Spiegeltiefe

  • Hallo zusammen


    Morgen beginne ich meinen ersten Hauptspiegel für ein 8" Newton zu schleifen. In einer gut verständlichen Anleitung finde ich eine Formel zu Berechnung der Tiefe die ich den Spiegel aushöhlen muss. Kann aber rechnen was ich will, komme nie auf das Musterresultat!


    Da steht...


    z=r2 / 2R
     
    z= Pfeiltiefe in mm
    r= halber Durchmesser des Spiegels (Radius) in mm
    R=Krümmungsradius des Spiegels in mm


    Im Beispiel wird ein 20cm Spiegel mit einer Brennweite von 1200mm verwendet. Da beträgt die Pfeiltiefe 2,08mm.


    Wie muss ich das genau rechnen???


    Gruss
    Leubi

  • ..mit ein bischen Phytagoras
     
    [IMG:http://www.hr5340.com/circlep.jpg]
     
    Je nachdem ob du fuer einen inch nun 25 oder 25.4 mm eingibst
    kommt ein bischen was anderes raus, ebenso fuer eine
    Parabel bzw. Paraboloid. Spielt keine Rolle - die Feinheiten
    misst du dann sowieso z.B. per "Foucault" oder Interferometer,
    also mit Licht.
     
    Gruesse,
    argus

  • So, 1-2h geschliffen und ein verblüffendes Resultat. Wenn ich anfange bekomme ich recht schnell eine Vertiefung von Rund 0,7mm (freu). Wenn ich dann mit dem frisch gewaschenen Spiegel und Tool weitermache, habe ich bei der nächsten Messung sogut wie 0,0mm, also Spiegel und Tool sind wieder flach.


    Dumme Frage, was mache ich soooo brutal falsch?
    Ich schleife TOT und recht exzentrisch mit langen Strichen.
    Für mich als Anfänger schwer zu begreifen wie das geht, mal eine Vertiefung, dann wieder flach (kopfschütteln).


    Gruss
    Leubi

  • Hi,


    wenn Dein Tool und Dein Spiegen die gleiche größe haben solltest Du beim Grobschliff MOT arbeiten, also Spiegel oben.


    Die Strichführung sollten lange Striche mit viel Überhang sein, dann bekommst Du recht zügig eine Vertiefung rein. Desweiteren nicht mit Carbo sparen, das 80er ist meist schon nach ner halben min durchgeschliffen.

  • Wie muss ich das genau rechnen???


    Hallo Leubi, Hallo zusammen,


    auch wenn das Thema jetzt schon recht weit in der Vergangenheit liegt, hier noch eine Erklärung dazu:


    Der halbe Durchmesser des Spiegels beträgt 100 mm. Der Krümmungsradius kann näherungsweise (*) als die doppelte Brennweite angenommen werden, also 2400 mm. Die Formel für die Pfeiltiefe lautet:
    z = r^2/(2*R) = 100*100/2/2400 mm ungefähr gleich 2,08 mm.
    Gruß


    (*) Eigentlich bekommt man ja beim Grobschliff zuerst eine Kugelform, aber die weicht in der Mitte des Spiegels so wenig von der Parabel ab, dass das hier keine Rolle spielt.