawrye

      AW: welches teleskop für anfänger

      Hallo,
      Ich hätte noch einmal eine Frage.
      Mein dobson ist doch etwas sehr groß und ich kann ihn nicht sehr gut transportieren. Deshalb dachte ich darüber nach, ihn zurückzugeben und mir einen refraktor dafür zu kaufen. Gibt es denn refraktoren, bei denen man deepsky auch in der qualität sehen kann, wie mit einem dobson? Im moment ist das nicht so wichtuig, weil ich keine deepsky Dinger sehe. Planeten sollen refraktoren ja besser als reflektoren sein.
      Und kann man auf refraktoren die gleichen okulare setzen?
      Kann denn jemand einen rafraktor empfehlen? (100-200€)
      Und eine möglichst gute montierung, wobei ich ohnehin erstmal sparen werde und mir dann eine eq5 oder 6 montierung hole.
      Lg Clawrye

      AW: welches teleskop für anfänger

      was haltet ihr von diesem hier: TS Optics Einsteiger-Teleskop 70/900mm TS Jupiter mit stabiler EQ Montierung, viel Zubehör und inclusive Mondfilter (amazon.de/Einsteiger-Teleskop-…TF8&qid=1329475677&sr=8-2)
      Es hat ne gute montierung und die optik ist auch nicht so schlecht. Vielleicht auch als zweitteleskop für reisen etc. ( wenn ich in amerika bin, will ich wenigstens die sterne dort sehen xD)
      scheint mir nicht so schlecht zu sein, und der Preis ist angemessen.
      Lg
      Clawrye

      AW: welches teleskop für anfänger

      Clawrye wrote:

      Gibt es denn refraktoren, bei denen man deepsky auch in der qualität sehen kann, wie mit einem dobson? ....Planeten sollen refraktoren ja besser als reflektoren sein.
      Und kann man auf refraktoren die gleichen okulare setzen?


      Hm.
      Deepsky verlangt Öffnung. Nun kannst du eine vergleichbare Öffnung durchaus mit einem Refraktor erzielen. Wenn der aber besser transportabel sein soll, dann muss er kurzbrennweitig sei. Es gibt z.B. 5-Zoll-Kometensucher, gar nicht so teuer. Der Unterscheid zum 6-Zoll-Spiegel ist gering bis Null, da der Spiegel ein wenig Licht schluckt.
      Aaaber: Solch ein Refraktor ist an Planeten kaum brauchbar. Dafür benötigt man entweder eine Apo (=sauteuer) oder ein langbrennweitiges System mit einer gewaltigen Montierung. Das Ganze wäre dann noch viel unhandlicher als ein 6-Zoll-Dob.

      Die Okulare kannst du weiterverwenden.

      AW: welches teleskop für anfänger

      Hallo Clawrye,

      sehe ich so wie Uwe. Nur noch mal zur Erläuterung:
      Gleiche Brennweite und gleiche Öffnung, gleich welche Art von Instrument bedeutet gleiches sehen am Himmel. Eventuell auch so gerechnet: Öffnung des Reflektors abzüglich der Obstruktion des Fangspiegels gibt den Refraktor.

      Das hat aber auch sehr große Nachteile: ein f:5 Refraktor mit großer Öffnung ist auch groß und schwer, sollte es ein FH sein. Hier hat der Spiegel immer den Vorteil, daß man ihn höher vergrößern kann, somit ist der Spiegel im absoluten Vorteil. Und da Öffnung durch nichts zu ersetzen ist, würde ich ohne Not auf jedenfall IMMER zum 8" Dobson greifen - und den in f:6, denn damit habe ich ein Gerät, das für Deep Sky ebenso verwendbar ist wie für Planeten.

      Der Einwand "Größe und Gewicht":
      Stelle beides nebeneinander. In Uwes Buch haben wir eine herrliche Grafik von Benjamin Hartmann drin, die das sehr schön zeigt: Der 8" Dobson ist kleiner, handlicher und besser Transportabel als ein parallaktisch aufgebautes Teleskop gleich welcher Art!
      Liebe Grüße
      Winfried

      Wenn filmen so einfach wäre, dann hieße es "RTL"...

      AW: welches teleskop für anfänger

      Hallo Clawrye,

      Clawrye wrote:

      Hallo,
      Ich hätte noch einmal eine Frage.
      Mein dobson ist doch etwas sehr groß und ich kann ihn nicht sehr gut transportieren. Deshalb dachte ich darüber nach, ihn zurückzugeben und mir einen refraktor dafür zu kaufen. Gibt es denn refraktoren, bei denen man deepsky auch in der qualität sehen kann, wie mit einem dobson? Im moment ist das nicht so wichtuig, weil ich keine deepsky Dinger sehe. Planeten sollen refraktoren ja besser als reflektoren sein.
      Und kann man auf refraktoren die gleichen okulare setzen?
      Kann denn jemand einen rafraktor empfehlen? (100-200€)
      Und eine möglichst gute montierung, wobei ich ohnehin erstmal sparen werde und mir dann eine eq5 oder 6 montierung hole.
      Lg Clawrye


      Deepsky geht so etwa ab 130mm Öffnung los. Ich habe lange mit einem 150/750 Newton erfolgreich Mond, Planeten und Deepsky beobachtet. So ein 150 f/5 Newton ist auch gleichzeitig noch gut transportabel, wenn er auf einer EQ3-2 montiert ist. Diese Montierung trägt einen solchen kurzbauenden 6" f/5 Newton noch gut. Der Tubus alleine ist 67cm kurz und wiegt freundliche 5,2 kg. Zusammen mit der der Montierung incl. ca. 5 kg Gegengewicht kam die Kombination bei mir auf 18 kg Gewicht. Wenn du es noch eine Nummer kompakter haben möchtest, dann schau doch mal zum 130/650 Newton, aber auch auf der EQ3-2.

      Was deine Überlegungen bzgl. eines kleinen Refraktors betrifft. Ein kurzbauender Refraktor von 120mm Öffnung mit 600mm Brennweite wird dir schon einige schöne Beobachtungen im Deepsky ermöglichen, aber ein 150er Newton kann dies etwas besser - ich habe bzw. hatte beide Geräte. Der Refraktor hat bei dieser Öffnung schon mit dem deutlichen Farbfehler zu kämpfen, der auch im Deepsky ab mittelhoher Vergrößerung etwa 120fach) etwas den Kontrast angreift und damit auf die Bildschärfe drückt.
      Ein wirklich kleiner Refraktor von vielleicht 70 - 90 mm Öffnung mit einem Öffnungsverhältnis von etwa f/10 (also 700 bzw. 900 mm Brennweite) wird dir schon schöne Beobachtungen am Mond und bei den helleren Planeten ermöglichen. Auch offene Sternhaufen sind damit ein Genuß. Beim Deepsky hört der spaß dann aber auf, da hier Lichtsammelleistung und zählt. Für solche beobachtungen ist dann wieder mindestens der 130er Newton angesagt. Hier sollte man auch keinen 130/900 Newton nehmen, da diese Geräte üblicherweise einen spärisch geschliffenen HS haben und damit etwas an Schärfe einbüßen - lieber gleich den 130/650 mit parabolischem HS.

      Hallo Winfried,

      was deine Einschätzung bzgl. 300-€-Teleskopen und Fotografie betrifft, da liegst nicht ganz richtig. Ich habe mit dem 150/750 Newton sehr schöne Planeten- und Mondfotos gemacht. Wenn man die Motorisierung hinzurechnet, dann werden es knappe 400 € Gesamtpreis. In diesem Fall würde ich, um die Budgetbegrenzung nicht zu sprengen, auf den 130/650er Newton umschwenken und den auf EQ3-2 montieren - das ist durchaus stabil und funktioniert visuell noch besser (meine Folgerung aus der Erfahrung mit dem 150/750 Newton, der ja schwerer und größer ist). Was deine Einstiegszeit betrifft, da war Astronomie noch ein Hobby von finanziell besser Gestellten - beim heutigen Preisniveau ist mit 300 € schon ein gelungener Einstieg incl. Fotografie am Planeten möglich.

      Was die Gleichung "Hauptspiegel minus Fangspiegel ist gleich Durchmesser einer vergleichbaren Linsenoptik" betrifft, die ist absolut falsch und kursiert leider immer noch im Internet. Der Kontrast eines Newtonbildes wird im mittlern Auflösungsbereich gegenüber einer unobstruierten Optik schlechter, weil sich beim Newton zwei Beugungsmuster übereinanderlagern, statt nur eines beim FH oder APO. Dieses zweite Beugungsmuster entsteht durch die Spaltbreite "FS-Rand Tubusinnenrand" und hat eine andere "Wellenlänge" als das Beugungsmuster, das am viel größeren Spalt "HS-Breite" entsteht. Beide Muster überlagern sich, und dort wo beim Hauptbeugungsmuster ein schwarzes Tal wäre ist nun teilweise eine leichte Aufhellung. Liegt da ein anders Detail, so wird dieses etwas seichter dargestellt. Dieser Sachverhät stellt den Kontrastverlust eines Newtonteleskops oder einer anderen obstruierten Optik schonmal grundlegend aus sicht der Wellennatur des Lichtes dar. Das Fehlen der lichtsammelnden Fläche des HS, die durch den FS abgedeckt wird, hat damit nichts zu tun. Auch wäre dann nicht der FS-Durchmesser abzuziehen, sondern die FS-Fläche - die relativ gesehen viel kleiner ausfällt (quadratisch).

      Sternklare Grüße
      Alko
      Skywatcher Newton 200/1000
      Astro-Professional 152/900

      skyluxdoktor.de

      AW: welches teleskop für anfänger

      Hallo Alko,

      danke für die Berichtigung meines Beitrags.
      Zum 120/600mm Refraktor noch mal im Vergleich zum Newton: bei guten Bedingungen ist beim 120/600 FH-Refraktor bei 80x Schluß, mehr geht einfach nicht. Unschärfe, zu viel Farbe und ein immer verschwommen werdendes Bild trüben den Genuß. Allerdings: BIS 80x das nahezu ideale Gerät für Großfeldbetrachtungen, da ist er mein Liebling.
      Planeten kann man in diesem Refraktor zu 100% vergessen...
      Liebe Grüße
      Winfried

      Wenn filmen so einfach wäre, dann hieße es "RTL"...

      AW: welches teleskop für anfänger

      Hallo,

      an dieser Stelle möchte ich mich gerne einmal bei der Kaufberatung einklinken.

      Ich bin 33 Jahre jung und wohne in der Region Hannover. Ich fotografiere gelengtlich gerne mit meiner digitalen Spiegelreflex, und möchte mir nun endlich einmal ein schönes Teleskop kaufen. Der Weltall und die Sterne haben mich schon lange fasziniert - es wird Zeit Ihnen auf den Pelz zu rücken. Natürlich soll eine Kamera anschließbar sein.

      Planeten oder Deepsky . . . ?

      Diese Frage ist für einen Neuling wie mich schwer zu beantworten. Planetenoberflächen oder ferne Spiralnebel sind für mich erstmal gleichermaßen interessant. Schließt denn das eine das andere aus?

      Ebenso die Diskussion über Reflektor oder Refraktor... Wie muss ich mir denn die Unterschiede bei diesen beiden Teleskoparten vorstellen ? Ist das ein Bildunterschied von VHS zur DVD oder eher DVD zu BluRay ? (Die Heimkinofetischisten mögen mit verzeihen, der Unterschied zur BlueRay ist nun wirklich nicht so groß.... ;)

      Hilfreich wären hier für mich einmal Bilder ! Fotografiert zufällig jmd. von euch Himmelobjekte, wären Bilder einmal interessant.

      Ich bin bereit für meine Erstaustattung ca € 500,- bis € 600,- auszugeben. OK, wahrscheinlich wird in den nächsten Monaten noch der ein oder andere Schein für zus. Equipment fällig sein.

      Was für Hersteller könnt Ihr denn grundsätzlich empfehlen ?

      Ich habe einfach mal 5 Teles angeschaut, die in meinem Budget liegen und zum Fotografieren geeignet sind lt. Website.

      Bresser Teleskop N 130/1000 Messier EXOS-1
      Bresser Teleskop N 150/750 Messier EXOS-1
      Skywatcher Teleskop N 200/1000 Explorer BD NEQ-5
      Bresser Teleskop AC 102/1000 Messier EXOS-1
      Skywatcher Teleskop AC 120/1000 EvoStar BD NEQ-3

      Wie gut meine Wohnsituation ist kann ich schwer einschätzen. Ich wohne in der Region von Hannover (Burgdorf). Es ist auf jeden Fall nicht so hell wie in der Stadt (über dieser ist der nächtliche Himmer immer deutlich heller), allerdings ist es nicht so dunkel wie auf freiem Feld (Diese liegen aber in unmittelbarer Nähe)

      Über Eure Empfehlungen und Erfahrungen würde ich mich freuen, vielleicht kommen ja auch ein paar Beispielbilder . . . (Das wäre klasse!)

      In diesem Sinne "Live long and prosper" ;)

      AW: welches teleskop für anfänger

      Hallo Martin,

      willkommen hier im Forum!

      martinstu wrote:

      Ich bin 33 Jahre jung und wohne in der Region Hannover. Ich fotografiere gelengtlich gerne mit meiner digitalen Spiegelreflex, und möchte mir nun endlich einmal ein schönes Teleskop kaufen. Der Weltall und die Sterne haben mich schon lange fasziniert - es wird Zeit Ihnen auf den Pelz zu rücken. Natürlich soll eine Kamera anschließbar sein.

      Planeten oder Deepsky . . . ?

      Der Unterschied im Photographischen ist bei diesen beiden Objekttypen immens. Planeten: z.B. mittels Videoaufnahme = kurze belichtungszeiten (schon ab Webcam möglich), DeepSky mittels Langzeitbelichtungen.
      Kurze Belichtungszeiten sind einfacher und billiger als Langzeitbelichtungen, für die spezielleres Equipment erforderlich ist. (aber da wissen andere hier mehr)

      martinstu wrote:


      Diese Frage ist für einen Neuling wie mich schwer zu beantworten. Planetenoberflächen oder ferne Spiralnebel sind für mich erstmal gleichermaßen interessant. Schließt denn das eine das andere aus?

      Photographisch ist es ein Unterschied. Bei beiden Varianten steigt die erreichbare Auflösung mit dem Öffnungsdurchmesser des Teleskops

      martinstu wrote:


      Ebenso die Diskussion über Reflektor oder Refraktor... Wie muss ich mir denn die Unterschiede bei diesen beiden Teleskoparten vorstellen ? Ist das ein Bildunterschied von VHS zur DVD oder eher DVD zu BluRay ? (Die Heimkinofetischisten mögen mit verzeihen, der Unterschied zur BlueRay ist nun wirklich nicht so groß.... ;)

      Kurz gesagt: gleichwertige Refraktoren kosten meist ein Vielfaches des Reflektors.

      martinstu wrote:


      Hilfreich wären hier für mich einmal Bilder ! Fotografiert zufällig jmd. von euch Himmelobjekte, wären Bilder einmal interessant.


      Bild im Internet =
      Teleskop + Justierung des Teleskops +
      Montierung + Justierung der Montierung +
      Seeing / Wetter + Umgebungshelligkeit +
      Nachbearbeitung am PC +
      Komprimierung für das Internet

      ... also eine Gleichung mit zu vielen Unbekannten.

      martinstu wrote:


      Ich bin bereit für meine Erstaustattung ca € 500,- bis € 600,- auszugeben. OK, wahrscheinlich wird in den nächsten Monaten noch der ein oder andere Schein für zus. Equipment fällig sein.

      Dafür gibt es ein gutes, nicht phototaugliches Dobson (Newton) oder ein gerade für Planetenphotographie geeignetes Newton auf sehr grenzwertiger Montierung.

      martinstu wrote:


      Was für Hersteller könnt Ihr denn grundsätzlich empfehlen ?

      Das hat mit Herstellern eher weniger zu tun.

      Hast Du schon mal ein Amateurteleskop "in der Hand" gehabt? Wenn nein, solltest Du die beginnende Frühjahrsteleskoptreffen-Saison nutzen und Dir mal den Gerätepark einiger Hobbyastronomen anschauen. Vor meinem ersten Teleskoptreffen wollte ich einen klassischen Refraktor. Herausgekommen sind nach einem Jahr ein Dobson und ein Schmidt-Cassegrain. Lass Dir Zeit beim Geldausgeben.

      Wie bist Du auf die Bresser-Geräte gekommen?

      Grüße

      Christoph
      [SIZE="1"]Hofheim 12'', PST CaK, C11[/SIZE]

      AW: welches teleskop für anfänger

      Hallo Christoph,

      danke für deine schnelle Antwort.

      Wie ich auf diese Teleskope gekommen bin ? Auf eine großen webseite werden als fototaugliche Teleskope diese Geräte in der besagten Preisklasse angezeigt. Ich habe bis jetzt nur durch Tchibo-100-Euro-Teleskope geguckt, oder schon einmal in der Sternwarte in Hannover Linden durch einen großen Spiegel.

      Ich werde zu den nächsten "Sternengucker-Treffen" mal vorbeischauen... (zufällig noch jmd. aus Hannover hier?)

      Das DS-Aufnahmen längere Belichtungen und so andere Anforderungen an die Fotografie abfordern ist einleuchtend. Ist ein manuelles Nachführen bei Langzeitbelichtungen ohne entsprechende Motoren denn auch möglich ? Werden die Galaxien nur durch entsprechend lange Belichtung sichtbar, und sind beim "live-reingucken" gar nicht zu sehen ?

      Bei Planetenaufnahmen reichen also entsprechend kurze Belichtungszeiten, aber was meinst du mit Videoaufnahmen ?

      Grüße, Martin

      AW: welches teleskop für anfänger

      Hallo Martin,

      martinstu wrote:


      Ich werde zu den nächsten "Sternengucker-Treffen" mal vorbeischauen... (zufällig noch jmd. aus Hannover hier?)

      siehe teleskoptreffen.info (Liste von 2011, wenn Du von dort die Abkürzungen googelst, solltest Du die 2012er Termine finden.

      martinstu wrote:


      Das DS-Aufnahmen längere Belichtungen und so andere Anforderungen an die Fotografie abfordern ist einleuchtend. Ist ein manuelles Nachführen bei Langzeitbelichtungen ohne entsprechende Motoren denn auch möglich ? Werden die Galaxien nur durch entsprechend lange Belichtung sichtbar, und sind beim "live-reingucken" gar nicht zu sehen ?

      Da sollte wer anderes zu antworten. Profis schaffen wohl auch manuell geguidete aufnahmen von beachtlicher Dauer, so dass eher die mechanischen Eigenschaften der Montierung begrenzen.

      Visuell sind die meisten (sichtbaren) Galaxien ein grauer Fleck. Erst die Langzeitbelichtung, ggf. untzer Verwendung verschiedener Filter läßt ein Bild mit Details der Galaxienstruktur entstehen. Farbe geht visuell gar nicht, die Farblichkeit vieler Photos entsteht durch Bildbearbeitung (z.B: Komposition von Langzeitaufnahemn, bei denen verschiedene Filter verwendet worden - die abgebildete Farblichkeit entspricht nicht immer der wirklichen Farblichkeit - manchmal aber dann doch ...). Übrigends sind auch viele der hübschen Hubble-Bilder Falsch-Farben-Aufnahmen.

      Der Zeitliche Aufwand ist unter Umständen immens. z.B. 2 Objekt pro Nacht und dann 2 Tage Nachbearbeitung.

      Aber wie gesagt, da sind hier im Forum Profis, die Dir mehr dazu erzählen können als ich.

      martinstu wrote:


      Bei Planetenaufnahmen reichen also entsprechend kurze Belichtungszeiten, aber was meinst du mit Videoaufnahmen ?

      Wenn z.B. ein Video mit 30 Frames / Sekunde aufgenommen wird, hast Du eine Belichtung von 1/30s für das Einzelbild. Von diesen Einzelbilder werden dann möglichst viele "gestackt" (suche z.B.: AVIStack, Registax). Dabei wird das Rauschen des Einzelbilds durch letztlich statistische Methoden reduziert.

      Also: Heller Planet mit Webcam als AVI aufgenommen wird ein besseres Foto verwandelt, als es über ein Einzelbild entstanden wäre (so der Plan - aber die Umsetzung kann dauern)

      Grüße

      Christoph
      [SIZE="1"]Hofheim 12'', PST CaK, C11[/SIZE]

      AW: welches teleskop für anfänger

      Hallo,

      also jemand, der gerade vor ~6 Monaten wieder mit der Himmelsbeobachtung und auch -photographie angefangen hat, empfehle ich, auch mal über folgenden Vorschlag nachzudenken:

      Das wichtigste für die Astrophotographie ist eine stabile und genaue nachgeführte Montierung. Mit einer guten Montierung und einem soliden Einsteigerteleskop kann man schon gute Aufnahmen von Planeten und z.B. auch dem Orionnebel machen. Mit einem guten Teleskop auf wackeliger Montierung hat man keine Freude, überhaupt weiter einzusteigen. Selbst nur mit einer Spiegelreflexkamera, am besten mit Zoom bis in den langen Telebereich, auf einer nachgeführten Montierung kann man schon sehr schöne Aufnahmen von Mond, den hellen Planeten und Objekten wie Orionnebel oder Andromedagalaxie machen - ganz ohne Teleskop.

      Also: Gebe Dein geplantes Startbudet erstmal für eine gute Montierung aus. Zum Beispiel diese hier:

      teleskop-express.de/shop/produ…ttmotorsteuerung-DK3.html

      wenn Du kein allzu schweres Equipment ins Auge faßt. Bis zum 150/750 Newton mit Kamera sollte die stabil genug sein. Ansonsten lieber die hier:

      teleskop-express.de/shop/produ…ung-mit-Nachfuehrung.html

      Selbst mit einem Tschibo-Teleskop darauf kannst Du schon die ersten Erfahrungen sammeln und Dich an tollen Farbaufnahmen von Deep-Sky Objekten oder dem Jupiter erfreuen. Wenn dann wieder Budget übrig ist, kannst Du immer noch ein größeres phototaugliches Teleskop kaufen. Ich habe zum Beispiel dieses hier:

      teleskop-express.de/shop/produ…-2--Crayford---Tubus.html

      leider aber eben auf einer Montierung, die noch etwas zu ungenau und labil dafür ist. Deswegen steht bei mir als nächstes auch eine stabilere Montierung auf dem Plan!

      Gruß, Rene

      AW: welches teleskop für anfänger

      Danke Rene,

      hast du das Teleskop auf der mitgelieferten Montierung ?

      teleskop-express.de/shop/produ…f-parall--Montierung.html

      Eine vernünftige Montierung kostet also schon soviel wie eine Teleskop auch...

      Die empfohlenen Montierungen sind mit elektronischer Steuerung. Eigentlich dachte ist eine solche ist nur "nice-to-have" aber nicht immer notwendig. Hast du auch schon per hand das Tele nachgeführt? Als Einsteiger gleich so viel Geld zu investieren... Montierung und Teleskop sind dann schon € 650,- (kleinere Montierung)

      Aber danke für deine Empfehlungen. Aus der Fotografie weiß ich schon daß ein stabiles Stativ für längere Belichtungen unerlässlich ist. Nur muss es denn elektronisch sein?

      Grüße, Martin

      AW: welches teleskop für anfänger

      Hallo Martin,
      nein, ich hatte erst die Montierung gekauft (damals hatte ich nur ein kleines Teleskop) und später dann das "große" Rohr. Ich habe eine Seben EM-10. Das ist eine motorisierte Montierung nahezu baugleich mit einer EQ-5 und ähnlichen Clones. Gekostet hat sie ~250€ und bietet für die Preisklasse schon eine recht gute Stabilität und eben Motorisierung plus Polsucher. Nach einer Weile spürt man aber, wo der Preis herkommt. Viel Spiel in den Achsen und ungenaue Nachführung, weil Gleichstrommotoren statt Schrittmotoren verbaut sind. Obwohl Preis/Leistung Top sind, werde ich demnächst doch eine Preisklasse höher gehen. Wenn ich was gelernt habe, dann, daß es sich nicht lohnt für dieses Hobby "schnell mal" was günstiges zu kaufen. Weder bei Stativ, noch bei Okularen.

      Wenn Du ernsthaft Deep Sky Objekte photographieren willst, brauchst Du die motorisierte Nachführung. Du wirst für ein Objekt durchaus mal 30 Aufnahmen zu je 5 Minuten machen. Das führst Du nicht per Hand nach! Eine Option, um langsam zum Ziel zu kommen, ohne gleich einen Tausender hinzulegen, wäre, erstmal eine stabile Montierung ohne Motoren zu kaufen, z.B. die EQ-5 und die Motoren dann später nachzurüsten. Wirklich, lieber schrittweise und was Ordentliches als eine günstige Komplettausstattung und dann später alles nochmal neu kaufen ;)

      Gruß, Rene

      AW: welches teleskop für anfänger

      ... das klingt ganz gut für mich. Vielleicht erstmal eine vernünftiges Stativ samt Tele ohne Motoren zu kaufen. Die kann ich dann ja immer noch nachrüsten bei Bedarf.

      Danke für´s schnelle antworten.

      Gruß vom Martin

      SORRY MEIN FEHLER, ADMIN BITTE DOPPELPOST LÖSCHEN...