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Sternenband?

  • Ort: Hanhofen, 7 km westl. v. Speyer, südl. v. Mannheim
    Was war das am gestrigen Sternenhimmel.
    Deutschland leidet unter Gewitter und doch gibt es einige Lücken in der Wolkendecke.
    Gegen 23:15 bis ca. 23:25 sahen wir am südlichen Sternenhimmel, nach Westen wandernd und kurz über den Jupiter verschwindend, ein Sternenband.
    Das Sternenband war ähnlich der früheren Milchstraße, die ich seit geschätzten 30 Jahren nicht mehr gesehen habe, mit geschätzten 40 bis 50 Sternen.
    Die Arme ausgestreckt, war es etwa 3 bis max. 4 Handbreit über den südlichen Horizont, etwa 40 cm lang (anfangs ein wenig mehr) und ca. 3 cm breit.
    Was kann das gewesen sein?

  • Hallo Rudi,


    willkommen hier im Forum!
    Aus dem Bauch heraus kann ich dir deine Frage nicht beantworten, lerne selber noch jeden Tag was neues. Wenn du aber "Stellarium" auf einem PC installierst kannst du den dort gezeigten Himmel auf deine Koordinaten und die entsprechende Uhrzeit stellen. Vielleicht erkennst du die Formation ja wieder.


    Stellarium kostet nichts und läuft auch auf älteren PCs
    http://www.stellarium.org/de/


    Viel Erfolg
    Detlev

    "Wir sind aus Sternenstaub gemacht." - Carl Sagan


    Bresser 10x50
    150/750 Dobson
    70/700 Skylux Refraktor
    Frisch reingekommen: Meade ETX-70
    Im Bastelkeller: 8"f/6 Spiegel, Zollstöcke, Brettchen und wenig Zeit...

  • Hallo Rudi,


    hier auch Rudi ! Auch von mir herzlich willkommen !


    Also ich denke mal das war die "Schildwolke"; ein etwas abgetrennter Milchstraßenarm, der von dem kaum bekannten Sternbild "Schild" = "Scutum" (und Messier 11 - dem sehr schönen "Wildentenhaufen") bis zu den berühmten Messier-Objekten M 8, M 17 und M 20 im Schützen reicht (also voll ins Zentrum unserer Milchstraße hinein).


    Der sehr südlich stehende "Scutum-Arm" ist in dunklen, mondlosen Nächten im Früh-Sommer, also jetzt, und vor den "weißen" (Midsummer-) Nächten des Hochsommers, sehr beeindruckend (z. B. im Schwarzwald). Leider steht der "Schütze" (das Zentrum unserer Milchstraße) und damit auch die Gegend zwischen Schild und Schützen nie sehr hoch und auch noch gerade mitten im Hochsommer (Juli, August) am höchsten.


    Ich habe mal mit dem Sternkarten-Programm Guide 9 die von Dir angegebene Uhrzeit eingestellt.
    Das passt mit dem Südosten, und ansonsten auch mit Deiner Beschreibung, ... wenn man mal den "Jupiter" in "Saturn" (0.0 mag) oder "Mars" (sogar -1.9 mag !) uminterpretiert ;) !


    Halt mal in den nächsten Tagen ein Fernglas drauf


    Liebe Grüße

    Rudi
    ----
    "Das Volk hat das Vertrauen der Regierung verscherzt. Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes?"
    (Berthold Brecht)

  • Hallo
    Stellarium ist uns bekannt, brachte aber nicht die Lösung.
    Das bemerkenswerte, es zog in den genannten 15 Minuten von Höhe Mars (Rekt 15h 35m 27s / Dekl -14° 50´ 29´´) bis Höhe Jupiter (Rekt 11h 15m 6s / Dekl +15° 20´ 18´´), ein Tempo das für Sterne eigentlich gar nicht geht).
    Gesehen habe ich es auch nur, weil ich gerade nach draußen gegangen war und es konnte mit bloßem Auge gesehen werden. Den Anfang (vor Mars) kann ich daher nicht genau benennen.
    Milchstraße hatte ich zunächst auch vermutet, aber wie schon erwähnt habe ich schon ewig nicht gesehen und ist eigentlich weiter Südost. Mal sehen ob ich heute nochmal dasselbe beobachten kann.
    Kamera und Teleskop sind vorbereitet

  • Hallo
    ...


    Das bemerkenswerte, es zog in den genannten 15 Minuten von Höhe Mars (Rekt 15h 35m 27s / Dekl -14° 50´ 29´´) bis Höhe Jupiter (Rekt 11h 15m 6s / Dekl +15° 20´ 18´´), ein Tempo das für Sterne eigentlich gar nicht geht).
    ...


    Hallo Rudi,


    soll ich Dir sagen, was mein erster Gedanke war, als ich Deinen Beitrag gelesen hatte: ... ein Vogelschwarm. ... Hab den Gedanken dann aber wieder verworfen.


    Ehrlich, das kommt Dir wahrscheinlich jetzt komisch vor, ... aber ich habe mich bei astronomischen Beobachtungen auch schon gewundert, was denn da für eine "schnelle Wolke" vorbeizog. Die werden irgendwie "von unten" angestrahlt, un dann sieht das ganze (relativ) weiß aus.


    Lieben Gruß vom Mosel- ins Rheintal

    Rudi
    ----
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    (Berthold Brecht)

  • Hallo Rudi, hallo Rudi ;-)


    vielleicht waren es nicht große, weit entfernte Objekte sondern sehr nahe aber ganz ganz kleine Objekte: weiße Blutkörperchen


    Hab gerade ein kleines Teleskop verkauft und die Käuferin berichtete noch bevor sie es benutzte von einem Schwarm Sterne der sich zügig über den Himmel bewegte. Nach einigem hin und her blieb dies als Möglichkeit übrig, neben einer UFO-Sichtung ;-)


    Gruß
    Detlev

    "Wir sind aus Sternenstaub gemacht." - Carl Sagan


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  • Hallo Rudi,


    an Himmelslaternen hab ich schon lange nicht mehr gedacht. Schon als ich die erste (in Verpackung auf dem Grabbeltisch) in der Hand hatte dachte ich mir "Ach du Sch***e! Das ist doch ein Molotov mit drastisch erhöhter Reichweite". Wer macht denn so was? Seither war das Thema für mich durch.


    Gruß
    Detlev

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  • Hallo Detlev,
    ich weiß nicht mal, was das ist !
    Rudi

    Rudi
    ----
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    (Berthold Brecht)

  • Hallo Rudi,


    Es ist im Grunde das was die Gebrüder Montgolfier sich damals gebastelt haben:
    Ein Sack aus dünnem Papier mit Öffnung nach unten, mitten in der Öffnung ein kleiner Brenner (ähnlich wie der Fangspiegel beim Newton). Es wiegt sehr wenig da es keine Nutzlast gibt. Das Licht des Brenners strahlt von innen das Papier an. Die warme Luft bläht den Beutel auf, er schwebt und steigt lautlos auf.
    Sieht schön aus ist aber da wo die Dinger runter kommen besteht erhöhte Brandgefahr, nicht nur
    für die mit Ried gedeckten Dächer in Norddeutschland. Und was Piloten davon halten wage ich mir nicht vorzustellen...


    Gruß
    Detlev

    "Wir sind aus Sternenstaub gemacht." - Carl Sagan


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  • Hallo
    Damit keiner sagt, da schrieb mal einer was, wir antworten, und nun meldet er sich nicht mal mehr, es gibt mich noch.
    War es vielleicht nur ein Phänomen auf Grund der Wetterlage (wechselhaft mit kräftigen Gewittern) mit besonders reiner Luft? Warum dann aber nur in diesem sehr schmalen Band?
    Inzwischen habe ich auch im Netz ein wenig recherchiert. War auf den seltsamsten Seiten, schlauer bin ich aber auch nicht geworden. An ein getarntes Raumschiff wie in „Star Trek“ (Teil 3 oder 4) will ich aber auch nicht glauben.
    Da wir zu dritt waren und weder unter Alkohol- oder Drogeneinfluss standen, ist es wie es war, ein gleichmäßig wanderndes Sternenband in der beschriebenen Größe.

  • Hallo Rudi,



    in der Wolkenlücke südlich kann kein Jupiter gewesen sein, sondern nur Mars + links daneben Saturn, dazwischen die hellen Sterne des Skorpion mit dem hellen Antares, der mit den Planeten darüber ein fasst rechtwinkliges Dreieck bildete.


    Die Milchstraßenausläufer gehen dort bis an die Skorpionbeine, untermalten also Saturn und Antares, Mars lag ausserhalb.
    Bei der Höhe dort von + 10° bis +15° und fasst absolut klarer Luft zwischen den ziehenden Wolkenschlieren, kann Sterne, Planeten und das Milchstraßenband sehr stark hervorgehoben ( vergrößert ) dargestellt werden.


    Gleichsam kommt es dann oft zu einer optischer Täuschung, bei der man im Moment vergisst, ob sich die Wolken oder die Objekte > Sterne; Planeten < oder nur das Milchstraßenband bewegt hat.


    Weil man diese unterschiedlich hellen und geformten Objekte nicht alle gleichzeitig im geschärften Blick hat!
    Der Sinn kann Diese nur im Wechsel fokussieren, und ordnet die Bewegungen falsch zu!
    Und weil die Wolkenschlieren mal dicht mal völlig durchsichtig noch Osten zogen vermutet man ein Bewegung der Sterne nach Westen zu sehen !


    Da bist Du nicht der Erste der sowas schildert, ich habe noch eine Bericht in Erinnerung, wo ein Besucher auf der Sternwarte aufgeregt vom schnell dahinsausenden übergroßem blassrotem Mond berichtete, den Er etwa 50 Sekunden während der Autofahrt durch eine mitteldichte Baumreihe gesehen hat, bevor eine Reihe LKW´s Ihm die Sicht darauf verdeckte! :sleeping:



    Gruß Günter