Frage zu Auflagepunkten bei Spiegelzelle

  • Hallo,
    ich habe mal mit Plop Rumgespielt und das hat mir folgende Auflagepunkte geliefert.



    Daten:
    Spiegeldurchmesser 200mm
    Dicke am Rand 30mm


    Kann mir jemand diese Punkte bestätigen?Oder habe ich bei Plop Mist gebaut?
    Falls die Zeichnung nicht ganz klar sein sollte,kann ich gerne noch weiter Erläuterungen dazu geben.Die Punkte innerhalb der roten Kringel sind die Auflagepunkte.


    Hier mal noch die grafische Auswertung von Plop.




    Grüße Rainer

  • http://rohr.aiax.de/CELL.EXE

    Hallo Rainer,

    Schau mal, ob dieses Programm bei Dir noch funktioniert.

    auf meinen früheren Rechnern hatte/habe ich ein DOS-Programm Cell das die Abmessungen der Stütz-
    punkte berechnete, und zudem eine Zeichnung ausdruckte - nur leider hängt dieser alte Rechner nicht
    mehr am Drucker.

    Trotzdem folgende Daten:

    Spiegel 200/1000 (f/5)

    Gesamtstützpunkte 9 (reicht in diesem Fall)

    6 Auflagepunkte außen mit Radius 77.62 mm
    3 Auflagepunkte innen mit Radius 32.39

    gleichschenkliges Dreieck für Stützpunkte:

    Basis 77.6 mm, Höhe 34.8 mm Schwerpunkt von Spitze 23.2 mm

    Ich bin mir aber sicher, daß irgendwo im Web dieses Programm zu finden ist -
    es hat nämlich zuverlässig funktioniert.

    Siehe auch: http://www.rzuser.uni-heidelberg.de/~c88/spiegelzelle.html



    Übrigens bei einem solch kleinen Spiegel werden oft nur 3 Stützpunkte genommen.

  • Hallo Wofgang,
    Danke schonmal für deine Infos.
    Bei dem Spiegel handelt es sich um den 8" Schiefspiegler mit 4m Systembrennweite.
    Ich will die Zelle gerne in der Art einer Linsenfassung Ausführen.Also zweiteilig ohne diese hässlichen Klammern...
    Bei AOK wurden damals auch 3 Punkte verwendet(laut Beat Kohler)
    Aber die 6 Punkte sind bei diesem Zellendesign ja auch kein Mehraufwand.Da werden einfach die Plopps/Korkplättchen auf den Zellenboden Geklebt.
    Vielleicht mache ich aber auch einen Denkfehler?
    Hier mal Plop mit 3 Punktlagerung.



    da sieht m.E.mit 6 Punkten freundlicher aus(?)
    Das von die verlinkte Programm fuktioniert bei mir leider nicht.


    Grüße Rainer

  • Hallo Rainer,

    heißt Dein Plop-Programm zufällig gui_plop ? Jedenfalls sei so gut und gib eine Web-Adresse an, wo man es findet.

    Nun zur Sache:

    Üblicherweise brauchst Du für die Hauptspiegellagerung nur Durchmesser,
    Fokus und Randdicke, eventuell Bohrung mit Durchmesser. Die Systembrennweite iss wurscht.

    Bei diesem Durchmesser würde bereits eine 3-Punktlagerung reichen wie hier:



    Das setzt aber vorraus, daß Du genau über diesen Auflagepunkten den Spiegel arretierst, sonst verformt man das Glas und damit das System.

    Ganz allgemein gilt für die Lagerung, daß bei einer Scheibe mit Durchmesser 1 die Fläche genau auf einem Kreis von 0.707 vom Durchmesser geteilt wird, und demzufolge dort entweder 3 oder 6 Punkte liegen müssen. Hat man mehr Auflagepunkte, dann hat man zwei Kreise, auf denen sich die Auflagepunkte verteilen. Ein einschlägiges Programm muß also auf zwei oder 3 Kreisen die Unterstützungspunkte verteilen.

    Bei 200 mm ist das aber nicht so akribisch zu sehen. Nur was Dein Bild als Unterstützungspunkte zaubert, kann so nicht stimmen.

    Warum klebst Du nicht einfach den Spiegel mit drei ca. erbsengroßen Silikon-Pads in der 0.707 Zone auf
    eine Metall-Platte - das sollte eigentlich funktionieren. (Dicke der Pads ca. 3 mm)

  • Hallo Wolfgang,
    folgendes Programm hatte ich verwendet.
    http://www.davidlewistoronto.com/plop/
    Ok - das wären dann 3 oder auch 6 Punkte auf einem Kreis mit ca 140mm Durchmesser.
    Das Programm kam auf etwa 120mm Durchmesser.
    Das ganze soll aud POM gebaut werden.


    Grüße Rainer
    P.S.: nur um Sicherzugehen - es geht nur um die inneren Punkte/Kringel in der Zeichnung.Die Kringel außen sollen Gewinde darstellen...

  • Hallo Rainer,

    das ist schon das Programm, das ich meinte. Der Durchmesser ist nicht so kritisch bei 3-6 Punkten. Gefühlsmäßig würde ich aber auf den 0.707 * Durchmesser gehen, weil das die Mittellinie von innerer und äußerer Fläche ist. Genaugenommen unterteilt man die Fläche in gleiche Einzelflächen und unterstützt diese Flächen in ihrem Schwerpunkt.

  • Hallo Wolfgang,
    herzlichen Dank!Ich hab meine Zeichnung entsprechend Angepasst.Die Gewinde außen(für den Haltering) habe ich vorsorglich auf eine Linie(vomZentrum ausgehend) mit den Auflagepunkten gelegt.Ich glaube zwar,daß der Ring steif genug wird,und viel Druck wird ja auch nicht Ausgeübt,aber sicher ist sicher ;)


    Grüße Rainer

  • Download: distrib.zip http://rohr.aiax.de/distrib.zip

    http://www.davidlewistoronto.c…20for%203%20point%20cells

    Hallo Rainer:

    Bei diesem Programm sind für mich die Ergebnisse nicht schlüssig, speziell die Dreipunkt-Lagerung

    http://rohr.aiax.de/example44raw.gr

    stammt aus oberstem Link.

    Habe mich gerade mit Philip darüber unterhalten, von dem folgender, recht iinteressanter Einwand kommt:
    Bei der Berechnung der Unterstützungs-Punkte würde PLOP berücksichtigen, daß sich die Parabel bei der
    Durchbiegung durch die Auflagepunkte in eine andere Parabel verformen würde, auf die dann ohnehin
    fokussiert würde. Dadurch entstünde eine Geometrie der Unterstützungspunkte, die der Intuition zunächst
    widerspricht, mathematisch aber doch stimmen würde.

  • Hallo Wolfgang,
    hmmm aus den Zahlenkolonnen werd ich nicht Schlau...
    Aber deine Erklärung zu dem Grundprinzip der Spiegellagerung hat mir sehr Weitergeholfen.
    Mit etwas(oder auch etwas mehr) Nachdenken hätte ich da auch drauf kommen können.
    Aber wenn man mitten drin steht im Wald,sieht man keine einzelnen Bäume mehr:huh:
    Ich habe schon genug damit zu Kämpfen das ganze in CAD Abzubilden - learning by doing...:whistling
    Also ich halte mich an den 0,707 Durchmesser.


    Grüße Rainer

  • Besten Dank. Könnte ich nicht theoretisch für die Wippen-Punkte ein Gelenklager einsetzen anstatt eines Zylinderstiftes ? Gut, ein Zylinderstift reagiert bestimmt feinfühliger auf Bewegung, jedoch habe ich hier gerade noch ein paar Lager rumfliegen.


    Gruss Bengt

  • Ähm, richtig... Aber nicht das ich jetzt diverse Beiträge falsch verstanden habe... Die Wippen sollen doch "wippen", wie so eine Kinderwippe, die du mal als Beispiel genannt hattest. Bzw. Baumstamm samt Holzbalken. Nur verdrehen dürfen die Wippen sich nicht.
    Richtig ?

  • Die Wippen sollen wirklich nur wippen, und nicht auch noch drehen !!
    sonst müßte man Tripper (falsch) Dripper dazu sagen.



    es drehen sich im Übrigen bereits die Auflage-Dreiecke


    Heinz Erhardt:
    Die Oase träumt im Schatten hoher Palmen,
    deren Wedel leise wippen, wippen, wippen -
    genuch gewippt.
    Plötzlich zwei Kamele, erst ein kleines, leichten Schrittes,
    dann ein großes schweren Trittes -
    Sie benetzen ihre Kehle mit des Tümpels trü-hü-hü-ber Sooooße
    und entfliehen...
    Erst das kleine, dann das große.