Beiträge von Kaffee

    Hallo zusammen,


    letzten Sommer war ein "Blutmond" zu sehen, morgen früh wieder. Danach ist erst mal Pause mit roten Monden.


    Am Montag, den 21.1.2019 am frühen Morgen geht es los:


    Gegen 4:30 Uhr tritt das erste Eckchen des Mondes in den Kernschatten der Erde, so gegen 5:40 Uhr ist der Mond ganz im Kernschatten, und bleibt dort eine ganze Stunde.

    Gegen 6:40 Uhr verlässt der Mond den Kernschatten der Erde und ist gegen 7:50 Uhr wieder ganz aus dem Kernschatten verschwunden.


    Persönlich werde ich im Bett meine Erkältung pflegen und versuchen beim Atmen nicht so viele Geräusche zu machen.

    Aber ich drück euch allen die Daumen daß ihr was seht und ein paar Fotos hier einstellen könnt.


    Klare Sicht

    Detlev

    Hallo zusammen,

    ich wünsche euch und allen anderen ein frohes neues Jahr, mit ganz viel Gelegenheit, die Sterne zu beobachten.

    Bis zum Schwarzwald ist es von uns nicht sooo weit, Karlsruhe, "das Tor zum Schwarzwald" ist knapp 20 km entfernt.

    Von Frost keine Spur mehr, der Himmel ist seit Tagen zu 100% bedeckt und das Thermometer zeigt um die 5°C an.

    Ich sehe keinen einzigen Stern und tagsüber noch nicht einmal die Sonne. Ich habe Urlaub, der Himmel aber auch.X(


    Ich drücke allen die Daumen daß die Wolken nicht überall sind.

    Seht für die die gerade nichts sehen und erzählt mal, was uns entgeht :thumbsup:


    Detlev

    Hallo Rudi,

    Danke für die Erläuterungen und das Foto. Mein Lidlskop und auch das ETX-70 haben keine Justierschrauben, da ist es interessant mal zu sehen wie sowas professionell gelöst wird. Ein Besuch im Baumarkt hat schon so manchem Teleskopbesitzer weitergeholfen, du bist in guter Gesellschaft.

    Bei so viel verbautem Eisen könnte es auch eine abgerüstete, umgebaute Panzerfaust sein, frei nach dem Motto "Schwerter zu Pflugscharen".

    Das wäre doch ein gelungenes Recycling für so eine massive Röhre.:thumbsup:


    Viel Erfolg beim weiteren Umbau

    Detlev

    Hallo Rudi,

    ohne Blenden vereinfacht sich der Umbau ja um einiges. Ist das neue Objektiv jetzt schon stabil vor dem Tubus montierbar oder ist die Befestigung ein Wunder aus Klebeband?


    Mein Lidl 70/700 ist hoffentlich nicht repräsentativ. Dort ist das Objektiv mit 1xM3 am Tubus befestigt, allerdings ohne Gewinde im Tubus. An die lose Kontermutter im Inneren kommt man - ist doch logisch - nur durch entfernen aller Linsen. Es muss Alkohol im Spiel gewesen sein als diese Konstruktion abgesegnet wurde:D


    Viel Erfolg und bald wieder klare Sicht

    Detlev

    Hallo Thomas,


    dein Foto war wurde mir angezeigt, gefiel mir gut und die Brennweite stand auch noch dran. Also nutzte ich die Gelegenheit und hab es verlinkt.

    Meine Webcam-Versuche mit Jupiter waren mangels Brennweite und Stabilität nicht mehr als kleine hüpfende Glühwürmchen die mehr als einmal aus dem Blick der Kamera verschwanden. Ein 114/900 Newton mit 2x Barlow auf schon visuell grenzwertiger Montierung, das war im Rückblick nur verschwendete Zeit. Dein Equipment scheint besser zu sein. Da sag ich nur: Dranbleiben!


    Eine Frage dazu: Eine "Guidingkamera" ist eine Kamera die eigenständig das "wandern" des mittig fokussierten Sterns/Planeten auswertet und als Steuersignale für eine entsprechende Nachführung bereit stellt? Oder ist da weitere Elektronik im Spiel?


    klare Sicht

    Detlev

    Hallo,


    hier noch ein Nachtrag:

    Forenmitglied tgd16 (Thomas) hat hier mit ca. 6m Brennweite (Wichtiges Zubehör dabei: Barlowlinse) einen super Jupiter mit etwa 200 Pixel Breite abgelichtet.

    Hut ab! (Sämtliche Glückwunschbekundungen bitte direkt an ihn! Mein Beitrag dazu ist nur die Verlinkung in diesem Beitrag)

    Der Mars ist ein ganzes Sückchen kleiner, wäre also auch auf dem Bild kleiner, und das mit 6000mm Brennweite!

    Leider steht nicht dabei was für eine Kamera verwendet wurde.


    Viel Erfolg beim fotografieren

    Detlev

    Hallo zusammen

    an dich lacan ein herzliches Willkommen im Forum und einHallo an dich, lieber Rudi!


    Es gibt zwei Ansätze ein Linsenteleskop zu öffnen. Man kann die Linsengruppe als ganzes inklusive der justierbaren Halterung (="Objektiv") entfernen, oder sich Linse für Linse nach innen vorarbeiten. Letzteres ist die schlechtere Möglichkeit, da entsteht meistens ein dejustiertes Teleskop mit beschädigten Linsen, das niemandem mehr schöne Bilder zeigen mag. Ob man das Objektiv wieder exakt in der alten Position montiert bekommt ist auch nicht garantiert, aber wenigstens stimmt dann die Positon der Linsen zueinander, was schon mal den allergrößten Teil des Problems löst.


    Unabhäng davon wie man sein Teleskop zerlegt, die Chance etwas bei einer Reinigung zu zerstören besteht immer, daher ist Vorsicht und Umsicht geboten. Eine Dose Druckluftspray wirkte bei meinem ETX-70 Skylux 70/700 das vor meinem Kauf offenbar jahrelang offen im Regal stand wahre Wunder. Ohne Zerlegen lies sich so der ganze lose Dreck entfernen, so berührungslos wie er gekommen war. Viel mehr Dreck habe später ich selber gemacht beim Versuch die Linsen zwecks Neujustage (Die Abbildung war so schlecht, es konnte nur besser werden...) aus deren Fassung zu holen. Druckluft aus der Dose kostet 5-10 Euro im Baumarkt deines Vertrauens.

    Druckluft aus dem Kompressor enthält oft Öl und Metallabrieb!


    Hier wird in diesem Forum darüber diskutiert wie ein Zeiss-Teleskop zerlegt werden kann bei dem der Dreck immer noch alles fest zusammenhält.

    Das ist aber schon was für Leute mit Erfahrung...



    Gruß

    Detlev

    Hallo Rudi,

    dann geht es ja jetzt los! Ich bin neugierig was deine Nachforschungen ergeben. Vergiss nicht am Rand Markierungen zu machen um die Einbaulage reproduzieren zu können.

    Stimmen jetzt eigentlich die Blendenbleche im Tubus noch?


    Viel Erfolg

    Detlev

    Habs immer noch nicht nachgerechnet, aber wenn ich den Reallity Check anwende...


    Was sieht man von einem 7m roten Ballon in Dover von Calais aus, auf der anderen Seite des Ärmelkanals?

    ...nix...und wenn 50mm Brennweite normale Bilder macht ist das Bild mit 105mm Brennweite doppelt so groß. Rettet das Bild auch nicht...

    Ein 10x50 Fernglas vergrößert um den Faktor 10. Damit ist Mars bei guter Sicht als Minischeibchen von einem punktförmigen Stern zu unterscheiden, mehr aber auch nicht. Für die Kamera wären das 500 mm Brennweite.


    Lass den Mars, schnapp dir Orion!

    Klare Sicht

    Detlev

    Hallo fohn,

    ich bin gerade unterwegs und kann das jetzt nicht nachrechnen, aber ich weiß das Planetenbilder einiges an Vergrößerung erfordern damit man was sieht. Mein Versuch, Mars mit 200mm Brennweite zu fotografieren hat es nicht bis auf die Festplatte geschafft, den hab ich noch in der Kamera gelöscht. Ein winziges, rötliches Fleckchen das noch dazu verwischt war. Ich glaube mit langbrennweitigem Teleskop und einer sehr guten 5x Barlowlinse kriegst du die notwendige Vergrößerung hin. Eine DSLR mit Riesensensor braucht es nicht, es genügen viel kleinere Sensoren. Googel mal nach Webcam Astronomie. Da geht es um einige Meter Brennweite! Mit einer Volkmannschen Prüftafel

    Volkmannsche Prüftafel

    kannst du prüfen was deine Optik so her gibt.

    Aber wie schon angedeutet ist eine DSLR mit Objektiv, egal wie gut, das falsche Pferd für diesen Ritt.

    Trotzdem viel Spass und immer klare Sicht

    Detlev

    Hallo Rudi,


    die wachsende Anzahl von sinnlosen LED-Spots im Garten dürfte unter anderem am Preis liegen.

    Ich habe im Garten einen schaltbaren 10Watt LED-Strahler, der hat vor Jahren gerade mal 20 Euro gekostet. Für 5 Euro mehr gibt es den heute mit Bewegungsmelder. Mir reicht diese Lampe um Abends mit dem Gemüseabfall in der Hand den Weg zum Komposter zu finden. Andere haben höhere Ansprüche...

    LED-Beleuchtung verbraucht so furchtbar wenig, da kann jeder seine Allmachtsbeleuchtungsphantasien ausleben und sich trotzdem noch als Energiesparer fühlen.

    Ergebnis: Gefühlt ist jedes freistehende Einfamilienhaus nachts beleuchtet wie eine Kathedrale oder ein Flughafen, und jede Lampe lieber zu hell als zu dunkel, das andere Farbspektrum trägt auch dazu bei.

    Du hast Recht, Diebe wird es nicht verscheuchen. Bei unseren Nachbaren waren sie werktags zwischen 13 und 14 Uhr.


    Brauchen wir eine Lichtsteuer, mit €/Lux?

    Aber das würde doch die ganzen schönen Arbeitsplätze gefährden, und man kann doch niemandem auf seinem eigenen Grund vorschreiben was für Lampen er/sie benutzt, und überhaupt, dunkle Wege müssen ausgeleuchtet werden...
    Komisch, die Ablösung der Glühlampe geht doch auch ohne Bürgerkrieg, und wenn man das physikalisch angeht ist abgesehen vom sichtbaren Spektum jeder technisch genutzte elektromagnetische Frequenzbereich in seiner Nutzung reglementiert, einfach um den Frieden mit den anderen Nutzern dieses Frequenzbandes zu sichern. Bei sichtbarem Licht ist jeder von uns ein Nutzer, Sender oder Empfänger aber es gibt nahezu keine Reglementierung. Am besten wäre natürlich die weitere Verbreitung der eigenen Einsicht daß einem die Nacht nicht alleine gehört, aber das wird ein Traum bleiben, da bin ich mir sicher.

    New York's Leitspruch "The City that never sleeps" ist für uns nichts verachtenswertes sondern etwas positives. Würde wirklich jede Stadt diese Parole ausleben, optische Astronomie würde aus dem Leben verschwinden, ebenso wie sämtliche nachtaktiven Lebewesen. Nur ein, zwei Generationen später würde niemand etwas vermissen, so wie heute schon niemand mehr der kein Hobbyastronom ist das Band der Milchstraße am Himmel vermisst. Mein letztes Glühwürmchen habe ich vor 30 Jahren gesehen....


    nachdenkliche Grüße,

    Detlev

    Hallo Rudi,


    das vermeiden wollen von Präzedenzfällen erzeugt manchmal Präzedenzfälle. Hoffentlich können die Leute nach dem Umbau wieder durchschlafen.

    Astronomisch gesehen bringt es wahrscheinlich wenig bis gar nichts zwei Laternen zu verändern, der Lichtteppich wird dadurch nur unmerklich weniger.

    Wir haben zwar eine "alte" gelbe Laterne vor dem Haus, trotzdem ist da ohne geschlossene Rollos nicht an Schlaf zu denken.


    Grüße an alle gut ausgeleuchteten Teleskopbesitzer

    Detlev

    Zitat

    »Touchdown confirmed« – »Aufsetzen bestätigt« – das waren die erlösenden Worte der Missionssprecherin des Jet Propulsion Laboratory in Pasadena, Kalifornien um 20:53 Uhr MEZ. Vorangegangen waren sieben Minuten atemberaubender Spannung, während die Raumsonde InSight ihre komplexe Choreografie für die Landung durchlief. Genau nach Plan trat InSight in die Marsatmosphäre ein – Radioteleskope auf der Erde, unter anderem das 100-Meter-Radioteleskop Effelsberg in Deutschland, verfolgten, wie die Raumsonde rasch immer langsamer wurde.

    Quelle: https://www.spektrum.de/news/b…em-roten-planeten/1610254



    NASA-Mission-Seite:

    https://mars.nasa.gov/insight/


    Die Landung als archivierter Livestream: (ARD Tagesschau)