Beiträge von argus

    Hi Jo,


    die Bayer Matrix interpoliert nur die Farbe.
    Über jedem Pixel ist sozusagen ein Photonenfilter.


    Für Planetenfotografie mit möglichst kurzen BLZ ist Oversampling
    angesagt, also Pixelgröße viel kleiner als lineare Auflösung -> lange Brennweite
    oder Barlow. Solange das Licht halt reicht. Deshalb besser on Bayer.


    Für lange Belichtungszeiten bringen mehr als 6" Öffnung in D eh nix.
    Ein ebenes Bildfeld ist da viel wichtiger.


    Grüße,
    argus

    Hi Jo,


    gefällt mir sehr gut was du da machst. Deshalb häng ich mich einfach mit dran mit dem Sternbild Skorpion. Das ist ja aus D nicht zu
    machen, aber hier, von Kreta aus, 35° Breite N, sieht man's vollständig.
    [Blockierte Grafik: http://www.hr5340.com/sco.jpg]


    Aufgenommen bei den Palastruinen von Φαιστός . Da ist eine akzeptabel dunkle Ecke mit freiem Blick Richtung Süden.
    Aufgenommen mit der Coolpix, 7 x 1 Minute, ISO 400, Blende 4, f = 5.8 mm, auf EQ1 mit DC Motor (geht schon so..)
    und natürlich Fitswork :) ...


    Grüße...
    ..argus

    Naja, von der Sonne kriegst du nicht ein so geartetes Signal wie von einem TV-Satellit.
    Ich kann dir nicht sagen wie/ob es mit deiner SDR Software funktioniert, aber was da von der Sonne kommtist ein Rauschsignal.
    Das darfst du in den SDR-Einstellungen nicht unterdrücken. Das willst du messen.


    Haeng doch mal einen Satfinder an dein Setup und richte die Schuessel aus so aus dass die Sonne durch die Antennenkeule laeuft.
    Da wird sich garantiert was tun.
    Am einfachsten tust du dir dann wenn du einen Satfinder nimmst der die Tonhöhe aendert.
    Das akkustische (Spannungs) Signal greifst du ab und gibst es in die LINE IN Buchse der Soundkarte zur Weiterverarbeitung.


    Gruesse,
    argus

    Hi Jo,


    ja, die Stern- bzw. Objektfarben sieht man mit blossem Auge nicht.


    Bin schon jetzt auf den Skorpion gespannt.


    Und ne gute Aussrede fuer teure Fernreisen haettest du jetzt auch.. :thumbup:


    Gruesse,
    argus

    ..die Sonne ist immer noch ziemlich aktiv und bollert herum.
    Hier ein staerkerer X-Ray Flare der Klasse X vom 19.11.2013.
    Je nach Phasenlage aller eintreffenden Signale kann auch
    eine destruktiven Interferenz eintreten - hier sehr gut an der
    blauen Kurve, GBZ 19.6 kHz bzw. 15300 m Wellenlaenge, zu erkennen.


    [ATTACH=CONFIG]5276[/ATTACH]


    Gruesse,
    argus

    ..das Problem mit "Wasserflecken" ist das sich sowohl Glas als auch eine
    eventuelle Verguetung/Entspiegelung/Schutzschicht zu einem ganz geringen
    Teil in Wasser loest. Das ist nicht weiter schlimm fuer die Oberflaeche, aber
    die paar Nanogramm reichen bereits aus damit ein eingetrockneter Wassertropfen
    seine Spuren hinterlaesst. Wer es selbst erfahren will kann einen Tropfen bidest.
    Wasser auf einem Objekttraeger (vom Mikroskop) eintrocknen lassen und sich das
    Ergebnis anschauen.
    Unter Loeslichkeitsprodukt als Suchbegriff gibt es im Internet umfangreiches
    Tabellenwerk, z.B. hier, fuer Magnesiumfluorid, die "blau schimmernde" Verguetung
    http://anorganik.chemie.vias.o…rodukt_tabelle_teil2.html
    Genaugenommen sind es also gar keine Wasserflecken sondern z.B. Kieselsaeureflecken
    von Quarzschutzschichten, oder Magnesiumfluoridflecken von Verguetungen etc.



    Gruesse,
    argus

    Hi Michel,



    hmm, das mit der Reduktion des Rauschens durch Bildaddition wie sie in der Astrofotografie angewendet
    wird funktioniert eigentlich nur wenn sich das Objekt *sehr* viel langsamer veraendert als die Belichtungszeit
    betraegt. Angenommen ich will so die Bilder entrauschen die z.B. einen schnellen Helligkeitsanstieg einer Supernova
    zeigen: dann wuerde photometrisch viel Information verlorengehen und wird so nicht funktionieren. Bekannte Grenzen
    sind auch in durch Bildaddition entrauschter Planetenaufnahmen mit Strukturen die sich drehen/bewegen zu sehen - die
    dann unscharf werden. So wie du sagst: dieser "Trick" funktioniert nicht immer.



    Gruesse,
    argus

    Hi Eisfee,



    aufrechtstehendes seitenrichtiges Bild macht das Starhopping um einiges einfacher - und der 90 grd Einblick um einiges
    bequemer. Die Variante mit Telrad und langrennweitigem Okular im OAZ ist allerdings noch pfiffiger und bei 'Dobsonauten'
    die bevorzugte Methode.



    Hier das Telrad
    http://de.wikipedia.org/wiki/Telrad-Sucher



    ..hier waere z.B. eine Aufsuchkarte fuer die Andromeda Galaxie
    http://www.solarius.net/assets/finder_charts/messier_31.pdf



    und eine Uebersicht ueber alle Messier Objekte
    http://www.solarius.net/Pages/…spx?artid=messier_finders



    und eine fuer die Caldwell Objekte
    http://www.solarius.net/Pages/…px?artid=caldwell_finders



    Gruesse,
    argus

    Hi Eisfee,


    zum 8" f/6 Newton - also 20 cm (8*2.5 cm/Zoll) Spiegeldurchmesser und 6*20 = 120 cm
    Brennweite mit einem 32 mm Okular mit 50 grad Feld:
    1200 mm / 32 mm = ca. 38 fache Vergroesserung. 50 grad Gesichtsfeld geteilt durch 38 ist dann etwa
    1.3 grad "reales" Feld. Auch da passt die Andromedagalaxie nicht rein. Die ist aber auch "riesig", 3 grad.
    Der Monddurchmesser ist 1/2 grad, also dehnt sich diese Galaxie sozusagen ueber 6 Monddurchmesser aus.


    Es ist doch viel besser eine moegliche Erwartungshaltung vorneweg zu korrigieren
    als enttaeuscht durchs Teleskop zu schauen weils nicht so aussieht wie man sichs
    vorstellt. Galaxien sind sowieso eher fotografische Objekte. Kugelsternhaufen schauen
    in dicken Newtons z.T besser aus als auf Fotografien - weil sie in echt halt eben leuchten.
    Galaxien glimmen eher, also Aufhellungen in denen man mit indirektem Sehen und gutem
    dunklen Himmel etwas Struktur erkennen kann. Planeten/Mond sind am besten in farbreinen
    Refraktoren zu beobachten - als Alternative auch in Maksutovs.


    Von allem etwas bietet der kurzbrennweitige 114/450 Newton. Mit einem 3.6 mm Okular
    bei etwa 130 fach ist bereits einiges an Planeten zu sehen. Deep Sky maessig geht
    auch schon was- man sieht z.B. im Randbereich den Kugelsternhaufen M13 aufgeloest, erkennt
    den Ringnebel als Ring, sieht die Hantelform des Hantelnebels angedeuted, die Whirlpoolgalaxie M51
    aus zwei Zentren bestehend, M81/M82 als Galaxienpaerchen zusammen in einem Feld, zwei Kugelsternhaufen
    im Schlangentrager auch zusammen in einem Feld.


    Mit etwa 250 EUR bist du damit dabei, Montierung, Tubus, Leuchtpunktsucher, ein 10er, 32er
    und 3.6er Okular. Falls du jetzt zu diesem Geraet tendierst achte unbedingt auf den
    Parabolspiegel damit du auch am Planeten was zu sehen kriegst. Zu guter Letzt ist das
    ganze Setup klein und leicht, also mit einer Hand komplett zu tragen. Aus meiner Sicht
    so fuer 250 EUR kein schlechter Einstieg. Ich selbst hab' das Teil schon mehr als 5 Jahre.
    Hatte auch 8" Newton, 12" Newton, 90/900er Refraktor, 102/1400 Maksutov. Geblieben ist
    90/1250 Mak, 80/400 Achromat und eben besagter kleiner Newton - den finde ich persoenlich am
    universellsten und praktischten, mit allen pros und contras hat er sich doch als das "Beste"
    durchgesetzt. Und deine "geliebte" Andromeda Galaxie macht darin in Stenen eingebettet auch
    eine recht gute Figur.


    Und bedenke, es soll ja ein Hobby sein. Zuviel Perfektion bedeuted da oft das Ende von Spass
    und Begeisterung und endet in einer finanziellen Materialschlacht. Lass es halt langsam
    angehen und dann siehst du schon wie es sich weiterentwickelt. Dann musst du dir auch nicht
    die Hirnwindungen zermartern was denn nun das "endgueltig Beste" ist - wozu? Das endgueltig
    Beste ist eh deine Begeisterung an der Sache, die sollst du dir erhalten.


    Gruesse,
    argus

    Hi Eisfee,


    der 90/1250 Skywatcher Maksutov bringt dir die gleiche Beobachtungsguete wie der 90/900
    Achromat bei weniger Farbfehler und viel kleinerer "Wackligkeit". Bist du auch an Deep Sky
    interessiert waere der 114/450 Newton mit *Parabolspiegel* eine Alternative. Beide genannten
    Teleskope sind kurzbauend und damit bereits auf "kleinen" Montierungen brauchbar.

    Zum Sichtfeld am Beispiel der Andromeda Galaxie: Sie hat eine Ausdehnung von etwa 3 grd.
    Das Sichtfeld mit einem 32 mm Ploessl waere am 90/1250 Maksutov etwa 1.3 grd, am 90/900
    Refraktor eta 1.8 grd und am 114/450 Newton etwa 4 grd. Der 114/450 Newton waere also das
    einzige Geraet in die diese Galaxie "reinpasst". Bei den anderen zwei sieht du nur
    Ausschnitte davon.


    Hier nochmal die 3


    http://www.skywatcher.com/swtinc/product.php?id=81&class1=1&class2=108


    http://www.skywatcher.com/swtinc/product.php?id=62&class1=1&class2=104


    http://www.skywatcher.com/swtinc/product.php?id=340&class1=1&class2=103


    Also mit Schwerpunkt Planeten waere der langbrennweitige Mak ein passender
    Einstieg, mit Schwerpunkt Deep Sky der Newton. Den Achromat wuerde ich wegen des
    Fabfehlers und des langen Hebels (= wacklig) hinten an stellen.


    Eine kleines Teleskop in einer Dobson Montierung wuerde ich nicht empfehlen es sei
    denn du hast immer was wo du es draufstellen kannst - um nicht im Grass knien zu muessen.
    Andrerseits kannst du bei den aequatorialen Montierungen die Stundenachse immer senkrecht
    stellen und hast somit eine azimutale Montierung analog der Dobson Montierung in
    angenehmer Einblickhoehe. So koenntest du z.B. den 114/450 Newton bei geringer Vergroesserun
    auf der EQ-1 azimutal betreiben fuer Deep Sky Streifzuege und aequatorial fuer Planeten
    bei hoher Vergroesserung - sozusagen zwei Fliegen mit einer Klatsche.
    Das waere die Preisklasse so 200-300 EUR.


    Eine Preisklasse hoeher ware dann der 8" f/6 Newton, rechne im Endausbau mit etwa 600 EUR.
    Mit dem 10 mm Okular kommst du auf 120 fach, 160-200 fach fuer Planeten ware empfehlenswert.
    Also ein 6 mm Okular als Weitwinkel Version damit du nicht so oft die Montierung "schubsen"
    musst. Mit dem Sucher wirst du als Anfaenger nur Planeten finden. Also muss noch ein Telrad
    zum Aufsuchen von Deep Sky Objekten her. Dann noch ein 32 mm Uebersichtsokular, ein Spiegelluefter
    um das Tubus Seeing zu unterbinden...etc.


    Noch was gaebe es zu bedenken, der Dobson wiegt etwa 25 bis 30 kg, der kleine Mak bzw. Newton
    samt Stativ weniger als die Haelfte, kostet also viel weniger Ueberwindung auch mal fuer eine Wolkenluecke
    rausgestellt zu werden. Und die "kleinen" Teleskope sind auch viel schneller "ausgekuehlt" und
    einsatzbereit und diese Fakten alle zusammengenommen koennen durchaus dazu fuehren dass du
    damit "mehr" sehen wirst als mit einem grosseren, schwereren Geraet. Visuell besser, also mehr
    Kontrast und Aufloesung, ist aber auf jeden Fall der 8" f/6 Newton.


    Gruesse,
    argus

    Hi Zarkasmus,


    fuer den Mond wuerd ich dir dieses Programm empfehlen
    http://sourceforge.net/projects/virtualmoon/
    und fuer den Rest vom Himmel das da
    http://sourceforge.net/projects/skychart/



    Kann man auch alles ausdrucken, laminieren (gegen
    Feuchtigkeit) und zum Beobachten mitnehmen.



    Als 300 EUR Teleskop mit Schwerpunkt Mond/Planeten
    wuerd ich mir sowas holen:
    http://www.astroshop.de/skywat…2-1300-skymax-eq-2/p,5032



    Hier ein kleiner Testbereicht mit Fotos:
    http://www.binoviewer.at/testberichte/102mmTravelmax.htm



    Gruesse,
    argus

    Hi Jan,


    wenn es ein f/5 Newton ist kommst du damit auf eine Vergroesserung von etwa 300. Das ergibt einen winzigen Himmelsausschnitt, wahrscheinlich triffst
    du den Stern nicht, auch dann nicht wenn er exakt im Fadenkreuz des Suchers ist. Versuch mal am Mond mit dem 3.2 mm so scharf wie moeglich zu
    stellen, dann einen Stern im Sucher anvisieren und dann mit dem Teleskop durch kleine Bewegungen das Himmelsaeral etwas abfahren. Mit etwas Geduld sollte der Stern dann im Okular auftauchen.


    Gruesse,
    argus