Justierprobleme ?

  • Hallo Zusammen,



    wer mal Hilfe bei der Teleskop Justierung braucht, der findet hier einen großen Vorrat an theoretischer und sogar praktischer Hilfe.


    > Teleskope Justieren lassen <



    Gruß Günter

  • ... und sogar praktischer Hilfe. ...


    Hallo Günter,


    ich denke, das ist richtig !


    Man braucht allerdings (bei google) viel Erfahrung, um die richtige Anleitung zu finden und vorallem viel Zeit, um - wie man so sagt - die "Spreu vom Weizen" zu trennen.


    Deshalb sehe ich nicht, wieso astro-foren.de überflüssig sein sollte !


    [Das soll ein Diskussionsbeitrag sein].


    Lieben Gruß

  • Randbemerkung meinerseits:


    je nach optischem System ist die Zentrierung höchst unterschiedlich. Bei einem Refraktor unterscheidet man
    a) die Kollimierung des Objektivs zum Tubus und b) die Zentrierung des Objektivs selber, wenn Achsekoma im Spiel ist.
    Die Justage eines Newton-Systems ist also nur eine Variante für ein bestimmtes opt. System. http://rohr.aiax.de/newjustage.htm


    Hier würde man meine Vorschläge finden Teil I: Sammlung unterschiedlicher Zentrier-Verfahren


    Im übrigen kann jeder selbst entscheiden, mit welchem Link/Text im Web er besser zurecht kommt. Ich habe darüber kein Monopol.

  • hallo Wolfgang,


    vielen Dank für die Links !


    Eine Frage hätte ich noch: wann muß man, bei Koma und bei einem Fraunhofer, das Plättchen auf der Seite des Komakerns und wann das auf der Seite des Komaschweifs "stauchen" ?


    Siehe hier:
    http://rohr.aiax.de/@TMB_FH05.jpg


    gegen hier:
    http://rohr.aiax.de/@VixenF_APO-35.jpg
    und hier:
    http://rohr.aiax.de/KomaBeiFH.jpg


    Gruß

  • Hallo Rudi,


    Zitat: "wann muß man, bei Koma und bei einem Fraunhofer, das Plättchen auf der Seite des Komakerns und wann das auf der Seite des Komaschweifs "stauchen" ?"


    Das probiere ich jeweils durch Unterlegen eines 0.05 mm dicken Streifens aus und sehe mir die Wirkung an. Dann bin ich sicher, wo untergelegt/gestaucht
    werden muß. Wobei in vielen Fällen die Herstellung eines neuen Plättchens sinnvoll ist. Nicht vergessen darf man die Anpassung des Plättchens an die beiden
    sphärischen Flächen der Linsen.


    http://r2.astro-foren.com/inde…uer-doublets-und-triplets

  • Hallo Rudi,


    weil ich keine passenden Bänder für solche Plättchen habe, muß ich mir die ja irgendwie selbst herstellen,
    möglichst auch aus Zinn oder Blei. Außerdem ist dieser Bericht ein Protokoll, damit ich selbst nachschauen
    kann, wie ich das damals gemacht habe.

  • Hallo Wolfgang,


    so jetzt habe ich nachdem ich,


    schon früher mal durch "Linsendrehen" die beiden besten Positionen der beiden Linsen zueinander markiert hatte - mein Fraubhofer Refraktor hat deutlichen Astigmatismus-,


    und


    kürzlich das Objektiv meines Refraktors neu zum Tubus kollimiert hatte,


    heute auch noch die Linsen zueinander neu zentriert.


    Ich mußte danach zwar die Kollimierung nochmal neu machen, aber inzwischen habe ich da Routine ^^ .


    Ich habe folgendes gemacht:


    (1) Aus Karton ein gleichseitiges Dreieck mit 9,5 cm Kantenlänge (= diagonaler Abstand der Plättchen auf meinem 102 mm Objektiv) ausgeschnitten und
    (2) auf jeder Dreiecks-Kante die Mittelsenkrechte eingezeichnet, um das Zentrum des Dreiecks zu erhalten.
    (3) Schließlich habe ich um das Zentrum des Dreiecks einen kleinen Kreis gezeichnet.


    (4) Dann das Obkjektiv / die beiden Linsen auf einem Tisch (mit weichem Tuch) als Unterlage so auf das Karton-Dreieck gelegt, daß jede Spitze des Dreiecks genau unter einem Plättchen lag.
    (5) Weiterhin durch leichtes Andrücken der oberen Linse mit Daumen und Zeigefinger beider Hände (am Rand mit Gummihandschuhen) den zentralen Newtonring gesucht.
    (6) Und schließlich die Plättchen (genauer gesagt eines) so lange "gestaucht" (bzw. duch Abkratzen von Teilen desselben mit dem Fingernagel, etwas besseres viel mir nicht ein) soweit verkleinert, bis der Newtonring genau zentrisch über dem Kreis saß.


    Der Newtonring bewegt sich jetzt kaum noch, wenn ich die Linsen leicht zueinander verschiebe. (Vorher wackelte er bei leichtem einseitigem Andrücken der oberen Linse hin und her, was vermutlich daran lag, daß die obere Linse auf dem einen zu dicken Plättchen auf der unteren konkaven Linse "schaukelte").


    Meinst Du, das ist eine valide Methode zur Linsen-Zentrierung ?


    Ich konnte natürlich noch nicht am Stern testen, aber ich mußte ja das Objektiv danach wieder neu kollimieren. ... Und ich habe die Ringe bei der Kollimierung noch nie so schön zentrisch gesehen wie heute; ich hoffe mal das ist ein gutes Zeichen.


    Gruß

    Rudi
    ----
    "andropos zoon politicon" = "jeder Mensch ist ein Politiker"

    (Aristoteles)

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  • Hallo Rudi,


    wenn Du senkrecht auf die 1. Linse schaust, dann kann man sich an den Newton-Ringen orientieren. Das hat
    aber was mit den Innen-Radien zu tun: Die beiden Linsen berühren sich dann in der Mitte und erzeugen die
    Newton-Ringe. Ob aber die Linsenabstände otpimal sind, ist damit noch nicht klar.


    Nicht jeder hat einen Planspiegel, so wie ich. Ich hätte auch nichts dagegen, wenn Du den Vorgang fotografierst.
    Dann machen wir einen Bericht draus: http://r2.astro-foren.com/index.php/de/
    Besonders die Newton-Ringe zur Beurteilung der Zentrierung wäre eine gute Methode. Könnte sein, daß
    Lichtenknecker das damals bei seinen FH-Optiken so gemacht hat. Mein Nachbar hatte ein solches Objektiv,
    und der hatte sich immer an den Newton-Ringen orientiert.

  • Hallo Wolfgang,


    ich hatte schon vor einiger Zeit den Abstand auf ein Minimum reduziert, weil der Refraktor unterkorriegiert war. Hatte damals diesen Beitrag von Dir von 2008 im Netz gefunden, den es aber heute offenbar nicht mehr gibt (es kommt Error 404).


    Ich habe ihn aber noch auf meinem Komputer und kopiere ihn deshalb hier nochmal rein:


    ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------


    • "Hallo ...,

      Herzlich willkommen, mit der Anmeldung hat es ja doch noch geklappt.
    • Ein paar Anmerkungen zum Sterntest: Der Refraktor ist noch unterkorrigiert, das erkennt man am deutlichen Farbring intrafokal und am ausgefransten Rand extrafokal. Je nach Design ändert man das am Abstand der Linsen. Nur wenn sich die Linsen berühren, ist Schluß, und dann müßte man das Objektiv retouchieren. Zur Herstellung der Aufnahmen hast Du ein 6 mm Okular benutzt, wobei 120-facher Vergrößerung den Achromat schon ganz schön strapaziert, wie man wieder an den Sternscheibchen erkennt. Der Blaue Fokus liegt ganz weit hinten, Grün, Gelb und Rot offenbar dicht beieinander. Besser wäre, wenn Rot ganz hinten läge und Blau/Grün/Gelb beieinander liegen würde.


    • Verbleiben nur noch Koma und vermutlich kein Astigmatismus, weil den würde man sehen bei dieser Vergrößerung.
      Erst wenn sich die Sternscheibchen intra/extra-fokal angleichen hätte man den richtigen Linsenabstand".


    ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------


    Ich hatte genau dieselben Symptome: intrafokal blauer dicker Rands, aber ganz gute Ringe; extrafokal auch viel blau, aber ringmässig nur Mist. Genau wie auf dem Bild.


    Weil ich den Linsenabstand jetzt maximal minimiert habe, habe ich also jetzt die Newtonringe. Das Stern-Bild ist farbabweichungsmässig jetzt sehr sauber (praktisch keine Farbabweichungen am Mond), aber halt noch ein Rest-Astigmatismus.


    Aber das Sternbild im Fokus war nicht gut, weil halt der Newtonring nicht zenisch war und (wohl wegen des zu dicken Plättchens oder einem leichten Verrutschen der Linsen) sich auch leicht hin und her bewegte.


    Ich probiere mal ein (vergrössertes) Bild von den Newtonringen zu machen. Weiß allerdings nicht, ob ich es schaffe mit der Kamera im Handy auch ein Bild vom defokussierten Sternscheibchen zu machen, aber werde dies auch probieren.


    Gruß und Danke !

  • So und hier sind die beiden besten Bilder der Newtonringe mit meinem Handy (gar nicht so einfach, alles spiegelte sich).



    [Stör Dich nicht an den Kratzern, die waren z.T. schon drin, weil ich das Ding für 60 euro sozusagen auf dem Flohmarkt gekauft habe und z.T. habe ich selber, durch Linsendrehen zur Astigmatismusreduzierung ohne Abstandplättchen (!) (hab das dann gleich wieder sein gelassen), noch welche reingemacht. ... Aber ich wollte ja lernen, bevor ich mir vielleicht was besseres kaufe ;) ).


    Im Original gehen die Ringe, immer schwächer werdend, noch sehr weit nach außen. Zwischen dem malvenfarbigen Ring (außen) und dem grünen, erkennt man im Original (was man auf dem Photo nicht sieht) auch noch ganz schwach einen dünnen gelben Ring.


    Gruß

  • Hallo Rudi,


    wenn die Newton-Ringe zentrisch sind, dann ist zumindest der Achromat zentriert, ob das Optimum bei Grün liegt
    ist damit noch nicht bewiesen. Das ginge am Stern mit einem 10 lp/mm Ronchi-Gitter und einem Baader Solar-
    Continuum. Die Sternscheibchen-Übersicht von Beitrag 10 zeigt, daß das System unterkorrigiert
    ist und einen entsprechenden Farblängsfehler hat. Im Jahr 2013/14 hatten wir hier eine Software-Umstellung, bei
    der dann 50% meiner Links nicht mehr funktionierten und mit der Fehlermeldung Error 404 zurückkamen. Ich habe
    zwar eine Version von vor der Umstellung, dort habe ich aber leider noch nichts gefunden. Ich bräuchte nämlich
    den Orginal-Namen der Datei (http://astro-foren.de/index.php/Attachment/6127-Lidl-PNG/), also nicht den
    jetzigen 6127-Lidl-PNG/, dann könnte ich im Archiv suchen und eventuell so den ursprünglichen Bericht finden.
    Die Software-Umstellung hat mir damals schon viel kaputt gemacht. Deshalb habe ich mich damals endgültig für
    eine Trennung entschieden.

  • Hallo Wolfgang,


    der Original Link lautet so: http://www.astro-foren.de/showthread.php?t=9671
    Der Erstbeitrag ist vom 30.05.2008, 21 Uhr 14 von "Noetzel" und Deine Antwort vom 31.05.2008, 9 Uhr 08.


    Aber mach Dir nicht zu viel Mühe, es war ja nicht "mein" Refraktor, nur einer, der - wie ich meine - diesselben Symptome / Farbfehler hatte.


    Wenn es so bleibt, probier ich mal heute abend an Arcturus Bilder vom defokussierten Stern zu machen. ich habe zwar ein Ronchi-Gitter, aber keinen Solar-Kontinuum. Geht auch ein normaler Grünfilter (von Baader) ? Ich habe den 4. in der rechten Reihe hier: http://www.astroamateur.de/filter/bandpass.html


    Lieben Gruß

  • Lieber Rudi,

    Das Bild wurde von Ralf Noetzel von freenet-homepage verlinkt, also nicht von mir und ist demzufolge auch nicht in meinem Archiv zu finden.
    Der Link auf freenet wurde vermutlich von Ralf geändert oder gelöscht, weshalb der Zugriff dorthin mit einer Fehlermeldung zurückkommt.
    Du hast ihn "konserviert", wobei die Farbverteilung schon sehr ungewöhnlich aussieht, könnte aber auch ein Effekt der Lichtquelle sein:
    Leuchtdioden haben nämlich kein kontinuierliches Spektrum. Der Rot-Anteil fehlt nämlich.

  • Danke Wolfgang,


    genau dass war(en) der, bzw. die Beitra(e)g(e).


    Leider ist das Wetter gestern abend wieder schlecht geworden und für heute sieht es auch nicht gut aus.


    Und ab morgen bin ich für ein paar Tage weg. Aber ich melde mich wieder mit meinen Bildversuchen am defokussierten Stern.


    Lieben Gruß


    Rudi

  • Hallo Wolfgang,


    bin jetzt wieder zuhause und habe gestern abend mal an Wega getestet. Das intra- und extrafokale Bild schient mir wirklich sehr gut. Natürlich ein blauer Hof (aber ist das bei Wega nicht immer so).


    Leider habe ich es mit dem Handy nicht geschafft, ohne Adapter durch das 4 mm ortho (ohne Nachführung !) Fotos vom defokussierten Stern zu machen. (Würde ja gerne von Dir wissen, ob der Linsenabstand stimmt).


    Habe mir deshalb jetzt erstmal einen Adapter bestellt, den hier: https://www.amazon.de/Seben-Universal-Smartphone-Haltewinkel-Monokular/dp/B01EJHLZNA?ie=UTF8&ref_=pe_386171_141379131_TE_item (Ist aus Druckguß und nicht aus Plastik und hat zwei gute Kritiken; ... darunter "sitzt bombenfest". Und bei dem Preis kann mann wohl nichts falsch machen).


    Melde mich noch mal, wenn der da ist !


    Lieben Gruß

  • Hallo Rudi,


    jedes Refraktor-Objektiv hat einen a) Farblängsfehler, einen b) farbabhängigen Öffnungsfehler und einen c) Farbquerfehler.
    Im Normalfall sollte das Optimum, also der höchste Strehlwert bei ca. 550 nm wave (=Grün) liegen, und damit der Öffnungsfehler
    dort bei Null liegen. (Dann wäre Blau überkorrigiert und Rot unterkorrigiert. Das sieht man intrafokal beim RonchiTest (Blau) an der
    bauchigen Verformung und bei Rot an der kissenförmigen Verformung, siehe Bild unten. Der Sterntest ist für diese Untersuchung
    wenig bis gar nicht geeignet.


    [IMG:http://rohr.aiax.de/@ED-120_Orion07.jpg]

  • Hallo Wolfgang,


    weißt Du, ob das Ronchi-Gitter genau dort sitzen muß, wo die Feldblende des Okulars ist ? War noch nie auf die Idee gekommen, das Ronchi-Bild zu vergrössern, und habe mir jetzt - möglichst zentrisch - einen zufällig passenden Plastik-Ring auf das Ronchi-Okular geklebt (mit Klebeband außenrum), dann das Oberteil des 4 mm Orthos (= 230 mal) abgeschraubt und in den (aufgeklebten) Ring auf dem Ronchi gesteckt. Das Gitter (10 lm/mm) sitzt jetzt nahe bei der Feldblende, aber - weil die Feldblende noch innerhalb des Oberteils des Okulars ist - konstruktionsbedingt natürlich nicht genau dort, wo die Feldblende ist.


    [Oder muß das Ronchi auf das Okular gesteckt werden ? ... Das Okular passt aber da nicht rein].


    Gruß



    Hier noch zwei Bilder:


    (1) die "Konstruktion": (2) Blick von hinten durch das Gitter:


    Rudi
    ----
    "andropos zoon politicon" = "jeder Mensch ist ein Politiker"

    (Aristoteles)

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  • Hallo Rudi,


    das Ronchi-Gitter ist prinzipiell ein sehr kleiner Lattenzaun.
    [IMG:http://rohr.aiax.de/lattenzaun.jpg]........................, [IMG:http://rohr.aiax.de/RonchiKB.jpg]
    Siehe hier: http://rohr.aiax.de/@RaPlSt07.jpg
    und hier: http://r2.astro-foren.com/inde…-ronchi-nulltest-am-stern
    Wichtig ist, daß die Kanten der Latten sehr scharf sein müssen, also sollte das Gitter geätzt sein und nicht fotografisch erzeugt.
    Im Fokus selbst funktioniert eine der Kanten wie ein Foucault-Test. Geht man mit dem Gitter intrafokal in Richtung
    Optik, dann werden es immer mehr Linien, die man sieht: Man befindet sich nämlich in einem vom Objektiv kommenden
    Lichtkegel und nur was innerhalb dieses Lichtkegel steht, sieht man als Gitter. Extrafokal ist es genauso.
    Aus Deutungsgründen gewöhnt man sich die intrafokale Einstellung an, die im Übrigen besser abbildet. 3-4 Streifen
    reichen zur Deutung völlig aus. Wobei man eine Gitterkonstante von 10 lp/mm bis max. 20 lp/mm wählen sollte.
    Klebt man also das Gitter in die Fokus-Ebene des Okulars, so wird das nix, weil viel zu wenig Linien im Lichtkegel stehen.
    Aber einen Foucault-Test könnte man damit machen.


    [IMG:http://rohr.aiax.de/ronchi3.jpg]

  • Hallo Wolfgang,



    habe gestern abend sehr gutes Seing gehabt. Mein Uralt-Meade-Achromat (102 mm; f/9) ist jetzt dank Deiner theoretischen Hilfe optimal kollimiert.



    Am Mondrand [der (Fast-)Vollmond passte mit dem 12.5 mm Ortho gerade so, sozusagen "wie mit dem Schuhlöffel" in das Bildfeld des Refraktors] muß ich mich wirklich anstrengen (und schräg hineinschauen) um vielleicht einen schmalen limonengrünen Saum zu erkennen.



    Habe den Sterntest an Wega, Arcturus und dem Polarstern gemacht (12.5, 7 und 4 mm Orthos), sowie an epsilon Lyrae die Auflösung getestet.



    Schöne fast vollkommen runde Sterscheibchen. Bei maximaler Grösse des Scheibchens (bevor das Bild zu dunkel wird), extra- und intafokal saubere, gleichmäßige Ringe (außer dem äußersten "hellen" der breiter ist und dem "dunklen" just davor, der dunkler ist). Die Sternscheibchen sind durchgehend einfarbig gelb (ich meine ähnlich wie auf dem Bild des Orion-Refraktors in Deinem Beitrag Nr. 17 weiter oben); ausschließlich an Wega und mit dem 4 mm ortho habe ich intrafokal ganz außen am "halbgroßen" Sternscheibchen (also auf halben Weg der Defokussierung hin zum zu dunklen Sternscheibchen) noch einen blauen ("blauvioletten") Hof/Ring gesehen; extrafokal war bei gleicher Einstellung (4 mm ortho und halb defokussiert) das Scheibchen leicht "rotviolett" und "verdichtete" sich zu einem intensiven "rotvioletten" Punkt im Zentrum des Scheibchens je näher man - von extrafokal kommend - zum Fokus hin fokussierte.



    Mit dem Ronchi (unvergrößert und vergrößert) sieht man sehr gerade Linien bis zum Rand, mit leichten Farbrändern.



    Der 9 mag schwache Begleiter des Polarsterns war im 7 mm Ortho (130 fach) klar zu sehen; leider war der fokussierte Polarstern "kreuzförmig", wegen des - trotz Linsenrotierens - immer noch vorhandenen Astigmatismus.



    An epsilon Lyrae (stand genau im Zenit !) habe ich dann gesehen, was der Astigmatismus macht: er verschlechtert die Auflösung ! Obwohl alle vier Sterne klar getrennt waren, meine ich, aus der Erinnerung, dies mit dem kleinen 76/700 Newton bei 120-facher Vergösserung (6 mm Ortho) schon besser gesehen zu haben.



    ***



    Also ich laß den Refraktor jetzt so. Keine (!) Farbabweichungen am Mondrand (außer - bei angestrengtem "schrägen" Schauen - ein limonengelber Saum) scheint mir ideal für einen Achromaten. Der Linsenabstand scheint mir jetzt perfekt.



    ***



    Bilder vom defokussierten Stern mit und ohne Ronchi (mit dem Handy) liefere ich noch nach, sobald mein Adapter da ist, ... falls mir dann Bilder gelingen. [Habe den Versuch durch einfaches "Dranhalten" des Handys Bilder zu machen aufgegeben; die Ausbeute nach Stunden des "Herumprobierens" war ein "halbes" (weil aus dem Zentrum gelaufenes) schwarz-weißes (wohl weil die Empfindlichkeit der Kamera zu gering war) Ronchi Bild.]




    Nochmals Danke für Deine Hilfe "aus der Entfernung" !