Frontring am Linsenobjektiv festdrehen

    • Frontring am Linsenobjektiv festdrehen

      Hallo,

      wieder mal was technisches... Wie stark sollte der Frontschraubring zur Linsenfixierung bei einem Objektiv zugedreht sein? Es gibt ja auch eine Klammerhalterung wie bei Zeiss oder LZOS. Aber die brauchen ja auch eine gewisse Vorspannung. Dasselbe sollte doch auch für einen Schraubring wie in Chinafertigung üblich, gelten.
      CS vom Christian
    • Hallo Christian,

      bei meinem "Lidlskop" hab ich auch so eine Schraubfixiering. Sobald der Ring das Glas auch nur berührt merk ich das am verzerrten Bild beim Sterntest. Die Linsen müssen wohl wirklich "leise klappern" können, so wie man es ab und zu an diversen Stellen liest.
      Bin leider unter Zeitdruck, andere können da bestimmt mehr sagen, wie und warum...

      Gruß
      Detlev
      "Wir sind aus Sternenstaub gemacht." - Carl Sagan

      Bresser 10x50
      150/750 Dobson
      70/700 Skylux Refraktor
      Frisch reingekommen: Meade ETX-70
      Im Bastelkeller: 8"f/6 Spiegel, Zollstöcke, Brettchen und wenig Zeit...
    • Hallo Ihr beiden,


      also ich habe zwsichen meinen Frontring und die Linse rundum (am Rand unter dem Frontring) so ein 1.5 mm (oder sind es 2 mm) Kabel gelegt, nachdem (!) ich die Litze entfernt habe:

      google.fr/search?q=Stromkabel+…&biw=1600&bih=706&dpr=1.2.

      Da kann ich den Andruck "smoothly" einstellen.

      Wolfgang sagt, KEINESFALLS fest anknallen (hier Beitrag Nr. 35, letzter Satz vor den Bildern): Justierprobleme ?


      Für praktische (Amateur-) Wissenschaftler, hier noch eine schöne Idee (die - ich persönlich - aber leider zu realisieren nicht fähig bin):
      stern-freund.de/index.php?id=69


      Gruß
      Rudi
      ----
      "Falschheit korrumpiert (auch) die Sachkompetenz" (freies Zitat nach Ulpian: 'fraus omnia corrumpit').

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von AstroRudi ()

    • Hallo Rudi,
      der Bastelvorschlag ist was für Leute mit Drehbank...
      Aber daswichtigste Detail daran ist die federnde Befestigung, neben der allgemeinen Justierbarkeit.
      Wie kriegt man so was ohne Drehbank hin?
      Wenn ich gestreckten Draht zweimal passend zu einem Ring biege (wickeln auf Papprolle), diese Ringe aufeinanderlege und an 3 Stellen verlöte, dann
      hab ich einen nicht-federnden schmalen Ring. Wenn ich die Zwischenräume mit einem kleinen Schraubenzieher etwas weite wird daraus ein federnder Ring, oder?
      Man könnte auch den einen Ring nach dem löten an drei Stellen neben der Lötstelle aufschneiden (Dremel) um so drei längere, weichere Hebel zu bekommen.
      Messingdraht sollte sich gut löten lassen und sich nicht so schnell verbiegen wie Kupferdraht.

      Ausprobieren kann ich gerade nix, mein Werkzeug heute abend ist die Zahnkelle für den Fliesenkleber...

      Gruß
      Detlev
      "Wir sind aus Sternenstaub gemacht." - Carl Sagan

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    • Bei den Zeiss oder LZOS Optiken wird das 3-linsige Linsenpacket an drei 120-Grad entfernten
      Punkten klammerartig zusammen-gehalten. Das ist die beste Möglichkeit. Senkt man das Paket
      In die Fassung ein, dann liegen auf diesen drei Punkten die 3. , 2. und 1. Linse auf, dazwischen
      die Abstandsplättchen an gleicher Stelle und abschließend der geschlitzte Druckring, dessen
      Druckpunkte ebenfalls an gleicher Stelle liegen müssen. Erst jetzt kommt der vorderste Schraub
      Ring. Der wird gefühlvoll an den Druckring angeschraubt - mehr nicht.

      Es gibt eine Reihe weiterer abenteuerlicher Methoden, Glas in eine Fassung zu quälen. Am Stern
      Wird man das aber sofort sehen. Glas ist eine Flüssigkeit und empfindlich wie Gummi.
      Herzlichen Gruß! Wolfgang Rohr---_ email: wolfgang.rohr@t-online.de Tel: 09521 5136 ---------------------------------------------------- r2.astro-foren.com/index.php/de/
    • DankeDanke!

      Ich hatte nämlich hier 3 Refraktoren, deren Linsen mit einem Schraubring befestigt sind. Bei Allen dreien musste man ziemlich Gewalt anwenden, um den Front(Linsen)-Haltering zu öffnen.
      Bei einem war sogar auf dem Kunststoffzwischenring der Abdruck der Linsenkante deutlich zu sehen. Weil ja Glas wie Gummie reagiert (kann man sich darauf einigen? :) ) Schien mir der Anpressdruck doch viel zu hoch.
      Aber wie hoch muss er dann sein? Wie ich das jetz verstehe, darf der Ring oder die Klammer die Linsen nur halten. Keinesfalls irgendwelchen Druck ausüben.
      Interessant wäre es, wenn man ein bekanntes China-ED-Doublet auf Abstandsplättchen anstatt Kunststoffring umbaut und in eine Zeiss-konforme Fassung baut.
      CS vom Christian
    • Hallo Christian,

      das funktioniert nur, wenn das Objektiv, also die beiden Linsen zusammen, perfekt und ohne Fehler sind.
      Bei Optiken aus diesem Teil der Erde hätte ich leise Zweifel. Wenn diese aber doch perfekt sind, dann
      lohnt eine Dreipunkt/Klammer-Lösung. Irgendwo habe ich dazu auch ein passendes Bild. Muß mal suchen.

      r2.astro-foren.com/index.php/d…zeichnet-guenstiger-preis
      Herzlichen Gruß! Wolfgang Rohr---_ email: wolfgang.rohr@t-online.de Tel: 09521 5136 ---------------------------------------------------- r2.astro-foren.com/index.php/de/

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    • Hallo Christian,

      bei mir war der schwarze Kunstoffring zwsichen den zwei Linsen viel zu dick ! Das Objektiv war total unterkorrigiert, weil der Abstand zu groß war. Siehe dazu hier (Beitrag Nr. 10): Justierprobleme ? und hier: "Lidl"-Refraktor Skylux 70/700

      Achtung (sehr wichtig !): vor dem Öffnen, die Position der Linsen zueinander am Rand markieren (z.B. Tipp Ex) !

      Ich habe dann aus Alufolie (es gibt verschieden dicke !) Abstandsplättchen eingebaut und jetzt - nach multiplen Versuchen - sind die Farbfehler bei meinem f/9 praktisch vernachässigbar. Wie du auch in oben zitierten "Justierprobleme-Thread" (Beitrag Nr. 8 lesen kannst, habe ich die Zentrierung der Linsen mit den Newton-Ringen gemacht.

      Meine beiden Linsen sitzen - ohne Abstandplättchen - saugend aufeinander. (Achtung: Sehr sauber arbeiten. Linsen ohne Abstandsplättchen niemals zueinander verdrehen ! Kleinste Stäubchen zwischen den Linsen führen zu kreisausschnittsförmigen Kratzern im Glas). Das "Saugen" ist an sich ein sehr gutes Zeichen, weil die Form der konkaven Seite der hinteren Linse und die "richtige" (nicht umgekehrt einbauen !) Seite der bi-konvexen Linse sehr gut aufeinanderpassen.

      Aber bei mir hat die bikonvexe Linse leider Astigmatismus. Ich merke das daran, daß, wenn ich mit dem Finger am Rand der aufeinanderliegenden Linsen des Objektivs entlangfahre, ich feststellen kann, daß die obere, bikonvexe Linse ganz leicht oval ist. ... Da kann man nichts machen, außer durch Linsendrehen (mit Abstandsplättchen !) die beste Position zu finden. Aber so schlimm wäre Asti dann auch wieder nicht: Astigmatismus am Planeten überhaupt zu sehen ?


      [Astigmatismus (ovales Sternscheibchen intra-/extrafokal, aber um 90° gedreht; die - leichte ! - Ovalität sieht man um so deutlicher je näher man von intra- / extrafokal an den Fokus kommt, im Extremfall Kreuz anstatt Punkt im Fokus) muß aber nicht unbedingt "im Glas selber sitzen" (ist heute eher selten), sondern kann natürlich auch von einer Verspannung der Linsen in der Fassung kommen].

      Gruß
      Rudi
      ----
      "Falschheit korrumpiert (auch) die Sachkompetenz" (freies Zitat nach Ulpian: 'fraus omnia corrumpit').

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von AstroRudi () aus folgendem Grund: Satz über Verspannung angefügt

    • Danke Rudi, Wolfgang und Detlev!

      An der Korrektur will ich eigentlich nix ändern. So wies aussieht, bringt ein Neuaufbau nix. Ich hab nur etwas Koma drin. Siehe hier: Beitrag 37 Winroddier zum Optiktest brauchbar?
      Dann muss ich versuchen, irgendwie den Frontring mechanisch zu befestigen evtl mit Klemmschrauben. Und einfach mit ner Fühlerlehre prüfen, ob der Zwischenring die Linsen nur berührt.
      CS vom Christian