Posts by Kaffee

    Hallo Schreddl,


    Experimentieren bringt neue Erkenntnisse und macht Spass, nur zu.

    Die gelben Nebelscheinwerfer sind der Legende nach durch mit gelbem Zeitungspapier abgeklebte, zerbrochene Scheinwerfer entdeckt worden.


    Einzige Einschränkung am Teleskop: Bei Sonnenbeobachtung gehört die Sonnenfilterfolie vorne VOR das Teleskop, da wo die Sonne reinscheint.

    Nur so bleibt der Energieeintrag niedrig genug um die Augen nicht zu schädigen.

    Bei allen anderen Beobachtungen kann niemand zu Schaden kommen. Im schlechtesten Fall sieht man weniger als erhofft,

    macht sich seine Notizen und probiert beim nächsten mal was anderes.


    So manche Pauschalisierung wird aufgebrochen wenn man mal selber die Nagelprobe dazu macht.

    Beispiel: Die Cassini-Teilung sehen mit einem 114/900 Newton? Soll gehen, ging bei mir aber nie.

    Dazu ist wahrscheinich eine Auflösung notwendig, die innerhalb der Reichweite eines 114/900 liegt, zumindest theoretisch.


    Ich hab durch den letzten Teleskopkauf auch einige bunte Filter miterworben. Um ehrlich zu sein hab ich damit noch nichts gemacht.


    Viel Spass beim ausprobieren!

    Detlev

    Hallo Schreddl, hallo Rudi!


    wenn der Abstand zwischen Auge und Okular es zulässt, kann man so einen Filter auch einfach in die Hand nehmen, oder vielleicht in ein Stück dicke Pappe "integrieren"

    und wie eine Lupe benutzen.

    Es geht auch ganz anders: Man nehme eine Barlow mit abschraubbarem Barlowelement und ersetze das Element durch den Filter. Rein damit in den Okularauszug

    und hoffen dass man jedes Okular noch in den Fokus bekommt.


    Ich wünsche euch beiden alles Gute für die OPs.


    viele Grüße

    Detlev

    Es ist nicht die Jugend, es ist die ganze Gesellschaft. Tausende Persönlichkeitstrainer otimieren alles auf Erfolg, Erfolg, Erfolg.

    Was dieser "Erfolg" ist der dir zu deinem Glück fehlt, das bestimmen andere für dich, nicht du. Du must so werden wie andere dich wollen.

    Alles was sich nicht positiv auf diese "Karriere" auswirkt wird wegoptimiert. Familie, Freunde, Hobbies, Vereine, kritisches Denken -

    brauchst du alles nicht. Wenn du erst mal ganz oben bist, dann wirst du glücklich sein, glaube mir...

    Bei allem was langsam ist befürchten wir, ineffektiv zu sein. Wir sehen den "return on invest" in Gefahr.

    Alles geschriebene, alles gedachte wird so komprimiert und vereinfacht dass es in wenigen Sekunden gelesen werden kann, denn nur so

    lange ist Zeit bis zur nächsten Nachricht. Die aktuelle Eichmarke für Videos liegt bei gerade einmal 15 Sekunden.


    Da ist für Astro-Neulinge die Grenze der Geduld oft schon erreicht bevor sich die Augen ein erstes mal an die Dunkelheit gewöhnt haben.

    Wir opfern unser erlebbares Leben auf dem Altar der unbegrenzten Möglichkeiten. Wir haben die freie Auswahl. Am Ende machen wir gar nichts

    weil wir uns nicht entscheiden sondern lieber weiter nach der ultimativ-optimalen Lösung suchen, das unsere Zeit noch ein wenig besser

    nutzen würde.


    "Frei" nennen wir diesen Zustand solange wir glauben ihn zu kontrollieren, "Verloren" wenn er anfängt uns zu kontrollieren.

    "Die Jugend" hat diese Welt nicht gemacht, sie wächst nur in ihr auf und adaptiert schneller als wir.


    Detlev


    PS:

    So, und ich höre jetzt "Shine on you crazy diamond", die vollen 13:30, und danach schreibe ich einem alten Freund eine lange E-Mail.

    In your face, high-speed-world!

    Hallo zusammen!

    Ich mach mir auch so meine Gedanken, aber Homeoffice und Familie binden meine Zeit. Vorgestern war ich draußen und hab mir den Kometen angeschaut.

    Der erste Teleskopeinsatz seit Monaten. Ich begreife nicht wie andere es schaffen sich ganze Serienstaffeln reinzuziehen. Der Tag hat nur 24 Stunden?!?!


    In Zeiten in denen man auf der Toilette sitzen und gleichzeitig auf dem Smartphone Astronomie-Bilder in Hubble-Qualität anschauen kann verliert

    das selber beobachten seinen Wert, genauso wie musizieren angesichts von Millionen abrufbarer Songs zum Taschengeldpreis keinen Wert an sich

    mehr darstellt. Als es noch keine konservierte Musik gab sprangen die Leute auf und tanzten sobald Musik zu hören war. Vor den digitalen Medien gab

    es das eigene Teleskop oder einige Bücher mit schlecht vervielfältigten astronomischen Bildern. Wer wissen wollte wie es da draußen aussieht musste

    durch ein Teleskop schauen.

    Es ist heute viel einfacher eine fertige Welt zu konsumieren als sich die Welt selbst zu erobern. Ich habe früher viel Elektronik gelötet, habe aus einzelnen

    Bauteilen Netzteile, Verstärker, Radios, Kurzwellenempfänger, Uhren und sogar mal eine einfache Telefonanlage gebaut, meist durch eigene Ideen oder durch

    Adaption von Plänen, selten durch 1:1 Umsetzung. Ich wusste genau was ich da zusammenbaue, konnte anhand des Fehlerbildes den Fehler eingrenzen.

    Heute kann man für wenige Euro Elektronikbaugruppen aus Fernost bestellen. Man muß es auch, denn den Elektronikteileladen in der nächstgrößeren Stadt,

    den gibt es nicht mehr. Heute sind Schaltungen mit Mikrocontrollern die Bastelgrundlage für alles, selbst für eine blinkende LED, für die ich früher

    ein Flipflop aus zwei Transitoren gebaut hätte. Preislich kommt es heute aufs selbe raus. Es ist viel einfacher diese fertigen Baugruppen zu kaufen und sie als

    Blackbox zu benutzen als mühsam zu verstehen was darin passiert oder sie gar nachzubauen. Der Kauf der fertigen Baugruppe ist identisch zum Kauf hunderter

    Einzelteile: ohne Onlinehandel geht da kaum etwas. Wer wie ich in einer Gegend aufgewachsen ist in der Koksöfen am hellen Tag die Sonne verdunkelten, der hat

    auch keine verklärten Jugenderinnerungen an das Band der Milchstraße am Nachthimmel. Der Nachthimmel war für mich als Kind eine milchige Kuppel mit vielleicht

    20 Sternen. Erst später, als die Zechen dicht machten wurde der Himmel besser, und zu dieser Zeit kam auch die Mode auf, sein Haus nachts anzuleuchten.

    Niemand dem ich bis zu meinem 40 Lebensjahr begegnet bin besass ein Teleskop, 3 Taubenzüchter waren unter meinen Nachbarn in der Kindheit, aber sehr viele

    besassen ein CB-Funkgerät. Ich habe auf Mittelwelle und Kurzwelle die Sender in aller Welt gehört, hab Antennen längs und quer auf dem Dachboden gespannt.

    Heute geht das viel einfacher und besser über Webradio. Ein Mittelwellen-Superhet kann man heute auch noch bauen, wird aber nichts mehr hören.


    Es ist vieles was früher interessant war heute noch möglich, aber der Bedarf ist nicht mehr da, und kaum jemand ist bereit Zeit zu investieren.

    Was nicht innerhalb von kurzer Zeit Erfolge zeigt wird nicht weiter verfolgt. Ich merke es ja an mir selbst. Ich habe keine Lust mich mit Teilkreisen

    rumzuärgern. Per Starhopping mit meinen Dobsons hab ich mein erstes Ziel gefunden bevor die Teilkreise kalibriert wären.


    klare Sicht

    Detlev

    Hallo Rudi,

    der Blausaum ging soweit ich mich erinnere nach außen.

    Die Beobachtung ging in Richtung Ost-Nordost, die Sonne gegen 20 Uhr stand tief hinter meiner linken Schulter, in West-Nordwest.


    Ich sollte wirklich mal versuchen die Beugungsringe zu fotografieren...

    Aber nicht solange die Wolken so tief hängen.


    Klare Sicht

    Detlev

    Hallo Rudi,

    ich muß sagen ich bin überrascht. Aus dem offenen Fenster heraus beobachte ich gerade zwei Baukräne in 2,5km Entfernung,

    mit 9mm Plössl und 2er Barlow, leicht "ausgezogen". Das dürfte einem 4mm Okular entsprechen, also ca 225-fache Vergrößerung (900mm Brennweite).

    Weit jenseits der üblichen Grenzen, aber es ist heller Tag, da kann man sowas machen ;-)


    Auf einem Kran kann ich die große Werbeplakette am Ausleger lesen: "Nagel", darunter etwas kleiner "Mietservice". Was in der dritten Zeile darunter

    steht ist zu verschwommen. Nicht schlecht für ein Stück Metallschrott. Das Bild ist schon merklich dunkler, aber es geht im Prinzip.

    Ein leichter Blausaum fällt mir bei der dunklen Schrift auf dem hellen Schild auf, aber durchaus noch im erträglichen Bereich.


    Als Unterbau habe ich jetzt doch die EQ1 genommen, weil ich das Stativ der Astro3 gerade beruflich als Aufhängung für ein Messgerät plus 1,2m

    Sonde brauche.

    Zum Glück bewegt sich der Kran nicht, es hätte nicht mehr aufgehört zu wackeln. Weil ich durchs Fenster schaue sind die Beine ganz ausgezogen.


    Viele Grüße

    Detlev

    Hallo Rudi,

    ich habe das Objektiv geöffnet, es besteht aus zwei Linsen mit ganz schmalem Luftspalt und ich konnte so auf die Schnelle keine Beschädigungen sehen.

    Heute ist schönes Wetter, ich werde damit in der Mittagspause mal in die Ferne schauen. Der Sucher fehlt, aber den nächsten Kirchturm finde ich.


    Viele Grüße

    Detlev

    Heute ging es zum Wertstoffhof, Metall, Holz und Elektrozeugs abgeben. Der Keller muß entrümpelt werden und der Job lässt mir werktags

    kaum Zeit dazu.

    Ich war schon wiede runterwegs zum Auto, da sagte meine Frau plötzlich: "Gug mal, das sieht aus wie ein Teleskop!". Und wirklich, im Metallcontainer lag ein Teleskop samt Stativ und Montierung.

    Schnell raus damit bevor noch was schweres drauf landet. Das kam natürlich mit nach Hause!


    Es ist ein Tasco Luminova 60mm Linsenteleskop mit 900mm Brennweite auf einer EQ1 (die mit der 15° Spannfeder). Sucher und alles weitere Zubehör ist verschwunden. Im OAZ steckte noch eine

    Okularhülse aus Plastik. 900mm, das ist ein ganz schöner Hebel, und das auf einer schwachen EQ1...ich ahne warum dieses Einsteigerset weggeworfen wurde!

    Die EQ1 dürfte meine 1000D Kamera tragen können wenn ich sie auf eine Barndoor schnalle! Die EQ1 ist deutlich leichter als die Astro-3 und stabiler als

    mein Bilora-Videostativ. Die Elemente der Teleskopbeine werden nach dem herausziehen nicht verschraubt sonden mit Laschen geklemmt. Da kann man keine Schrauben verbummeln!

    Die Okularhülse passt super zu meinem hülsenlosen Selbstbau-Okular das aus dem augenseitigen Teil eines 8x30 Fernglases stammt. Die beiden werden morgen gereingt und verklebt.


    Das Teleskop selbst wird erst mal am Tag auf der EQ3 getestet, aber nicht heute und nicht morgen. Zwei Teleskope für die Kids raus aus dem "Lager", dafür ein Neuzugang.


    Klare Sicht und Augen auf


    Detlev

    Hallo Jörg,

    ich bin auch dieser Ansicht. Das dürften Dezimalbrüche von ganzen Tagen sein.

    .5 = 12 Stunden, also 12:00 Uhr, .1 = 2,4 Stunden, also 2:24 Uhr.

    Klare Sicht

    ..gab es ein kleines Newton-Teleskop. In letzter Zeit sah ich es nicht mehr. Eigentlich Schade.


    Der Durchmesser des Hauptspiegels beträgt 76mm, die Brennweite 700mm. Das beigelegte Zubehör schwankt. War anfangs noch ein winziger optischer Sucher mit Fadenkreuz dabei, so gab es in späteren Jahren einen Leuchtpunktsucher. 3 einfache Okulare mit 4, 12 und 20mm Brennweite und eine 2x Barlow-Linse rundeten das Paket ab. Anfangs waren es Okulare mit 0,96" Steckdurchmesser, später mit 1,25". Ich hatte mal eins in einem Hartschalenkoffer, aber das muss wohl eins der letzten Modelle gewesen sein, denn ein Freund von mir hatte seins ein paar Jahre zuvor in einem Karton erworben. Seins war glaube ich schwarz, meins war silberfarben. Allen Modellen gemeinsam ist eine Gabelmontierung auf einem Dreibein-Stativ, mit Lochplatte in der Mitte als Ablage für die Okulare. Natürlich gibt es auch andere Verkäufer, und auch bei "richtigen" Astro-Händlern finden sich entsprechende Modelle für zweistellige Eurobeträge im Sortiment.


    Der Gebrauchtmarkt ist dermaßen gesättigt mit diesen Teleskopen das man den Eindruck bekommt in jeder Familie bekommt jedes Kind früher oder später so ein Teleskop geschenkt, nur um es einige Jahre später "fast neuwertig" weit unter Neupreis wieder zu verkaufen. Warum wird es gekauft, und warum wird es nicht lange benutzt?

    Die erste Frage erklärt sich über den Preis. Zwischen 50 und 100 Euro, das ist die ideale Preislage für Geschenke, die man nicht einfach so kauft sondern sich was dazu überlegt hat.

    Die zweite Frage hängt weniger mit dem Teleskop selbst als vielmehr mit der Mechanik drumherum zusammen. Selbst wenn alle Stativschrauben gut angezogen sind, so hat die Buchse in der die Gabelmontierung läuft einiges an Spiel, und die Höhe des Blicks in den Himmel wird über eine Spindelschraube eingestellt die durch drehen länger oder kürzer werden kann. Leider knickt auch die ein klein wenig ein, was dazu führt dass man das Gesuchte im Visier hat, es aber nach dem loslassen des Tubus aus dem Blick verschwindet. Es braucht eine Eselsgeduld bis man sich mit diesem System angefreundet hat und mit spitzen Fingern das Teleskop führen kann. Wer nicht mit mehreren klaren Nächten am Stück gesegnet ist und so Stück für Stück den Umgang damit erlernt, für den ist sehr wahrscheinlich die erste Beobachtungsnacht auch gleichzeitig die letzte.


    Wenn die Optik nicht das Problem ist, dann könnte man doch hier und da...


    Ja, genau das kann gemacht werden. Stabilere Schrauben, bessere Beilagscheiben, hier und da was stabilisieren. Je nach Ausgangssituation wird die Wackelei deutlich weniger.

    Trotzdem bleibt diese seltsame Bedienung mit der Spindel, an deren "Wacklizität" wenig geändert werden kann weil es einfach um das Gewindespiel dieses Bauteils geht. Sie muß leichtgägig sein sonst drückt man mit dem Finger das Teleskop weg, und gleichzeitig soll sie wenig Spiel haben. Das geht eigentlich nur mit einem präzisen Feingewinde. Weil sie seitlich herausragt gehört sie zu den Teleskopteilen die bei einem Sturz am meisten leiden und auch oft kaputt gehen. Der silberne Glanz der massiv erscheinenden Befestigung am Tubus entpuppt sich bei neuen Modellen oft als metallisierter Kunststoff der den Versuch alles mal richtig fest zu ziehen mit seiner Auflösung in Kunststoffbrösel belohnt. Ohne Spindelarretierung ist das Teleskop praktisch unbrauchbar geworden und wird verstaubt und leicht verbeult schon für einstellige Euro-Beträge angeboten, als "Ersatzteilspender".



    Gibt es keine andere Möglichkeit, es noch weniger wackeln zu lassen, und vielleicht diese seltsame Spindel ganz loszuwerden?


    Doch! Und sie wurde schon vielfach erfolgreich umgesetzt: Der Umbau zu einem Dobson-Teleskop!


    Heiko von "Heiko schaut ins All" hat auf seiner Homepage einen schönen Bericht dazu geschrieben und den Bau zusammen mit seiner Tochter mit Fotos ergänzt. Ich bin in einer ähnlichen Situation und wollte dem Tchibo-Teleskop meiner Tochter (9) einen besseren Unterbau geben. Zu zweit sollte das doch gut gehen. Für den Sohn ihrer Patentante soll das gesamte Kunststück ein zweites mal gelingen. Wegen fehlender Erfahrung in der Familie und auch wegen der durch Corona bedingten Abstandgebote werde ich leider nicht mit ihm zusammen basteln können sondern ihm einen Bausatz vorbereiten der "nur noch" mit dem Akkuschrauber vollendet werden muß. Aber das ist noch nicht geschehen. Erst mal eins fertigstellen, testen und dann das zweite nach diesem Vorbild bauen.


    Als ersten Erfolg kann das neue Stativ und die seitlich am Teleskop angebrachten Höhenräder präsentiert werden. Den Weg dorthin beschreibe ich in den nächsten Tagen, nach dem Geburtstag meiner Tochter.


    Fotos werden hier zu sehen sein


    (Bis ich meine Alben entrümpelt habe liegen die Fotos hier)

    https://1drv.ms/u/s!Ap9_x3_I6sC6jFhl3fLfPM4tnS9B?e=DlKFJD


    Bis dahin schöne Grüße an alle Mütter, Väter und Kinder unter dem Sternenhimmel. Bleibt gesund und passt auf euch auf!


    Detlev

    Hallo zusammen,

    ich habe gerade mit meiner Tochter ihrem Tchibo-Torpedo eine Rockerbox gebaut. Ein zweiter Umbau, inklusive Velours, Farbe usw. ist geplant. Für meinen Verein soll daraus ein kleiner Vortrag werden, getreu dem Motto "Alle Jahre wieder" Das könnte ich zum Thema beitragen.


    viele Grüße

    Detlev

    Hallo Rudi,

    aus Sicht eines Ingenieurs hast du Recht, aber ich denke der Ursprung der Schreibweise liegt in der Idee es so zu schreiben dass es nicht mit anderen Parametern verwechselt werden kann. Gar nicht so einfach bei einer einheitenlosen Zahl. Es gibt neben der von die gewähten Schreibweise ja auch noch die mit großem "F", also F5 usw.

    Vielleicht stammt die Idee ja aus den USA, wo Rundfunkbänder nach Modulationsarten benannt werden und Drähte danach unterschieden werden wie oft sie vom Drahtzieher gezogen werden (AWG)?

    Die ersten, die diese das Öffnungsverhältnis sinnvoll nutzten waren die Fotografen, denn die mussten abschätzen wie lange sie ihre Fotoplatten belichten können. Darum sprechen wir heute noch von schnellen und langsamen Optiken.

    Vor der Fotografie war die Varianz nicht so groß, denn das menschliche Auge war der einzige Sensor für den es passen musste.

    Dementsprechend machen viele theoretische Überlegungen zu großem/kleinen Öffnungsverhältnis für visuelle Beobachtung nur wenig Sinn, denn das Auge bestimmt, was ich am Ende sehen werde, nicht die Optik.

    Im Büro benennen wir manchmal Dinge oder Eigenschaften die suggestive Namen haben bewusst um, nennen sie "Hans" oder "Claudia". So werden die Eigenschaften von den Namen entkoppelt und es wird deutlicher was man wirklich über "das Dings" weiß. Ein berühmter Mathematiker hat einmal gesagt, dass man statt "Gerade","Punkt" und "Ebene" auch "Tisch", Stuhl" und "Bierseidel" sagen kann, wenn die Axiome stimmen.


    Viele Grüße

    Detlev

    Hallo Klaus!


    Auf dieser Seite ist das Handbuch zu finden. Dort ist von Windows 95 die Rede.

    Windows 95, da ging es gerade erst los mit USB. Erst die Win95 B (oder war es C?) konnte überhaupt was mit USB anfangen.

    Ich hab mir damals einen Scanner mit USB zugelegt und ihn nicht mit Windows 95 betreiben können. Unter "Windows 98 SE" dagegen lief er nach 2 Minuten.

    Windows 98 ist in Sachen USB um einiges besser aufgestellt als Windows 95. Die letzte Version war die Beste, Windows 98 Second Edition ("Windows 98 SE").


    Hier gäbe es einen Adapter mit FTDI-Chip der auch Treiber für Windows 98 hat.


    Wahrscheinlich ist die Software der Kamera für 16 Bit-Systeme geschrieben (Windows 3.x), und kann auf einem modernen 64-Bit-Betriebsystem noch nicht mal gestartet werden.

    Auf einem 32Bit-Windows 10 könnte sie vielleicht gestartet werden, aber sowas gehört heute (Mitte 2020) auch schon zu den älteren Systemen,

    weil sie auf maximal 4GB RAM beschränkt sind. Mit VMware und Windows 98 dürfte die Kamera wieder ansprechbar sein, vorrausgesetzt sie hat die Zeit gut überstanden.

    Wenn du die VM aufsetzt, gib ihr nicht mehr als 64 MB RAM und einen CPU-Kern, die Festplatte nicht größer als 1 GB. Alles darüber verwirrt die alten Programme nur oder wird ignoriert


    Schreib mal wie's läuft!


    Detlev

    Hallo Klaus,

    ja die Lösungkann ich auch empfehlen, die nutze ich auch beruflich. Mit dem "VMware Player" legst du einfach eine leere virtuelle Festplatte an und darauf installierst du dein altes Betriebssystem. Die Treiber für Grafikkarte usw bringt VMware mit, es meldet sich wenn es Zeit für diese "VMware Tools" ist. Für private Nutzung ist der Player kostenlos.

    Der Datenaustausch zwischen deinem richtigen Betriebssystem ("Gastgeber/Host") und dem "Gast/Client" kann entweder per USB-Stick erfolgen oder bei einzelnen Dateien einfach per Drag'n Drop. Ins Internet muss das alte Zeugs hoffentlich nicht gehen. "Zu viel RAM" und "zu viele Prozessoren" sind auch kein Problem. Du kannst genau einstellen wieviel RAM und wieviele Kerne du dem "Gast" zuteilst. Ich erinnere mich daran dass Windows 98 (oder war es Win95?) mit meinem damaligen 350MHz K6-2 Prozessor Probleme hatte (zu schnell), es gab einen Patch dafür. Eventuell brauchst du den für so alte Schätzchen, wenn das nicht schon in den VMware Tools gelöst ist. Ich würde mit dem Betriebssystem nicht weiter als notwendig zurückgehen. Wenn die Kamera Treiber für XP hat, dann nimm XP.


    Falls du einen Adapter von USB auf SUB-D (Auch bekannt als RS-232) benötigst, achte auf einen vernünftigen Chip da drin. Meine Empfehlung wäre ich Chip von FDTI. Dessen Treiber funktionieren einfach und Windows weiß seit langem wo es die her bekommt. Leider schweigen sich die Hersteller des Adapters meist darüber aus, was für No-Name-Zeugs sie da verbauen. Mein "Hama"-Adapter hat 10 Euro gekostet und es stand explizit "FT232 FDTI-Chip" dabei. Er läuft bei mir seit XP wie ein VW-Käfer.


    Achtung, du brauchst dann einen Adapter, dessen Treiber auf dem Gast läuft, also mit einem Treiber für z.B. Win98. Da könen die die VMware-Tooks nicht helfen, du brauchst einen echten Treiber dafür. Einen USB-COM-Port auf Win10 einzurichten und dann zum Gast durchschleifen, das geht zwar macht bei mir aber oft Probleme weil das Timing nicht exakt ist. Für meine berufliche Anwendung muß es trotz niedriger Baudrate sehr exakt sein.


    Frag ruhig, wenn du weitere Fragen hast.


    Klare Sicht

    Detlev


    Korrektur:
    Wie komm ich auf Hama? Der Adapter ist von Digitus.

    Hallo Jörg,


    meine Okulare sind großteils Plössl oder Super-Plössl. Wobei Super-Plössl glabe ich auf geschwärzte Linsenkanten hinweist. An Teleskopen mit großem Öffnungsverhältnis (f/5 und f/4) empfinde ich den Einblick meines 32mm Super-Pplössl als nicht immer angenehm. Es kommt zum sogenannten Kidneybean-Effekt. Wenn ich ein wenig schräg hineinschaue erscheint eine nierenförmige Verdunklung, die den Spass am Beobachten trübt.

    An f/6 und f/8 ist mir das noch nie aufgefallen. Mein Lieblingsokular ist ein 25mm Plössl von Celestron. Das macht ein gutes Bild bei meinem 160mm und 200mm Teleskop. Obwohl das 32mm mehr Himmel zeigt, suche ich lieber damit.

    Ansonsten habe ich noch ein 20mm, 12.5mm, 9mm, 6mm und ein 4mm vom Typ Kellner. Das würde bei 1200mm Brennweite 400-fache Vergrößerung bringen. Das klappt aber eigentlich nur am Mond, und man kommt mit dem nachschubsen kaum hinterher weil das Gesichtsfeld eines Kellner-Okulars noch ein Stückchen kleiner als das eines Plössl ist.

    Mein großes Teleskop hat 1200mm Brennweite, und damit nutze ich neben 25, 32, 12.5, 9 und 6mm mit 1,25" Steckmaß auch ein 25mm Okular mit weitem Gesichtsfeld (weiß grad nicht wieviel, Hersteller ist "Bresser"). Damit macht das Aufsuchen Spass, selbst bei f/5. Ich habe auch noch ein 28mm in 2", das macht auch ein sehr gutes Bild, hat aber ein kleineres Gesichtsfeld. Ist glaube ich ein "Kellner" oder "Reversed Kellner".

    Von Anfang an dabei ist ein Zoom-Okular 8-24mm der Firma Seben. Es wird bejubelt und beschrien im Netz, die Firma wirbt mit Anzeigen die bei vielen kopfschütteln auslösen. Allerdings macht sie dieses Okular nicht selbst. Ich finde es OK für damals 50 Euro. Hat allerdings wie alle Zoom-Okulare nur ein kleines Gesichtsfeld. Aber mit einer Nachführung wie bei dir ist das kein großer Nachteil. Ändert man die Brennweite, ändert sich neben der Vergrößerung auch der Fokus, man muß ein wenig nachregeln. Wer nicht nachregeln möchte muß ein "homofokales" Zoom-Okular kaufen. Das gibt es, aber nicht für 60 Euro. Wenn ich mit einem Teleskop unterwegs bin nehme ich das Zoom-Okular gerne mit und lasse dafür viele andere Okulare zurück. Das spart Gewicht und Platz, vor allem im Urlaub.


    Dein Teleskop hat 1500mm Brennweite und 127mm Öffnung. Mit pi x Daumen gilt: Maximale Vergrößerung = Öffnung in mm mal zwei, also rund 250. Da kommst du für die maximale Vergrößerung auf ein 6mm Okular.

    Ich würde noch eins nehmen dass nicht den Maximalwert bringt, denn für den muß alles stimmen. Bei meinem Himmel ist das einmal im Jahr, meistens wenn ich keine Zeit habe.

    Wieviel Licht dann noch im Auge landet sagt dir die "Austrittspupille". Das ist Öffnung geteilt durch Vergrößerung. 127/250 = 0,5mm. Kann noch funktionieren, muß man probieren. Darunter wird es für viele zu dunkel.

    Wie groß deine Pupille im Auge ist, das kann man ausprobieren mit einem Satz Metallbohrer. Mit jeweils einem Schaft dieser Bohrer versucht man den Mond in einigem Abstand vor dem Auge zu verdecken, und ermittelt so empirisch den Wert der Irisöffnung. Ist die "Austrittspupille" größer als deine Irisöffnung kann gar nicht alles Licht im Auge landen. Man muß mit dem Auge über dem Okular wandern um alles zu sehen. Auch nicht so toll ("Kidneybean-Effekt").

    Bei angenommenen 9mm Irisöffnung wäre es Öffung durch Austrittspupille 127 / 9 = 14. 14 fache Vergrößerung erreichst du mit einem (1500/14) 107mm Okular. Das bräuchte einen Okularauszug, fast so dick wie dein Teleskop.:thumbsup:

    Sowas gibt's vielleicht in großen Sternwarten. Eine zu große Austrittspupille wird an diesem Teleskop kein Thema sein, da bin ich mir sicher!


    Es gibt auch noch ein Zubehörteil, das die Brennweite deines Teleskops vergrößert. Es nennt sich "Barlow-Linse" oder kurz "Barlow". Eine "2x Barlow" macht aus 1500mmm 3000mm Brennweite. Dem ensprechend verdoppelt sich die Vergrößerung. Mechanisch ist es ein Stück Rohr das in den Okularauszug gesteckt wird und oben kommt dein Okular drauf. So kann durch geschickte Wahl der Okulare und Barlow eine gut abgestufte Palette von Vergrößerungen abgedeckt werden. Aus einem 25mm Okular wird mit 2x Barlow ein 12,5mm Okular. Dann noch ein 12mm Okular zu kaufen lohnt nicht. Lieber 20mm und 15mm, das ergibt dann zusätzlich 10 und 7,5mm. 25, 20, 15, 12.5, 10 und 7.5mm, und das mit 3 Okularen. Aber Vorsicht: Jede Linse schluckt ein wenig Licht, und ohne Licht siehst du nichts. Auch wird das Bild kaum besser wenn es durch noch mehr Linsen geht. Präzision ist hier gefragt. Deshalb gibt es Barlows für 20 Euro und Barlows für 500 Euro. Bei meinem 40-Euro Mikroskop war eine Zoom-Barlow 2x-10x dabei, allerdings mit für Teleskope winzigem Steckmaß. Über die Bildqualität schweige ich an dieser Stelle. Das Gegenteil einer Barlow ist ein "Reducer", der z.B. die Brennweite um den Faktor 0,6 reduziert. Oft lassen sich die Linsen vom Röhrchen trennen und mit etwas niedrigeren Werten als Einschraublinse vor dem Okular nutzen. Aus 2x wird dann vielleicht 1.5x

    Da dies ein technisch einfacher Weg ist aus einem Okular zwei Brennweiten zu machen, gibt es natürlich auch Okulare die haben innen schon eine Barlow drin. So baut der Hersteller ein Okular, verkauft aber zwei. Kommt dann noch eine Barlow von dir dazu, sieht es meist bescheiden aus. Deshalb bitte nicht nach Taschenrechner-Ergebnis kaufen sondern wann immer möglich vorher ausprobieren.


    Viele Grüße

    Detlev

    Hallo Jörg,

    auch von mir meinen herzlichen Glückwunsch zum Firstlight. Und es wäre kein richtiges Firstlight, wenn man nicht mit einer ToDo-Liste davon zurück kommen würden.

    Ich hoffe du hattest trotzdem Spass.


    Ich brauche mittlerweile eine Lesebrille, aber am Teleskop geht es ohne. Bei Okularen vom Typ "Plössl" ist der notwendige Augenabstand so in etwa die Brennweite in Millimeter.

    Bei 20mm sehr bequem, bei 4mm setzen die Wimpern schon mal auf dem Glas auf. Der manchmal vorhandene, hochklappbare Gummirand ist mehr ein Fremdlichtschutz als ein

    Sitzpolster fürs die Augenpartie. Er hilft aber, im Dunkeln den richtigen Abstand zu halten weil die Augenpartie vor den "Einschlag" gewarnt wird.

    Wie lange hast du mit dem Abkühlen gewartet? Eine halbe Stunde würde ich jedem Teleskop geben, je nach Größe auch mehr. War es bei niedriger Vergrößerung auch unscharf?

    Vielleicht war es auch nicht so klar wie es ohne Teleskop aussah. Das hatte ich auch schon ein paar mal. Der Himmel sah brauchbar aus, war es aber nicht.

    Nicht aufgeben, weiter probieren, auch tagsüber an fernen Objekten.


    Für unser Vereinsteleskop hatten wir eine ganze Weile eine "Powerstation". Das ist im Grunde genommen ein handlicher Motorrad-Bleiakku (12V, 4Ah), den man in ein Gehäuse mit Griff gesteckt hat

    und mit Taschenlampe, Laderegelung und manchmal auch mit einer elektrischen Luftpumpe versehen hat. Da ist eine Buchse dran um einen Stecker für den Zigarettenanzünder reinzustecken.

    Wenn man sowas nicht im Astronomiebedarf sondern anderswo kauft kostet es unter 100 Euro. Mit modernen, handlichen Powerbanks wäre ich vorsichtig. Lithiumakkus vertragen keine Kälte,

    sie gehen kaputt. Hab selber schon einen Laptopakku im Rucksack bei einer nächtlichen Wanderung (Bus fuhr nicht wegen Glatteis) bei -10°C verloren.

    Bleiakkus verlieren in der Kälte schnell ihre Kapazität, sind aber wieder ladbar wenn es wärmer wird. So nah am Haus würde ich aber wie Rudi zu einem Netzteil raten.


    Im Handbuch zu deinem Teleskop müsste drin stehen was das Netzteil können muß. Die Spannung (in Volt, kurz "V") muß genau stimmen, die Stromaufnahme (in Ampere, kurz "A") des Teleskops sollte

    kleiner sein als die mögliche Stromabgabe des Netzteils. Wenn das Teleskop weniger Strom nimmt als das Netzteil geben kann, dann geht nichts kaputt. Spannung mal Strom ergibt die Leistung.

    12V x 1,5A = 18 Watt (W). Das würde bedeuten du brauchst mindesten ein 18 Watt Netzteil. Dann brauchst du nur noch den passenden Stecker dran. Sehr weit verbreitet sind Hohlstecker, z.B. mit 5,5 mm Außendurchmesser und 2,5 oder 2,1mm Innendurchmesser. Plus ist immer innen oder immer außen. An der Buchse fürs Netzteil ist meist ein stilisierter Stecker zu erkennen. Daran ist zu sehen ob "+" innen oder außen sein muß. Universalnetzteile haben oft einen Satz von Steckern dabei die bei Bedarf auch gedreht werden können für die passende Polarität. Achtung, nicht jedes Gerät verträgt es, verpolt zu werden. Lieber dreimal prüfen und nachmessen (lassen).

    Klare Sicht

    Detlev

    Hallo Ingo,


    In Sachen Optik hat er einen legendären Ruf.

    Wenn ihn was interessiert dann bleibt er dran bis das Problem verstanden und gelöst ist.

    Da merkt man nur seine jahrelange Erfahrung, nicht sein Alter.

    Ich hoffe es geht ihm gut und er macht nur mal 'ne Pause.

    Auch von mir einen Gruß und klare Sicht.


    Detlev

    Schnee?!?!?

    Wir haben gestern zum Muttertag auf der Terasse gegrillt und sind danach im Sonnenschein spazieren gegangen.

    Am Horizont tauchten Wolken auf, gegen Abend fing es dann an zu regnen.

    Da haben wir hier mit 5°C, heftigem Wind und Dauerregen ja noch Glück!

    Um es mit den Worten von Wirbitzki und Zeus auf SWR3 zu sagen: "1,2...Die Natur braucht den Regen!"

    Ja, die alten Griechen...

    Ich dachte die antiken Hinterwäldler wären den Erzählungen nach immer aus Abdera und Umgebung gekommen. Aber wir haben beide Recht, denn Abdera ist eine Stadt auf dem Gebiet des damaligen Thrakien. Die "alten Griechen" würden sich mit Ekel abwenden von unseren modernen empirischen Wissenschaften, die sich scheinbar planlos "Nach oben irren". Alle, außer Leuten wie Erathosthenes. Der würde sich ein Loch ins Knie freuen zu sehen dass nicht der große Name des Autors sondern Experimente entscheiden ob eine Theorie richtig ist.