Teleskop kauf

  • Hallo,
    ich interessiere mich für zwei Teleskope von Meade.
    Und zwar das ETX 90 PE und das DS-2102 MAK.
    Wo genau liegt der Unterschied bei diesen beiden Teleskopen ?
    Für mich als Laie sehen die technischen Daten gleich aus aber trotzdem gibt es einen Preisunterschied von 200 Euro.


    MfG

  • Hallo,

    http://www.langwoodsphotography.com/eshop/home.php?cat=7

    Auf dieser Seite sind beide Maksutovs zu sehen. Wobei das ETX ein Goto-System dabei hat, das andere Teleskop offenbar nicht. Das ETX hat 90 mm Öffnung das andere vermutlich 100 mm. Im Web müßten auch die technischen Daten zu finden sein, also nicht nur der Preis.

    Grundsätzlich sind MaksutovSysteme gute Systeme allerdings mit relativ kleiner Optik bzw. kleinem Öffnungsverhältnis. Wenn es das ist, was Du haben willst, dann wäre meine Wahl eher das ETX, weil es mir handlicher erscheint. Ich habe eines der ersten hier.

  • Ich hatte mir auch einmal die beiden Mak's und den großen Bruder ETX-125 angeschaut, weil ein Freund ein ETX-125 hat.
    Die Technischen Daten und die Ausstattung sind doch sehr unterschiedlich, das DS2102 hat 102mm/1356mm und das ETX-90 90mm/1250mm, beim DS2102 ist die Montierung schwächer und das Stativ aus Kunststoff (Wackelkandidat) gegenüber der massiven ETX-Montierung und dem Stahlrohrstativ, die Elektronik ist ebenfalls 'schwächer' ausgelegt (1400 / 30000 Objekte).
    Das ETX-90 macht einen wesentlich solideren Eindruck, am DS2102 ist viel mehr Plastik verbaut. Ausserdem ist das ETX besser vergütet.
    Nach allem was ich gesehen habe, würde ich keines der beiden kaufen, außer Du brauchst unbedingt etwas kompaktes bzw. willst unbedingt GoTo. Das Problem bei diesen Geräten ist m.E., daß zuviel Geld in die Elektronik geht und zu wenig in die Optik.
    Ich bin damals schließlich bei einem GSO-Newton 150/750 mit SkyView gelandet und habe das gesparte Geld in ein paar Okulare gesteckt. Den Newton benutze ich immer noch, wenns leicht sein soll, allerdings jetzt auf einer (motorisierten) ADM mit Holzstativ.

  • Hallo,


    also auf mich macht das ETX eindeutig auch den solideren Eindruck, zudem erscheint es reisetauglicher.


    Generell aber ist bei den kleinen Optiken Goto für die Katz. Du hast zwar jede Menge Objekte in der Datenbank, die Du auch anfahren kannst, das Problem ist aber, daß Du die meisten davon nicht sehen kannst, sie liegen jenseits praktikabler Grenzhelligkeiten. Als kleines kompaktes Reisegerät, super, aber da würde auch eine einfache, preisgünstigere Nachführung reichen.


    Wenns also nicht um Reisetauglichkeit geht, kannst Du einen 90'er oder auch 100'er Mak günstiger bekommen, oder aber, Du konkretisierst mal, was Du Dir von einem Teleskop versprichst, dann können wir sicherlich noch mehr Alternativen nennen.

    --------------------------------------------------
    CN&CS
    Toni


    Astronomen können Glühbirnen auch im Dunkeln wechseln

  • Hallo,
    danke für die Tips und Ratschläge.
    Anscheinend sind die beiden Teleskope eurer Meinung nach nicht die beste Wahl.
    Ich hab noch eins gefunden was in der gleichen Preisklasse liegt aber nicht so kompakt ist.
    Das Messier N-130 130/1000 LXD 75.
    Wie Ihr vielleicht seht ist es mir auf jedenfall wichtig das das Teleskop eine Autostar steuerung hat da ich befürchte als Laie ansonnsten mich am Himmel nicht zurecht zufinden.
    Was meint Ihr, ist dieses vielleicht in Sachen Optik besser als die anderen beiden ?


    MfG

  • Hallo,


    Quote

    Anscheinend sind die beiden Teleskope eurer Meinung nach nicht die beste Wahl.


    Konkret heisst es eher, die Dinger sind zu teuer, das Goto dabei völlig unnötig.
    Einen 90'er Maksutov kannst Du mit kleiner Montierung locker für 300 Euro kriegen.


    Quote

    Das Messier N-130 130/1000 LXD 75.


    Öhm, ein 130'er Newton für knapp 700 Euro?
    Nnnnnaja, auch da gäbe es anderes, doch erstmal weiterlesen...


    Quote

    Wie Ihr vielleicht seht ist es mir auf jedenfall wichtig das das Teleskop eine Autostar steuerung hat da ich befürchte als Laie ansonnsten mich am Himmel nicht zurecht zufinden.


    Und jetzt sind wir am Knackpunkt. Ich kann Dir versprechen, Du findest Dich als Laie zunächst auch MIT Goto nicht zurecht. Dafür brauchts einfach ein wenig Himmelskunde, denn Du musst auch mit Goto Referenzfahrten (das sog. Alignment) durchführen und dem Teleskop quasi ein paar Sterne zeigen, aus denen es dann seinen Positionswinkel bestimmen kann.


    Weiterhin, bei weitem nicht alle Objekte, die in so einer Datenbank gespeichert sind, kannst du auch mit Deinem Teleskop sehen, das geben einfach physikalische Grenzen vor. Als Laie fährst Du dann ein Objekt an und siehst wohlmöglich erstmal nichts und weißt nicht warum...wars eine Fehlleitung, kann man das Objekt überhaupt sehen, ist die Vergrößerung falsch gewählt.


    Mhh, nun könnte man zu der Ansicht kommen, wenn mir doch die Maschine eine dieser Fragen abnimmt wirds doch leichter... Nein, das umgekehrte ist der Fall und da plappere ich keine einhellige Meinung nach, sondern ich hatte auch mal einen 100'er Goto-Maksutov. Ich hatte es dann nach etwa 4 Monaten wieder verkauft und mir einen Dobson-Newton angeschafft mit ordentlich Öffnung und hatte Kontakt zu Leuten aufgenommen, die mir etwas unter die Arme gegriffen haben beim praktischen Umgang mit dem Teleskop und dem Zurechtfinden am Himmel.


    Fazit: Keine direkte Abfuhr für Goto, Goto ist eine feien Sache, wenn mans im Griff hat, aber sei Dir bewusst, Goto kostet Geld, un zwar etwa rund die Hälfte des Gesamtpreises.


    Mein Ratschlag:
    Kuck mal nach 150/900er Newtons, 200/1200 Newton Dobson (die Oriongeräte gibts auch mit digitalen Teilkreisen, die Dir zeigen, wohin Du das Teleskop drehen musst um ein Objekt zu finden).


    Was wolltest Du denn Roundabout für Deinen Einstieg ausgeben?


    Quote

    Was meint Ihr, ist dieses vielleicht in Sachen Optik besser als die anderen beiden ?


    Ja, es ist Universeller als ein Mak.

    --------------------------------------------------
    CN&CS
    Toni


    Astronomen können Glühbirnen auch im Dunkeln wechseln

  • Hallo,


    Danke,
    das hört sich sehr interesant an mit den Orion Geräten.
    Könntest du mir noch ne Internetseite nennen wo ich diese finde und einen guten Shop !


    Der Vorteil ist halt, Du kannst das Teleskop auch nutzen, ohne die digitalen Teilkreise in Betrieb zu nehmen, das geht z.B. beim ETX nicht, wenn Dir da nachts auf dem Acker die Batterien abka.... ist Feierabend.


    Zu den Orions, die Serie nennt sich SkyQuest und/oder IntelliScope habe ich hier ein Viedeo gefunden:


    http://www.youtube.com/watch?v=3Ry5zC2JWAU


    Aber auch hier gilt, Du musst Dich mit dem Himmel befassen, das bleibt nicht aus, sonst kannst Du das Gerät und Teleskop nicht ausrichten.
    Und, der Witz ist an sich der gleiche, ein vergleichbares Teleskop OHNE die digitalen Teilkreise kostet rund die Hälfte, sollte man einfach nur wissen.


    Woweit ich nun gefunden habe, werden die Dinger in Deutschland von OSDV verkauft: http://osdv.de.dd17216.kasserv…_info.php?products_id=423
    Der Teleskop-Service hat sie auch:
    http://www.teleskop-express.de…--mit-Astro-Computer.html


    8" (203mm) oder 10" (254mm) sind ganz gut und auch noch transportabel, der 12"er wird schon recht groß und schwer. Ab besten, wenn es irgendwie geht, vorher ausprobieren, was zu Dir passt und was Du zu tragen bereit bist.


    Nochwas: Man kann auch zunächst ohne die digitalen Teilkreise anfangen und sie später nachrüsten, ich glaube der Winfried hier aus dem Forum hat sowas von Argo Navis, zumindest hab ich ihn mal auf einem Teleskoptreffen damit herumfuchteln sehen ;)

    --------------------------------------------------
    CN&CS
    Toni


    Astronomen können Glühbirnen auch im Dunkeln wechseln

  • Hallo Hammel,


    zuerst einmal: nichts überstürzen!
    und dann: Einlesen in die Materie. Das ist vor dem Kauf ansich wichtiger als alles andere. Ich habe mit Uwe Pilz gerade ein Einsteigerbuch herausgegeben, das sich ganau mit dem beschäftigt, was Du am Anfang wissen mußt. Eben, weil genau diese Fragen immerwieder in den Foren aufkommen, haben wir mal alles zusammengestellt, was der Einsteiger so wissen muß.


    Das Buch:
    "Anschauliche Astronomie - vom Verstehen zum Beobachten"
    21x26cm, 120 Seiten, Farbe.
    ISBN 978-3-934223-32-5
    Preis: € 19,80


    Kannst Dir auch Auszüge daraus auf meiner Homepage anschauen: www.fzb-ateliers.com und dort auf "Verlag" gehen.


    Wir haben das Buch genau für den Einsteiger mit kleinem Equipment konzipiert und vor allem auch Wert auf die Kosmologie gelegt, also was gibt`s da oben, wie weit, wie hoch wie schwer.... etc. Ist also völlig anders aufgebaut als die reinen Teleskop-kaufen-Bücher....


    Schau es Dir mal an.


    Liebe Grüße
    Winfried

    Liebe Grüße
    Winfried


    Wenn filmen so einfach wäre, dann hieße es "RTL"...

  • Hallo,
    hab mich zu den Orion Dobson Teleskopen informiert.
    Vom Preis her gesehen ist das Orion Dobson Teleskop N 150/1200 SkyQuest XT6 IntelliScope DOB für mich interesant.
    Oder meint Ihr das wäre schon wieder ne Nummer zu klein ?
    Das XT8 wäre ja auch noch ne Option, allerdings kostet das soviel mehr das das meinen Rahmen sprengen würde.


    MfG

  • Hallo,


    und was würde der 8" kosten??
    Schau mal bei www.intercon-spacetec.de , dort findest Du den Galaxy D8 Dobson in verschiedenen Ausführungen und guter Zusammenstellung. Einfach mal Preise vergleichen. Ich denke, bei Orion zahlt man auch heute schon für den Namen. Dabei ist die Normalausführung auch nicht anders als bei anderen.


    Cs


    Winfried

    Liebe Grüße
    Winfried


    Wenn filmen so einfach wäre, dann hieße es "RTL"...

  • Ich sag ja, Goto ist teuer.


    Nur um diese digitalen Teilkreise ins Budget zu bringen würde ICH nicht an der Optik sparen wollen. gut, 150mm sind schon recht ordentlich, 200mm aber die deutlich bessere Wahl.


    Anderer Ansatz:


    auf Goto verzichten und stattdessen, wie Winfried schon recht andeutet, einen 'normalen' Dobson 200/1200 ohne "Schnickschnack" nehmen.
    Das kommt dich auf etwa 300 euro.


    Von dem da gesparten Geld dann einen Telrad-Peiler kaufen und evtl noch einen Sternatlas, der auf den Telrad abgestimmt ist, z.B. den Deep Sky Reiseatlas aus dem Oculum-Verlag. Da sind wir dann bei ca 85 euro, zusammen mit dem Teleskop also 385 und nicht 730 wie der Orion mit Teilkreisen.


    Nach schätzungsweise 2-3 Nächten hast du den Bogen raus am Himmel und dem Peiler und dann heisst es:


    Selbst Objekte suchen und finden: Unbezahlbar :)

    --------------------------------------------------
    CN&CS
    Toni


    Astronomen können Glühbirnen auch im Dunkeln wechseln

  • ...und nochwas:


    der Frust beim Aufbau der Montierung, das Einnorden, die vielen Stolperfallen wie Kabel, Akkubox etc. fallen weg. - Astronomie pur!


    Und dann die innere Freude, ein Objekt, gerade am Anfang, SELBST gefunden zu haben! Das weiß man aber erst zu schätzen, wenn man`s mal gemacht hat.


    CS
    Winfried

    Liebe Grüße
    Winfried


    Wenn filmen so einfach wäre, dann hieße es "RTL"...

  • Danke nochmal für die vielen Tipps und Ratschläge.
    Habe mir das Galaxy Dobson angeschaut, scheint ganz gutes Gerät zu sein was man dazu liest. Und der Preis natürlich nicht schlecht.
    Jetzt hab ich aber wieder ne Frage:
    Es gibt da zwei Versionen zum Verkauf einmal für 299 Euro das Galaxy D8-K-CRF,
    und für 399 Euro das Galaxy D8-K-MCF.
    Was ist der Unterschied zwischen den Beiden ?


    Nochmal Danke !!

  • Hallo,



    Es gibt da zwei Versionen zum Verkauf einmal für 299 Euro das Galaxy D8-K-CRF,
    und für 399 Euro das Galaxy D8-K-MCF.
    Was ist der Unterschied zwischen den Beiden ?


    Das steht bei den Ausstattungsmerkmalen dabei. Reduziert auf die Unterschiede schaut das so aus:


    CRF:


    * Okularauszug Crayford 2"
    * Leuchtpunktsucher oder wahlweise 8x50-Sucher
    * Okular Plössl 25mm, 9mm


    MCF:


    * Okularauszug Crayford 2" und 1:10 Mikrofokussierung
    * Red Dot Finder oder wahlweise 8x50 RA-Sucher
    * 2" Erfle 42mm (65°), Plössl 9mm


    Also für den Hunderter mehr gibts sogar ordentlich was, wobei die Microfokussierung visuell an einem f/6 System meiner Ansicht nach nicht nötig wäre, macht das ganze aber wertiger und wer es am Okularauszug dran hat, benutzt es auch gerne. Es ist ein zusätzlicher Feintrieb in der Fokussierung.


    Der 8x50 RA (richtig, aufrecht) Sucher ist ebensfalls nicht zu verachten, der kostet alleine im VK schon an die 80 Euro.


    Das 42mm Erfle ist dann auch schon dabei und geht in die richtige Richtung, nämlich ordentlich Übersicht.


    Also ich muss sagen, der Hunderter wäre gut angelegt.

    --------------------------------------------------
    CN&CS
    Toni


    Astronomen können Glühbirnen auch im Dunkeln wechseln

  • Hallo Hamel,


    jetzt mal ne prinzipielle Frage: Wo wohnst Du?
    - Stadt mit Lichtverschmutzung
    - Stadtrandlage, halbwegs wenig Licht
    - Dorf, dunkel ohne Lichtverschmutzung


    Das wäre z.B. wichtig bei der Okularwahl. An dunklen Orten ist das Erfle 42mm hervorragend einsetzber, und nicht nur zur Übersicht.
    In lichtverseuchten Lagen würde ich es dann doch lieber gegen das 30mm austauschen, das macht ICS und das kostst genauso viel.


    Solltest Du nicht all zu weit weg wohnen, dann könntest Du Dir die Geräte auch mal in meiner Sternwarte anschauen. Ich vertreibe sie hier im Größraum Würzburg für ICS und verwende sie auch seit Jahren. Durchgucken ist besser als sofort kaufen...
    Man muß so ein Gerät nämlich auch mal life gesehen und damit beobachtet haben. Und das kann kein Händler bieten, irgendwann müssen die ja auch mal schlafen...


    CS
    Winfried

    Liebe Grüße
    Winfried


    Wenn filmen so einfach wäre, dann hieße es "RTL"...

  • Hallo ...


    das ETX geht sehr wohl auch ohne Strom. Einfach die zwei Klemmen lösen, und schon hat man so ne Art Mini-Dob :) ... immer schön nachschubsen ...


    Ich find es trotzdem hoffnungslos überteuert ... was nützen einem die ganzen AutoStar-Einträge, wenn man mit der Miniöffnung noch nicht mal die Hälfte der Objekte sieht?!


    Und wehe Du willst es mal verkaufen ... das tut dann so richtig weh ... !!

  • Hi,
    also ich wohne im Sauerland, also ne ländliche Gegend auf einem Dorf.


    Ich hab nochmal ne Frage:
    Es gibt das Galaxy Dobson auch in einer anderen Variante Galaxy D8W-K-CR.
    Es hat ne etwas kürzere Brennweite.
    Was Meint Ihr dazu ?
    Es ist für mich auf jedenfall auch interesant, da es etwas kompakter ist.


    MfG

  • Hi,

    an den ETX Geraeten find ich die Berechnungen/Microcontrollersteuerung das
    interessanteste. Aus geographischem Standort, Datum, Uhrzeit und einem
    Eichstern werden Objekte auf Knopfdruck nicht nur gefunden sondern auch
    die azimutale und horizontale Position stetig neu gerechnet und nachgefuehrt.
    Umgekehrt kann man irgendeinen Stern oder Planet anfahren und im Display
    ablesen welcher es ist.
    Wenn man dazu noch eine altes Notebook fuer ein paar Euro
    hernimmt und mit dem GoTo verbindet muss man nur irgendein Objekt in
    einem Planetariumsprogramm anklicken und man sieht im Monitor wie sich
    das Teleskop dahin bewegt und beim Ziel landet. Das alles gibts schon fuer
    unter 100 EUR ( gebraucht als ETX-70).
    Doch, das hat schon was. Gerade dann wenn man sich sonst mit
    Starhopping/Sternkarte im seitenverkehrten Sucher zum Objekt
    hangelt (was natuerlich jeder "echte" Hobby Astronom trotzdem
    beherrschen sollte).

    Aber ganz klar, bei laendlicher Gegend mit gutem Himmel ist
    ein moeglichst dicker Dobson genau das richtige fuers visuelle.
    Der Galaxy D8W-K-CR gefaellt mir auch sehr gut. Allerdings sind
    f/4 Newtons um einiges spezieller und kniffliger als f/6.
    Mit einem 8" f/6 faehrst du also besser und preiswerter.
    Teilkreise brauchst du nicht wirklich. Wichtiger ist das
    langbrennweitige 2" Ubersichtsokular. Die Sternbilder hast du dir
    ruckzug eingepraegt, ebenso das Gefuehl fuer Streckenverhaeltnisse
    und Winkel - um Objekte mit einem Dobson einzustellen reicht dann ein
    Red Dot Finder. Am besten ist eigentlich wenn man sich die Position
    von 2 oder 3 Objekten einpraegt und nicht noch beim Beobachten mit
    Sternkarten und Rotlichtlampe rumwurschtelt. Die Belohnung fuers
    auswendiglernen ist eine ungestoerte konzentrierte Beobachtung.
    Ausserdem, wenn du mal jemand mit zum Beobachten nimmst, ist es
    auesserst eindrucksvoll wenn du im Teleskop Objekte frei einstellen
    kannst. Fuer die meisten Nicht Hobby Astronomen ist der Sternenhimmel
    einfach nur ein Gewimmel von leuchtenden Puenktchen. Wenn du dann sowas
    wie einen Ringnebel aus der hohlen Hand ins Okular purzeln laesst
    wird das Staunen doppelt so gross.

    Schau mal wie einfach sich Objekte finden lassen:



    Ein Himmelsausschnitt wenn du jetzt etwa um 2 Uhr Nachts suedlich nach oben
    schaust.
    Der hellste Stern ist die Wega im Sternbild Leier. Faellt sofort ins Auge.
    (viel weiter unten am Horizont ist der Jupiter, kannst also nix verwechseln)
    Der Rest vom Sternbild ist eine Raute. Zwischen den beiden unteren Rautensternen
    (hellblau) ist der Ringnebel. Mit dem Uebersichtsokular im Okularstutzen und dem Red Dot Finder
    zielst du also etwa in die Mitte dieser beiden Rautensternen. Dabei stellst du dir
    einfach vor der rote Punkt im Red Dot Finder waere ein Stern und du schiebst diesen
    Stern dahin wo M57 ist - und schon hast du den Ringnebel im Okular.
    Dann haeltst du Ausschau nach dem Pegasus-Quadrat. Dieses Quadrat ist ziemlich
    gross. Wenn du es hast dann kannst du aus der Lage und Seitenlaenge abschaetzen wie du
    zu den 2 gruen gekennzeichneten Sternen kommst. In der gleichen Richtung verlaengerst
    du den Abstand dieser zwei Sterne um die Haelfte und du hast den Kugelsternhaufen
    M15 im Okular.
    Am leichtesten kannst du dir sowas einpraegen wenn du ein Blatt Papier nimmst und
    die Karte abzeichnest. Das dauert 2 Minuten.
    Gruesse,
    argus

  • Hallo,



    Es gibt das Galaxy Dobson auch in einer anderen Variante Galaxy D8W-K-CR.
    Es hat ne etwas kürzere Brennweite.
    Was Meint Ihr dazu ?
    Es ist für mich auf jedenfall auch interesant, da es etwas kompakter ist.


    Ohh, nööö, nicht nehmen, da wirst Du nicht glücklich mit...


    a) brauchbare Okulare fangen da bei ca 300 Euronen/Stück an (Preise nach oben offen, selbstverständlich ;)
    b) nicht zu unterschätzende Verzeichnung ohne Komakorrektor
    c) Ohne Mikrofokussierung triffst Du den Fokus eher schlecht.
    d) Ohne Justierübung richtig anstrengend


    Fazit: Du tust Dir keinen Gefallen damit.
    Später, wenn Du Fotoambitionen hast und über eine einigermaßen genaue parallaktische Montierung verfügst, dann das Gerät eine schöne Fotomaschine sein.

    --------------------------------------------------
    CN&CS
    Toni


    Astronomen können Glühbirnen auch im Dunkeln wechseln