Wachablösung ...

  • Hallo allerseits,


    die ersten Frühlingsblüher sind am verwelken. Jetzt sind die nächsten dran ihre Blüten zu öffnen um uns zu zeigen, dass es vorwärts geht mit dem Frühling:





  • Hallo,


    mit den Blumen seid ihr uns voll 1-2 Wochen voraus. War am So. unterwegs, ein paar kleine blaue Blumen und eine Schwanenfamilie, sie brütet und er hält wache. Leider habe ich nur 3,5x Zoom.
    Kommen deine Fotos so aus der Kamera oder sind die noch bearbeitet? Sehen teilweise sehr eindrucksvoll aus.


    Schöne Grüße,
    Josef

  • Hallo ,

    vermutlich hat der Hans-Ulrich den Blick fürs Wesentliche, sodaß er jedesmal im richtigen Augenblick draufdrückt. Und das muß man dann nicht groß nachbearbeiten, außer vielleicht noch den richtigen Ausschnitt.

  • Hi,
    dachte mir ja höchstens ein bisschen an Farbe oder Schärfe drehen, gehört ja für viele zur Digitalfotografie dazu. Und wenn nicht, dann was für eine Kamera hat er!? (Bild Nr.4 ist ja echt irre:blink:)



    Grüße,
    Josef

  • Hallo Josef,


    dann plaudern wir doch mal etwas aus dem Nähkästchen ...


    Bevor ich auf den Auslöser der Kamera drücke, habe ich eigentlich schon meistens konkrete Vorstellungen, wie das fertige Bild aussehen soll. Funktioniert das nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe, verschwindet das Bild erbarmungslos im digitalen Papierkorb (den man zum Glück ja auch leeren kann, sonst würden meiner schon überquellen).
    Danach die Aufnahmerichtung, die Entfernung und den Bildausschnitt festlegen. Beim Bildausschnitt gehe ich immer davon aus, dass man ja noch den Rand passend schneiden kann.
    Dann sollte man auf die Linienführung im Bild achten. Bei allen außer dem vierten hat das eine Rolle gespielt. Nicht zu symmetrisch, Bewegungen immer ins Bild hinein (darunter verstehe ich auch die Blickrichtung der Blumen).
    Dann kommt noch die Kameraeinstellungen. Ich wähle in den meisten Fällen die Blende selber, damit kann ich den Bereich der Tiefenschärfe festlegen. Fokus auf einen Messpunkt in der Bildmitte. Dadurch kann ich den Fokus dort suchen wo er auch hingehört, auch wenn das Objekt bei der Aufnahme nicht mehr in der Bildmitte ist. Macht man das nicht, besteht immer die Gefahr, dass auf irgend einen Ast scharf gestellt wird, aber nicht auf das, worauf es ankommt.
    Dann wird aufs Knöpfchen gedrückt und die Hälfte der Arbeit ist getan.


    Die zweite Hälfte spielt sich vor dem Rechner ab. Typische Schritte sind (so war es beim vierten) Ausschnitt festlegen, Störende Teile retuschieren (Staubkörner auf der Linse die man bei hohen Blenden toll sieht, Gegenstände die farblich nicht ins Bild passen), Schatten etwas aufhellen, Lichter etwas gespreizt (dadurch kam die Zeichnung der Blüten richtig zur Geltung) und abgedunkelt, Unscharfe Maske.


    Im nachfolgenden Bild ist die linke Hälfte bearbeitet, die rechte, so wie sie aus der Kamera kam:



    Es ist sehr selten, das ich ein Bild unbearbeitet ins Forum stelle. Warum sind Urlaubsbilder für Fremde oft langweilig? Man hat keine Beziehung zu dem Bild. Man hat dort nichts schönes erlebt. Der, der es aufgenommen hat, verbindet mit seinen Bildern schöne Erinnerungen, ein Fremder nicht. Wenn ein Bild ansprechen soll, dann kann das geschehen, in dem es Gefühle vermittelt. Dazu ist es nicht zwingend notwendig, das Bild und Wirklichkeit unbedingt übereinstimmen. Der letzte Gedanke ist allerdings für mich meistens noch Ziel und zu selten erreicht.


    Zum Schluss noch die Daten der Kamera: Canon 400D, zusätzlich (und oft benutzt) Sigma 70 - 300 Makro.