M31 mit 10" Dobson enttäuschend...

  • Hallo zusammen,


    also ich will ja nicht als Jammerlappen da stehen, aber ich kann es nur so sagen wie es ist:


    Vorgestern habe ich die Andromedagalaxie endlich mal gefunden und so enttäuschend habe ich mir das bei Weitem nicht vorgestellt. Egal ob mit dem 9mm oder 30mm Okular, scharfstellen konnte ich nix. Ich bin ernsthaft davon ausgegangen mehr zu sehen. Geduld hin oder her, das Gerät war ausgekühlt, der Himmel klar und trotzdem habe ich gerademal den Kern gesehen und der Rest nur milchig! Von Spiralarmen noch nicht mal die geringste Spur. Einfach ein mieser Anblick!


    Ich habe mittlerweile so viele Bilder von Galaxien gesehen, die man angeblich mit verschieden großen Teleskopen genau so sehen soll. Selbst durch das kleinste Teleskop war das Bild um Welten besser wie durch mein 10-Zöller. So langsam komme ich mir von all den Bildern und Berichten ziemlich verarscht vor und glaube, daß die Anschaffung ein großer Griff ins Klo war. Das ist einfach nur deprimierend.


    Gruß
    Norman

  • Hallo Norman,
    Bilder haben nichts, aber auch überhaupt nichts mit dem Anblick durchs Telekop zu tun.
    Jede Aufnahme mit einem kleinen Teleskop ist immer besser. Der Chip kann ja das Licht sammeln, das Auge nicht.
    Alles was Du hier beschreibst, ist vollkommen normal. Irgendjemand hat Dir wohl ganz falsche Vorstellungen suggeriert.
    Schon Deine Frage nach Jupiter, der riesen groß sein soll, zeigt das.


    Hier will Dich aber keiner verarschen. Ich glaube nicht, das der versierte Hobbyastronom Dir sowas erzählt hat.
    Schon eher die ganze Werbung, man will ja nur verkaufen.


    Ich persönlich finde deshalb am visuellen auch kaum gefallen, drum Fotografiere ich die Objekte. Da kann man wenigstens was erkennen.
    Ich versuche gerade mit einem 20" Dobson das Visuelle neu zu entdecken, mal schaun...

  • Hi Sailor,


    scharfstellen solltest du nie am Planeten oder an einer Galaxie, sondern am besten den Fokus immer an den Sternen orientieren. Sind diese scharf, stimmt der Fokus.


    Die restlichen Probleme werden in Elmars Link ausführlich behandelt. Falls du die Flinte nicht gleich ins Korn werfen willst, dann nimm dir (am besten nächstes Wochenende) einmal eine ganze Nacht lang Zeit, lasse deine Augen ordentlich adaptieren, nutze spärliches rotlicht (Fahhradrücklampen 1 Euro beim Wühlladen des Vertrauens zu beziehen)
    und werfe in den Abendstunden einen Blick auf den Ringnebel, dann steigerst du dich auf den Hantelnebel, und schaust ab 03.00h in den Orionnebel.


    Das wäre derzeit eine Art Highlighttour, wenn dir die nicht zusagt...........ziehe die Konsequenzen.


    viel Erfolg und lg


    Pierre

  • Hi Norman,


    um etwas von der Struktur von Galaxien erkennen zu koennen
    braucht es in allererster Linie einen sehr guten dunklen Himmel.
    Wenn jemand aus Deutschland ein paar Sternbilder kennt und unter
    einen wirklich guten dunklen Himmel kommt, dann wird er
    diese Sternbilder erstmal nicht wiederfinden - so eine Menge
    Sterne sind dann zu sehen. Unter so einem Himmel ist es kein Problem
    die Staubbaender der Andromedagalaxie mit einem 8" Newton
    abzufahren. Es ist einfach eine Frage des Kontrasts. Das
    Teleskop ist in erster Linie ein Kontrastverstaerker. Wenn aber
    nichts an Kontrast da ist, kann auch nichts verstaerkt werden.
    Das ist das Dilemma mit der Beobachtung von Galaxien (und anderen
    lichtschwachen flaechenhaften Gebilden).


    Falls du z.B. mal nach Teneriffa kommen solltest, dann geh'
    unbedingt mal eine Nacht auf den Teide und richte da mal ein Teleskop
    mit 80 mm Oeffnung auf den Himmel - und ich verspreche dir von
    den lichtschwachen Funzeln siehst du dort mit diesem kleinen
    Teleskop mehr als du hier mit deinem 10" Dobson erkennen kannst.


    DeepSky Objekte die auch unter mittelmaessigem Himmelsbedingungen
    ein bischen von mehr Oeffnung profitieren sind z.B. Kugelsternhaufen. Bei den
    helleren, wie z.B. M13, ist noch genuegend Kontrast vorhanden um hier
    Einzelsterne zu sehen. Oder versuch mal den leicht zu findenden
    Kugelsternhaufen M15 im Pegasus. Daran kannst du eine grosse
    Oeffnung ausspielen. Du kannst auch das Planetariumsprogramm
    deiner Wahl starten und nach Objekten Ausschau halten die eine
    Flaechenhelligkeit von 11 mag oder besser (also kleiner 11 mag)
    haben. An denen wirst du sicher was an Struktur mit deinem Dobson
    erkennen koennen - auch unter mittelmaessigem Himmel. Pierre hat
    dir bereits eine gute Auswahl vorgeschlagen, allesamt mit
    Flaechenhelligkeit 11 oder besser. Bei selbstleuchtenden Gasnebeln
    mit Linienemissionen kannst du auch den Kontrast mit einem UHC Filter
    steigern ( Galaxien und Reflexionsnebel fallen NICHT unter diese
    Kategorie).


    Gruesse,
    argus

  • Hallo Norman,


    bisher haben die Kollegen Dir ja schon einiges zum astronomischen Sehen und Erkennbarkeit gesagt.
    Damit Du jetzt nicht entmutigt wirst, habe ich hier einen Beobachtungsbericht
    http://www.g2-astronomie.de/phpbb2/viewtopic.php?t=16 der Dir zeigen kann wie man an Deepsky - Objekten zu Beobachtungserfolgen kommt.


    Auch hier von der Nordhalbkugel gibt es eine große Fülle von lohnenden Objekten die auf deinen 10"er warten.
    Richtige Vorbereitung ein kleiner Beobachtungsplan für den Abend der z.B. im Westen oder Südwesten beginnend und Dich dann bis zum Zenit und weiter Richtung Osten führt, damit die einzelnen Schwenks nicht all zu groß werden müssen.


    Unbedingt störendes Seitenlicht abschirmen, sollte es auch noch so fern sein, das hilft bei der Sichtbarkeit der schwachen Kontraste.
    Gasnebel, Kugelsternhaufen, Planetarische Nebel, und Dunkelwolken vor der Milchstraße können dann auch höher Vergrößerungen vertragen.


    Wenn sich so auch bei Dir Beobachtungserfolge eingestellt haben, lass es uns hier im Forum wissen.


    Viel Geduld und klare Sicht!


    Gruß Günter

  • sailoR1
    Hi,
    ich bin auch neu in der Amateur-Astronomie und habe mir einen 8"er auf LXD75 Goto geleisted. Ich kann deinen Frust verstehen, mir geht es ähnlich... :rolleyes:
    Ich kämpfe schon seit dem letzten Wochenende damit, das Ding richtig einzunorden, was mir um's vere... nicht gelingen will - glaub ich jedenfalls.
    Ich bin irgendwie zu blöd den Polarstern zu finden, wenn ich einfach so zum Himmel schaue, denke ich, nimmst du den hellsten, ziehmlich genau in Richtung Norden, der wird es sicher sein.
    Schaue ich dann aber durchs Teleskop sind da mind. 30 Sterne, alle sehr hell und alle etwa in der gleichen, möglichen Richtung, hmmmm, welches Schweinderl soll es sein? :laugh:


    Das gleiche wenn ich die Ausrichtung per Polsucher machen will...bis ich überhaupt mal rausgefunden hatte, daß erschwerend dazu auch noch alles auf dem Kopf steht...:p
    Jetzt sind erstmal die Batterien vom Sucher und Polsucher leer genudelt (vergessen auszumachen). An eine 2 oder 3 Stern Ausrichtung hab ich mich darum erst gar nicht ran gewagt...die dämliche Beschreibung in der Anleitung, wo man dauernd zwischen ca. 50 Seiten und 30 Bildern hin und her hüpfen muss (und das im Dunkeln!), tut das übrige dazu.


    Nach der *vermeintlichen* Einnordung fährt das Teleskop dann immer automatisch zur Vega, um mir dann von mir das Erscheinen selbiger bestätigen zu lassen. Nur leider ist da nie etwas...oder bestenfalls mal irgendwas in der "Umgebung", genau, etwa 20-30 helle Sterne...


    Ich habe mir jetzt erstmal noch ein 30mm Übersichts-Okular geordert, irgendwie hab ich das Gefühl, daß mein 8-24mm Zoom dafür noch nicht ausreicht, bzw. die Vergrößerung schon zu stark für mich ist um irgendwas zu "finden".


    So fahre ich dann meist ziellos umher und schaue einfach so - was aber auch schon äusserst interessant ist, das Zoom ist dafür einfach saugut zu gebrauchen.
    Ich bin auch erstaunt, was da oben so "los" ist, manchmal seh ich ganz merkwürdige Sachen. Ich hatte bisher auch noch keine Nacht, wo mir nicht irgendwas durchs Bild geflogen ist (Kometen oder irgendsowas), das sah faszinierend gut aus!


    Mir steht aber auch leider nur der Nordhimmel zur Verfügung, was die Sache nochmal etwas einschränkt, Jupiter kann ich z.b. leider gar nicht sehen, da er (momentan?) nicht "hoch" genug kommt, wird von einem Baum verdeckt. Dann wart ich mal, bis der Mond wieder auftaucht - den find ich! :laugh:

  • Hallo Tupapupa,


    Zitat

    Das gleiche wenn ich die Ausrichtung per Polsucher machen will ...


    Das Finden von Polaris ist eigentlich ganz einfach. Den Großen Wagen kennst du ja sicherlich.Folge der eingezeichneten Linie und du hast ihn sofort.


    [Blockierte Grafik: http://www.huk.german-hostservice.de/gast11/polaris.jpg]


    Wenn du nicht fotografieren willst, reicht das vollkommen aus, wenn du ihn in die Mitte des Polsuchers stellst. Wie man das genau macht, habe ich schon mal ausführlich beschrieben. Einfach mal hier im Forum nach Polsucher suchen.


    Zitat

    Nach der *vermeintlichen* Einnordung fährt das Teleskop dann immer automatisch zur Vega


    Jetzt sollte man wenigstens die Namen einiger heller Sterne wissen. da reicht schon fast eine Hand voll. Es ist günstig, wenn man sich ein Planetriumsprogramm besorgt. Gibt es sicherlich umsonst im Netz.


    Vega ist eigentlich der hellste Stern am Himmel und steht im Moment (am Abend) fast genau in der Mitte am Himmel. Eigentlich nicht zu übersehen. Nach dem der Stern angefahren wurde, per Hand genau hinsteuern und bestätigen. Der zweite wird dann schon wesentlich geauer angefahren.


    Wichtig ist, das die Ausgangsstellung des Teleskops so einigermaßen stimmt.


    Was hast du für eine Steuerung?

  • Hallo,


    (und das im Dunkeln!)


    Das Einnorden fällt leichter in der beginnenden Dämmerung. Da sind dann wirklich nur die ganz hellen Sterne sichtbar.


    Um der Frustration zu entgehen, sollte man sich die Ziele zunächst nicht zu hoch stecken. Der Mond (besonders die Schattenwürfe am Terminator), Jupiter, Saturn, Ringnebel in der Leier, M13 sind eigentlich gute Objekte, an denen man sich immer wieder erfreuen kann. Weitere Objekte muss man sich regelrecht erarbeiten. Entweder mit Telrad & Sternkarte oder durch hochgenaues Einnorden beim Goto. Ich hatte beim HTT am Wochenende meinen Leuchtpunktsucher für das C11 vergessen und war mindestens 30 - 45 Minuten, mit dem Einnorden der Montierung beschäftigt - was sonst in max. 10 Minuten erledigt ist. Das hat definitiv keinen Spaß gemacht! Aber danach lief alles und das erste Objekt war dann auch der Ringnebel.


    Auch das Sehen will erarbeitet sein. Nach einigen Jahren Beobachtungspraxis nimmt man an den dann vertrauten Bildmustern wesentlich mehr Details wahr, als am Anfang.


    http://de.wikiquote.org/wiki/M%C3%BChe


    Grüße


    Christoph

  • Hallo Hans Ulrich und Cristoph,


    was meinst du mit "Steuerung" ? Das ist das AutoStar, welches bei dem Goto des LDX75 dabei, also einprogrammiert ist. Das Teleskop ist ein N203, alles von Meade.


    Planetariumsprogramme habe ich mir mehrere aufgespielt, wovon mir Stellarium am besten gefällt.


    Mein Problem ist einfach, daß ich den Polaris mit bloßem Auge leicht finde, aber dann im Teleskop kann ich den nicht mehr unterscheiden von den anderen in der Umgebung - da sind dann ganz viele helle Sterne, nicht nur der eine. Und sobald ich das Teleskop nur ein wenig drehe, verändert sich das auch noch, dann wird ein heller Stern plötzlich dunkler und umgekehrt (liegt evtl. am Zoom Okular) - ich weiss dann wirklich nicht mehr welchen ich auswählen soll.


    Das gleiche dann mit Vega, mit bloßem Auge wüsste ich ungefähr welchen ich auswähle....durchs Teleskop ein Meer von Sternen und keiner fällt durch besondere Helligkeit mehr auf...


    Deshalb vermute ich, daß ich mich mit einer größeren Übersicht/30mm-Okular da leichter tun werde. Momentan hab ich nur das 8-24 Zoom und noch ein 6mm, das ist aber noch schlimmer...


    Vielleicht liegts auch etwas am Standort, in einem kleinen Dorf im Westerwald 410m hoch, die nächste kleinere Stadt etwa 10km weg, und seit Freitag ständig absolut klarer Himmel, da sieht man schon mit bloßem Auge unheimlich viel.


    Ich werde es heute Abend wirklich mal in der Dämmerung versuchen.


    Deine Anleitung habe ich gefunden, hilft mir nur kaum weiter, da bei meinem Polsucher keine Kreise sind, nur ein Trapez (und eine Art Mittellinie), welches deckungsgleich mit irgendwas am Himmel (haha) gebracht werden soll...


    Nur fürs visuelle würde lt. Anleitung ja alleine das Ausrichten des Teleskops (ohne Polsucher) auf den Polaris schon genügen.
    Deine Karte oben hab ich mir mal ausgedruckt, denke die wird mir weiter helfen.


    @Christoph
    ja, schon klar. Aber ich hab ja gar keine hochgesteckten Ziele, ich bin auch nicht frustriert, ich will einfach nur, daß es zumindest mal funktioniert, sonst brauch ich den ganzen Goto Kram ja nicht...vielleicht hätte ich mir für den Anfang doch besser einen 8" Dobson geholt, wie ursprünglich geplant :blink:
    Jupiter wird bei mir erst ab ca. 23.30 Uhr was, da dort ein Riesenbaum steht und ich leider am nächsten Tag arbeiten muss, aber nächstes WE ist er dran... :D


    Danke für den Tip mit der Dämmerung, das werde ich heute (falls noch Wetter ist) alles probieren.



    So schnell geb ich nicht auf... :)



    Gruß
    Harald

  • Hallo Harald,


    Zitat

    welches deckungsgleich mit irgendwas am Himmel (haha) gebracht werden soll...


    Das "haha" ist in der Regel das Sternbild Cassiopeia und der große Wagen. Eigentlich die markantesten Sternbilder des Himmel. Cas ist auch als unter dem Namen "Himmels-W" bekannt.


    Das Kreuz (oder Strich) in der Mitte des Polsuchers hat sicherlich an einem Ende einen kleinen Kreis. Da muss Polaris hin, wenn Datum und Uhrzeit richtig eingestellt sind.


    Ich suche Polaris im Polsucher immer so, dass ich mit dem rechten Auge durch den Sucher sehe und mit dem Linken zum Himmel. Dann kann man ahnen, wohin man die Monti drehen muss.

  • Das "haha" weil ich dabei eben genau das gleiche Problem habe, das Trapez passt in hunderten Stellungen, weil die Sterne dieses Sternbildes eben nicht hervortreten...


    Der Strich hat am Ende einen kleinen Querbalken, denke das ist dasselbe wie der kleine Kreis.


    Werde das heute nochmal probieren.



    Gruß
    Harald

  • Hallo Harald,


    Zitat

    weil die Sterne dieses Sternbildes eben nicht hervortreten...


    Da hat man dich leicht in die irre geführt. Die beiden Sternbilder sind nicht im Polsucher sichtbar. Sondern man soll ihn so drehen das die Gravur der beiden Sternbilder zu den realen Sternbildern am Himmel zeigt. Also wieder mit einem Auge durch den Sucher und mit dem anderen Richtung Himmel und dann beide vergleichen.


    Meines Erachtens geht es aber mit den Skalen (wenn man einmal das System begriffen hat) wesentlich einfacher.


    Zitat

    Der Strich hat am Ende einen kleinen Querbalken, denke das ist dasselbe wie der kleine Kreis.


    Bingo

  • Hallo Harald,


    wenn Du einen Leuchtpunktsucher im Einsatz haben solltest, würde ich so starten


    1. Teleskop mit Leuchtpunktsucher fest auf einen weit entfernten Kirchturm grob ausrichten.
    2. Falls eine Uhr am Kirchturm, darauf zielen.
    3. mit der Handsteuerung das Teleskop genau in die Mitte der Uhr fahren und dabei durchschauen
    4. nun den Leuchtpunktsucher einschalten und diesen auch auf die Mitte der Uhr justieren


    jetzt hast Du schon mal grob eine gute Zieleinrichtung


    dann mit bloßem Age einen bekannten Stern suchen und dasgleiche machen, also erst das Teleskop, dann den Leuchtpunktsucher nochmal nachjustieren


    Da Du nun weißt, wo der Polarstern liegt, sollte es nun leicht sein, die Monti grob einzunorden.


    Später, wenn Du das GOTO verwendest, ist der Leuchtpunktsucher eine gute Hilfe, das Alignement mit 1, 2 oder 3 Sterne zu fahren. Visuell reicht meist schon das 2-Sterne-Verfahren und mit dem jetzt gut justierten Leuchtpunktsucher sollte das dann auch gut klappen.


    Viel Spass weiterhin wünscht Dir
    1xJo

    Meade 8" ACF
    GSO Newton 150/900
    William Megrez 72 f/6 Doublet APO mit 2" DDG Linear Auszug
    VIXEN VMC 110L
    Skywatcher Refraktor 80/400 FH


    Bino: 2xHR3 2xTSSWM6 2xTSSWM15 2xTSED25 mit Baader Maxbright Bino


    1,25" Okulare: Pentax XW5 XW10 XW20
    2,00" Okulare: Meade QX25mm Baader Hyp31mm Hyp36mm WAE50 Erfle


    Montierung HEQ5 GoTo

  • @Hans Ulrich
    Ja, ich werde mir dann halt nochmal die Anleitung vornehmen müssen...


    aus dem Gedächtnis:
    "bringen Sie das Trapez (Bild 12,a) deckungsgleich zu den Himmelssternbildern (Seite 14,c), stellen Sie den Teilkreis (Bild 6,b) auf 50% des Breitengrades (siehe Seite 10,d) ein. Dann schwenken Sie das Teleskop um 90° um durch den Polsucher zu blicken. Arretieren Sie den Stunden-Teilkreis (Seite 28,d) mittels des beiliegenden Inbuss, sobald die obere Ecke des Trapez (Bild 12,a)....usw."


    Ob die das wirklich mal im Dunkeln, mit ner roten Funzel in der Linken und dem Heft in der Rechten, selbst versucht haben? :nerd:



    BalkonGucker
    nein, einen Leuchtpunktsucher hab ich nicht. Der Sucher hat aber ein rotes, beleuchtetes Fadenkreuz, aber den meinst du doch nicht, oder? Den habe ich schon auf diese Weise auf das Teleskop eingestellt.



    Warum machen die da nicht einfach GPS und nen elektronischen Kompass rein, jedes popelige Handy hat sowas?



    Gruß
    Harald

  • Hallo,

    Warum machen die da nicht einfach GPS und nen elektronischen Kompass rein, jedes popelige Handy hat sowas?


    1. sowas gibt es: http://www.meade.de/news/news/…eade-etx-lightswitch.html
    2. es fehlt noch die elektronische Wasserwaage - hat aber auch jedes Handy
    3. das ganze system wäre leider zu ungenau. Du müsstest trotzdem an referenzsternen ausrichten. (meins hat GPS und ne hardware-Wasserwaage, und trotzdem braucht das einnorden seine Zeit)


    Grüße


    Christoph

  • Ja, daß GPS zu ungenau ist, wäre eine Erklärung. Das geplante europäische soll ja wesentlich genauer werden, vielleicht wirds ja damit was...


    Danke für den Link, der führt auch weiter zu interessanten Videos.



    Gruß
    Harald

  • Hallo,

    Ja, daß GPS zu ungenau ist, wäre eine Erklärung. Das geplante europäische soll ja wesentlich genauer werden, vielleicht wirds ja damit was...


    nein! das ist ein Mißverständnis:


    GPS ist ein System zur Positionsbestimmung. Es berechnet die exate Position in Länge, Breite und Höhe auf der Erde. Es kann nicht die Richtung berechnenen, in der Dein Teleskop zeigt. Das wäre erst möglich, wenn ein 2. GPS-Empfänger in einer definierten Richtung und Entfernung zum triangulieren vorhanden wäre. Dermmüßte aber an derzeit einer vermutlich 100m langen Stange befestigt sein, um eine ausreichende Genauigkeit (Positionsdifferenz zum ersten Empfänger) zu bekommen.


    Das GPS liefert Längengrad, Breitengrad, Höhe und Uhrzeit. Der Elektronische Kompass zeigt dem Gerät, wo (magnetisch) Norden ist. Und die Wasserwage (Libelle an der Montierung) sorgt dafür, dass senkrecht oberhalb des Teleskops auch wirklich der Zenit ist.


    Grüße


    Christoph

  • . . . wenn ich den Thread so der Reihe nach verfolge . . .

    Beispiel: Wo in Österreich ist die Steiermark? Man wird sich im Web eine Karte suchen, auf der die Bundesländer in Österreich aufgeführt sind, und schon findet man die Steiermark.

    Ähnlich ging es mir als 13-jähriger, weshalb eine einfühlsame Seele mir das Buch schenkte: "Welcher Stern ist das? Und damit fing dann die Sache bei mir an.

    Irgendwann prägt man sich dann im Süden die Jahreszeiten-Sternbilder ein. Im Frühling wäre das der Löwe und die Jungfrau. Im Sommer der Adler, Schwan und Leier, im Herbst u.a. Pegasus und im Winter der Orion. Soviel nur mal zur Orientierung.

    Es ist also eine große Hohl-Kugel um uns rum, und je nach Jahreszeit betrachten wir andere Sternbilder wenn es dunkel ist: Immer mit Blickrichtung SÜDEN. Allmählich kriegt man so die Vorstellung eines Himmels-Globus, den man sich von innen betrachtet denken kann.

    Hat man dann die Sternbilder, dann geht man auf Objekt-Suche. Galaxien betrachtet man am Besten mit einer Kamera. Der Pferdekopf-Nebel ist visuell gar nicht zu sehen - iss halt so. Der Hantel-Nebel auch nur ein unscheinbarer, etwas größerer Fleck. Die Kunst besteht darin, zu wissen, wo man ihn sucht. Am besten bei Sternbild Pfeil beginnen.

    So lernt man sich auf die Objekte zu konzentrieren, die zur jeweiligen Ausrüstung passen!!!

    Ist bei mir der Jupiter. Jeden Abend ein anderes Bild! Einmal seeing-bedingt unterschiedlich "scharf", ein andermal wegen Details z.B. dem Großen Roten Fleck.
    Dann der Unterschied zwischen einem Auge, und einem Bino, daß man mit zwei Augen sehen kann. (Derartige Turnübungen mache ich an meinem stationären C11, paralaktisch aufgestellt.)

    Ich jedenfalls habe mir bisher über ein halbes Jahrhundert lang Zeit gegönnt, die Beobachtung immer neu auszuprobieren. Ich freue mich jetzt schon auf den Saturn, auf den ich aber noch ca. 6 Monate warten muß - wenn dann der Himmel nachts klar ist.

    Und wenn man dann mal viel Geld hat, dann fliegt man entweder nach Namibia zur IAS und erlebt den Unterschied zwischen Europa und Afrika, oder man fliegt gleich
    nach Antofagasta/Chile in die Atakama-Wüste, und dort kann man dann nachts unter der Milchstraße bequem die Zeitung lesen, so hell ist es dort.
    Nicht ohne Grund gibt es die Bewegung der Entschleunigung, also zurück zur Muße, wie das früher hieß. Mit einem "s" wäre das ein steiler Zahn.

  • @icer
    wenn die GPS Bestimmung genau genug wäre, würde das gehen, GPS würde auch nur für den Breitengrad und Höhe benötigt.
    Der elektronische Kompass zeigt ja nicht nur wo Norden ist, sondern kann dann auch genau sagen in welcher Richtung das Gerät selbst steht (Längengrad). Da dann auch die Höhe bekannt ist, sowie die elektronische Wasserwaage (welche etwaige "nicht eben" Informationen direkt in die Berechnung einfliessen lassen kann - man braucht das Gerät dann noch nichtmal mehr eben ausrichten!), müsste, wenn alle Daten genau genug sind, das völlig ausreichen um alles zu berechnen.
    Dann wäre schlimmstenfalls nur noch eine letzte, genaue Feineinstellung auf Polaris im Okular nötig.
    Allerdings würden dann Polsucher, Karten usw. der ganze Kram obsolet - und damit wird halt ein Haufen Geld verdient...
    PS:
    Gibts doch schon, hätte mich auch gewundert...
    http://www.celestron-nexstar.de/cpc-technik/default.htm




    Ich hab ihn übrigens jetzt gefunden
    , durch Kombi von Sucher und Dämmerung! :smartass:


    Der Sucher hatte sich wieder völlig verstellt, wahrscheinlich durch das dauernde auf- abbauen (nur die Montierung bleibt bei mir stehen).
    Jetzt war auch Vega ein Klacks....zur Feier des Tages werd ich heute mal länger aufbleiben und mir noch Juppi ansehen :1eye:


    Danke an alle!
    so, habe zu tun...


    Harald