ETX-70, Nicht nur "Go to", sondern auch "To go"

    • Hallo Uwe,
      na ich hebe mir das Lob für die Zeit nach den ersten Beobachtungen auf. Jedes Teleskop ist ein Einzelstück. Daß es viele zufriedene Nutzer gibt garantiert in der Einsteiger-Klasse wenig bis gar nichts außer einer großen Community voller Rat,Tat und Ersatzteilen. Das lesen vieler schöner Berichte brachte mich zum Kauf eines 70/700 "Lidlskops". Ich kann mich leider nicht in den Chor der bedenkenlosen Befürworter ("Immer noch DAS Einsteigerteleskop") einreihen weil mein Exemplar einen Wackel-OAZ, ziemlich verspannte Linsen und ein Linsenpaar das nicht gut zusammenpasst hat bzw hatte. Irgendwo bei 50x war Schluss mit vergrößern. Vielleicht stört das absolute Einsteiger mangels Vergleich auch nicht so sehr. Zugegeben, für 35 Euro ging nicht viel kaputt und mittlerweile sehe ich es so: Ich hab eine funktionierende Astro-3 Montierung gekauft und das Teleskop gab es als kostenlose Zugabe obendrauf. Aber mit meinem 76/700 "Tchiboskop"-Newton hatte ich im Vergleich dazu mehr Spass und mehr Vergrößerung.

      Egal, alles was hier spekuliert wird ist "im Kaffeesatz lesen". Wa sich brauche ist ein klarer Nachthimmel.

      Gruß,
      Detlev
      "Wir sind aus Sternenstaub gemacht." - Carl Sagan

      Bresser 10x50
      150/750 Dobson
      70/700 Skylux Refraktor
      Frisch reingekommen: Meade ETX-70
      Im Bastelkeller: 8"f/6 Spiegel, Zollstöcke, Brettchen und wenig Zeit...
    • So, gestern war der Himmel zumindest mal offen.
      Natürlich streikte die Kamera, und mein Magen drängte mich zu einem schnellen Abbruch. Wieder kein Test in aler Ruhe...
      Nur soviel:
      1. Im Gegensatz zu meinem 70/700 sehe ich sowohl Intra- als auch Extrafokal klar erkennbare Beugungsringe. Die sind allerdings recht bunt. Intrafokal innen rot, am Rand leuchtend hell grün. Schön symmetrisch.
      Am anderen Ende eigentlich nur grün, etwas dunkler. So sah es zumindest aus nachdem ich die Linsenklemmung etwas gelockert hatte.
      2. Der Antrieb braucht mal eine Wartung. Das Teleskop wird nicht immer hoch genug gehoben. Runter geht immer, aber rauf passiert oft nur wenig. Beim ersten Test hab ich es mit einem 12V Netzteil betrieben,
      jetzt nur noch mit 8 x 1,2 = 9,6V. Im Original soll es mit 6x 1,5V = 9V betrieben werden, ein 12V Netzteil ist aber auch möglich.
      3. Der Fokusknopf ist recht schwergängig und die Kraft die man dafür braucht verstellt die Ausrichtung des Teleskops. Ich bin der Meinung das ging beim ersten mal leichter. Hat sich da beim Zusammenbau irgendwas verkeilt?

      Ich hab schon irgendwo das "Reparaturhandbuch" eines erfahrenen ETX-70 Besitzers gesehn, hab es mir aber nicht runtergeladen. Nochmal auf der Weasner-Seite suchen...

      Gruß,
      Detlev
      "Wir sind aus Sternenstaub gemacht." - Carl Sagan

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    • na das klingt ja jetzt mal nicht so doll.Ich denke mit etwas bastelei kriegst du das aber bestimmt hin.
      Wenn du eine Kamera anschliesst wird das Teleskop bestimmt auch gerne nach oben fahren,ist vielleicht nur nicht richtig ausbalanciert.
      Trotzdem würd ich da erstmal ein wenig feintuning betreiben das der Auszug wieder gut läuft und vor allem die Montierung.
      Und dann lasses goto krachen.
      Grüße von Uwe aus Sinsheim

      Neu im Bestand: 10" Flextube Dobson von Skywatcher
    • Hallo Uwe,
      ja, das krieg ich alles irgendwie hin. Ist nicht mein erstes Teleskop und auch nicht das erste das ein paar Macken hat.
      Ich werde mal versuchen die "eckige" Lüsterklemme etwas rund zu biegen, vielleicht passt es dann mit der Verlängerung.
      Dazu muß der obere Tubusteil wahrscheinlich eh wieder ab und dann kann ich die Ursache der (Schwer)gängigkeit gleich mal suchen.
      Das Teleskop hat schon einige Jahre auf dem Buckel, die begelegte Version von "Carts du Ciel" ist von 2004 (Version 2.4.irgendwas). Wahrscheinlich ist das Fett verharzt und muß getauscht werden.
      Der nicht sichbare Bereich unterhalb der oberen Tubushälfte war mit einer deutlich sichtbaren Staubschicht belegt, das Teleskop stand also lange offen rum (zum Glück mit Schraubdeckel). Beim Zubehör waren teilweise noch die Originaltüten vorhanden. Oft im Einsatz war es offenbar nicht. Aber für mindestens einmal ausgelaufene Batterien hat es gereicht. Egal, ich wollte gleich 8 Akkus statt 6 Batterien nehmen, da flog das angefressene Ding raus.
      Das (private) Reparaturhandbuch hab ich hier auf Manualslib gefunden.

      Wenn nur das Bad schon fertig wäre...

      Grüße aus Karlsruhe
      Detlev
      "Wir sind aus Sternenstaub gemacht." - Carl Sagan

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    • Hallo Detlev,

      Dein Problem mit dem Knopf dreht bei mir auch schon seit einiger Zeit im Kopf herum. Sorry falls ich danebenliege, aber kannst Du nicht einfach das obere Teil eines Gummischlauches erhitzen (mit dem Feuerzeug), den Schlauch über den Knopf schieben und wenn der Gummi wieder erkaltet, müßte das doch halten (à la "Schrumpfschlauch", aber mit dickerem Gummi) * ?

      * Edit: oder zusätzlich noch eine Schlauchklemme anbringen

      Betreffend die Farben am Objektiv, würde ich mir erstmal keine Sorgen machen, das scheint mir im Prinzip ok. (Allenfalls das reine dunkelgrün intrafokal könnte man mal diskutieren, ... aber später).

      Was die motorische Bewegung nach oben angeht, so hoffe ich - inständig - mit Dir, daß die Zähne der Zahnräder noch 100% ok sind. Du hast ja sicher den Link in einem der Beiträge von Günter weiter oben gesehen, wie man das ETX 70 auseinanderbaut.

      Viel Spaß und liebe Grüße
      Rudi
      ----
      "Falschheit korrumpiert (auch) die Sachkompetenz" (freies Zitat nach Ulpian: 'fraus omnia corrumpit').
    • Hallo Rudi,
      das mit dem Schlauch hab ich mir auch schon überlegt. Druckluftschlauch müsste stabil genug sein, oder Kraftstoffschlauch vom Zweirad?
      Heute habe ich mir die Lüsterklemme nochmal vorgenommen und mit einem Dorn geweitet. Jetzt passt die Achse drauf.
      Hurraaaahhhhäää? Die Schrauben der Lüsterklemme sind viel zu lang, die schlagen am Kasten in dem der Klappspiegel sitzt an.
      Also morgen im hellen mal abdremeln...

      Zweite Baustelle: die Schwergängigkeit. Es hat eine Weile gebraucht bis ich verstand was passiert ist. Der untere Tubusteil hat eine Auskleidung aus schwarzem Kunststoff. Diese hat einen "Kragen" der bis an die Außenkante des Tubus geht. Diese Auskleidung ist nicht vollständig sondern es fehlt ein Stückchen zum Vollkreis. Der obere Teil des Tubus kommt zwar außen über den unteren Tubus drüber, aber innen gibt es einen 3-beinigen Abstandhalter der dafür sorgt daß der obere Tubusteil halbwegs zentriert ist. Der "Kragen" von eben flutscht etwas nach innen und klemmt sich zwischen Tubuswand und diesen Abstandhalter.
      Das fiese: zerlegt man das Teleskop ist oft alles wieder an seinem Platz! Es brauchte einige "Durchgänge" bis ich den Fehler sah.
      Zwei briefmarkengroße Stücke doppelseitiges Klebeband sorgen jetzt fürs erste dafür daß die schwarze Auskleidung da bleibt wo sie hingehört.
      Ergebnis: Das Fokussierrädchen läuft wieder ganz leicht!

      Über die Farben mach dir mal keine Sorgen, das war mein subjektiver Eindruck während der Magen grummelte. Eine Kamera kann das ganz anders sehen.

      Viele Grüße
      Detlev
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    • Hallo Detlev,

      wollte nur sagen, daß die von Dir beschriebene Farbsituation im Bereich der möglichen Kombinationen liegt; siehe z.B. hier (Bild Nr. 12 des Skywatchers 100/900): rohr.aiax.de/hp_new/restchromasietest.php . Optimieren kann man später immer, wie z.B. hierbeschrieben (mit tollen Beiträgen, u.a. einem Artikel von Max Wolf von 1888 von Wolfgang Grzybowski zur Verfügung gestell, und dem Hinweis auf eine freie Software zur Berechnung): astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=171561&whichpage=1

      Mir schien aber (wie Dir sicher auch) zunächst die Mechanik wichtiger.

      Gruß
      Rudi
      ----
      "Falschheit korrumpiert (auch) die Sachkompetenz" (freies Zitat nach Ulpian: 'fraus omnia corrumpit').
    • Hallo Rudi,
      Natürlich ist es heute bewölkt. Zeit zu basteln nachdem ich den ganzen Tag am Bad gearbeitet habe.
      Wenn man sich daran erinnert daß man irgendwo mal so winzige Madenschrauben hatte, dann muß man gar nicht dremeln ;)
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      Viele Grüße
      Detlev
      "Wir sind aus Sternenstaub gemacht." - Carl Sagan

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    • Hallo Rudi ,
      das WAR mal ein "Elektrowürfel". Gekauft hab ich eine "Stange" zu zehn Stück und habe dann bei einer Klemme das drumherum entfernt. Das blanke Metall fällt neben dem Stahlseil kaum auf.
      Die Madenschrauben haben übrigens ursprünglich kleine Halogenstrahler in ihrer Fassung gehalten.

      Gruß und "Mahlzeit",

      Detlev

      OT: So, die Decke im Bad ist vertäfelt! Jetzt wird einmal richtig geputzt und dann kommen Toilette und Waschbecken rein...
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      Im Bastelkeller: 8"f/6 Spiegel, Zollstöcke, Brettchen und wenig Zeit...