Brennweite vom Leitrohr

  • Hallo ...


    .. kurze Frage, sollte die Leitrohr-Brennweite in einem Verhältniss zur Aufnahme-Brennweite stehen? Wenn ja, in welchem und warum??? Geguidet wird eine EQ-EM10 mittels GuideMaster, als Aufnahmeoptik kommen nur Objektive mit max 300 mm Brennweite zum Einsatz.

  • Moin,
    bei mir kommt es auf sehr exaktes Guiden an. Aufnahmenbrennweite ist 1300mm. Sowohl mit 950mm oder 2140mm Guidingbrennweite gibt es keine Probleme. Also das Verhältnis spielt bei mir kaum eine Rolle. Eher einen Refraktor, der ist nicht so Seeingempfindlich. Auch spielt es eine Rolle, was für eine Guidingkamera Du verwendest. Das WICHTIGSTE überhaupt ist eine absolut stabile Verbindung zwischen Haupt und Leitrohr. Das musste auch ich gerade erst wieder feststellen. Allerdings ob es mit dieser Monti geht, ausprobieren. Mit was willst Du Nachführen?

  • Hallo Peter,


    prinzipiell sollte es auch schon mit 300 mm funktionieren, aber ich verwette Kopf und Kragen, dass das jetzt nicht deine Probleme sind, die die Nachführzeit begrenzen. Viel komplizierter in den Griff zu bekommen, sind die Einflüsse des Hauptspiegels (zu fest darf er nicht sein, aber auch keinen Millimeter wandern), der Fangspiegel der die Spinne verbiegt und der Auszug der auch nicht sich immer so verhält wie er soll.

    Mit freundlichen Grüßen


    Hans-Ulrich


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    Eine wichtige Eigenschaft von Meinungen ist, dass sie sich unterscheiden können.


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  • Im Verhältnis zur Aufnahmezeit käme noch die Art der Nachführung und deren periodischen Fehler ins Spiel. Je genauer die Nachführung umso unproblematischer dieses "Verhältnis" und umgekehrt.

  • Hi Peter,

    die hab' ich auch, die EM-10. Bin gespannt wie gut sie sich autoguiden
    laesst. Ich will's mit einem 80/400 mm als Guide-Refraktor versuchen.
    Fuer bis zu einer Brennweite von 450 mm. Wenn diese Anordnung 60 sec
    durchhaelt bin ich bereits zufrieden.

    Gruesse,
    argus

  • Hallo ...


    ... also :) ... wie soll ich das mal erklären?! Momentan verwende ich ein Teleobjektiv 85-235 als Leitrohr mit einer Toucam ... und jetzt mal bitte keine Haue androhen. Ich wollte die ganze Sache mit der Knipserei und dem Guiding nicht übertreiben, dafür hab ich die falsche Montierung. Kein Newton oder ähnliches Teleskop wird je den Weg auf die EM10 finden ... zumindest bei mir nicht :). Ich habe gestern versucht mit 300 mm Brennweite zu guiden, allerdings war das Ergebniss nicht so toll. Ein ständiges Hin- und Herfahren und unter GuideMaster sehr verstreute "Kontrollepunkte". Ehrlicher Weise muss ich auch zugeben, das ich mich mit GuideMaster noch nicht so wirklich auseinander gesetzt habe und nicht so recht weis, was man alles einstellen sollte, bzw könnte. Die Anleitung habe ich schon gelesen, werde da aber nicht ganz schlau daraus.


    Die geringste Korrektur-Geschwindigkeit der EM10 ist 2x. Kann es sein, das daß schon zu schnell ist? Das Getriebespiel ist gigantisch und der Schneckenfehler mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch. Zu dem handelt es sich ja hier um Gleichstrommotoren.


    Man "könnte" ja einen 2x Telekonverter an das 235er schrauben ... dann hätte das Leitrohr halt 470mm BW ... wird dadurch die Genauigkeit des Guidings besser oder ehr nicht?


    Oh man ... HILFE :)


    Hat nicht jemand eine Step by Step Anleitung?! :whistling

  • Hallo Wolfgang,


    Im Verhältnis zur Aufnahmezeit käme noch die Art der Nachführung und deren periodischen Fehler ins Spiel. Je genauer die Nachführung umso unproblematischer dieses "Verhältnis" und umgekehrt.


    Ja und nein, durch den Schneckenfehler und eine zu langsame Korrektur werden die Sterne zwar etwas breiter, aber der Effekt nimmt mit der Belichtungszeit nur am Anfang zu. Im Gegensatz zur Verschiebung einzelner Komponenten, der Fehler wächst kontinuierlich mit der Belichtungszeit.

    Mit freundlichen Grüßen


    Hans-Ulrich


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  • Hallo Peter,


    > Die geringste Korrektur-Geschwindigkeit der EM10 ist 2x. Kann es sein,
    > das daß schon zu schnell ist?


    Eigentlich nicht, Du kannst unter Guidemaster ja die maximale Nachführzeit einstellen. das Problem wird eher in einem "Springen" der Monti sein. Diese Sprünge sind sehr schnell, werden zwar ausgeglichen, sind dann aber trotzdem im Bild zu sehen. Eine Möglichkeit diesen Effekt zu vermindern ist die Empfindlichkeit zu reduzieren und die Belichtungszeit entsprechend zu verlängern. Das klappt aber nur wenn alle anderen Komponenten keine Verschiebung einbringen.

    Mit freundlichen Grüßen


    Hans-Ulrich


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    Eine wichtige Eigenschaft von Meinungen ist, dass sie sich unterscheiden können.


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  • Hallo ...


    ... danke erstmal für Eure Antworten .. ich werd mal ein paar Bilder einstellen, wo ich der Meinung bin das die Monti richtig geguidet wurde ... bin dann mal auf Eure Meinungen gespannt ... denke mal das "Zauberwort" heist learning by doing