Koma auf Achse

    • Koma auf Achse

      Hallo,

      ich kann mein Skywatcher 200/1200 Dob justieren wie ich will habe immer Koma im Zentrum. FS Streben bis auf mm eingestellt, FS erscheint mittig im OAZ, sehe den HS mittig im FS durch OAZ aber trotzdem sehen die Sterne so aus wie auf diesem Bild und zwar auf Achse

      forum.astronomie.de/phpapps/ub…r/37007/filename/Rohr.jpg

      Weiss jemand weiter. Danke vorab für eure Antworten.

      Grüße
      Michael
    • Ahh und das komische ist, dass beim Sterntest mit 4mm HR Planetary (300 fach) auch wenn Seeing nicht optimal ist, ist Polaris zwar verschwommen aber hat nicht diese zwei Kometenschweife. Aber auch keine Beugungsringe. Inter und extrafokal sehen die Ringe auch symmetrisch aus wie man das so seeingbedingt beurteilen kann. Aber mit dem TSWA38 und 15mm Goldkante Kometenschweife an jedem Stern.
    • Hallo Michael,
      ich bin kein Experte aber genau auf der Achse sollte jede Optik ihre stärkste Seite zeigen. Die Kometenschweife die man als Koma bezeichnet entstehen ja dadurch daß das Licht am Rand des Spiegels anders abgelenkt wird. Wenn du wirklich Koma siehst hat es was mit dem Rand zu tun. Schielt dein Okularauszug vielleicht in Richtung Rand oder ist der Fangspiegel vielleicht verdreht?
      Gruß
      Detlev

      Nachtrag: Mit "Rand" meine ich die Fläche außerhalb der Mitte.
      "Wir sind aus Sternenstaub gemacht." - Carl Sagan

      Bresser 10x50
      150/750 Dobson
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      Frisch reingekommen: Meade ETX-70
      Im Bastelkeller: 8"f/6 Spiegel, Zollstöcke, Brettchen und wenig Zeit...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kaffee ()

    • Hallo Michael,

      Also, ohne jetzt den Beitrag von Wolfgang, der ja wohl der Autor Deines Bildes ist, suchen zu wollen (Du stellst offenbar eine Analogie zwischen dem Bild von Wolfgang und Deinen Beobachtungen her, ... ... ... oder hast Du denTest in Auftrag gegeben ?),

      beteilige ich mich sehr gerne auch an dem Rätsel.

      Also, ich sehe da zwar auch Astigmatismus (abwechselnd waagrechte / senkrechte Verzerrung des Sternbildchens zu einer ""Linie"" (in doppelten Gänsefüßchen) jeweils auf einer Seite des Fokus (= intra- / extrafokal).

      Aber das ganze wird von einem viel stärkeren "Links Rechts-Effekt" überlagert, (der also waagrecht wirkt), auch da (und das ist schon erstaunlich), wo das Sternbildchen senkrecht in die Länge gezogen wird.

      Also ich tippe - neben dem Asti - auf eine waagrechte Verkippung. ... Aber wo die genau ist (im HS, FS, OAZ, in Deinem Auge (Tip von Stathis, ... hoffentlich nicht) oder im Glas selber, keine Ahnung !

      Lieben Gruß

      Edit: das Bild ist übrigens (steht drauf) in 2 cm Abstand von der Achse entstanden, und NICHT auf der Achse
      Rudi
      ----
      "Das Volk hat das Vertrauen der Regierung verscherzt. Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes?"
      (Berthold Brecht)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von AstroRudi ()

    • Das bild habe ich nur als beispiel genommen, aber ich habe halt bei sternen die 2 Kometenschweife und das auf achse, und wenn ich intrafokusiere eben die gleiche figur wie auf dem bild, dann gehe ich davon aus dass es koma ist.

      was heisst denn waagerechte verkippung? ich bin seit einem monat astronom

      Ist denn das möglich das durch minimale oaz dejustage denn so grawierende optikfehler entstehen?
      Ich meine die okulare haben ja auch ein gewisses spiel im OAZ

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Fantom ()

    • Hallo,

      ein Newton-System hat keine Koma auf der opt. Achse.
      01. Der HS könnte Astigmatismus haben, u.a. wenn der HS nicht richtig gelagert ist.
      02. Der HS ist über- oder unterkorrigiert.
      03. Der FS kann ebenfalls Koma erzeugen, wenn er "schlecht" ist, oder falsch gelagert.
      04. Das System ist (besonders bei f4) ungenau zentriert, dann hätte man Koma.

      Skywatcher Dobsons sollten opt. einwandfrei sein, nachdem es ein f6 ist.
      Herzlichen Gruß! Wolfgang Rohr---_ email: wolfgang.rohr@t-online.de Tel: 09521 5136 ---------------------------------------------------- r2.astro-foren.com/index.php/de/
    • Hallo Herrn Rohr,

      danke für Ihre Antwort. Ich habe aber sicher 2 Kometenschweife am Stern in eine Richtung, das kann doch nicht Asti sein. Ja der FS ist auf ein weiteres Glasstück Draufgeklebt, das wiederrum tief im Halter sitzt. Also wenn ich Pi mal Daumen das System genau zentriere dann sollten auf Achse keine Optikfehler sein, ausser HS oder FS schlecht. Das hört sich nicht gut an.
      Mein OAZ ragt ziemlich viel in den Tubus rein ca 3 cm, der kann sowas nicht verursachen?

      Grüße
      Michael
    • Fantom schrieb:

      was heisst denn waagerechte verkippung?
      Ja sorry,

      ich meine links / rechts (und nicht oben / unten), so wie Du in den OAZ reinschaust, weil die Verschiebung in dieser Richtung sowohl extra-, als auch intrafokal zu sehen ist.

      Gruß
      Rudi
      ----
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    • Das mußt Du aber bei der Eröffnung des Threads mitteilen, daß das Bild, welches Du verwendest um 90° gedreht ist !

      Also probier noch mal neu zu justieren.

      Gruß
      Rudi
      ----
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    • Man geht in der Regel systematisch vor:
      - wie ist der HS gelagert? Ist er verspannt?
      - sehr unüblich ist, wenn der FS auf einen weiteren Glaskörper aufgeklebt ist:
      Ganzflächig, oder an drei Punkten. Der FS muß optisch überprüft werden.

      Und erst wenn beide Spiegel OK sind, Dann word sorgfältig zentriert.
      Wenn Du von Haßfurt nicht soweit entfernt wohnst, komm vorbei, und wir
      untersuchen das - umasüßt, wie es bei uns heißt. Benzin-Geld kann ich aber
      nicht bezahlen.
      Herzlichen Gruß! Wolfgang Rohr---_ email: wolfgang.rohr@t-online.de Tel: 09521 5136 ---------------------------------------------------- r2.astro-foren.com/index.php/de/
    • Hallo Michael,

      bei meinem 6" Newton-Teleskop war der Fangspiegel und der Hauptspiegel verspannt. Unterscheiden kann man die beiden wenn man den Hauptspiegel dreht. Wandern die Schweife mit liegt das Problem beim Hauptspiegel.
      Meine Assoziation zu der Form der verzerrten Sterne war: Eiffelturm!

      Bleiben die Fehler bestehen egal ob du horizontnah oder zenitnah beobachtest? Vielleicht kippt der Hauptspiegel hin und her?

      Gruß
      Detlev
      "Wir sind aus Sternenstaub gemacht." - Carl Sagan

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    • Antwort auf Beitrag #11

      Du mußt genauer beschreiben:
      Was war zu fest angezogen. Den HS kann man nur richtig lagern. Die Halteschrauben sind
      Halteschrauben, sonst nix. Wer diese anknallt mit einem Drehmoment-Schlüssel, wie bei
      einem Autoreifen, weiß offenbar nicht, wie empfindlich Glas sich durch falschen Druck
      verformt.

      Hätte mich bei Skywatcher auch sehr gewundert.
      Herzlichen Gruß! Wolfgang Rohr---_ email: wolfgang.rohr@t-online.de Tel: 09521 5136 ---------------------------------------------------- r2.astro-foren.com/index.php/de/
    • da sind ja die drei gummihalter die verhindern, dass der spiegel aus dem Ring fällt, ich hatte den spiegel gesäubert und die dann fest angedreht, vorher war der HS so locker, dass wenn ich in der horizontalen kollimiert habe er die justage beim beobachten verloren hatte. naja man lernt immer was dazu, hätte nie gedacht, dass das so grosse auswirkung hat, jetzt ist der HS locker und es wird bei 30-40 grad kollimiert



      ja der FS ist leider ganzflächig verklebt, und da ich mein auto schrott gefahren habe und erstmal geld für ein neues brauche kann ich leider nicht vorbeikommen, danke für das Angebot Herr Rohr, ich weiss auch von ihren berichten, dass ein professionell verklebter fangspiegel auf drei kleberpunkte geklebt wird, vielleicht weil er wieder an glas geklebt ist, was den gleichen ausdehungskoeffizienten hat, ist die flächige verklebung nicht so schlimm

      ich habe auch schon irgendwo gelesen, dass auf achse ein newton kein koma zeigen sollte, deshalb war ich so überrascht, aber im netz steht alles, und wirklich auskennen tun sich nur wenige, die meisten haben das ja auch nur irgendwo gelesen, wobei sich die frage stellt, wer das da hingeschrieben hat, naja jetzt war es halt asti wegen verspannung, ich wusste zwar dass zu grosse anspannug asti produziert, aus dem Russentonenbericht, aber die zwei schweife gaben mich glauben lassen es wäre koma

      danke für eure hilfe
    • Zu "locker" darf der Spiegel auch nicht sein. Auch in der waagerechten Stellung sollte man das Teleskop kollimieren können ohne das der Spiegel verrutscht. Natürlich gibt es auch hier Grenzen. Meine Korkunterlagen am Hauptspiegelrand verformen sich ein wenig beim Umschwenken. Aber hier geht es vielleicht um zwei, drei Zehntel. An einem f/6 System sicherlich kein Problem, bei f/4 sicherlich schon kritischer.

      Gruss Bengt
    • Das F6-Newton-System von Michael von SkyWatcher ist ein optisch gutmütiges System.
      In der HS-Spiegelzelle sind 3 Gummi-Puffer, mit denen der HS seitlich gehalten wird.
      Von oben gibt es ein ca. 1mm dickes Metall-Plättchen, das auf keinen Fall auf den
      Spiegel drücken darf. Man legt also ein 0.1 mm dickes Blatt Papier zwischen Glas und
      Plättchen, und schraubt die beiden Haltschrauben leicht, oder lose an, mehr nicht !!!
      Der HS fliegt nämlich nicht nach oben weg. Nur wenn man den Tubus auf den Kopf stellt,
      was die Wenigsten machen, soll verhindert werden, daß der HS aus der Spiegelzelle fällt.

      Glas reagiert auf den leistesten Druck hundsgemein. Es muß also überall Luft von ca.
      0.1 mm sein, sodaß auf den SH kein Druck ausgeübt wird.
      Herzlichen Gruß! Wolfgang Rohr---_ email: wolfgang.rohr@t-online.de Tel: 09521 5136 ---------------------------------------------------- r2.astro-foren.com/index.php/de/
    • Hallo Michael,


      Wurde der Spiegel mit Fassung herausgenommen, ist es unbedingt wichtig, das Er wieder mit zwei Halteklammern nach unten, die 3. bei 12:00 Uhr eingebaut wird ( der liegt aber nur locker mit einer Briefmarkenstärke Luft am Spiegel an, sonst wird es bei anderen Spiegellagen immer zur leichten Verschiebung des Spiegels kommen, da der Spiegel ja nicht frei auf den unteren zwei 120° versetzten Auflagen liegt!
      So montiert dürfte der Spiegel in allen Stellungen am Himmel, genug justierstabil und Druckfrei gelagert sein!


      Sollte der Spiegel wirklich mal so weit aus der Mitte montiert sein, und das nicht mehr sinnvoll mit den Fangspiegelstreben auszugleichen ist, kann man das etwas durch beilegen oder dünner schneiden der Beiden unteren seitlichen Gummiauflagen korrigieren!
      Kommt aber fasst nur vor wenn alles schief im Tubus sitzt, oder bei Eigenbauten in Betracht, wenn die Maße etwas zu stark abweichend zum Plan gelungen sind!

      Hier hat man 6 Halter verwendet ( gleichsam Hosenträger und Gürtel ) sieht so aus als wenn man den Spiegel in der Mittenposition klemmen / zwingen will, also keine Freiheit lässt! Verspannungen sind auch hier möglich!

      Würde der aber so wie auf dem Bild orientiert nun lose / frei eingebaut, läge der Großteil des Spiegelgewichtes auf den 17:30 Uhr Halter, was auch zu Spannungen und Beeinträchtigung der Spiegelform führen kann!


      Vielleicht wollte man aber auch einen eingeschliffenen oder im Material verspannten 3 fach Asti beseitigen, dass birgt aber immer die Gefahr, nötigem nachjustieren bei Temperaturänderung!


      Gruß Günter
      g2-astronomie.de

      GSO 12" Dobson, C8-Orange, C8-Schmidtkamera, Comet-Catcher, LW125/1300, MTO100/1000 MAK, Skywatcher ED 80 PRO, Skywatcher 8" Dobson, Skywatcher Maksutov SKM 127 / 1500
    • Also ich habe so L förmige Gummi-Puffer, die den Spiegel seitlich und von oben halten, habe die jetzt so eingestellt, dass man den Spiegel mit Kraft ca. 1mm bewegen kann. Als ich den Dobson gekriegt habe war wie G2_Astro sagt der 12 Uhr (bei mir eher 13 Uhr) sehr locker, da hat er sich bewegt. Ich kann aber den Spiegel in der von G2_Astro vorgeschlagenen Position nicht montieren, weil der Tubus für die Fassung 6 Löcher für Schrauben hat also alle 60°, ich kann den also jetzt nur um 60° drehen, dann komme ich nicht auf 12 Uhr. Aber ich könnte mir für die Seiten natürlich zusätzliche Gummi-Puffer besorgen, und die einfach da reinstecken oder auf die Fassung kleben.

      Ich bin hoch zufrieden wie es jetzt istweil endlich Asti weg ist, meine Sterne sehen jetzt toll aus. Ist schon Etwas was man bei Newton alles wissen muß. Ein Einsteiger beschäftigt sich ja nicht zwingend damit. Als ich 1998 oder so einen Bresser 114/900 hatte, da habe ich zufällig mit nem Plössel und einer Barlow einen Stern vergrößert,da kann ich mich noch heute dran erinnern wie schief die Beugungsringe waren. Ich habe das damals als ein optischen Fehler der Barlow Okular Kombination eingestuft, weil sonst ja nicht gesehen. Naja vielleicht hätte ich die Betriebsanleitung lesen sollen, aber wer tut denn sowas wenn man sein erstes Teleskop kriegt, da war ich so aufs gucken scharf, und in den meisten Betriebsanweiungen steht ja sowas wie stecken Sie den Stecker in die Steckdose, betätigen Sie den Netzschlter und sowas. Ich habe noch nie eine ganz gelesen.