Mein 1. Spiegel

  • Hallo zusammen,
    Nun kommt mein erstes Spiegelschleif-Projekt so langsam in die Endphase.
    Noch 4 Löcher wegpolieren.
    Am 22.2.2010 hatte ich dann mal den Spiegel 150 f/6 provisorisch in den Tubus eingebaut um Live am Himmel zu sehen, was ich da bisher eigentlich so gemacht hatte.
    Die Aufnahme Aufnahme entstand mit einer 2xBarlow und der EOS 350D(a).
    Leider war sehr starker Wind und die EQ3 ist für diesen neuen Newton doch sehr grenzwertig.
    Viele Grüße
    Jürgen

  • Hallo Jürgen,


    zwei Tipps für Mondaufnahmen. Nie auf den Mond fokussieren, sondern immer auf einen hellen Stern. Man sieht dann an den Spikes sehr deutlich, ob man im Fokus ist. Falls die 350 die Möglichkeit der Spiegelvorauslösung hat, diese auf jeden Fall verwenden. Gerade bei Mondaufnahmen ist man in einem Belichtungszeitbereich, in dem der Spiegelschlag ziemlich viel verderben kann.

  • Hallo Hans-Ulrich,
    recht herzlichen Dank für die Tipps.
    Spiegelvorauslösung hatte ich verwendet.
    Es waran diesem Abend lausig windig. Andere Aufnahmen sind wesentlich mehr verwackelt. Leider zeigt der Spiegel bisher (noch) keine Spikes.
    Zumindest am Montag bei Mars und Sirius.
    Kommt das dann vielleicht noch, wenn der Spiegel erst belegt ist?
    Viele Grüße
    Jürgen

  • Hallo Jürgen,


    die Spikes siehst du natürlich nur auf den Aufnahmen. In der Regel reichen da 10 bis 20 Sekunden und 1600 asa. Man sieht dann wunderschön, wie die Spikes sich verändern und man weiß in welche Richtung man den Auszug drehen muss.
    Ist natürlich auch etwas Übungssache. Wenn man den Bogen raus hat, braucht man maximal 5 Aufnahmen.


    Wie das mit einem unverspiegelten Spiegel aussieht weiß ich nicht. Das habe ich noch nicht ausprobiert.

  • Hab vor 35 Jahren auch mal den Mond heftig fotografiert:
    - bei Dämmerung ist die Luft am ruhigsten
    - habe damals die Fokussier-Scheibe durch eine Klarfleckscheibe ausgetauscht,
    und bei ruhigstem Bild "abgedrückt".
    - fokussiert habe ich schon den Mond an kleinen Kratern


    die HelligkeitsUnterschiede machten sich besonders beim "Abziehen" bemerkbar,
    die überbelichteten Bildteile mußte man abwedeln, damit die unterbelichteten
    mehr Licht abbekommen.

  • Hallo Wolfgang,


    ... die überbelichteten Bildteile mußte man abwedeln, damit die unterbelichteten
    mehr Licht abbekommen.


    umgekehrt, die überbelichteten sind ja hell, also nachbelichten. Geht bei den Kontrasten am Mond aber nur recht selten. Lieber die etwas unterbelichteten abwedeln, sie werden dann heller. Geht aber auch mit einer Maske, die man konvertiert als 2. Ebene anlegt. Dann kann man mit der Deckkraft dieser Ebene "spielen", bis es paßt.

  • ....öhm,.........


    Zitat

    umgekehrt, die überbelichteten sind ja hell, also nachbelichten.


    ?


    Ich lese den Beitrag von Wolfgang nochmal, vll. überlas ich den analgogen Sachverhalt, dass mit Abwedeln das teilweise Fernhalten von Licht bei der Vergrösserung per Hand gemeint war ;)


    Dabei wird versucht, die Belichtung von einzelnen Bildpartien zu verringern, damit diese nicht zu dunkel werden.


    korrekt also (?)


    Zitat

    überbelichteten Bildteile mußte man abwedeln, damit die unterbelichteten mehr Licht abbekommen.



    verwirrt labortechnischen....

  • Hallo allerseits,


    ganz schön lange her die analogen Zeiten . . .


    Also, die überbelichteten Bildteile werden im Negativ zu dunkel, die unterbelichteten zu hell. Bei der anschließenden Vergrößerung mussten also die zu hellen (die unterbelichteten) abgewedelt werden. Damit bekommen die dunklen (überbelichteten) mehr Licht.

  • Stimmt, ich habe nicht gesagt, worauf ich mich beziehe:


    Ich bezog mich auf das Film-Negativ im Projektions-Apparat:
    Dort wo der Film zu dunkel war, war er logischerweise überbelichtet. Man mußte also die
    helleren weil unterbelichteten Bildteile beim Projektions-Vorgang abwedeln, damit an dieser Stelle
    das Abzugspapier entsprechend weniger Licht bekam und dadurch die dunklen/überbelichteten Teile des
    Films mehr Licht aufs Papier übertragen konnten. Der Grund: Bei Mond-Fotos ist der Hellgikeits-Unterschied
    erheblich, weshalb das Abwedeln eine hohe Kunst war.


    Iss aber heutzutage wurscht, da mein Projektions-Gerät in irgendeiner Ecke vor sich hinstaubt.