Überlegungen zum Kauf eines Fernglases

    • Überlegungen zum Kauf eines Fernglases

      Ein Fernglas wird oft als erstes Beobachtungsinstrument empfohlen. Die Vorteile sind offensichtlich:
      - Es ist leicht zu transportieren
      - Es ist einfach zu benutzen
      - Es erfordert kein Stativ und keine Montierung (auch wenn deren Verwendung sinnvoll sein kann)
      - Für überschaubares Geld kann man brauchbare Gläser erwerben.

      Ein Fernglas wird viel mehr zeigen als das freie Auge. Aber es ersetzt kein Teleskop: Gerade die Objekte des Sonnensystems zeigen wenig Einzelheiten. Richtig wertvoll ist es unter dunklem Himmel: Viele Nebelobjekte sind für das Fernglas erreichbar, zum Beispiel alle Beobachtungsziele des Messier-Kataloges (manche erscheinen aber nur sternförmig). Die Ausnutzung der Fernglas-Möglichkeiten erfordert Beobachtungserfahrung. Das gilt aber für ein Fernrohr auch. Es spricht nichts dagegen, alle Fähigkeiten – vom Aufsuchen bis zum Erkennen feiner Details – am Fernglas zu lernen.

      Mehr als Spielarten desselben Teleskoptyps sind Ferngläser "Geschmackssache". Wenigstens zwei Elemente, in denen sich verschiedene Beobachter uneins sein können: Rand(un)schärfe und Brillentauglichkeit.
      Ein Fernrohr wird vielleicht nach ein paar Jahren gegen etwas Größeres getauscht, ein Fernglas hat man lebenslang. Grund genug, gründlich an die Sache heranzugehen und nicht den letzten Cent zu sparen. Ich möchte kein konkretes Modell empfehlen, sondern ein paar Hinweise geben, auf welche Dinge man besonders achten sollte. Zunächst muss man sich für eine Leistungsklasse entscheiden, wobei es drei wichtige Parameter gibt: Öffnung, Vergrößerung und Bauart (Dachkantprismen oder Porroprismen):
      - Eine größere Öffnung sammelt mehr Licht und zeigt mehr Objekte. Im Gegenzug werden die Geräte schwerer, andauernde Beobachtungen ermüden.
      - Eine stärkere Vergrößerung erleichtert das Erkennen von Details, kann aber bei extrem dunklem Himmel die Wahrnehmung schwacher Nebel erschweren. Es ist zu prüfen, welche Vergrößerung man sicher freihändig halten kann. Dieser Wert schwankt von Beobachter zu Beobachter zwischen 7 und 12x.
      - Dachkantgläser sind schlanker, weniger voluminös. Sie lassen sich aber schwerer mit hoher Qualität fertigen, ein sog. Phasenkorrekturbelag sollte auf den Prismen aufgedampft sein. Insgesamt sind sie bei gleicher Qualität teurer.
      - Universalgläser haben zwischen 4 und 7 cm Öffnung, weit verbreitet sind 8x42 und 10x50.

      Der Grad der optischen und mechanischen Qualität lässt sich selbst am Tage durch einfache Tests ermitteln. Das ist besser als das Vertrauen auf Kennzahlen:
      - mechanische Stabilität: Die Achsen müssen parallel bleiben, insbesondere die Knickbrücke ist bei preisgünstigen Modellen ein Problem
      - parallele optische Achsen: Beim Hineinschauen sollten die Bilder sofort zu etwas räumlichen verschmelzen. Wenn dies eine Weile dauert oder überhaupt nicht möglich ist, dann stimmen die Achsen nicht. Zu Hause auf einem Stativ geht es noch einfacher. Man richtet das Glas in die Ferne, stellt scharf und schaut zuerst auf die Landschaft. Wenn man jetzt die Austrittspupillen ansieht, dann müssen diese exakt in derselben Höhe sitzen. Es ist gut, wenn ein Glas eine leicht bedienbare Justagemöglichkeit hat, falls es mal einen Stoß abbekommt und die Prismen verrutschen.
      - Kontrast an harten Kanten, am Tage sichtbar an Stromleitungen und Kirchturmspitzen: Hier offenbart sich die optische Qualität. Blausäume sind nicht selten und in einem gewissen Maß auch verkraftbar.
      - Allgemeine Bildschärfe, Verlauf über das Gesichtsfeld: Hier lassen sich nur Gläser gleicher Vergrößerung miteinander vergleichen. Am Rand lässt die Schärfe fast immer nach. Man muss entscheiden, welches Ausmaß man akzeptieren will. Im mittleren Bereich des Gesichtsfeldes sollte die Schärfe tadellos sein.
      - Reflexfreiheit: Ein Planet oder ersatzweise eine Lampe im Gesichtsfeld sollte keine Doppelbilder erzeugen und auch keinen milchigen Schimmer über das Bild legen. Ein besonders kritischer Test ist eine Lichtquelle knapp außerhalb des Gesichtsfeldes – hier reagieren viele Gläser mit Geisterbildern oder Schleier. Dies völlig zu beseitigen ist teuer, man muss über Kompromisse nachdenken.
      - Bildfeld: Oft werden in Ferngläsern Plössl-Okulare verbaut, mit nur 50° scheinbarem Bildfeld. Ein wirklich komfortabler Einblick ergibt sich erst jenseits der 60° scheinbares Bildfeld, meist realisiert mit Erfle-Okularen. Die weit verbreiteten 7x50-Gläser haben das Problem, dass ein weites Bildfeld nicht durch die Prismen passt. Nur wenige Gläser haben ausreichend große Prismen für Weitwinkel-Okulare, Dachkantgläser bieten hier besondere Probleme. Die Forderung nach dem Bildfeld beißt sich mit der Randschärfe und dem Augenabstand (brillenträgertauglich), wenn es bezahlbare Okulare bleiben sollen.
      - Ausreichend dimensionierte Prismen: Beim Blick auf die Austrittspupille (aus einiger Entfernung) müssen zwei Kreise erscheinen. Kanten oder Ecken in der Austrittspupille weisen auf zu kleine Prismen hin.
      - Neutrale Bildfarbe: Manche Gläser liefern deutlich getönte Bilder, oft gelblich. Das ist am Tage ggf. hilfreich für die Fernsicht, für astronomische Anwendung aber störend. Minimale Farbstiche findet man fast immer, das ist unkritisch.
      - Bequeme Handhabung, lässt sich das Glas leicht in der Hand halten?
      - Masse: Sehr leichte Gläser hält man nicht so leicht ruhig. Sehr schwere Gläser jenseits 1 kg führen schnell zur Ermüdung bei Freihandbenutzung
      - Ausstattung: Stativanschluss, Gummiarmierung, Kappen, Riemen, Schutzhülle, Gewährleistungszeit, Wasserdichtheit: Manches ist persönlich wichtig, anderes weniger.

      Ich empfehle, in eine Großmarkt (z.B. Saturn) zu gehen und dort alle Gläser im Bereich 4-5 cm Öffnung in die Hand zu nehmen und in der Halle zu testen. Der Kontrasttest lässt sich an einer Lampe leicht ausführen, feine Einzelheiten gibt es zur Genüge. Eine harte Kante zu finden ist etwas schwieriger. Aber einen ersten Eindruck bekommt man.
      Auf jeden Fall kennst man die Unterschiede zwischen einem 100€- und einem 1000€-Glas und weiß, wofür man das viele Geld ausgeben kann. Man bekommt nämlich auch etwas dafür. Die Kompromissentscheidung ist dann einfacher. Vielleicht hat der Großmarkt sogar ein akzeptables Glas, ansonsten kommt der Versandhandel ins Spiel.

      Vieles lässt sich jetzt aus technischen Daten entnehmen, z.B. welchen Pupillenabstand benötigt wird (wenn man die Daten der geprüften Gläser im Nachhinein recherchiert). Ein Maß für die Reflexfreiheit ist die vollständige Multivergütung (an den Prismen wird mitunter gespart), aber das reicht nicht: Es sind weitere interne Maßnahmen z.B. Blenden nötig.

      Ich würde dann bei einem Händler zwei oder drei Gläser zur Auswahl bestellen, das kann man ruhig so beschreiben. Vielleicht auch dort beraten lassen. Wissend das diese Beratung in Richtung hochpreisig geht. Na klar, der Umsatzplan will erfüllt werden. Aber kein Händler will Geräte verschicken, die er wieder zurückbekommt. Vor deutlichen Enttäuschungen wird man vom Händler im Eigeninteresse gewarnt, wenn man weiß, worauf es ankommt.

      Ich danke Wolfgang Ransburg für die Genehmigung, Fotos aus seinem Shop zur Illustration zu verwenden.

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    • AW: Überlegungen zum Kauf eines Fernglases

      Eine kleine Ergänzung:

      Mit einem 10x50 Fernglas, also 10 Vergrößerung bei 50mm Öffnung sieht man, montiert auf einem Stativ, etwa 3x mehr als mit dem gleichen Fernglas aus der Hand.
      Ein 10x50 kann ein Mensch etwa 10-20 Sekunden noch halbwegs verwacklungsfrei halten, danach bemerkt man bereits den Herzschlag, der sich auf das FG überträgt als leiches "Auf- und ab". Danach beginnt es richtig zu wackeln.
      Für ein FG genügt ein nicht all zu schweres Stativ (je nach Glas natürlich), ggf. für unterwegs bereits ein Einbeinstativ. Hat das FG mittig einen (oft durch eine Kappe verdecktes) Stativgewinde, so kann man preiswerte Adapter für das Stativ von Fuji bekommen, aber auch von versch. Herstellern wie Hama.
      Liebe Grüße
      Winfried

      Wenn filmen so einfach wäre, dann hieße es "RTL"...
    • AW: Überlegungen zum Kauf eines Fernglases

      Lieber Winfried und alle,

      es gibt viele Tricks, mit dem Fernglas ein ruhigeres Bild zu bekommen. Einer davon ist, den Kopf irgendwo anzulehnen und das Glas gegen die Stirn zu drücke. Und weit vorn anfassen. Aber das muss jeder selbst ausprobieren. Mancher kommt besser mit einem frei gehaltenen Glas zurecht, ein anderer wenige.

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    • AW: Überlegungen zum Kauf eines Fernglases

      Hallo zusammen,

      das Fernglas ist kein Instrument für hohe Vergrößerungen und kleine Details, aber dafür hat es andere Stärken:

      - entspanntes Beobachten mit beiden Augen
      - angenehmer und natürlicher Bildeindruck
      - aufrechte und seitenrichtige Bilder erleichtern die Orientierung
      - jederzeit ohne große Vorbereitung einsetzbar
      - Handlichkeit im Vergleich zum Teleskop
      - großes Gesichtsfeld
      - hohe Lichtstärke

      Ein Fernglas ist die klassische »Taschensternwarte«. Gerade als Anfänger, zusammen mit einer einfachen Sternkarte, kann man auf diese Weise wunderbar den Sternenhimmel erkunden und lernen sich zurechtzufinden. Als Dreizehnjähriger habe ich so mit dem Zeiss 10x50 Dekarem meines Vaters den Sommersternhimmel entdeckt und damit begann meine Liebe zur Astronomie. Bis heute bin ich der Fernglasastronomie treu geblieben.
      Heute gibt es natürlich eine große Auswahl von Ferngläsern. Aber welches ist das Richtige? Empfehlungen erfahrener Sternfreunde sind gut und wichtig, aber ein Fernglas muss man anfassen und hindurch schauen. Nach meiner Erfahrung sind die Angebote in den bekannten Großmärkten meist von unterdurchschnittlicher Qualität. Andererseits findet man in den Fachgeschäften oft nur die Spitzenmodelle der Premiumhersteller mit Preisen im vierstelligen Eurobereich.

      Was sollte man tun?
      Informieren in den einschlägigen Foren oder auf Seiten von Fernglasbeobachtern, wie z. B. Frank Schäfer oder Holger Merlitz.
      Dann, wie Uwe schon schrieb, bei einem Händler zwei oder drei Gläser zur Auswahl bestellen oder vor Ort testen und vergleichen.

      Zum Schluss noch eine antiquarische Buchempfehlung zum Thema Fernglasastronomie. Der Klassiker von Rudolf Brandt „Himmelswunder im Feldstecher“, Johann Ambrosius Barth Verlag Leipzig - ein wundervolles Büchlein. Hier eine Auswahl von der ersten Auflage 1938 bis zur letzten 1983.

      Viele Grüße
      Ralf
    • AW: Überlegungen zum Kauf eines Fernglases

      Die '68er Auflage habe ich auch. Es eine der letzte von "alten Charme". Das rechte Bild "Brand Müller Splittgerber" ist eine völlige Neubearbeitun. Auch nicht schlecht, aber mir gefallen die alten Heftchen besser.
      Wen ihr das antiquarisch zu einem vernünftigen Preis seht - kaufen!
    • AW: Überlegungen zum Kauf eines Fernglases

      .............. aus Leidenschaft-kleine Ergänzung(en)

      Im Beitrag von Uwe ist das wichtigste aufgeführt, es wird den Interessenten ein großes Stück helfen, die Wahl eines Fernglases einzugrenzen.

      erweiterte grundsätzliche Überlegung:
      Wird ein Fernglas allein zur Himmelsbeobachtung angeschafft oder soll es auch andere Bereiche, wie z.B. Begleiter täglicher Spaziergänge sein oder mit in das Reisegepäck?
      Hier wäre dann evtl. die Gewichtung zu hinterfragen. Vor allem, ob im Urlaub Höhenunterschiede wie Berg und Talfahrten anstehen.
      Stichwort: Wasserdichtigkeit, Beschlagsfreiheit des Fernglasinnenbereiches.
      Ausgehend hiervon, würden andere Ansätze und Kriterien die Fernglasauswahl beeinflussen.

      Der Kauf eines Fernglases hängt aber von weit mehreren Faktoren ab, die nicht nur allein in der Berachtung des Gerätes zu suchen sind.
      - Das Alter des Beobachters und seine Sehstärke, sprich, Brillenträger oder nicht, sind weitere sehr wichtige Auswahlfaktoren. Auch die Handgröße sollte nicht unterschätzt werden, vor allem wenn ein Porroglas in Betracht gezogen wird. Teils kann dieses bei großer Offnung Maße annehmen, bei der die Fokusiereinheit nicht ohne Umgreifen erreicht wird.
      Für Himmelsbeobachtung unerheblich, für den erweiterten Einsatzzweck kann es ein Ausschusskriterium sein. Individuell, selber testen.

      - Die weitläufige Ansicht, Dachkanten wären kritisch hinsichtlich in der Gesichtsfeldgröße ist längst überholt. Die meisten guten Dachkanten haben heute die nach Normansicht gemessenen WW GF´s, also ab 60°.
      - Meine Erfahrungen sind, keine Dachkante unter ab 500-600€ (leider, aber auch eine gute Brille kann mehr kosten-oder?)
      - Mann muss wissen, soll z.B. ein Porro-Feldstecher VOLL Brillenträgertauglich sein, MUSS auch das GF des Porro-Glases eingeschränkt werden.

      Aus diesem Grund sei auch auf das wichtige Ausstattungsmerkmal Dioptrienanpassung hingewiesen. Es sollte ausreichend dimensioniert und entsprechende Werte für den Ausgleich zu lassen. Auch der Überhub sollte für die Scharfeinstellung einen Vorrat aufweisen.

      Vor allem aber sei erwähnt, es heißt nicht Porro gegen Dachkante.
      Es kann nur seitens des Interessenten ein persönliches Lastenheft erstellt und auf dieses dann eine Auswahl getroffen werden. Am Ende wir dann ein Porro eine Dachkante die Wahl entscheiden.

      Vor und Nachteile beider Systeme bleiben hier unerwähnt.
      Fernglastestverfahren auch.

      Zum Schluss:
      Ich rate von Saturnhallentesten ab, denn:
      Sollte der Kauf eines Fernglases evtl. wie aufgeführt wirklich ein Kauf für das Leben sein, wird man eben genau ein solches Glas nicht bei Saturn finden. Zumindest nicht bei denen die ich kenne. Am Tage ein Glas für die Nacht testen kann daneben gehen.

      Aus eigener Erfahrung wird man gut in Foren und ausgewählten Händlern beraten.
      Entweder hier :) bei uns oder im sehr speziellen
      Jülich Forum u. Händler
      oder diesem Händler
      Orniwelt
      und es darf auch das a.de Forum sein, dort sind einschlägige FG Beobachter unterwegs.

      Ferngläser sind ein hochkomplexes interessantes Thema, erweitert würde es hier den Rahmen sprengen.

      Histrory Literatur und welche für eine etwas zeitgemäße neuere Sicht auf Ferngläser.........:
      besten Gruß Dominique
      24mmx36mm.de
      dasfernglas.de
    • AW: Überlegungen zum Kauf eines Fernglases

      > Ich rate von Saturnhallentesten ab, denn:
      Lieber Dominique,

      dies ist ein Ratschlag für einen Anfänger, der erstmal gar keine Ahnung hat. So ein Markt bietet die Gelegenheit, eine ganze Reihe von Gläsern wirklich in die Hand zu nehmen und sich ein prinzipielles Urteil über die technische Leistungsfähigkeit zu bilden. Hier in Leipzig kann man von 50-Euro-Gläsern bis zu sehr teuren Instrumenten alles in die Hand nehmen. Da sieht man schon Unterschiede.
      Du hast sicher recht, dass man daraus nicht die Folgerung ableiten kann, dort auch wirklich zu kaufen. Dies gilt vllt. bei sehr eingeschränktem Budget. Aber es erleichtert die Auswahl via Internet und die Prüfung der zwei, drei Gläser, die man sich zuschicken lässt.
    • AW: Überlegungen zum Kauf eines Fernglases

      piu58 schrieb:

      > ..............
      dies ist ein Ratschlag für einen Anfänger, der erstmal gar keine Ahnung hat. ...................


      Doppelt lieber Uwe, :)

      dann einigen wir uns darauf,
      dass der,
      der GAR KEINE AHNUNG HAT
      nicht ohne Begleitung nach Saturn gehen sollte.

      Wenn doch, dann ohne Geldbörse.

      Wenn es rein um "Kontakt mit FG" geht, dann liest sich dein Beitrag richtungsweisend. ;)
      Danke für die Aufklärung.
      besten Gruß Dominique
      24mmx36mm.de
      dasfernglas.de
    • AW: Überlegungen zum Kauf eines Fernglases

      Hallo liebe Ringgeister,

      zum Saturntest: Das Anfassen und durchgucken geht dort sehr gut und Problemlos, vor allem ohne Kaufzwang. Ich habe beispielsweise auch schon oft empfohlen, mal an den augestellten Teleskopen zu wackeln, um zu sehen, was Instabilität bedeutet. Kaufen würde ich dort nicht unbedingt.

      Der Besuch beim Fachhändler hat aber auch seine Tücken. Endweder gerät man an ein Verkäufergespräch - das Risiko hat jeder der Shoppen geht. Oder man verliebt sich in das schöne große Zeiss / Leica / Swarowski -Gerät, und ist versucht, das Budget für die nächsten Jahre auszugeben.

      Der wichtigste Rat ist in jedem Fall: Gib kein Geld für Astronomische Geräte (einschließlich Ferngläser) aus, bevor Du nicht verschiedene unabhängig probiert hast und Zeit (eher Wochen und Monate als Tage) hattest, darüber nachzudenken - und im Forum zu fragen :)

      Mein erstes Astronomisches Gerät war übrigends ein Fernglas, gekauft beim Fachhändler, nach Wochen des Hin-und-her-Überlegens. Das erste Teleskop kam dann erst ein Jahr später.

      Grüße

      Christoph
      [SIZE="1"]Hofheim 12'', PST CaK, C11[/SIZE]
    • AW: Überlegungen zum Kauf eines Fernglases

      Hallo Fernglasfreunde

      ich lese hier sehr gute und informative Beiträge von Euch.

      Mich fasziniert auch das Beobachten des Sternenhimmels mit dem Fernglas und ich habe schon einige Exemplare besessen.

      Meine Ferngläser bisher waren ein Meopta 12x60, Zeiss West 10x50 Porro,
      Zeiss Jena 15x50 Pentekarem, und 10x50 Jenoptem Multicoated.

      Heute habe ich noch ein Kronos 6x30 mit 12,5°GF, ein Pentax 8x40 mit 9,5°GF,
      die Klassiker Zeiss Jena 8x30 Deltrintem Mc (Ende der 80er noch neu gekauft)
      und ein Zeiss Jena Jenoptem 7x50 Mc die ich behalten werde.

      Ich bin von den Vergrößerungen 10 und 12 abgekommen und verwende
      nur noch 6-8 fach, die machen mir frei Hand mehr Freude und bereiten Beobachtungsgenuss.
      Und dann noch je weitwinkliger umso lieber.
      Die Sternabbildung am Gesichtsfeldrand ist mir nicht so wichtig,
      der Gesamteindruck des gesehenen Himmelsauschnitts fasziniert mich um so mehr.:glare:

      Begeistern tun mich die Anblicke in den Premiumgläsern von Zei+Lei+Svaro ,
      die ich ausgiebig in Kärnten vor dem roten VW Bus vom Martin Birkmaier sitzend testen durfte,
      aber fast 2000 Euro sind mir einfach ein bisschen zuviel Geld für ein Fernglas.:huh:
      Grüssle vom Gerd
      bksterngucker.de aus Freude am Sternegucken. :thumbsup:
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