Spiegel-Testen in zwei Schritten

    • Spiegel-Testen in zwei Schritten

      r2.astro-foren.com/index.php/d…ting-mirrors-in-two-steps

      Vor Jahren lief die Aktion "Mirror Round Robin" Irgend einer hatte einen Spiegel geschliffen und nun hatte eine handverlesene
      Schar von Spiegeltestern die Möglichkeit, den Spiegel reihum nachzumessen - mit unterschiedlichen Ergebnissen: Erwartungsgemäß.

      Nun hat aber das Vermessen von Newton-Spiegel prinzipiell ein kaum lösbares Problem:
      Wie ermittle ich den Spiegel-eigenen Astigmatismus, und zwar wirklich nur den !!!!
      Bei einem Testaufbau gegen einen Planspiegel wird gleich über mehrere Faktoren Astigmatismus eingeführt, der absolut nichts
      mit dem Testspiegel selbst zu tun hat:
      - die Lagerung von Newton- und PLanspiegel führt Astigmatismus ein
      - der Interferometer bei f/4-Systemen ebenfalls
      - Raumschwingungen und Luft ebenfalls und schließlich als Rest der Spiegel-eigene Astigmatismus.

      Die Optiker von LZOS haben für diesen Fall einen riesigen Vakuumturm, in dem senkrecht gemessen wird.
      Hat ein Amateur in der Regel nicht.
      Auch überlegt sich in der Regel keiner, wie groß ein Astigmatismus sein darf, daß er nicht ins Gewicht fällt
      Herzlichen Gruß! Wolfgang Rohr---_ email: wolfgang.rohr@t-online.de Tel: 09521 5136 ---------------------------------------------------- r2.astro-foren.com/index.php/de/
    • Hallo Wolfgang

      Wenn ich darf... Sehr interessant finde ich die Zentrallagerung von Daniel Restemeier, die er an seinem Dobson verwendet.

      Hier der Link (etwas weiter unten im Text):

      nauris.de/index.php/de/mechanik/mirrage

      Viel Text, ich weiß. Aber die Idee oder der Zweck klingt für mich zumindest plausibel.
      Ob man allerdings in der Praxis einen Vorteil bemerkt... !? Ich weiß ja nicht... Er versucht wohl mit der Lagerung deinen angesprochenen Durchbiegeeffekt zu vermeiden.

      Gruss Bengt
    • Hallo Bengt,

      der im Link dargestellte Dobson macht einen kompetenten, filigranen Eindruck.
      Bezogen auf die Hauptspiegel-Lagerung ist diese für einen Dobson richtig, für
      einen Testaufbau, der nur senkrecht sein kann, jedoch falsch.

      Die senkrecht gelagerte Glasscheibe fällt mehr oder weniger meßbar in sich senkrecht
      zusammen. Muß aber gar nicht sein, wenn die innere Struktur der Scheibe, (Fließstruktur)
      noch andere Verformungen erzeugt. Insofern wäre als Ausweg nur des HS-Test in
      waagrechter Lage mit einem senkrechten Testaufbau weiterführend, erzeugt aber
      wieder neue Probleme.

      Dadurch kam ich überhaupt auf die Idee, aus dem Blickwinkel der Praxis-Tauglichkeit
      für die Beobachtung beim Testen beide Fehler, Astigmatismus und sphärische Aberration
      meßtechnisch zu trennen.

      Was da in der Vergangenheit besonders auf dem schwarzen und blauen Forum verbreitet wurde von Leuten,
      die keine feinoptische Berufspraxis vorweisen konnten, dafür aber mit der Lautstärke und Hemdsärmeligkeit
      von Sozialen Medien ihr Evangelium verkündet haben, war ausschließlich eine selbstzusammengezimmerte
      Theorie ohne den Hauch einer langjährigen Berufspraxis. Man kann es getrost vergessen.
      Herzlichen Gruß! Wolfgang Rohr---_ email: wolfgang.rohr@t-online.de Tel: 09521 5136 ---------------------------------------------------- r2.astro-foren.com/index.php/de/

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Rohr ()