Equinox schlägt - William Fluorostar FLT-132


  • Rainer ..


    im Prinzip hast Du recht.


    Nur wenn ich die Aktivitäten dieser beiden Vögelchen auch nur hin und wieder dort verfolge, die bisweilen von einer brutalen Intoleranz geprägt ist und die sich dort aufführen, wie Käptn Iglo vor seinen Fischstäbchen, kann ich hier und da nicht den Mund halten.


    Und wenn ich dann mitbekomme, das von seiten der CEOs bzw. CFOs dieser kommerziellen Webseitenfirma bzw. deren ausführender Organe diese beiden Vögelchen einen offenbar völligen Blankocheque für dieses Verhalten bekommen, kritische Geister aber wegen Lappalien sofort in "Sperrhaft" genommen werden, naja, dann kann man schon mal diesen oder jenen Kommentar darüber verlieren. Zumal diese Webseitenfirma ja bedauerlicherweise einer der "großen Player" der hiesigen Astroszene ist. In "Ehrfurcht" vor denen dort erstarren und permanent die Klappe halten .. nee nicht meine Sache.


    Grüsse Hannes

    Es ist das Wesen der Primitivität, aus viel wenig zu machen - es ist die Kunst des Geistes, aus wenig viel zu machen

  • Hallo Wolfgang


    Ich sehe den Einwand von Kurt als durchaus berechtigt.


    Immer wieder muss man feststellen, dass Messungen schlampig durchgeführt werden, manipuliert sind, keine Aussagekraft haben, da Maßstäbe und Bezugssysteme fehlen, Interferogrammbilder vignetiert sind, die Bilder von schlechter Qualität sind, die Tests gar keine Tests sind, das eine Pseudowissenschaftlichkeit suggeriert wird usw.


    Das ganze rückt die Messtechnik in ein schlechtes Licht und lässt diese unglaubwürdig erscheinen.
    Oft erscheint es auch so, als wäre die Messtechnik ein Spielball für Marketing und Verkauf um die Verkaufszahlen zu erhöhen.


    Und genau das sollte nicht so sein!
    Messtechnik sollte Sicherheit und Transparenz für den Kunden schaffen und nicht das Gegenteil.
    Deshalb ist es auch wichtig und richtig auf solche Missstände hinzuweisen.


    Gruß Uwe

  • Hallo Uwe Quanten,
     
    in der Sache sehe ich mich durchaus auf der von Dir gezeichneten Linie. Mein Beitrag # 36 tendiert ja exakt
    in diese Richtung und es wäre nicht das erste Mal, daß ich genau diese fehlende Nachvollziehbarkeit vermißt hätte.
     
    Allerdings - und das ist der Aspekt der Stilfrage: Wenn diese beiden K's nur einmal einen Beitrag abliefern
    würden, wie Dein letzter, dann wäre vor allem der Hobby-Astronomie gedient und denen, die daran ihre Freude haben:
    Also in der Sache konsequent - aber freundlich im Ton !
     
    Und diesen Aspekt bringt der Hannes richtig auf den Punkt.

  • Moin all,


    nur um ggf einer Irritation vorzubeugen ... ich meine mit meinem Einwand nicht den Kurt Schreckling, sondern in einem K-Falle jenen, der ihn abgöttisch zu verehren zu scheint. Da kann der Kurt nun aber nichts für. Der andere "Kollege" beginnt nicht mit K.



    Grüsse Hannes

    Es ist das Wesen der Primitivität, aus viel wenig zu machen - es ist die Kunst des Geistes, aus wenig viel zu machen

  • Hallo Namensvetter,
    vielen Dank für Deinen netten Kommentar:
    Das zeugt doch von Nächstenliebe und Freundschaft von Deiner Seite zu.



    (Der eine von den beiden zählt mindestens schon über 70 Lenze, die Weisheit des Alters hat ihn noch immer
    nicht eingeholt und deshalb "beglückt" er noch immer ungefragt mit seinen Sottisen die angewiderte Gemeinde
    - ich gönne ihm seine Spielwiese, sein Gen-Pool läßt ein anderes Verhalten offenbar nicht zu. Der andere
    Wichtig-Zausel und Dampfplauderer - um einiges jünger, glaubt auch, mit langen Mono-Logen überzeugender
    zu wirken. Eigentlich müßte er seinem Forum schon lange Webspace für inhaltsleere Beiträge bezahlen -
    das tun aber wiederum nur die Händler, die für diesen Schrott auch noch bezahlen dürfen.)


    Wolfgang Grzybowski

  • Hallo, vielleicht sollten Kurt und KaStern ein eigenes Optik-Prüf-Labor eröffnen, denn nur sie allein scheinen das ultimative Wissen rund um Astrooptik zu besitzen. Zumindest besitzen sie ja schon eine geradezu Oscar-würdige Begabung der Selbstdarstellung und Verherrlichung, die sie ja gerne auf A.de ausleben, um sich dort ausgiebig bewundern zu lassen.
    Vielleicht machen sie sich aber einfach auch nur noch lächerlich, zumindest wirkt deren selbstverliebtes pseudo-intellektuelles Geschwätz schon eher mitleiderregend auf mich. Aber wer Zeit für über 4000 postings hat, hat wohl auch sonst den lieben langen Tag nichts anderes zu tun.


    CS Michael

  • Selbst wenn, lieber Michael, die beiden Selbstdarsteller, ein Optik-Labor eröffneten, selbst dann ginge es
    um harte, nachvollziehbare Arbeit, die gut genug sein müßte, daß sie einer K&K Kritik standhalten wird. Und
    damit kämen sie genau in jene Rolle, in die sie so gerne andere hineindrängen. Nur wer nicht arbeitet
    macht keine Fehler . . . Es gibt Handwerker und Mundwerker!
     
    Eigentlich vertraue ich weiterhin auf die Wirkung, die die beiden auf andere haben, wie Du sie treffend in
    Deinem Beitrag beschreibst.
     
    GRZY : Habe heute zwei weitere Equinox-Objektive erhalten, die mich besonders hinsichtlich des
    Farblängsfehlers interessieren. Wenn wir also optische Systeme diskutieren wollen, dann viel besser hier
    aus den bekannten Gründen. Das Ganze hat übrigens zwei Aspekte:
     
    Um eine Restchromasie-Indexzahl zu bekommen, muß man die jeweilige Farbschnittweite bezogen auf die
    0.707 Zone ermitteln, wie es auch auf den Diagrammen immer dargestellt wird. Die Farbschnittweite auf
    der Achse ist naturgemäß größer und wird von einer größeren Tiefenschärfe gleich wieder "kassiert".
     
    Wenn man jedoch den Gesamtstrehl ermitteln will und vergleichen will, muß man auf die Hauptfarbe Grün
    fokussieren und dann über den PV-Wert die Strehlabweichung der anderen Farben ermitteln. Dahinter
    steckt die Auffassung, daß man beim Fokussieren grundsätzlich auf die schärfste Abbildung einstellt, was
    notwednigerweise dazu führt, daß für Blau und Rot Unschärfe entsteht und der Gaußfehler wirksam wird.

  • http://www.astro-foren.de/showpost.php?p=39438&postcount=1
     
    Oberer Link ist besonders dieser Diskussion gewidmet
     
    SkyWatcher Equinox 120/900 ED Super APO Nr. 1
    SkyWatcher Equinox ED 120/900 ED APO Nr. 2
    SkyWatcher EVO Star 120/900 ED APO Nr. 3

     
    Das erste obere Objektiv ist möglicherweise ein "Ausreißer" nach oben. Wenn ich es nochmals in die
    Finger kriege, vermesse ich es erneut. Jedenfalls fielen die Ergebnisse von Nr. 2 und Nr. 3 "moderater"
    aus, also nicht ganz so gut!
     
    Was aber dieses Forum deklassiert, sind die immer gleichen Figuren. Es ist immer noch die gleiche Arroganz,
    die gleiche ungetrübte Besserwisserei, und das nun schon seit fast einem Jahrzehnt.
     
    Respekt vor so viel Durchhaltevermögen !
     
    Über die Jahre hat sich unser Forum hier zu einer vielgelesenen Informations-Plattform entwickelt.

  • Serie oder Ausschuß

    Die Werbung ist weiterhin vollmundig, um nicht zu sagen "irreführend." Versteckt als Papier-Aufkleber findet man die Serien-Nummer auf dem
    Objektiv, wenn man die Taukappe abschraubt. Vor fünf Jahren, also 2009 war dies "WM132-0807-018" und 2013 "WM132-0810-041" . Es sollten
    also tatsächlich zwei unterschiedliche Objektive sein - und das ist sehr bemerkens-wert, im schlechten Sinne: Die Fehler von zwei Objektiven
    vielleicht doch aus einer Serie, haben den gleichen deutlichen Fehler, sie sind beide in einem Maß überkorrigiert, daß eine exakte Fokussierung
    nicht mehr möglich ist. Wer mit diesem System fotografiert, wird kaum etwas bemerken, weil die Chip-Auflösung gewöhnlich um den Faktor 3
    schlechter ist. Wer aber die folgende Artikelbeschreibung des Herstellers als visueller Beobachter ernst nimmt - und das sollte er nicht tun -
    wird visuell gnadenlos "einbrechen". Von "guter Figur machen" kann also keine Rede sein.



    Auf sehr unterschiedliche Weise zwischen deutschen und französischen Astronomie-Foren werden die Einflüsse der Flächen-Fehlern von Optiken
    diskutiert: Während sich auf dem schwarzen bzw. blauen Forum diejenigen hervortun, die strehlbezogen sich auf Formfehler fokussieren, wie
    sie über die Zernike Koeffizienten festgelegt sind, beschäftigen sich unsere westlichen Nachbarn besonders auch mit den Fehlern, die beim
    unsachgemäßen Schleifen bzw. Polieren entstehen, was man als Mikrorauhheit oder micromamelonnage bezeichnet. Sehr viel überzeugender
    ist der sachliche Tiefgang, den die französischen Sternfreunde vorlegen.


    Bei den nächsten Vergleichsfotos aus 2009 und 2013 sieht man auf dem Foto ähnliche Schleier: Bei einer überkorrigierten Optik wird ganz allgemein
    LichtEnergie in die BeugungsRinge verschoben, das Maximum wird demzufolge kleiner. Es gibt keinen Brennpunkt mehr, sondern eher eine Brennlinie.
    Der Beobachter versucht deshalb dorthin zu fokussieren, wo das Bild noch "am schärfsten" ist, nur will es nicht richtig gelingen: Entweder man fokussiert
    auf den Fokus der 0.707-Zone, dann bekommt man diese Schleier aus den anderen Zonen, oder man reduziert die Schleier, aber dann nehmen die
    Beugungsringe deutlich zu. Wie groß in diesem Fall der Anteil der micromamelonnage ist, läßt sich schwer bestimmen. Eine Zit.:"gute Figur" macht dieser
    APO jedenfalls nicht.



    In der Regel unterliegen Interferogramme oder Strehl-Auswertung einer Streuung. Vor 5 Jahren habe ich die Farbschnittweiten mit einer 0.001 dig. Meßuhr
    ermittelt. Mittlerweile rechne ich die Power-Differenz auf Schnittweiten-Differenz um. Beim Vergleich des nächsten und übernächsten Bildes ergeben sich
    jedoch deutliche Übereinstimmungen sowohl zur Überkorrektur und Lage der Farbschnittweiten, obwohl es augenscheinlich zwei unterschiedliche Objektive sind.
    Es ist also die "hohe Kunst" ein vernünftiges APO-Design handwerklich in Grund und Boden zu ruinieren.



    Wenn es sich also um eine schlechte Serie handelt - dann wäre die Qualitäts-Beschreibung des Herstellers eine glatte Lüge.



    Angefügt seien die Standard-Testbilder, die alle den Hauptfehler der Überkorrektur und zudem die Gesamt-Oberflächen-Qualität dokumentieren.




    Zum Thema "Streulicht" folgender Nachtrag:


    Die bereits im Artificial Sky-Test oben festgestellten "Schleier" wiederholen sich in der Spalt-Abbildung.
    Links in der Übersicht das Fokus-Bild von meinem Lichtspalt, wie es in einfachem Durchgang über einen Kugelspiegel 150/600 entsteht. Die Abbildung der
    Kanten sind vergleichsweise "scharf" und die Abmessungen sieht man im Bild daneben. Bildteil B) zeigt die kantenscharfe Abbildung eines APM Super ED
    APO's. Ganz anders das Beispiel C), bei dem die Überkorrektur für einen deutlichen Lichtschleier sorgt, der die Abbildung und den Kontrast visuell erheblich
    einschränkt. Die Spalt-Abbildung läßt sich zwar fokussieren, aber mit diesem unnatürlichen Lichtschleier, weil nicht alle Zonen den gleichen Fokus haben.
    Das geht nur bei massiver sphärischer Abweichung und ist in diesem Fall ein Formfehler der Wellenfront und kein Rauhheits-Fehler. Dieser Fehler kann mit
    dem Strehlwert erfaßt werden, die Rauhheit nicht. Diese kann auch nicht auf einen Strehlwert umgerechnet werden, wie manche glauben.
    Die Auswirkungen bei Beispiel C) sind eine massive Bildaufhellung und ein deutlich verminderter Kontrast und der Schwierigkeit, visuell ein "scharfes"
    Fokusbild zu bekommen.


    Die handwerkliche Qualität dieses Flurostars läßt schon sehr zu wünschen übrig. Auch die Händler sind in einen äußerst mißlichen Lage, weil sie über
    eine echte Qualitätskontrolle ebenfalls nicht verfügen.

  • Hallo Kim (?),


    herzlich willkommen !


    Ja, ich bin mit Dir.


    ... Wenn die Athener im alten Griechenland in ihrer Gemeinde ein großes Problem hatten, wählten Sie einen "strategos" als ihren Bürgermeister. ... Also einen "Strategen". Das war meistens ein Mensch, der viel praktische Erfahrung hatte, aber auch gelernt hat zu denken. Man kann ihn deshalb wohl als weise (oder auf dem Weg zur Weisheit) ansehen. Es war aber auch ein Mensch, der den "Riecher" hatte zu sehen, was auf uns zukommt, also ... (ich zögere) ... die Gabe hatte, die Zukunft so ungefähr oder ein bißchen zu "erahnen".


    Ein Stratege zu sein, ist eine schöne Rolle in der Gesellschaft. Sozusagen der "Retter in der Not". ... ... Ich denke mal, alle Menschen haben (oder hatten früher mal) - in vielleicht mehr oder weniger großem Umfang - die Fähigkeit, in so einem Fall "als Retter einzuspringen". ... Irgendwie ist das heute heute ziemlich oft "verschüttet" bei den Menschen.


    Aber wie kommt es, daß manche Menschen diese Eigenschaft mehr haben als andere (und manche gar nicht) ? (Ich rede jetzt mal nicht von den Leuten, denen man das "ausgetrieben" hat, obwohl man das auch in Betracht ziehen muß.) ... Also, wie wird man so ein Mensch (ein Praktiker, der zugleich gut denken kann) ? ... ... Ich glaube, das kommt nicht von ungefähr. ... Man muß sich das hart erarbeiten (jetzt kommt nach dem griechischen Wort auch noch ein lateinischer Spruch "per aspera ad astra"). Immer nach der Erklärung, der fundamentalen Wurzel für ein Problem suchen, ... sein ganzes Leben lang. Mit der Zeit bekommt man dann einen "Riecher" dafür, wie und was da, in dem konkreten Fall, gerade "ab-läuft" oder "schief-läuft".


    Ich denke man muß immer "nah dran sein am Ball". Dann erwirbt man z.B., was astronomische Instrumente anbelangt, mit der Zeit, die Fähigkeit mit seinem erworbenen "Riecher" sofort zu sehen, daß da bei einer Optik irgendwo ein Problem ist. Dann denkt man (im Laufe der Jahre = automatisch) nach, woher das kommen könnte, analysiert es, macht Messungen und kommt zu einem Ergebnis. ... Und wenn man schließlich noch, ... und das ist ziemlich selten ..., auch noch "kein Blatt vor den Mund nimmt", um skandalöse Zustände, wie in obigem Thread dargelegt, zu kritisieren, ... ... tja dann "eckt man natürlich an" und man riskiert aus der am "Mainstream" orientierten Gesellschaft ausgeschlossen zu werden.


    Aber: der Lohn dafür ist der "Ruf", die "Reputation" !


    Man wird "ge-rufen", ... wenn das "Kind in den Brunnen gefallen" ist (und nicht nur, wenn man seine Optik ver-bastelt hat).


    In diesem Sinne ... vielen Dank für Deinen Beitrag !

    Rudi
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    "Das Volk hat das Vertrauen der Regierung verscherzt. Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes?"
    (Berthold Brecht)

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von AstroRudi () aus folgendem Grund: Typos, Klarstellung

  • Gräbt der Kimbuuu doch tatsächlich einen 8 Jahre alten Bericht wieder aus, dessen Ergebnisse im Labor entstanden sind,
    wo die Fakten eindeutiger sind. Sei's drum, vergessen wir nicht, die Freude, die viele Sternfreunde an ihrem "Röhrle"
    haben.


    Mittlerweile geht es aber auch um solche Themen, also um die Frage, ob sich die Qualität eines Fernrohres nur auf eine einzige
    Strehlzahl ver-engen läßt.
    http://r2.astro-foren.com/inde…tiert-man-test-ergebnisse