8 Zoll Newton

  • Hallo zusammen


    Bin am parabolisieren meines ersten 8 Zöller. Zur Prüfung desselben habe ich mir ein Bath-Interferometer, wie es hier auf diesem Forum bestens beschrieben wird nachgebaut. Zur Auswertung benutze ich FringeXP.
    Nun bin ich als Anfänger im Spiegelschleifen und der Interferometrie unsicher, ob ich meine Optik im jetzigen Zustand belassen soll und zum Aufdampfen der Aluschicht verschicken kann. Für Eure kritischen Anregungen und Bemerkungen vielen Dank.


    Herzliche Grüsse Konrad

  • Hallo Konrad,

    - Radius = 2968 mm, Durchmesser = 203 mm, wave = 532 nm komme ich mit AtmosFringe auf einen Strehl von 0.99 bei einem PV-Wert von L/10.1, was Deinem Wert sehr nahe kommt. Leider setzt FringeXP mit 4 Punkten den Umkreis und kaschiert somit die Ellipse, die in Deinem Bild steckt. Erst wenn man das IGRramm wirklich rund macht, kommt man zu diesem Ergebnis. Das Interferogramm ist schön randscharf, was bei dieser Art Auswertung sehr wichtig ist. Zeige doch mal ein Bild von Deinem IMeter. Wie bringst Du das Bild in die Kamera? Auch die Streifen selbst sind kontrastreich und dünn, was für die Auswertung ebenfalls wichtig ist.

    [IMG:http://rohr.aiax.de/IF07_01.jpg]

    [IMG:http://rohr.aiax.de/IF07_02.jpg]

    [IMG:http://rohr.aiax.de/IF07_03.jpg]

    [IMG:http://rohr.aiax.de/IF07_04.jpg]

    [IMG:http://rohr.aiax.de/IF07_05.jpg]

  • Hallo Wolfgang


    Zuerst vielen Dank für deine Begutachtung des Spiegels.


    Die Aufnahmen habe ich durch eine DSI II Pro gemacht, der ich ein 50mm Normalobjektiv mit einem Zirkularpolfilter angebracht habe. Die DSI II mit 752 x 582 Pixel liefert nun leider tatsächlich ein ovales Bild, weil die Pixel nicht quadratisch sind (8.6 x 8.3 My). Es gibt nun z.B. die Möglichkeit, die Aufnahmen mit dem FITS file Format aufzunehmen und die Bilder dann mit AIP4WIN entsprechend zu runden. Da mir die Bilder auf diese Weise am Rand stufig geworden sind verzichtete ich darauf und habe mit Fringe XP das Oval nachgezeichnet.

    Für gute Aufnahmen habe ich (nebst luftberuhigtem Kanal und Wartezeit von einer halben Stunde, um Luftunruhen abklingen zu lassen) den für Batteriebetrieb vorgesehenen Laser an ein regelbares Netzgerät angeschlossen. Dadurch erhalte ich eine stabilere und zugleich dimmbare Lichtquelle. Ohne zu dimmen, musste die DSI bei frisch aufgeladenem Li-Ionen-Akku auf die kleinste Belichtungszeit eingestellt werden und es bleibt dabei kein grosser Spielraum für Kontrast- und Helligkeitseinstellungen.
    Hier noch die Daten des Lasers: Wavelength 532 nm, Constant wave, outputpower 4.8 -5 mW.


    Die optischen Komponenten für das Interferometer sind von SurplusShed.
    Das Bath-Interferometer habe ich so eingestellt, dass die beiden Strahlungsbündel in einem Abstand von 5mm nach dem Beamsplitter austreten. Da der Laserstrahl ziemlich aufweitet und der Strahlenteilungswürfel die beiden Strahlen etwas vertikal verschiebt, konnte ich den Abstand der Bündel in ca. 3 m nur schätzungsweise einstellen. Zum Auslenken des zusammengesetzten Strahlenbündels benutze ich ein Prisma.


    Zur Prüfung der Sphäre, verwendete ich beim polieren einen Schirm, bestehend aus einem Kartonrahmen mit aufgespanntem transparentem Zeichnungspapier.


    Nun noch ein paar Fragen.
    Fringe XP gibt eine best fit Conic Constant von -0.915 aus, kann dieser Wert mit einem so hohen Strehlwert zusammenpassen. Bedeutet dieser Wert nun eine leichte Unterkorrektur, was bezüglich Abkühlungsverhalten (der Spiegel ist aus Borsilikat ) ein Vorteil wäre wie es hier in diesem Forum aufgezeigt wurde.




    Herzliche Grüsse Konrad