Selbstbau Drehfokussierer

    • Selbstbau Drehfokussierer

      Hallo zusammen

      Ich habe dieses Thema aus meinem Thread Newton Justage bei wackligem Okularauszug herausgezogen da es dort nicht mehr so recht reinpasst.
      Dank an Kaffee für den Hinweis!

      Es soll ein solider Ersatz für den sehr einfachen Drehfokussierer des Heritage 130 gefunden werden.
      Der verbaute hat den nachteil das er beim fokussieren "herumeiert" und somit eine exakte justage des Teleskope nicht möglich ist.
      Der Laser des Laser-Coli eiert sehr stark beim Drehen des Fokussierers.

      Ich habe schon ein altes Fotoobjektiv geschlachtet und ausgeweidet bis nur noch die Fokussiermechanik vorhanden ist.
      Die Eigentliche Mechanik ist also vorhanden, jetzt muss es "nur noch" an das Teleskop und die Okulare angepasst werden.

      Okularseitig habe ich im Baumarkt ein recht massives Adapterstück für 1,25 Zoll Frischwasserrohre aus Kunststoff gefunden das die Okulare aufnehmen könnte.
      Dazu muss es um ca. 0,5mm aufgeweitet werden.
      Das Teil ist so massiv das man problemlos mehrere Klemmschrauben für die Okulare direkt befestigen kann.
      Es könnte dann in das Objetiv geklebt werden.

      Eine Befestigungslösung richtung Teleskop habe ich noch nicht gefunden.

      Ich freue mich auf Eure Tipps und Ideen!

      Gruß
      Mark
      Teleskoppark :) :
      Revue? ______60/910mm Refraktor
      Firstscope ___76/300mm Newton
      Heritage ____130/650mm Newton
      Eigenbau____76/700mm Newton 2" OAZ, In Arbeit
      Bresser _____114/900mm Newton
    • Hallo Mark,

      warum nimmst Du den nicht so ein Teil von einer Billig Barlow, da ist die Okularklemme doch schon drin?
      da brauchst Du doch nur den Übergang zum Objektiv - Fokussierer!
      drehfokusierer.jpg
      Oder ein 2" /1,25" Adapter aus der Wühlkiste vieler Händler

      Gruß Günter
      g2-astronomie.de

      GSO 12" Dobson, C8-Orange, C8-Schmidtkamera, Comet-Catcher, LW125/1300, MTO100/1000 MAK, Skywatcher ED 80 PRO, Skywatcher 8" Dobson, Skywatcher Maksutov SKM 127 / 1500
    • Hallo Mark,

      wenn du eine Barlow hast dürfte das der einfachere Weg sein.
      Den Tipp mit dem 2"-zu-1,25" Adapter finde ich auch gut, allerdings wiegen solche Adapter sicher mehr als das Plastikrohr und ob dein Objektivgewinde so einen Adapter mit rund 51mm aufnehmen kann?

      Wenn nicht, dann muß man nehmen was da ist...
      Wenn deine zukünftige Okularaufnahme aus Kunststoff ist, dann könnte "aufweiten" tatsächlich gelingen.
      Mit Wärme werden viele Kunststoffe formbar, drum nennt man sie "Thermoplaste". Aber womit weiten? Vielleicht mit einer Okularhülse mit einer Lage Papier drum?
      "Feilen" geht natürlich auch. Statt einer Rundfeile würde ich ein nur etwas dünneres (30mm) aber langes Rohr mit Schleifpapier umwickeln und damit auffeilen. Das soll schräges feilen verhindern oder zumindest erschweren, denn mit einer schmalen kurzen Feile weitest du unbemerkt nur oben und unten, die Mitte bleibt fast unberührt. Wenn die dann irgendwann passt ist es oben und unten schon zu weit und das Okular kippelt hin und her.

      Egal was am Ende gemacht wird, Präzision verträgt keine Hektik. Werkstücke haben warm oft andere Maße als kalt!

      Gruß
      Detlev
      "Wir sind aus Sternenstaub gemacht." - Carl Sagan

      Bresser 10x50
      150/750 Dobson
      70/700 Skylux Refraktor
      Frisch reingekommen: Meade ETX-70
      Im Bastelkeller: 8"f/6 Spiegel, Zollstöcke, Brettchen und wenig Zeit...
    • Hallo Günter
      Hallo Detlev

      Leider habe ich keine Barlow.
      Eine einfache Barlow mit Metalltubus kostet ab 20€, jedenfalls wenn sie solide aussieht.
      Ein einfacher Stangenfokussierer (OK, wird wohl auch wackeln) kostet auch nur 35€, ein Crayford 55€.

      Ich finde bei 20€ für dieses eine Halbzeug lohnt sich die Bastelei nicht mehr.
      Eine billige Kunststoffbarlow ist mir dann wiedernicht solide genug.

      Ich halt dann mal die Augen nach Grabbelkisten auf :)


      Mit Aufweiten der Kunststoffmuffe meinte ich eigentlich ausbohren, schmirgeln oder dergleichen.
      Die Wandstärke ist gefühlt ca. 8mm.

      Günter --> Die verlinkte Konstruktion sieht super aus. Ist die für einen Refraktor? Wie ist die Befestigung am Tubus?

      Detlev --> Danke für die Bearbeitungstipps!

      Gruß
      Mark
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    • Hallo Mark,

      > Wie ist die Befestigung am Tubus? > der wird da ein passendes Fotogewinde drin haben! aber mit der Refraktorlösung ist Dir ja nicht geholfen!

      Die Befestigung eines Objektivfokussierers für den Newton geht mit einkleben in eine geeignete OAZ - Platte, oder besser,
      wie ich Dir schon geschrieben habe, mit dem alten Kameragewinde oder mit einem Kontering für M42 X 1mm Verlängerungen oder dem passendem Bajonettadabter!
      Alles in der Krabbelkiste von Fotogeschäften oder Foto - An und Verkauf zu finden, gehe mal mit deniem Objektiv dahin und such Dir was passendes aus!

      Gruß Günter
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    • Hallo Mark,
      bei billiger Barlow dachte ich eigentlich an schwarze Plastiköhrchen wie sowas hier:
      oculum.de/sites/teleskop1x1/umkehrlinse.asp

      Eine metallene Barlow ist natürlich als "Rohmaterial" zu teuer, dafür kriegt man ja schon ein gebrauchtes 76/700 Newton ("Tchiboskop") zum ausschlachten.

      Nochmal zum Thema "Okularschlitten": Hier hat ein begnadeter Bastler was hingezaubert. Leichter geht glaube ich nicht mehr:
      astrotreff.de/topic.asp?ARCHIVE=true&TOPIC_ID=42782

      Gruß
      Detlev
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    • Hi Detlev

      Bin beim Drehfokussierer noch nicht weitergekommen.
      Es wird wohl auf einen neubau des ganzen Hutes und des Gestänges herauslaufen.

      Der Leichtbau Okularschlitten bzw.das Teleskop ist ja der Hammer!

      Gruß.
      Mark
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    • "Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzu zu fügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann."
      – Antoine de Saint-Exupéry

      Das Lob gebührt nicht dem Finder sondern eindeutig dem Erbauer ;)

      Der Rudi baut gerade einen kleinen Newton zum Sucher um. Vielleicht könnt ihr euch gegenseitig ein paar Ideen zuspielen?

      Gruß
      Detlev
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    • Hallo Mark,

      weiß nicht, ob Dir das hilft. Ich habe ein uralt Herschel-Prisma, wohl aus den 70iger jahren des letzten Jahrhunderts. Könnte das hier sein (Wachter) photoinfos.com/astronomie/Wachter-Okulare.htm oder aber von Lichtenknecker. Das Problem war, daß, als ich das kaufte weder vorne noch hinten, bzw. oben die notwendige Steckhülse dran war, und das die Innengewinde ganz komische waren (Lichtenknecker soll mit 30 mm gearbeitet haben), Wachter weiß ich nicht.

      An der Oberseite stand das Gewinde aber hervor (es hatte einen Kragen). Da habe ich dann ein Rohr aus dem Baumarkt genommen, muß so 33 mm Innendurchmesser haben und dort eine Lage Veloursfolie reingeklebt.
      Das Okular, 31.75 mm, sizt bombenfest.

      Befestigt habe ich das Stück Rohr (auf dem "Kragen") mit einer (Messing-)Schlosser-Schelle (so 'ne goldene Schelle). Ich hoffe man sieht das in dem Bild in der Anlage (Schelle schwarz gespritzt).

      Vielleicht kannst Du ja sowas ähnliches machen ?
      Bilder
      • WP_20151118_16_45_01_Pro.jpg

        424,07 kB, 1.200×2.129, 101 mal angesehen
      Rudi
      ----
      "Das Volk hat das Vertrauen der Regierung verscherzt. Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes?"
      (Berthold Brecht)
    • Hallo

      Das sieht doch aus wie die ultimative Lösung.

      astrotreff.de/pop_printer_frie…CHIVE=true&TOPIC_ID=28564

      Die Kosten dürften sich im Rahmen halten.
      Eventuell noch einen zweiten Satz Kugellager mit etwas Abstand montieren damit er nicht verkippen kann.

      Gruß
      Mark
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    • Ja,
      wirklich klasse !

      ... und dein Stativ steht im Hintergrund ;) !

      Aber ich muß zugeben, daß ich ein bißchen "mit Winni" (siehe Kommentare) war, weil ich (erhebliche) Zweifel bzgl des Funktionnieren des Prinzips des Okularauszuges hatte.

      Aber "Pit" hat ja geantworetet, daß:

      "Der OAZ arbeitet nach dem Helical-Crayford-Prinzip www.kineoptics.com/HC-2.html
      Die Rohrmuffe wird zwischen drei Kugellagern geklemmt, deren achsen leicht schläg zu der Längsachse stehen.
      Wenn
      man beim Fokussieren die Muffe (und das Okular, das darin steckt) um die Längsachse dreht, verschiebt sich die Muffe nach außen bzw. nach innen.
      Das ist quasi ein Gewinde ohne Rillen".


      Ein Gewinde "ohne Rillen" - ... also wenn das wirklich funktionniert, dann ist das mehr als genial !
      Rudi
      ----
      "Das Volk hat das Vertrauen der Regierung verscherzt. Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes?"
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    • Funktionieren tut das auf jeden Fall, man kann solche Fokussierer ja kaufen.

      Ich frage mich nur wie kippstabil diese Kunststoffrohr Ausführung ist.
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    • Hallo ihr zwei!
      (Ist ja schon doll wie oft wir und hier über den Weg laufen ;)
      Bevor ich mir einen Schraubfokussierer gekauft habe war ich auch drauf und dran genau dieses Ding zu bauen. Irgendwo wurde das Problem des weichen Plastiks schon mal diskutiert. Eine Lösung könnte Alu sein, man muß es allerdings härten durch Eloxieren. Wollte nicht mit Chemikalien panschen, deshalb war das der Punkt an dem ich abgebrochen habe.
      Auf einer großen Auktionsplattform mit 4 Buchstaben hab ich später halbwegs passende Stahlrohrstücke entdeckt. Zu schwer? Da das Teleskop ja kein "Low-Rider" werden soll kann ja problemlos am anderen Ende des Tubus mit etwas Gewicht ausbalanciert werden falls es zu kopflastig werden sollte. Bei größeren Okularen kann das am Ende eh erforderlich werden. Ich hab einen alten Lautsprechermagneten mit Velours beklebt, das ist mein "Laufgewicht" für mein 76/700 Dobson.

      Viel Spass noch
      Detlev
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