Abbildung nach drei Jahren "flau"

    • Lieber Günter in @Günter/Beitrag #17
      - zunächst weiß der Kunde nicht, welche Art Prüfberichte TS von mir bekommen hat: Naßforsch fordert er alle Prüfunterlagen mit
      der Begründung, er habe sich in jüngster Zeit mit Optik-Tests befaßt. (Wahr oder falsch, wer weiß . . .)
      - wer sich dann auf einen möglichst hohen Strehl fokussiert, vergißt die Flächenglätte und die Strehl-reduzierende Wirkung der
      bei Parabolspiegel notwendigen Unterkorrektur. Die Fangspiegel-Qualität mal ganz außen vor. Einziges Kriterium wäre der "flaue" Bildeindruck.
      - auch wissen wir nicht, ob der Kunde Preis- oder Qualitäts-orientiert ist, ob er eine Qualität beansprucht, für die er nicht bezahlt hat.
      Es macht einen großen Qualitäts-Unterschied, ob der 16" Spiegel von GSO oder SkyWatcher ist.

      Angenommen, wir hätten einen Ombudsmann für den Bereich Hobby-Astronomie, und der soll in dem Streit vermitteln:
      - was liegt denn schriftlich an Vereinbarungen vor, wenn der Kunde reklamiert?
      - zu welchem Strehlwert käme ein vereidigter Sachveständiger, wenn dieser in einem Rechtsstreit den Spiegel erneut vermessen würde.
      Was mit Sicherheit mehr kostet als der Spiegel selbst.

      Im Brustton eines beschissenen Kunden - (woher weiß er das selbst, und anschließend wir) - reklamiert er also
      nach dem schönen Motto: "Wer lauter schreit, hat Recht!" Die "Social media" fungieren als Gefühls-Katalysator:
      "Hau' drauf, es geht wieder einmal gegen die bösen Händler, oder Optik-Tester, oder beide." So kommt aber nix raus,

      Wie man es auch dreht und wendet.

      ================================= ein praktisches Beispiel =========================================

      Ein Astronomie-Verein bei dem ich auch Mitglied bin, bestellt ein C14, und läßt das herausgesuchte C14 bei mir
      untersuchen, ob das auch alles stimmt - man weiß ja nie. Bereits der Artificial Sky Test zeigt eindeutig, ob man
      ein hochwertiges C14 bekommen hat, wenn man sich die zehn Beispiele durchsieht. Schön wäre, wenn alle so
      ausfallen würden, wie Beispiel "L", ganz unten links. Stattdessen ergibt sich ein Ergebnis, wie bei Beispiel "C".
      Obwohl man hätte den Rest-Astigmatismus optisch beseitigen können, beschloß der Verein mit Mehrheit, das
      C14 wieder zurückzugeben - nachdem der Importeur sich außerstande gesehen hatte, für eine opt. Kompensation
      durch den Verein dafür am Endpreis etwas nachzulassen. rohr.aiax.de/C14-F_Stein25.jpg
      Siehe diesen Bericht: r2.astro-foren.com/index.php/d…6-3916-f-11-flat-field-sc
      Es könnten einige Monate ins Land gegangen sein. Nun erreicht mich erneut die Nachricht, es wäre wieder ein
      ausgesuchtes Scope auf dem Weg. Na, da bin ich aber mal gespannt.

      Herzlichen Gruß! Wolfgang Rohr---_ email: wolfgang.rohr@t-online.de Tel: 09521 5136 ---------------------------------------------------- r2.astro-foren.com/index.php/de/

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    • Hallo Wolfgang,

      klar Naßforsch, hat er nur beim Händler zu reklamieren, bei dem Er den Spiegel mit Auswertung bestellt hat, der aber zieht sich die Socke nicht an, macht sich einen schlanken Fuß, sagt ich weiß von nix, dieser > Prüfer, hat die Auswertungen gemacht!
      Lässt den Kunden sonst aber im Regen stehen!
      Der Händler hat doch schon mal durch ein Teleskop geschaut, könnte also berichten, das man das bei schlechter Witterung nicht und wenn überhaupt am Polarstern zuerst prüfen muss und kann! Keinesfalls wäre der tiefstehende Saturn dazu geeignet!

      Der Händler hätte ja nur den Link zu deiner Seite, mit dem dort geschilderten Prüfwerdegang über die Testverfahren rausgeben können.
      Wenn der Händler dafür das nötige Interesse hätte, müsste Er dafür diese Seite und den Link kennen!

      Der so "Aufgeladene" meldet dann sich, ohne über die von Dir geschilderten Kriterien je nachgedacht zu haben, in reinem Biker -Jargon
      bei Dir, fordert unbedarft den Beweis, so oder so von dem im Okular Gesehenen!


      Mansche lernen durch lesen, tun, oder abschauen von Wissenden, andere brüllen ins Internet und hoffen das man es ihnen passend serviert! Passende Antwort ist ihm aber dann sicher, man hofft das davon gelernt wird, klappt aber meistens nicht beim ersten mal!

      Ansonsten heißt es: Es ist nichts getan, wenn Du es nicht selbst tust! ( Link auf das Zertifikat drucken )

      Gruß Günter
      g2-astronomie.de

      GSO 12" Dobson, C8-Orange, C8-Schmidtkamera, Comet-Catcher, LW125/1300, MTO100/1000 MAK, Skywatcher ED 80 PRO, Skywatcher 8" Dobson, Skywatcher Maksutov SKM 127 / 1500
    • AstroRudi schrieb:

      Ich behaupte mal doch: Denn dann würde NORMALES, traditionnelles Denken wieder richtig (was es eigtnlich immer war), das durch Jahrzehnte-langen Marketing-Betrug pervertiert wurde. Das verlogene Marketing hat das Denken der (einfachen ?) Menschen verändert (wenn man Dir, als Mensch der am Monatsende nicht viel Geld übrig hat, ein halbes Leben lang immer wieder zeigt und quasi "beweist", daß "Geiz geil ist", dann traust Du Dich am Ende vielleicht, daran zu glauben).
      Hallo Rudi,

      traditionelles Handeln ist, die eigenen Schafe ins Trockene zu bringen. Die Aussicht auf Gewinn treibt die Händler mindestens seit der Bronzezeit hinaus in die Welt. Die meisten klassischen Expeditionen wären ohne Aussicht auf Reichtum gar nicht erst losmarschiert. Kolumbus ist auch nicht wegen der schönen Aussicht losgezogen. Und Kunden ohne Verstand gab es auch schon immer. Wie sonst kann man erklären daß der Markt für Jesu Kreuznägel nicht nach dem Auftauchen des 4. Nagels gesättigt war? Oder denk mal an die Tulpenmanie im 17. Jahrhundert.

      Auch die Verflechtungen des internationalen Handels sind nicht neu. Während im ausgehenden Mittelalter einige Händler sich noch Probleme hatten mit der Nachbarstadt Handel zu treiben haben Leute wie die Fugger schon am ganz großen Rad gedreht, den Markt für sich verbogen indem sie ihre Ware zu Dumpingpreisen auf den Markt geworfen haben. Billiger Rohstoffeinkauf machte es zeitweise möglich.

      Verlogenes Marketing gab es auch schon lange. Religionen mit Sendungsbewusstsein waren da schon immer vorne mit dabei. Aber auch den aktuellen Kriegsgegner als triebgesteuertes Ungeheuer darzustellen gehört in diesen Bereich. Geschichtsschreibung von "vorgeprägten" Schreibern fällt mir auch noch dazu ein.

      Was neu dazu gekommen ist: Die immense Reichweite von Handel- und Marketing!

      Jeder spickelt jetzt über seinen Tellerrand und sieht was die Sachen woanders kosten und was man woanders bereit ist dafür zu zahlen. Früher hat man doch gar nicht gewusst was die Ware im Ausland kostet. Der Aufwand das zu erfahren war zu groß, und die Zollformalitäten erst... Man hat in seinem Ort gekauft, bezahlt und war zufrieden. Der Händler hat sein Geld bekommen und war auch zufrieden. In gewisser Weise sorgte diese fehlende Information für das was wir heute "beschaulich" nennen. Die Wege waren kurz, auch der Weg des Geldes.

      Die Absatzmärkte waren kleiner. Die Stückzahlen von Geräten waren daher auch niedriger und dementsprechend die Einpreisung für die Entwicklung viel höher. Das führte zu höheren Einzelpreisen. Aber mangels Alternative und Vergleich hat man diesen Preis bezahlt.

      Dann kam Henry Ford und zeigte wie man mit niedrigen Preisen und großen Stückzahlen bei etwas herabgesetzen Qualitätsansprüchen und vereinfachter Angebotspalette richtig Geld verdienen kann. Aber das ist schon 100 Jahre her und damit auch schon Teil der "guten alten Zeit".

      Was dir vorschwebt lieber Rudi ist nicht eine Rückkehr zu alten Traditionen sondern ein radikaler Bruch mit Traditionen!
      Du sprichst über die alte philosophische Forderung nach Objektivität. Sowas wäre schön aber löst dies alle Probleme?

      Vergiss die psychologische Komponente nicht!

      "Früher war alles besser"? Nein, aber "zufrieden und glücklich zu sein" beruht hauptsächlich auf einem Mangel an Informationen! Die glücklichsten Menschen leben am Ar*** der Welt und wissen nur wenig von ihr.
      Wer aus einem unüberschaubar großen Angebot weltweit auswählen kann und dafür einen Betrag ausgibt der wirklich schmerzt wird NIE mit seiner Entscheidung vollkommen zufrieden sein. Zu stark nagt der Zweifel die falsche Entscheidung getroffen zu haben. Die Qualität der Ware kann exzellent sein, das spielt keine Rolle. Wer aber nur zwischen 2 oder 3 Angeboten wählen kann wird eine Weile prüfen und dann seine Entscheidung treffen. Danach wird sich sein Hirn weitere Gründe ausdenken um diese Entscheidung zu festigen. Sei es der niedrigere Preis der Luft für anderes lässt oder die höhere Preis der Qualität verspricht, das Hirn biegt sich das schon passend hin.

      Jeglicher Zweifel wird vom Hirn des einen ausgeblendet während beim anderen Kunden die "Saat des Zweifels" langsam aufgeht. Beide stehen vor dem gleichen Messprotokoll, bewerten es aber vollkommen unterschiedlich.
      Der Kunde der stolz auf sein Teleskop ist sagt: "Messwerte sind mir egal, mein Auge entscheidet", schnappt sich sein Teleskop und hat Spass bei jeder Beobachtung. Der andere sagt "Das Bild muss fehlerhaft sein, das Messprotokoll lügt doch nicht". Er sucht jede Nacht nach Anzeichen für seinen Verdacht, hat gar keine Augen mehr für die eigentliche Beobachtung.

      Der eine braucht keine Hilfe, dem anderen könnte Wolfgang auch nicht helfen. Dumm ist keiner von beiden, auch Wolfgang nicht.

      Grüße an alle Leser
      Detlev
      "Wir sind aus Sternenstaub gemacht." - Carl Sagan

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      Frisch reingekommen: Meade ETX-70
      Im Bastelkeller: 8"f/6 Spiegel, Zollstöcke, Brettchen und wenig Zeit...

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    • Hallo Günter,

      G2_Astro schrieb:

      vielleicht findet ihr noch was im Gilgamesch-Epos,
      Ja, der olle Gilgamesch.
      Hochwertige Produkte Rohstoffe (Die heiligen Zedern) einfach zu klauen ist natürlich auch ein traditioneller Weg zur Gewinnmaximierung ;)

      Aber was soll uns hier weiterbringen außer Informationen aus erster Hand, vom direkt Betroffenen?
      Da er sich in einem anderen Forum plaziert hat sind wir hier nur Zaungäste die über die Wortfetzen rätseln die der Wind zu uns trägt.

      Gruß
      Detlev
      "Wir sind aus Sternenstaub gemacht." - Carl Sagan

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    • Hallo Günter (Beitrag #22: Zit:
      "klar Naßforsch, hat er nur beim Händler zu reklamieren, bei dem Er den Spiegel mit Auswertung bestellt hat, der aber
      zieht sich die Socke nicht an, macht sich einen schlanken Fuß, sagt ich weiß von nix, dieser > Prüfer, hat die Auswertungen gemacht!"

      Der Händler kann sich genaugenommen nicht heraushalten: Während ich die Ergebnisse der 5 Spiegel für Gottes Lohn zum
      Händler geschickt habe, hat dieser laut dem Kunden, den Einzeltest für 220.- Euro verkauft. Ein Teil davon sind sicherlich
      die Transportkosten. Also habe ich mit dem Endkunden keinen Kontakt. Das habe ich diesem so auch schon klargemacht,
      sodaß dieser an mich keine Ansprüche stellen kann, allenfalls nur der Händler, nur wie will dieser Ansprüche stellen?
      Verlangt war eine interferometrische Auswertung, und die habe ich erfüllt unter HInweis auf mein Zwei-Stufen-verfahren
      wie im Link beschrieben.
      r2.astro-foren.com/index.php/d…ting-mirrors-in-two-steps

      Das C14 Beispiel habe ich deswegen beigefügt in Beitrag #21, weil so ein Verfahren anders ablaufen muß:
      - erst prüfen
      - dann kaufen

      Händler wollen auch sicher gehen, daß eine Reklamation auf nachweisbaren Fakten beruht.
      Herzlichen Gruß! Wolfgang Rohr---_ email: wolfgang.rohr@t-online.de Tel: 09521 5136 ---------------------------------------------------- r2.astro-foren.com/index.php/de/
    • Rohr schrieb:

      sodaß dieser an mich keine Ansprüche stellen kann, allenfalls nur der Händler, nur wie will dieser Ansprüche stellen?
      Verlangt war eine interferometrische Auswertung, und die habe ich erfüllt unter HInweis auf mein Zwei-Stufen-verfahren
      Hallo Wolfgang,
      ja das sehe ich auch so. Es liegt beim Besitzer, zum damaligen Zeitpunkt also dem Händler, zu entscheiden wie er mit den Ergebnissen umgeht.
      Und wenn er deine Protokolle überhaupt nicht verstanden hätte, hätte er bestimmt angerufen um das zu klären. Unwissenheit schützt ja vor Strafe nicht.
      Bei einem Händler von optischen Komponenten der schon jahrelang besteht gehe ich davon aus dass es nicht die ersten Messprotokolle waren die ins Haus kamen.
      Ebenfalls gehe ich davon aus dass es irgendwo im Haus jemanden gab der etwas dazu sagen konnte, oder falls es nicht so ist bei dir angerufen hätte.

      Du bist "Zulieferer" einer Komponente, nämlich des Messprotokolls. Das "Produkt", also das Teleskop wird vom Händler oder einem anderen Zulieferer zusammengebaut und ohne
      dein Wissen oder gar deiner Zustimmung verkauft zu einem Preis den man mit dir bestimmt nicht abgestimmt hat. Dein Kunde ist der Händler und wenn dessen Auftrag an dich
      zu seiner Zufriedenheit erfüllt wurde ist zwischen dem Händler und dir alles in Butter. Zwischen David und dir gibt es keine Geschäftsbeziehung und von daher auch keine
      Leistungsansprüche oder ähnliches dir gegenüber.

      Dass David mit seinem Teleskop nicht zufrieden ist, das ist eine Geschichte zwischen seinem Teleskop-Händler und ihm. Die Kulanz des Händlers entscheidet wie er nach 3 Jahren damit umgeht.
      Das mag David und vielleicht auch anderen nicht gefallen, aber selbst wenn er das Teleskop am Tag nach dem Kauf reklamiert hätte wäre eure Geschäftsbeziehung untereinander unverändert, nämlich nicht existent.

      Gruß
      Detlev
      "Wir sind aus Sternenstaub gemacht." - Carl Sagan

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      Im Bastelkeller: 8"f/6 Spiegel, Zollstöcke, Brettchen und wenig Zeit...
    • Hallo,

      eigentlich wollte ich nichts mehr sagen; ... aber jetzt doch noch !

      Das hier:

      Rohr schrieb:

      ... "Der Händler kann sich genaugenommen nicht heraushalten: Während ich die Ergebnisse der 5 Spiegel für Gottes Lohn zum
      Händler geschickt habe, hat dieser laut dem Kunden, den Einzeltest für 220.- Euro verkauft". ...
      ... sehe ich genauso !

      Ich möchte - ganz abstrakt (ohne jeden Bezug zum konkreten Fall, denn die Fakten stehen nicht fest) nur was klarstellen, was mit meinem Verständnis von Strafrecht zu tun hat !

      Wußte ein Zwischen-Verkäufer nichts von einer - möglicherweise - schlechten Qualität seines Produkts, weil er keine Tests vorgenommen / beauftragt hat und "wie besehen" weiterverkauft hat, kommt er, wenn sich später herausstellt, daß das Produkt (sehr) schlecht ist, jedenfalls aus der strafrechtlichen (ich rede nicht von der zivilrechtlichen = Schadenersatz-) Haftung heraus (außer vielleicht in Spezialfällen, wo man ihm nachweisen kann, daß er hätte wissen müssen).

      Wußte er aber, daß das Produkt nicht einwandfrei ist, und verschweigt er (wie gesagt: keine Ahnung, ob das tatsächlich so war) einen Teil seines Wissen / des Tests gegenüber dem Kunden, der ihn nach dem Test gefragt hatte (und dafür auch noch bezahlt hat), mit dem Ziel das - sonst wahrscheinlich schlecht verkäufliche - Produkt zu verkaufen... ja dann sind wir - meiner Meinung nach - strafrechtlich in einer gaaanz anderen Situation. ... Man kann Betrug auch durch Unterlassen / Verschweigen von Tatsachen begehen !

      Das ist meine ganz persönliche Meinung !
      Rudi
      ----
      "Das Volk hat das Vertrauen der Regierung verscherzt. Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes?"
      (Berthold Brecht)
    • ... Wenn es doch nur so einfach wäre!
      In der Regel verstehen Händler sehr viel von Qualität, Kunden hingegen eher weniger, besonders
      wenn sie mit dem Hobby erst beginnen. Sie lesen zwar viel in den Foren, nur "verdaut" haben sie
      diese Information noch nicht. Es steckt auch viel opt. Spezialwissen dahinter, und das ist nicht
      Jedermanns Sache.

      Es trifft also ein "unbeleckter" Kunde auf einen versierte Verkäufer, und die verstehen ihr Handwerk,
      es ist die Kunst, dem Eskimo den berühmten Kühlschrank verkaufen zu können. Solche Verkäufer,
      nicht alle sind so, versuchen dann manchmal meine Ergebnisse abzubürsten mit dem Argument,
      "das müsse man erst mal auf der opt. Bank in der Firma prüfen!" Ich stellte dann die Gegenfrage,
      ob er wisse, wer ihnen ihre opt. Bank geliefert hätte.

      So gibt es nicht nur ganz unterschiedliche kundenfreundliche Verkäufer, auch die Firmen-Philosophie
      kann sehr verschieden sein: bodenständig und kleiner, die einen, expandierend und effizient die
      Anderen.

      Und wenn einer etwas heller auf der Platte ist, oder geschickter, der bekommt oft dann auch das
      bessere Teleskop, wie sonst auch im Leben!
      Herzlichen Gruß! Wolfgang Rohr---_ email: wolfgang.rohr@t-online.de Tel: 09521 5136 ---------------------------------------------------- r2.astro-foren.com/index.php/de/
    • Hallo Wolfgang,

      jetzt mal rein logisch, nicht juristisch !

      Man kann eine Expertise nicht einfach "wegbürsten". Hat man sie angefragt, dann steht die erst Mal im Raum. D.h., wenn das Ergebnis schlecht ist, besteht jetzt eine Tatsachen-"Vermutung", daß das Produkt wirklich schlecht ist. Man hätte ja die Expertise nicht anzufragen brauchen, dann wäre man weiterhin "unwissend / unschuldig".

      Man kann das Ergebnis nicht einfach "vergessen" oder so tun, als ob sie nicht da wäre und weiterhin ein - möglicherweise - schlechtes Produkt verkaufen. Das Ergebnis steht jetzt im Raum und muß bei den Betrachtungen und Verkaufsgesprächen, wie man so schön sagt, "bis zum Beweis des Gegenteils" berücksichtigt werden. Es besteht jetzt eine Beweislastumkehr, was bedeutet, daß der Verkäufer jetzt eine Gegenexpertise bringen muß, wenn er weiterhin "unschuldig" ein - möglicherweise - makelbehaftetes oder schlechtes Produkt als ein gutes verkaufen will.

      Wie gesagt, man hätte die Expertise ja nicht anfragen müssen, und - ganz besonders- sie dem Kunden nicht - teilweise - als Verkaufsargument vorlegen und sie sich sogar bezahlen lassen müssen. Ist die Expertise aber mal da, kann man sie nicht einfach (auch nicht teilweise) ignorieren.

      Gruß
      Rudi
      ----
      "Das Volk hat das Vertrauen der Regierung verscherzt. Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes?"
      (Berthold Brecht)
    • Hallo Rudi,

      ich argumentiere meist auf Basis des von mir Erlebten:
      Die von mir in Beitrag #29 genannten Bemerkung schildert den Fall, wie ein arroganter Verkäufer mir gegenüber
      den von mir geschilderten Fall "weg-zudrücken" versucht: In meinem Fall hat dieser dann schlechte Karten. Nur
      ein normaler Kunde scheitert an der "Behörde", die manche Mitarbeiter von Astro-Händler glauben, aufbauen zu
      müssen. Und genau das ist der Grund, warum ich grundsätzlich mit eindeutigen Fakten-Bildern argumentiere. Die kann ja
      die Astro-Firma dann zu widerlegen versuchen - nur in der Regel reicht dann dort das "Handwerkszeug" nicht aus
      und man wird mir glauben müssen.

      Ein anderer Fall: Ein Hyperbolspiegel paßt in ein System mit Korrektor nicht hinein und die Frage besteht:
      Hat denn der Hersteller die richtige Hyperbel geschliffen, wo er doch einen ZYGO besitzt.
      r2.astro-foren.com/index.php/d…konstante-und-zonenfehler
      Sollwert der Konischen Konstante soll -1.5 sein, ich ermittle über den Ross-Null-Test gerade mal -1.32.... .
      Das gesamte optische System geht zurück zum Hersteller - zur neuerlichen Überarbeitung. Wo die Wahrheit
      tatsächlich liegt, weiß ich in diesem Fall immer noch nicht.
      Herzlichen Gruß! Wolfgang Rohr---_ email: wolfgang.rohr@t-online.de Tel: 09521 5136 ---------------------------------------------------- r2.astro-foren.com/index.php/de/
    • Rohr schrieb:

      (1) " ... und man wird mir glauben müssen. ..."
      ...
      (2) " ... Wo die Wahrheit tatsächlich liegt, weiß ich in diesem Fall immer noch nicht. ..."
      ad (1) Yes Sir !

      ad (2) Ok, aber ich bin überzeugt,
      1. Du hast "nach bestem Wissen und Gewissen" gearbeitet, und
      2. Wir lernen alle immer jeden Tag noch dazu !
      Wenn (Unter- (!)) Punkt 1 richtig ist, wer (welcher Richter) soll Dir dann jemals irgendetwas (besonders Punkt 2) vorwerfen ?

      [Edit: es gab mal, vor 2500 Jahren, eine Diskussion über "Wahrheit gegen Gerechtigkeit", zwischen Plato und Aristoteles. Sie wurde von Aristoteles angezettelt, der ein Schüler von Plato war (der seinereits ein Schüler von Sokrates war). ... Ich weiß jetzt, ehrlich gesagt, gerade nicht, ob Plato überhaupt noch lebte, als Aristoteles den Streit vom Zaun brach, oder ob der Streit posthum entbrannte. (Der spätere) Aristoteles beahuptete jedenfalls, entgegen Plato, daß die Wahrheit wertvoller / wichtiger sei, als die Gerechtigkeit, weil es nur eine einzige Wahrheit gäbe. ... .... Das ist sowas von falsch ! Es gibt IMMER mehrere (mndestens 2) Wahrheiten (auch in den Naturwissenschaften !); dagegegen gibt es nur EINE Gerechtigkeit, ... ... weil die sich jeden Tag ändern kann. Was heute gerecht ist, kann morgen ungerecht und was gestern ungerecht war, kann heute gerecht sein !]

      Liebe Grüße
      Rudi
      ----
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      (Berthold Brecht)

      Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von AstroRudi () aus folgendem Grund: Verbesserungen

    • Von meiner Seite ist das Beispiel mit dem Hyperbolischen Hauptspiegel 395 R 2391 KoKo -1.32.. sehr interessant:
      Der Hersteller gibt zwar die exakten Daten seine Kompensations-Testaufbaues nicht raus, aber mit ZEMAX kann
      man nachvollziehen, ob das überhaupt funktioniert und mit welcher Genauigkeit.
      In der Literatur werden nur kleinere konvex Hyperbolspiegel mit einer größeren Sphere gerpüft, aber keine
      konkave Hyperbolspiegel. Das hat aber auch den Grund, weil die Bestimmung der konischen Konstanten über
      den Spiegelabstand sehr "unscharf" ist, also eher untauglich. Massimo Riccardi ist ein äußerst versierter Optik-
      Rechner, und der hätte mir das bestätigt.
      Es sind also handwerkliche Fehler, die die Herstellung von opt. Systemen erschweren.
      Herzlichen Gruß! Wolfgang Rohr---_ email: wolfgang.rohr@t-online.de Tel: 09521 5136 ---------------------------------------------------- r2.astro-foren.com/index.php/de/
    • Hallo Wolfgang,

      ich hätte da noch eine Frage nicht (unbedingt) zur Krümmungskonstante, aber zur Krümmung eines Kugelspiegels.

      Aber ich mache da mal dort einen neuen Thread auf, weil das hier eigentlich nicht mehr hingehört.

      Gruß
      Rudi
      ----
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