Und wieder ein neuer

  • Hallo an alle hier im Forum


    Ich heiße Christian bin 27J. und komme aus dem Raum Kreis Minden-Lübbecke.
    Ich habe ein Skywatcher 150/1200 EQ 3-2 geschenkt bekommen und hoffe das ich vielleicht mal den Jupiter etc. zu sehen bekomme:)


    Heute abend versuche ich mal ob ich überhaupt was am Himmel finde, komme zwar über haupt noch nicht klar aber ich hoffe ihr helft mir ein wenig:whistling:D

  • http://www.stellarium.org/

    Hallo Chris,

    willkommen hier auf unserer familiären Veranstaltung. Mit oberem Link kommst Du an ein kostenloses Sternhimmel-Programm, das sehr leistungsfähig ist. Probier es aus.

    Einen kleinen Himmelsatlas wirst Du schon brauchen, vielleicht das Buch "Welcher Stern ist das?" Google hilft beim Suchen.
    http://www.sn.schule.de/~astro…att/pdf/72dpi/afofb05.pdf
    Mit bloßem Auge schaut das im Südwesten bei Sonnenuntergang so aus:
    http://www.wunderground.com/wximage/viewsingleimage.html?mode=singleimage&handle=Baudwalk&number=78&thumbstart=5&gallery=CURRWEATHER

    http://www.sternenhimmel-aktuell.de/
    http://www.sternenhimmel-aktuell.de/Hauptseite.htm
    http://www.sternenhimmel-aktuell.de/Hauptseite3Pl.htm

  • Hi Chris,

    mit so einem klassischen 6" f/8 Newton kannst du sehr schöne Beobachtungen von
    Mond und Planeten machen. Die Venus steht zur Zeit als hell leuchtender "Abendstern"
    unuebersehbar im Westen. Sollte leicht zu finden sein und daran kannst du auch gut
    den Sucher/Pointer ausrichten.

    So um 22:00 Uhr koenntest du dich am Orion Nebel versuchen. Der Orion steht dann
    als sehr markantes Sternbild im Sueden.

    Ich hab' exakt den gleichen Newton - allerdings auf einer anderen Montierung - und
    verwende ihn in erster Linie zur Mondfotografie mit einer WebCam.



    Falls dich Mondformationen interessieren gibt es hier einen sehr guten
    Mondatlas fuer den PC http://www.ap-i.net/avl/en/download als Download.

    Gruesse,
    argus

  • Guten morgen,


    Erstmal danke für die Tipps:)
    Habe gestern mal versucht mir den Venus Abendstern anzuschauen, hat auch geklappt:D ich habe ein 10mm Okular verwendet, müsste ja dann eine Vergrösserung von 120x gehabt haben oder?


    Den Orionnebel habe ich mir nicht mehr abgeschaut, da ich ein Eisklotz war, muss mir erst noch wärmere Sachen besorgen.


    Ich fand den Venusstern sehr hell im Teleskop, welche filter könnt ihr mir denn noch empfehlen? Wollte mir noch einen Mondfilter und eine Barlow Linse 2x besorgen.


    Was mich noch interessieren würde wo es Bilder von Sternen und Planten gibt, mit Vergrösserungsangaben.


    MFG


    Chris

  • Hallo Chris,


    ... hoffe das ich vielleicht mal den Jupiter etc. zu sehen bekomme ..


    Ist zur Zeit etwas ungünstig. Er geht um 9:32 Uhr auf und um 17:51 Uhr unter.


    Was ansonsten die Orientierung am Himmel betrifft, Ich kann nur immer wieder den skyscout (ISBN 3-938469-04-89) empfehlen. Kostet so um die 10 Euro. Ist nach meinen Ermessen ideal für Einsteiger.

  • Hi Chris,

    bei der Venus ist es schwierig Oberflaechendetails zu sehen. Interessant ist
    da vor allem die Phase - so aehnlich wie beim Mond kann sie auch wie eine Sichel
    aussehen.
    Die Vergroesserung ist immer Teleskopbrennweite durch Okularbrenneite, als in deinem
    Fall 1200 mm / 10 mm 120fach. Mit einer 2x Barlow verlaengerst du die Brennweite auf
    2x 1200mm, also 2400 mm, und kommst dann mit dem 10 mm Okular auf 2400/10, also 240fache
    Vergroesserung. Farbfilter sind so eine Sache, manche schwoeren drauf, andere sehen
    damit auch nicht mehr. Ein leichter neutraler Graufilter ist wohl das universellste
    um helle Objekte etwas abzublenden. Linienfilter (wie UHC) heben den Kontrast bei
    den meisten Emissionsnebeln.
    Aber das wichtigste ist das du dich am Himmel zurechtfindest, also die Sternbilder
    kennenlernst und Winkel und Abstaende abschaetzen kannst - dann kannst du auch alles
    finden. Moeglicherweise ist beim Skyscout ja bereits eine drehbare Sternkarte dabei,
    wenn nicht waere das noch eine gute Ergaenzung. Da gefallen mir die selbstleuchtenden
    am besten.
    Wenn du Sterne mit einem guten Teleskop vergroesserst bleiben es trotzdem immer
    Puenktchen, aber Doppelsterne, vor allem wenn sie verschiedenfarbig sind, sind
    schoen anzusehen.

    Gruesse,
    argus

  • Eine drehbare Sternekarte habe ich schon, nur ist mir noch nicht ganz klar wie das mit den Grad , Std und Min geht:whistling


    In meinem Buch steht das es reicht wenn ich das Teleskop zum Polarstern ausrichte, aber wie finde ich dann die Objekte auf der Südlichen, westlichen oder östlichen seite? :huh:


    Wollte das heute abend nochmal auspobieren, hoffe ihr könnt mir noch mal helfen:)

  • Hallo Chris,


    > In meinem Buch steht das es reicht wenn ich das Teleskop zum Polarstern ausrichte, aber
    > wie finde ich dann die Objekte auf der Südlichen, westlichen oder östlichen Seite …


    Manche Anleitungen sind leider für Anwender geschrieben, die sie gar nicht brauchten, und für die, die sie brauchten, sind sie leider etwas unverständlich.


    Diese Beschreibung ist wahrscheinlich wieder mal ein typisches Beispiel dafür.


    Normalerweise sollte in deiner Monti da ein Polsucher stecken:



    Mit diesem wird die RA- Achse der Monti auf den Himmelsnordpol ausgerichtet. Diese Ausrichtung sollte dann den ganzen Abend bestehen bleiben. Wie das genau gemacht wird, habe ich schon hier Beschrieben:


    http://www.astro-foren.de/showthread.php?t=8995


    Durch Drehen um die RA stellt Du ein, in welche Himmelsrichtung du schauen willst und durch Veränderung der DEC-Achse wie weit das Objekt vom Himmelspol weg sein soll.


    Ich vermute aber, dass in deiner Monti kein Polsucher steckt. Also musst Du deine Monti so ausrichten, dass ein gedachter Polsucher in etwa in Richtung Polaris zeigt. Solange Du nicht fotografieren willst, ist dass alles nicht so dramatisch.


    > Eine drehbare Sternekarte habe ich schon, nur ist mir noch nicht ganz klar wie
    > das mit den Grad , Std und Min geht


    Man stellt die Uhrzeit auf das Datum und hat dann den Sternhimmel so, wie man ihn zu diesem Datum und der betreffenden Uhrzeit auch wirklich sieht. Sollte aber als Beschreibung zu jeder Sternkarte mitgeliefert sein.

  • Hi Chris,

    nun, du richtest nicht das Teleskop nach Norden aus sondern die
    Stundenachse der Montierung. Das Teleskop kannst du dann in jede
    beliebige Position schwenken. Achte einfach drauf das das Gegengewicht immer in die gleiche Himmelshaelfte zeigt wie das zu beobachtende Objekt,
    dann sollte es passen. Es kann sein das du dazu das Teleskop in den Rohrschellen drehen oder auch umschwenken musst - ergibt sich von
    Fall zu Fall.

    An der drehbaren Sternkarte stellst du Monat und Uhrzeit ein und bringst
    Sueden zur Deckung. Was du dann auf der Sternkarte siehst solltest du am Himmel erkennen koennen. Wenn du ein Sternbild erstmal erkannt hast
    findest du es auch immer leicht wieder.

    Gruesse,
    argus

  • Hallo,

    Venus war gestern abend gegen 17:00 Uhr sehr hell zu sehen mit bloßem Auge und im 500/2000 Dobson
    als Halbmond, deswegen die Helligkeit. Der Orion-Nebel mit 40 mm Übersichtsokular bzw. 50-fach auch nur
    schwarz-weiß, also noch keine Farbe. Dafür aber das Trapez sehr schön und zumindest der 5. Stern eben-
    falls. Kalt war es auch, so ganz nebenbei.

  • > Eine drehbare Sternekarte habe ich schon, nur ist mir noch nicht ganz klar wie
    > das mit den Grad , Std und Min geht


    Man stellt die Uhrzeit auf das Datum und hat dann den Sternhimmel so, wie man ihn zu diesem Datum und der betreffenden Uhrzeit auch wirklich sieht. Sollte aber als Beschreibung zu jeder Sternkarte mitgeliefert sein.


    Hallo Hans_Ulrich


    wie das mit der Sternenkarte funktioniert weiß ich schon:D das klappt auch.


    Ich meinte eigentlich die Grad, Std und Min auf der Montierung :whistling,habe ich wohl ein wenig unvertsändlich geschrieben:)


    Damit soll man ja auch Sterne und Planeten finden, oder muss ich mir jedes einzelne Objekt selber suchen?


    Danke für eure Hilfe


    Mfg


    Chris

  • Hallo Chris,


    > Ich meinte eigentlich die Grad, Std und Min auf der Montierung ,habe ich wohl ein wenig
    > unverständlich geschrieben


    Ich hatte so was schon fast vermute, dachte mir aber, fängst erst mal mit dem einfacheren an …


    Jetzt aber im ernst, vergiss die Skalen an deiner Monti. Sehen zwar schön aus, haben aber kaum einen praktischen Wert. Mit einem guten Übersichtokular wirst Du ein Sichtfeld von knapp einem Grad haben. Das ist mit Sicherheit weniger, als die Skalen hergeben. Dazu kommt noch, dass das nur funktioniert, wenn die Monti richtig ausgerichtet (Polsucher) ist. Der Fehler beim Polsucher addiert sich noch zum Fehler deiner Skalen.


    Du wirst nicht darum kommen, die wichtigsten Sternbilder zu lernen. Eine Handvoll reicht da schon am Anfang. Es werden dann automatisch immer mehr. Damit kann man sich dann am Himmel schon ziemlich gut orientieren. Viele M-Objekte befinden sich in der Nähe von markanten Sternen. Wenn man das erste Mal noch 10 Minuten gesucht hat, klappt das beim zweiten Mal in weniger als einer Minute.


    Es gibt noch eine andere Herangehensweise, mit der man auch oft sehr schnell zum Erfolg kommt. Voraussetzung ist aber eine einigermaßen vernünftig ausgerichtete Monti. Man sucht sich in einem Astroprogramm einen markanten Stern in der Nähe des Objektes, dessen RA oder DEC-Wert sich weniger als ein halbes Grad unterscheidet. Man sucht diesen Stern am Himmel und braucht dann nur noch einen Wert (RA oder DEC) zu verändern. Wenn man dann noch weiß, um wie viel Grad sich die Monti bei einer Umdrehung der Handräder verändert, kommt man sehr schnell zum Ziel.

  • Hallo Chris,

    Quote

    Ich meinte eigentlich die Grad, Std und Min auf der Montierung :whistling,habe ich wohl ein wenig unvertsändlich geschrieben:)

    Damit soll man ja auch Sterne und Planeten finden, oder muss ich mir jedes einzelne Objekt selber suchen?



    Genau genommen gibt es mehrere Arten, Objekte am Himmel zu finden:

    Man betrachtet sich Feldaufnahmen vom Objekt, z.B. Der Pferdekopf-Nebel im Orion (Richtung 08:00 Uhr)unterhalb des linken Gürtelsternes - das wäre Zeta Orionis - und versucht sich an hand von Karten oder Fotos mit hellen benachbarten Sternen den Ort einzuprägen, um ihn dann mit einem Übersichts-Okular (40 mm) zu finden. Die Stelle fand ich gestern abend beispielsweise, den Nebel trotz 500/2000 Newt6on jedoch nicht, der ist zu lichtschwach. OK!



    Die beiden Skalen an der Montierung haben sehr wohl ihren Sinn, allerdings nur, wenn die Montierung genau "einge-nordet" ist. Dann sollte, nach einer Eichung, die Sterne auf genau dem Betrag für Deklination liegen (= Höhen-Winkel bzw. Höhenachse). Da sich die Skala für Stundenachse mitdreht, wäre es z.B. ausreichend, über einen hellen Stern die Stundenachse mit der jeweilig aktuellen Sternzeit zu eichen, und von dort fändest Du dann alle anderen Objekte an diesem Abend. Es ginge aber auch über die Differenz der Stundenachse, wie sie von einer Himmelskarte zu ermitteln ist. Habe ich am Anfang bei DeepSky-Objekten immer so gemacht.

    Die nächste Möglichkeit wäre das GPS-System, das Dich wahlweise über Objekt- oder Koordinaten-Eingabe dorthin bringt, wo Du hinwillst. Beim C11 beispielsweise stimmt die Positionier-Genauigkeit ungefähr.

    Mit viel Routine bist Du am Schluß dort, wo Dich der Hans-Ulrich hin haben willst. Aber auch der Himmels-Hohl-Globus funktioniert genau so, wie unser GPS-System auf der Erde: Über die Eingabe der Koordinaten kommt man exakt auf den richtigen Punkt.

    Im Übrigen findest Du unter Google/Bilder jede Menge an Aufnahmen, wie die Objekte tatsächlich aussehen, wie Du sie visuell jedoch selten genau so siehst. Nur bei Planeten und Mond hast Du bessere Karten.

    großes Bild hier
    http://www.spacetelescope.org/
    http://helios.augustana.edu/sc…g-crop-apod-20-apr-05.jpg
    http://apod.nasa.gov/apod/image/0504/bigorion_wang.jpg
    http://canopus.physik.uni-pots…/Ori_50mm_Halpha_1000.jpg
    http://apod.nasa.gov/apod/imag…/horseloop_erdman_big.jpg !!!!!

  • Hallo allerseits,


    @ Wolfgang



    Die beiden Skalen an der Montierung haben sehr wohl ihren Sinn, allerdings nur, wenn die Montierung genau "einge-nordet" ist. Dann sollte, nach einer Eichung, die Sterne auf genau dem Betrag für Deklination liegen (= Höhen-Winkel bzw. Höhenachse). Da sich die Skala für Stundenachse mitdreht, wäre es z.B. ausreichend, über einen hellen Stern die Stundenachse mit der jeweilig aktuellen Sternzeit zu eichen, und von dort fändest Du dann alle anderen Objekte an diesem Abend. Es ginge aber auch über die Differenz der Stundenachse, wie sie von einer Himmelskarte zu ermitteln ist. Habe ich am Anfang bei DeepSky-Objekten immer so gemacht.


    Im Prinzip hast Du ja recht, wenn da das Wörtchen wenn nicht wäre. In dem Fall ist es die Genauigkeit der Skalen der EQ3 die dir da einen Strich durch die Rechnung macht. Selbst mit etwas Übung dürfte die Einstellgenauigkeit immer noch schlechter als ein Grad sein.



    Mit viel Routine bist Du am Schluß dort, wo Dich der Hans-Ulrich hin haben willst.


    Eigentlich ist das was ich beschrieben eine der einfachsten Methoden etwas am Himmel zu finden. Man muss sich nur am Tag hinsetzen und mit einem Astroprogramm sich einen sinnvollen Ausgangspunkt aussuchen. Ein Ausdrucken einer Sternkarte des betreffenden Bereiches, in dem man dann noch einträgt, was man machen will, ist auch sehr hilfreich.


    @ Chris


    Nun streiten sich schon die Experten, wie hieß es so schön im „Faust“:“ Nun stehe ich hier, ich armer Tor und bin genauso klug wie zuvor“.

  • Gehn wir mal rechnen, Hans-Ulrich,

    bei 1200 mm Fokus und einem Bildfeld-Blende von 20 mm bei einem Okular mit 20 mm Fokus hätte man eine Vergrößerung von 60-fach bei einem Bildfeld-Durchmesser am Himmel von 0° 57' 17.43" Bogensekunden. Und das wäre tatsächlich im Bereich der von Dir behaupteten Toleranz, aber nur, wenn die Mißweisung tatsächlich 1° groß ist. Bei Differenzbeträgen kann das nicht so groß sein. Man müßte also noch die Mißweisung pro Drehwinkel kennen für beide Achsen. Für die Stundenachse läßt sich das mit einer normalen Uhr recht leicht überprüfen, da 86.400 Sonnenzeit-Sekunden entsprechen ungefähr 86.636,6 Sternzeit-Sekunden, und das wären knapp 4 Zeit-Min pro Tag. Bzw. 4 Zeitminuten sind ungefähr 1° Drehwinkel.

    Wenn Chris jedoch ein 40 mm Großfeld-Okular benutzt, dann wäre sein tatsächliches Gesichtsfeld in der Gegend von 2°, und da sollte man dann was finden - so es hell genug ist für den Skywatcher 150/1200.
    Bei der Positionierung meines C11 muß ich auch mit einem Großfeld-Okular auf Suche gehen, was aber bei Deep Sky Objekten dann doch immer funktioniert.

  • Hallo Wolfgang,


    Ich bin gerade vom Rechnen zurück ...


    Hast Du dir schon mal die Skalen und die Ablesemöglichkeit bei einer EQ3 angeschaut? Das ist kein Ablesen, dass ist Schätzen (Chris, ich will dir deine Monti nicht madig machen. Aber an dieser Krankheit leidet nicht nur die EQ3).


    Was das reale Sichtfeld betrifft, ist übrigens bei einem 1 1/4 Zoll Auszug bei zirka 30 mm Brennweite das Ende der Fahnenstange erreicht. Eine längere Brennweite bringt keinen Gewinn an Sichtfeld. Das funktioniert erst wieder mit einem 2 Zoll Auszug.

  • Hallo ,


    danke erstmal für eure Hilfe!
    Ich denke das man erstmal ein wenig üben muss, ich habe mir schon ein paar Objekte raus gesucht die ich mir anschauen möchte und die leicht zufinden sind, mal sehen wie es klappt ich werde ich dann Neujahr berichten:)


    Ich wünsche euch allen ein Guten Rutsch ins neue Jahr


    Gruß Chris

  • Hallo,

    aus dem 1. Beitrag von Chris ist nicht erkennbar, ob die Angabe 150/1200 sich auf einen Newton oder
    einen Fraunhofer Zweilinser bezieht. Der Newton hätte, laut Bild offenbar nur einen 1 1/4 Zoll Okularauszug,
    das begrenzt das Bildfeld auf max. 30 mm oder 1° 26' Bildfeld am Himmel. Beim Zweilinser ist vermutlich ein
    2" Oku-Auszug möglich.

    Welche EQ ?? da in meinem Keller liegt, hat mir keine Aufschrift verraten. Die Situation der Teilstriche
    ermittelt sich in diesem Fall wie folgt. Wer also aus der Feinmechanik kommt, hätte kein allzu großes
    Problem.

    Deklinations-Achse: Mit Nonius käme da eine "mögliche" Genauigkeit von 0.25° heraus.



    Stundenachse: Auch hier wäre man im Ablesebereich so um die 1° Drehwinkel helle Skala (der Bezugs-
    Strich für dunkle Skala unten müßte nachgearbeitet werden) Auch hier läßt sich ein Nonius anbringen.
    Ideal ist die Skala sicher nicht, aber als Hilfsmittel gar nicht so schlecht. Auch eine Lupe verbessert die
    Situation.



    an alle ebenfalls einen "guten Rutsch" und ein fröhliches Jahr 2009

  • Hallo Wolfgang,


    Du hast wie immer im Prinzip recht, wenn da das Wörtchen "wenn" nicht wäre.


    Der Nonius der DEC-Skale ist (zu mindestens bei meiner) räumlich zur Skale versetzt. Damit hängt das abgelesene Ergebnis vom Betrachtungswinkel ab.


    Die helle Skale bei RA ist übrigens zum Einstellen des Datum für den Polsucher. Der Nippel zum Ablesen ist ja noch einfacher gehalten als bei meiner EQ5. Da tritt ebenfalls ein Versatz je nach Betrachtungswinkel auf. Und zwischen zwei Strichen ist ja schon ein Unterschied von 2,5 Grad.


    Ich habe das mit dieser unmöglichen Skale mehrfach praktisch versucht. In der Regel mit negativen Erfolg.


    Übrigens, die Schraube im unteren Teil des Bildes ist eine geniale Erfindung. Es konnte mir nur noch keiner sagen, wozu sie gut ist. Sie arretiert die RA-Skale in einer (nur einer) festen, nicht mitdrehenden Stellung.

  • Schau, lieber Hans-Ulrich,

    deshalb auch dieser, mein Satz:

    Quote

    Wer also aus der Feinmechanik kommt, hätte kein allzu großes
    Problem.


    Da lernt man nämlich bei der Benutzung einer Schiebe-Lehre, auch Caliber oder Meßschieber genannt, also einer solchen, die noch Teilstriche hatte mit 20-er Nonius, und keine Digital-Anzeige,

    man lernt also, daß man auf die Teilstriche nie schräg draufschauen darf, weil dann das Ergebnis nicht stimmen würde wegen der Paralaxe. Schon die Benutzung einer Lupe würde einen zwingen, immer aus der gleichen Richtung draufzuschauen.

    Früher wußte man das offenbar noch, heute ist die Sache mit der Digital-Anzeige weitaus einfacher. Nur - die hatte man zu der Zeit, als ich Feinmechaniker lernte, noch nicht. Iss immerhin tatsächlich schon 50 Jahre her . . .

    Soll soviel heißen - man braucht nur zur deutschen Gründlichkeit zurückzukehren, und schon würde die Sache ganz gut funktionieren.