Fangspiegel Empfehlung für einfaches Teleskop

  • Hallo Sternfreunde


    nach längerer Abstinenz und weil die Nächte wieder länger werden möchte ich mein Einsteigerteleskop etwas pimpen.
    Grundlage ist ein Heritage 130p.
    Ziel ist ein Totalumbau aller mechanischen Komponenten da ich zum Schluss gekommen bin das das Teleskop herstellerseitig so ausgefuchst aufgebaut ist das alle Komponenten am Limit sind.
    Es sol also nur die Optik übernommen werden.
    Ich habe das Teleskop seinerzeit als defekt gekauft, der Fangspielgel hatte eine große Absplitterung da irgend etwas sehr massives in das Teleskop geschlagen ist.
    Ich habe die Absplitterung (etwa 5mm) dann geschwärzt und den Fangspiegel einfach weiterverwendet.
    Dabei bin ich davon ausgegangen das der Spiegel sich ja nicht verbiegen lässt und daher die Qualität nicht wesentlich beeinträchtigt ist.


    Da die optische Qualität des Teleskops mich leider nicht überzeugt möchte ich den Spiegel tauschen um eine Fehlerquelle auszuschließen.
    Die Qualität sollte dem Teleskop entsprechen (Neupreis ca. 200€) oder etwas darüber liegen.
    Ich hätte die Wahl zwischen einem original Ersatzteil für 33€+5€ oder eines einzlenen Fangspiegels.
    Habt Ihr einen Tipp welchen Spiegel von welcher Firma ich nehmen soll?
    Fangspielgeldurchmesser ist 39,5mm


    Mir ist klar das dies wirtschaftlich wohl nicht sinnvoll ist, aber ich möchte das kleine Teleskop also Probeprojekt perfekt herrichten und danach ein großes mit teuren Spiegeln bauen.


    Ich freue mich auf Eure Tipps :-)


    Gruß
    Mark

    Teleskoppark :) :
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    Heritage ____130/650mm Newton
    Eigenbau____76/700mm Newton 2" OAZ, In Arbeit
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  • Hallo Mark,


    wenn ein Glaskörper als Haupt- oder Fangspiegel einen Muschelbruch hat, dann ist damit zu rechnen,
    daß der Glaskörper Spannungen aufbaut und damit die Oberfläche verändert. Das Schwärzen ist nur
    dann sinnvoll, wenn man sicher weiß, daß sich die Flächenqualität nicht verändert hat.


    Für einen ellipt. Fangspiegel gilt, daß für dessen opt. Qualität nur die tatsächlich benutzte Fläche gilt.
    Die kann deshalb variieren, weil man ein Newton-System entweder visuell verwendet, da ist dann der
    Fangspiegeldurchmesser sehr nahe am Minimal-Durchmesser, oder man will ein fotografisches System,
    dann ist der FS-Durchmesser wegen der Vignettierung etwas größer im Durchmesser.
    Unter der Voraussetzung, daß die opt. Komponenten perfekt sind, kann die Lagerung der Teile trotzdem
    ein schlechtes Ergebnis erzeugen. Auch die Zentrierung sollte genau stimmen, sonst hätte man heftige
    Koma im System und damit ein schlechteres Ergebnis.


    Ich gehe mal davon aus, daß Dein Heritage 130/650, also ein f/5 System, optisch nicht zu beanstanden ist.
    Muß aber nicht sein. Solange deshalb die opt. Qualität von keinem der Spiegel dokumentiert wird, kann
    man dir keine Empfehlung geben, wo Du den passenden Spiegel bekommst: Du kaufst jedenfalls erst einmal
    die Katze im Sack. Nur harte Fakten können die Qualität beweisen, nicht was irgendwo steht, oder was ein
    Verkäufer erzählt !!!!!!!!!!!!!


    Beispiele:



  • Hallo Mark,


    da hast du dir aber ein schönes Projekt an Land gezogen ;-)
    Soweit ich mich erinnere war der Okularauszug nicht so dolle. Wenn du jetzt einen anderen verbaust ändert sich wahrscheinlich die Distanz Fokus <-> Fangspiegel, und damit auch der optimale Fangspiegeldurchmesser. Mit MyNewton kann man das durchspielen.
    Eine 5mm Muschel sollte das Bild jetzt nicht so extrem einbrechen lassen daß der Spass auf der Strecke bleibt. Bei meinem 150/750 Newton war die vollflächige Verklebung des Fangspiegels und die gequetschte Lagerung des Hauptspiegels die Ursache vieler Darstellungsfehler. Bei so einem offenen Schiebe-System wie dem Heritage sind die Luftschlieren der eigenen Körperwärme auch ein Problem. Schon mal eine "Socke" dafür gebaut?
    Der Fangspiegel meines Tchiboskops hat 25mm Durchmesser. Andere "Torpedos" werden ähnliche Bauteildimensionen haben. Das ist ein bischen wenig als Ersatz. Vielleicht mal temporär den vom 114/900 einsetzen, der dürfte so 30mm haben, vielleicht etwas mehr.
    So könntest du ohne Geld auszugeben probieren ob der Fangspiegel wirklich so daneben ist.


    so, die Baustelle ruft wieder, bis bald


    Detlev

    "Wir sind aus Sternenstaub gemacht." - Carl Sagan


    Bresser 10x50
    150/750 Dobson
    70/700 Skylux Refraktor
    Frisch reingekommen: Meade ETX-70
    Im Bastelkeller: 8"f/6 Spiegel, Zollstöcke, Brettchen und wenig Zeit...

  • Hallo Mark,


    soweit ich das beurteilen kann, werden generell die Antares-Fangspiegel als sehr gut eingeschätzt.
    Die Firma ist zwar aus Kananda, aber die Spiegel gibt's auch in DE (Intercon, Wolfi, ..., etc.).


    Schön von Dir zu hören !

    Edit: :saint: , [kopfkratz:] : http://forum.astronomie.de/php…squelle_Antares-Fangspieg

    Rudi
    ----
    "Das Volk hat das Vertrauen der Regierung verscherzt. Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes?"
    (Berthold Brecht)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von AstroRudi ()

  • Hallo Mark


    Nimm doch einen "standard" 39mm Fangspiegel von ICS. Da kannst du nichts falsch machen. Hatte alle meine FS (außer einen 102mm Premium FS) bei Wolfgang zum Prüfen, ohne Fehl und Tadel. Wobei auch diese Fangspiegel in premium Qualität waren. Aber selbst bei der standard Qualität kannst du nichts falsch machen.


    Gruss Bengt

  • Halllo zusammen!


    Vielen Dank für die schnellen und nützlichen Antworten.


    Die ICS Spiegenl sind mir mit 150€ Premium bzw. 92€ Standard für das Teleskop eigentlich zu teuer. Ich denke aufgrund der unbekannten Qualität des Hauptspiegel ist das viel Geld.
    Aber mal sehen. :-)
    Die haben noch eine einfache Spiegelserie für 36€ bei 41mm kleiner Durchmesser, was haltet ihr davon (Katze im Sack, ich weiß).


    @Wolfgang: Ich habe eine recht starke Koma die nie ganz verschwindet und die sich auch bei sorgfältiger Justage nicht in der Bildmitte minimiert.
    Sieht fast so aus wie der Asti im Bild vom 100mm Spiegel. Kann natürlich auch täuschen.
    Denke mal das der Fangspiegel tatsächlich hin ist.


    @ Detlev: Der Okularauszug ist wirklich nicht so dolle. Besonders wenn man justieren will da er stark wackelt.
    Hausmittel bringen aber wenig (Teflonfolie) und wie ich es auch drehe und wende, wenn ich was an dem Teleskop verbessern will läuft es immer auf einenkompletten Neubau der Mechanik heraus.
    Das Heritage 130 kann man entweder so nutzen wie es ist (Die Komponenten sind eigentlich sehr gut aufeinander abgestimmt) oder man nimmt die Optik raus und baut eine neue Mechanik drum rum. Mit Teilverbesserungen wird man bei dem Rohr nicht glücklich.


    Werde mal den Fangspiegel vom Halter lösen und mit drei Klebepunkten fest machen. Das geht schnell und vielleicht bringt es ja doch was.


    Schöne Grüße


    Mark

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  • Du kannst sicherlich auch einen günstigen FS nehmen Mark. Das ist einfach eine Sache des Budgets.


    Koma kommt in der Bildmitte nicht vor. HS verspannt oder doch FS hinüber. Eventuell auch ein Lichtreflex am OAZ. Oder, Asti im Auge.


    Gruss Bengt

  • Hallo Mark,


    Der Begt hat bereits das Wesentliche geschrieben. Du hast die Wahl, Dein Geld
    aufzusparen für einen günstigen 8" Newton, dann hättest Du u.a. ein Rückgabe-
    recht bei Nichtgefallen, oder aber Du benutzt Deinen Hermaphrodite 130 bei
    niedriger Vergrößerung und trinkst für das gesparte Geld ein Bier, oder Du schleifst
    selber einen HS und FS, wie man das zu Hans Rohrs Zeiten gemacht hat. Damals
    gab es dafür die Material-Zentralen . . . . .

  • Hallo Mark,


    hatte ich's doch richtig im Kopf...
    Alternativ zum Okularauszug gibt es ja noch das System "Okularschlitten" bei dem das Okular entlang des Tubus verschoben wird...
    So ein "Schiebe-Teleskop" schreit doch nach einer Lösung mit fixer Okularbefestigung (z.B. OAZ ganz rein) und Justage durch wohl dosiertes verschieben des oberen Tubusteils. Vielleicht durch eine (oder zwei?) klemmbare Gewindestange(n) mit Rändelschraube parallel zur Tubusstange? So eine Stange, allerdings mit anderem Einsatzort, hatte bisher jeder Tchibo-Torpedo der mir bisher begegnet ist. Mit ihr wird bei diesem Teleskop die Tubusneigung fixiert und kann dann per Rändelschraube feinjustiert werden.
    Nur so als halbgare Idee...
    Wenn du mal eine Webcam brauchst um die Koma oder was immer es ist digital abzulichten dann sag Bescheid. Dann schnür ich ein Päckchen für dich.
    Wenn du rätselst wie du den geklebten Fangspiegel ablösen sollst: Zahnseide als "Sägedraht", und wenn das nicht klappt dann nimm eine Laubsäge! Danach kannst du die Klebeflächen in aller Ruhe getrennt säubern. Ich habe Zahnstocher als Abstandshalter genommen als ich den Spiegel neu geklebt habe. Mach dir VORHER am Halter und am Spiegel Markierungen damit alles wieder gut zusammen passt. Ganz nebenbei: Bei dem Ersatzspiegel stand "voll justierbar". Ist der Original-Spiegel etwa nicht voll justierbar?


    Viel Erfolg
    Detlev

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  • Hallo nochmal,


    Fangspiegel kann man anscheinend auch relativ einfach selber testen, durch "in Wasser einlegen". Du brauchst nur eine Linse von mindestens der Größe des Fangspiegels, eine Wasserwaage und / oder Höhenverstellknöpfe für die Unterlage des Wassertopfes. Den Wasserfilm über dem Spiegel sollte sehr dünn sein.



    siehe hier:
    und hier zur Theorie: http://adsabs.harvard.edu/full/1972JBAA...83...10P


    Ich hatte noch mal einen besseren Link, als den von youtube, der das sehr schön erklärte, und da wurde auch das Licht diskutiert (Neon = besser ?; ich weiß es nicht mehr); ... wenn ich den wiederfinde melde ich mich noch mal !



    Gruß

    Rudi
    ----
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    (Berthold Brecht)

  • Hallo Mark und Detlev,


    ja Schiebe-Fokussierer finde ich auch ganz toll: ultraflach und sehr feinfühlig verstellbar !


    Hier mal 2 Nahaufnahmen vom Mechanismus an meinem 76/300er Sucher, dem hier:


    von vorne:


    und von der Seite:


    Eigentlich brauche ich die "Lampenfassung" zur Feineinstellung des Okulars gar nicht.
    Trotzdem, ein besserer "Bastler" macht das sicher noch viel besser !


    Auch von mir: viel Spaß Mark !

    Rudi
    ----
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  • E043 Rayleight-Water-Test Pent14-250-FlatNeuM
    http://r2.astro-foren.com/inde…-test-pent14-250-flatneum

    In der Literatur ist er hinreichend bekannt. Das National Bureau of Standards und das britische National Physical Laboratory
    haben auf diese Weise früher ihre Referenzplanflächen getestet. Zu dem Test gibt es ferner einen Artikel des letzteren Labors
    in
    British Science News 2, 130 (1948). In der Testapparatur dieses Labors diente eine 38 cm Plankonvexlinse aus Kriegs-Über-
    beständen
    ("surplus") als Kollimator, an welchen (-> Malacara) an sich keine übermässig grossen Anforderungen gestellt werden.
    Im Artikel von
    Sky&Telescope kommen sogar Fresnellinsen zum Einsatz.


    Derartige Gedulds-Spiele habe ich vor mindestens 15 Jahren gemacht und sind im Link oben beschrieben.
    So mal eben - geht nicht. Aber es gibt einfachere Test-Möglichkeiten.
    Ein einfacher Test wäre, mit einem bekannt guten kleinen Refraktor flach über den Spiegel auf einen
    künstlichen Stern schauen. Wenn die Abbildung gut ist, ist auch der Flat gut.




  • Hallo zusammen,


    tolle Bilder zum Thema Okularschlitten. Wahnsinn was so alles gebaut wird.
    Aber eigentlich war meine Idee, die vorhandene Mechanik zu benutzen. Das Teleskop hat einen Schiebetubus den man platzsparend auf etwa die Hälfte zusammenschieben kann. Im Grunde ist das schon ein Okularschlitten. Was fehlt ist der Feintrieb, daher mein Verweis auf die "Gewindestange" zur feinfühlige(re)n Verstellung. Vielleicht fehlen auch ein paar cm Weg, denn wenn der Original OAZ ganz reingedreht ist müsste der Tubus bzw die "Schiebestangen" länger werden als sie momentan sind. Damit wäre die Fokussierer-Problematik weg von Neubau eines Schraubfokussierers hin zum Einbau vom Bauteilen wie man sie im gut sortierten Baumarkt bekommt. Bei dem kurzen Tubus könnte ich mir auch vorstellen die Befestigungsschrauben der Stangen durch Rändelschrauben mit Feder zu ersetzen und so die Länge des Tubus zu justieren. Ich gehe davon aus daß die Stangen Innengewinde haben und nicht quer mit Schrauben geklemmt werden. Falls keine Gewinde drin sind kann man Gewinde auch kaufen und einkleben. Keine Ahnung wie die Dinger genannt werden aber es sind quasi Schlitzschrauben aus Messing oder Eisen die statt eines Außengewindes ein Innengewinde habe. Der Außendurchmesser ist immer ein glatter mm-Wert der z.B. in die Alu-Rohre passt die es nur einen Gang weiter im Baumarkt gibt. Den Kopf weggedremelt und schon kann man dieses Gewinde mit UHU-Endfest reinkleben. Teilbare Stangen für transportable Teleskope größerer Brennweite sind so auch möglich.
    "Gewickelte" Gewinde aus Vierkantdraht gibt es auch aber da könnte der Kleber in den Innenraum kommen.


    Schöne Grüße in alle Bastelkeller
    Detlev


    PS: Was ist den mit meinem PC los? Ich seh den Beitrag der zeitlich vor mir liegt erst wenn gepostet habe? Das kenn ich wenn ich länger an einen POst feile, aber doch nicht generell?!?! Ist das neue Kabelmodem schon kaputt?

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  • Hallo Detlev


    Ja, habe ich gesehen. Ich habe auch schon damit rumexperimentiert bin aber zu keinen brauchbaren Ergebnis gekommen.
    Hatte die Befestigung aber auch nicht so sauber gelöst.
    Es hängt auch sehr von der Qualität der Sensoren im Handy ab.
    Der Tubus darf auch nicht aus Stahl sein da dieser das Magnetfeld verzerrt.
    Ab besten es ist überhaupt nichts magnetisches in der Nähe.
    Zum ganz groben orientieren ist die Methode aber sehr gut geeignet.
    Dumm ist nur wenn das Handy zwischendurch mal auf hellen Hintergrund schaltet.


    Zu den Stangen mit Innengewinde: man sollte eigentlich in alle Alurohre problemlos Gewinde schneiden können.
    Gewindeschneider in den Größen m3 bis M12 gibts bei Aldi Nord oder im Baumarkt oft für kleines Geld.
    Die Drahtgewinde nenneń sich Helicoil und werden nicht eingeklebt.
    Es wird ein Spezialgewinde vorgeschnitten in das dann die Drahtspirale eingedreht wird.
    Dies ist die einzige Methode hochbelastbare Gewinde in Alu zu bekommen.
    Besonders wenn die Gewinde oft geschraubt werden sollen.
    Das ganze ist keine Bastelei sondern wird in der Industrie seit Jahrzehnten so gemacht.



    Gruß
    Mark

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  • Hallo zusammen


    Ich habe mich jetzt innerlich dazu entschieden den alten Fangspiegel zu ersetzen.
    Dabei hadere ich noch ob ich den günstigen um die 30€ oder den teuren für fast 100€ nehmen soll.
    Da ich das Teleskop gerade umbaue werde ich mit dem Kauf noch warten bis ich die genauen Maße des habe und dann in Mynewton die richtige Größe auswählen.
    Dank an Detlev für den Hinweis!
    Der Fangspiegelhalter und die Spinne sind fast fertig, ich werde noch separat davon berichten. :-)


    Noch ein Nachtrag zum Okularschlitten: Obwohl es eine interessante Lösung mit einigen Vorteilen ist werde ich nicht warm damit.
    Mir ist da zu viel bewegliche Masse an den Führungen und auch die Spinne ist nicht optimal. Diese hätte ich lieber ordentlich verspannt.
    Aber das sind nur meine Vorlieben, die auch nicht wirklich gut begründet sind.


    Gruß
    Mark

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  • man sollte eigentlich in alle Alurohre problemlos Gewinde schneiden können.

    Hattest du nicht mal versucht in ein relativ dünnes Rohr ein Gewinde zu schneiden und bekamst statt eines Alurohrs mit Innengewinde eine gebogene "Aluwurst"?
    Danke für die Klärung mit den Drahtgewinden. Ich habe so etwas erst zweimal gesehen und beide Male war es mit (Sekunden)kleber befestigt, vielleicht weil der Erbauer den
    Spezialgewindeschneider nicht hatte?


    Um die "richtigen" Fangspiegel zu kaufen must du dich selbst fragen was am Ende rauskommen soll. Ein funktionierendes 5" F5-Newton, oder ein High-End-Ich-will-das-beste 5" F5-Newton.
    Was kann dir ein "nur funktionierendes", was ein "perfektes" 5"-Newton zeigen und was ist dir dieser Unterschied wert? Bei Deepsky hast du mit 5" genau wie ich mit 6" nicht mehr als "einen Fuß in der Tür", egal wie gut unsere Teleskope sind. Deepsky mit größeren Teleskopen macht einfach mehr Spass. Das Maximale aus dem Minimalen raus zu holen ist eine schöne sportliche Herausforderung bei der es gut ist wenn man die passenden Bilder der Objekte schon von größeren Teleskopen im Kopf gespeichert hat. Sozusagen "Kopfkino" mit einem blassen Nebelfleck als "Stimulator". Sonst ist es eher ein "ich glaub da ist was", unterbrochen von einem "nee, ich glaub da ist nichts". An sehr dunklen Standorten (Schwarzwald etc) mag das anders sein.
    Für Mond+Planeten benötigst du hohe Vergrößerung. Die funktioniert bei F5 nur mit halbwegs guten Okularen, einer gut laufenden Montierung die nicht wackelt, guten Spiegeln und einer Spinne die nicht zu starke Spikes produziert. Ein guter Fangspiegel ist dabei nicht hinderlich, ist aber nur ein Schritt von vielen die passen müssen.


    Ich will dir aber den Spass am Umbau nicht nehmen, gerade eine verbesserte Mechanik hilft immer.


    Viele Grüße
    Detlev

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  • Hallo Detlev,


    das mit F4 - F6 hat auch noch einen anderen Aspekt, davon können die mit den bis an die grenzen optimierten F4 Newton und noch mehr Die, die sich teure F3,8 - 2,8 Newton Astrografen zugelegt haben, leitvoll berichten!


    Ist bei F6 - F5 mit einem guten Okularauszug, der Fokus bei Live you oder mit Probebild noch leicht zu finden, liegt bei F4 -F2,8 der schärfepunkt schon im mü - Bereich, wo dann bei den immer kleiner werdenden Pixeln, die Fokusdrift bei Temperaturänderungen gnadenlos zuschlägt!


    Vor dem Hintergrund muss man das bei seinen Optimierungswünschen berücksichtigen!



    Gruß Günter

  • Hallo Detlev


    Ziel ist ein gutes Teleskop bei dem alle Komponenten ein gleichmäßiges Qualitätsniveau besitzen.
    Also keine Ausreißer nach unten dabei sind.
    Mechanisch soll es stabil und gut justierbar sein.


    Den Fangspiegel habe ich in Verdacht einer dieser Ausreißer zu sein.


    Es muss und soll kein Spitzenteleskop werden.


    Wenn Ich erst mal alle Fehler beseitigt habe dann traue ich mich an ein größeres und hochwertigeres.


    Gruß
    Mark

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