Mondzeichnung und Sternbedeckung

    • Mondzeichnung und Sternbedeckung

      Hallo,

      da gestern der Himmel mal ohne Wolken war, holte ich das Lidl Teleskop mit dem einfachen Nachführmotor auf die Terrasse, um zu sehen ob damit was geht!

      Da ja z. Zeit auf vielen Foren wieder so oft gefragt wird, was kann man mit Dem oder Dem kleinem Teleskop denn alles sehen und wie richte ich's eigentlich überhaupt aus.

      Ich stellt es einfach hin und richtete wie immer, das Südbein vom Stativ nach einer weit entfernten Dachkannte, wie ich dachte, grob durch anpeilen aus.

      Ohne große weitere Kontrolle, peilte ich den Mond an mit eingeschaltetem Motor und steckte dann sofort ein neues 17mm TS WA Okular rein, weil ich es testen wollte.

      Das Bild war recht gut, so dachte ich mach mal eine Zeichnung mit dem kleinen Gerät um auch zu zeigen was denn damit geht!

      Also Rotlichlampe und 2 Bleistifte, noch ein 9mm Plössl, eine 2x TS Barlow und später dann noch das 3,6mm Kellner nachgeholt + Zeichenbrett, ran an´s Werk!

      Ohne vorher nachzuschauen was gezeichnet werden soll, Alles hat man doch nicht im Kopf, suchte ich einfach was Interessantes aus, dass kannste ja morgen machen dachte ich.
      Die Montierung lief so gut in RA; dass ich in einer halben Stunde nur einmal nachstellen musste, nur in Dek; wurde der Mond mit der Hand abgefahren, in Ra; habe ich mich nur mit dem Poti mit + > - über den Mond bewegt.

      Nach dem groben platzieren der Kater und Bergstrukturen, begann ich dann gegen 23 Uhr 15 mit dem einbringen der erkannten einzelnen Feinheiten, als dann gegen ca. 23 Uhr 48, mich plötzlich ein Lichtreflex im Okular aufmerksam werden ließ.

      Also Rundumblick im Okulargesichtsfeld wo das her kommt!
      Der vermeintliche Störreflex kam zu meiner Überraschung vom 4,3 mag. hellem Stern Omi / Psc > SAO 110 110 der gerade um diese Zeit seine Bedeckung durch dem Mond hinter sich hatte!

      Für mich war die Zeichnung nun fertig! Denn jetzt musste ich nachschauen was ich da erwischt hatte!

      Kleine Freude nach der langen Schlechtwetterpause!

      Die Astro 3 Montierung war an dem Abend ohne Wind, mit einem hängenden 10Kg Gewicht unter dem Stativ, ausreichet stabil und hat selbst nach Okularwechseln, dass Objekt nicht verloren

      Hier aber die "fast fertige Zeichnung"!
      Von 23 Ur 15 - 23 Uhr 50


      Die Krater Cleomedes; Burckhardt, Peirce + Swift
      Mit Vergrößerung von 100 -194 Fach

      Gruß Günter
      g2-astronomie.de

      GSO 12" Dobson, C8-Orange, C8-Schmidtkamera, Comet-Catcher, LW125/1300, MTO100/1000 MAK, Skywatcher ED 80 PRO, Skywatcher 8" Dobson, Skywatcher Maksutov SKM 127 / 1500

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    • erstmal Danke!

      Ich bin kein Zeichen - Meister, aber mit zeichnen habe ich erst den richtigen Einstieg in die Astro - Beobachtung bekommen, bei Hans Oberndorfer damals der Leiter Volkssternwarte München, und im Deutschen Museum wo ich in den 70 + 80zigern, zusammen mehr als 18 Tage in allen Technikabteilungen verbracht habe.
      Der sagte mir damals, nichts schult dein astronomisches Sehen und die Beobachtungfähigkeiten so gut und schnell, wie zeichnen am Okular, egal ob Sonne , Mond, Planeten oder Kometen, dazu noch mit so einem direkten und bleibendem Live - Erlebnis!

      Das konnte ich dann, mit vielen Beobachtungen und zeichnen an Teleskopen, wie: Tasco Refraktor 50/600 mm; Quelle 60/910 mm und Newton 114/900mm nur bestätigen, da ich dadurch feststellte, dass sich nach ca. 15 - 20min. erst das Auge im Beobachtungsfeld so beruhigt hat, das feine Details jetzt förmlich ins Auge springen!
      Wer es so nicht mal mit entspanntem Auge versucht, verschenkt quasi Beobachtungsdetails und kommt auch nicht an die Beobachtungsrenze seines Teleskops!

      Das mit dem Wetter stimmt! Wo ich früher von der Terrasse aus Wochenlang, fast jeden Abend beobachten konnte, lassen Wetter und Himmelsaufhellung es nur noch selten zu!
      Aus meinen alten Beobachtungsunterlagen geht hervor, dass ich von dort und aus meiner Gartensterwarte in den 70 + 80zigern in bis zu 46 Nächten pro Jahr, die Milchstraße mit ihren selbst feinen Verästelungen sehen konnte.
      Manchmal viele Tage hintereinander!
      Ja selbst viele Objekte wie Sternhaufen H + Ci, M11; M13 und die Nebel - Kette von M8, M20 - M16 mit dem bloßem Auge anpeilen konnte und dann durch, ein vors Auge gezogenes Fernglas, sofort im Bild hatte.
      Im vorigen Jahr waren es 5-8 Abende die Sie von hier aus gerade erahnen ließ!


      Gruß Günter
      g2-astronomie.de

      GSO 12" Dobson, C8-Orange, C8-Schmidtkamera, Comet-Catcher, LW125/1300, MTO100/1000 MAK, Skywatcher ED 80 PRO, Skywatcher 8" Dobson, Skywatcher Maksutov SKM 127 / 1500