Planetenokular 4-5 mm ? Beratung

  • Hallo zusammen,


    benötige aufgrund meiner Ausfallzeit und der auf dem Markt angebotenen Okularpalette eine Information / Beratung hinsichtlich eines 4-5 mm Okulares, welches besonders für die Planetenbeobachtung geeignet ist. Ich weiß, genug Stoff im Netz, bedingt alle gelesen, am meisten würde mich das Einblickverhalten interessieren.
    Oder doch besser Barlow + Okular?
    Meine früheren Erfahrungen waren hinsichtlich mit Barlow nicht so gut-mag auch ihr gelegen haben.


    Wie auch immer - wer kann mir Erfahrungen vom Genuine Ortho Okulare 5mm geben, vor allem über das Einblickverhalten und oder eine gute Alternative im 4mm Bereich empfehlen.


    Einsatz zur Zeit hier zum Test am Astro-Professional 110/770.
    Da ich eh in diesem Brennweitenbereich bleiben werde, sollte ein 4-5mm ausreichend sein, besser aber 4mm.


    Besten Dank vorab.

  • Hallo Dominique,


    Orthos würde ich (für mich persönlich) ausschließen, da sehr negatives Einblickverhalten.


    Derzeit setze ich an meinem FS-102 Takahashi im kurzbrennweitigen Bereich 2 Okulare ein: Meade UWA 4,7mm, Serie 4000 und 6mm Ethos. Da kommen einem schon die 82 Grad des Meade als Tunnelblick vor! Ich warte derzeit daher, daß im kommenden Jahr das Ethos 4mm auf den Markt kommt, das Warten lohnt, ich habe die komplette Serie und hatte nie etwas besseres vor Augen. Einfach entspannt beobachten. Schon das UWA mit seinem kleinen Einblickslöchlein nervt mich manchmal.
    Ich setze auf mindestens 82 Grad und einer Einblickslinse bon mindestens 1,5cm Durchmesser, alles andere ist mir zu nervös.
    Aber: das ist meine ur-eigenste Einschätzung, Okulare kann man ansich nicht empfehlen, jeder "sieht" das sprichwörtlich anders. Da hilft nur ausprobieren.


    Empfehlen im Midrangebereich kann ich aber das 3,5mm Hyperion. Ich konnte damit mehrfach schon beobachten und fand es vom Einblick her sehr angenehm und auch schärfemäßig ausreichend gut. (Referenzgerät war allerdings ein 8" Dobson, kein Refraktor)


    CS
    Winfried

  • Hallo zusammen,
    Dominique ich selbst benutze ein 8mm Edmunds Okular und eine 2x Abbe-Barlow von Baader. Beides kann ich Dir sehr für eine erfolgreiche Planetenbeobachtung empfehlen!


    CS


    Marco

  • Null Ahnung....


    Hatte meine Meade 4000er Okulare 20 Jahre und nun die Ethos`. Ansich ganz einfach: man legt sich einmal auf was ganz besonderes fest und hat dann 20 Jahre lang Ruhe....


    Mag aber sein, daß diese Okus das letzte Quäntchen Schärfe mehr bringen (am Planeten). Allerdings könnte ich mir vorstellen, daß sich das beim Takahashi bemerkbar machen könnte, aber am Astro-Professional?


    Was nutzt der beste Diamant am Plattenspieler, wenn der anstatt 33 nur 32 Umdrehungen pro Minute macht? Glaubst Du, daß dieses Quäntchen mehr etwas bringen würde?
    Ich möchte niemanden davon abhalten, sich Planetenokulare zu kaufen, glaube aber nicht, daß man damit mehr sehen würde. Ich habe jedenfalls mit diesen Dingern nicht besser gesehen.


    CS
    Winfried


    ...andere wissen da aber ggf. mehr und haben mehr Erfahrung damit als ich.

  • Als nicht-Brillenträger bin ich mit dem 3-6 Nagler-Zoom sehr zufrieden.
    Pro:
    + noch guter Einblick als nicht-Brillenträger
    + geniale Klick-Zoom-Konstruktion mit gleichbleibendem Eigengesichtsfeld
    + 5 Linsen in 3 Gruppen - ich würde sagen, das ist planetentauglich


    Contra:
    - im Vergleich zu Festbrennweiten evtl. geringeres Eigengesichtsfeld (50 Grad)
    - hoher Preis

  • Hallo Dominique,


    bitte entschuldige, wenn ich mich nicht weiter an der Diskussion beteiligen kann, wir packen gerade für die Frankfurter Buchmesse. Am Montag in aller Frühe geht es mit 2 Fahrzeugen mit Hänger los zum Aufbau, wir sind ziemlich im Streß.
    Am Samstag kommender Woche werden wir wieder zurück sein, dann kann`s bei mir weitergehen. In der Zwischenzeit hoffe ich mal auf gute Verkäufe auf der Messe, wir präsentieren einiges neues.


    Wen es interessiert: Halle 3.1, Stand H-142


    Bis nächste Woche,
    Winfried

  • Hallo,
    mit dem Nagler Zoom 3-6mm bin ich persönlich nie richtig glücklich geworden, weder am f4,5 Dobson, noch am 80mm ED-Refraktor mit f7,5. Den Einblick habe ich auch ohne Brille als immer eher unangenhem empfunden, insbesondere bei Stellungen 4 und 3mm. Die angegebenen 50° halte ich auch für seeehr optimistisch.


    Wesentlich angenehmer in der vergleichbaren Klasse, ist für mich das Takahashi LE 5mm. Dort bemerke ich am Rand zwar eine leichte Aufhellung, als ob eine Linsenkante nicht korrekt geschwärzt wäre. Trotzdem halte ich das Okular für die bessere Wahl. Der "sweet point" ist wesentlich leichter zu finden, und das Feld ist sicher die versprochenen 52° gross, im direkten Vergleich mit dem Nagler Zoom schien es mir riesig. In Bezug auf Schärfe scheint mir das Tak LE dem Nagler Zoom ebenfalls überlegen, das kann aber auch am deutlich einfacher zu findenden Fokuspunkt liegen.
    Selbstverständlich habe ich zum Vergleichen das Nagler Zoom auf 5mm Brennweite gestellt. Wie schon oben im Thread erwähnt, sind Vergleiche und Einschätzungen von Okularen neben vieler zu beobachtenden harten Fakten immer auch subjektiv geprägt.
    Gruss, Peter

  • Hallo,
    Das beste Planetenokular, das ich in diesem Brennweitenbereich je kennengelernt habe (und hier gehört das Nagler 3-6 durchaus dazu), ist das Pentax-XO-5,1. Zugegebenermassen ist sein Augenabstand etwas kurz, aber für Planeten braucht man ja nicht zwingend das ganze Gesichtsfeld zu überblicken - jedenfalls dann nicht, wenn man über eine automatische Nachführung verfügt. Für mich jedenfalls nicht problematisch.
    In Sachen Streulichtunterdrückung, Schärfe und Kontrast ist es allererste Sahne, sozusagen ein Okular für Puristen, vielleicht analog einem Porsche 911 in der Rennausführung mit harter Federung und Schalensitzen als einziger Komfortausstattung, aber mit klar überlegener Leistung. Man verzeihe mir diese Anleihe in einem Feld, das mir selbst sonst ziemlich fern ist :-)...
    Leider scheint, da Pentax seine Astro-Produktion eingestellt hat, dieses XO-5,1 jetzt nur noch in Restbeständen erhältlich zu sein.
    Beat

  • Hallo!


    Ich greife das Thema nochmals auf. Habe mir ein 5mm Genuine Ortho zugelegt. Gesetz dem Falle man möchte jetzt auch ohne Barlowlinse auf 4mm gehen welche Okulare sind dort denn zu empfehlen?


    Gruß
    olli

  • Hallo Olli,


    ohne Barlowlinse, d.h. auch Okulare mit integriertem Barlowelement scheiden aus, bleibt nur mehr das 4mm TMB-Supermono, dessen Einblick gerade noch akzeptabel ist. Es gibt zwar 4mm Orthos, z.B. von Kasai, deren Einblick ist aber derart extrem knapp, dass sinnvolles Beobachten über längere Zeit kaum möglich ist (die Wimpern verschmieren die Augenlinse). Das TMB-Supermono ist absolute Top-Klasse, möglicherweise aber bereits schwierig zu bekommen. Frag mal direkt bei Markus Ludes nach ob er noch welche hat.


    Mit einer sehr hochwertigen Barlow (Zeiss Abbé, TeleVue) hast du aber nur minimalste Verluste, oft überhaupt nicht erkennbar. Ich empfehle dir daher neben dem Supermono die Kombination so einer Barlowlinse mit einem 8mm RKE (Reversed Kellner, 3-linsig) von Edmund-Optics, bringt guten Augenabstand und hervorragende Qualität, extrem nahe am Supermono. Was anderes reinrassiges für Planeten mit genau 4mm Brennweite kenne ich sonst nicht mehr.

    Bino-Tom


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  • Hallo Tom!


    Dann bleibt die Kombi Barlow 8mm wohl unumgänglich. Ich habe mir mal einige Tests zu den Barlows (2X) angeschaut und dort kam die Celestron Ultima Barlow ganz gut weg. Naja um nicht immer Tele Vue zu kaufen. Gut dann weiß ich da bescheid.Werde dann erst einmal mein 5mm am 8"/f6 Newton ausprobieren. Die Barlow 8mm Kombi wird denke ich nicht so häufig einsetzbar sein (seeing etc.)


    Netten Gruß
    olli

  • Hallo!


    Ich greife das Thema nochmals auf. Habe mir ein 5mm Genuine Ortho zugelegt. Gesetz dem Falle man möchte jetzt auch ohne Barlowlinse auf 4mm gehen welche Okulare sind dort denn zu empfehlen?


    Gruß
    olli


    Hallo Olli,


    hatte das Eud. v. Baader, jedoch in diesem Bereich hatte mich schon ein wenig das Einblickverhalten gestört. Da du die Genuine nun einsetzen willst, scheint dies bei dir nicht so zu sein. Also käme doch das 3,8er Baader, evtl. 3,5er Nagler, TMB Mono, oder wie ich jetzt umgestiegen die Radian in Frage.
    Oder TS HR 4mm?
    Evtl. (bei mir hat es funktioniert) sendet dir ein Händler eine kleine Auswahl zur Probe.

  • Hallo


    was ich am MN78 schon gebraucht habe, war das TAK LE 3,6mm. Ich finde das Einblickverhalten, für mich zumindest, gerade noch machbar! Optisch nicht mal so schlecht.
    Barlowmässig kann ich die 2x Baader Abbe und die 2,5x Powermate von TeleVue empfehlen, Okulare von Edmunds und Du wirst zufrieden sein.
    Eine Alternative wäre vielleicht so ein Zoomset wie hier oder in einem anderen Forum schon mal angeboten wurde. Ich selbst hatte noch nie das Vergnügen durch so eine Kombination zu beobachten....



    Grüsse
    Marco

  • Hallo in die Runde!


    Mensch das Wetter läßt es einfach nicht zu mal mein neues 5mm Genuine Ortho zu testen.
    Ich habe es am Tag mal mit meinem Speers 5-8 Zoom verglichen und muss sagen dass es um längen schärfer abbildet. Das Zoom muß das Licht im Okularkörper reflektieren wie blöde. Hab dies auch schon am Mond erkannt da war das 9mm Planetary das noch in meinem Koffer lag deutlich besser. Die 80 Grad Gesichtsfeld sind zwar toll nur was nütz mir dass wenn es nicht scharf ist. Gleichzitig ist bei der Tagbeobachtung aufgefallen dass sich das Zoom nicht deutlich scharf stellen läßt ich find den Punkt nicht. Beim Ortho schnappts ein und dann ist es scharf.
    Der Augenabstand des Orthos geht noch aber kürzer neee da wirds dann wirklich knapp. Mein 13mm Nagler nervt mich da schon manchmal. Wenn ich dort das ganze Feld überblicken will ist die Augenlinse nach dem Beobachtungsabend 100% verschmiert. Also was das angeht sind die vielgelobten Nagler auch nicht das gelbe vom Ei mal abgesehen vom Kidneybean der mich auch nervt. Anfangs fand ich das 13mm toll auch der Bullaugen effekt hat mich faziniert doch was nützt mir das wenn ich die Nagler dauernd verschmiere. Und wenn ich dann nicht so doll ins Okular kriche sehe ich auch nicht das Feld was es mir bieten kann dann brauch ich auch keine 82 Grad. Das 9mm Planetary hab ich übrigens noch nie verschmiert!


    Gut wir befinden uns hier im Planetenokularthema aber jetzt habe ich noch eine Frage.
    Welches Ausweichokular gibt es zum 13mm Nagler?
    Welches Deep Sky Okular verwendet ihr an eueren Geräten am häufigsten?
    Welche Vergrößerung ( an f/6 f/5) Geräten und die damit zusammenhängende Brennweite des Okulars nutzt ihr dort für Deep Sky
    Ich habe gelsen das dass 18mm Genuine Ortho von Baader einen super Kontrast haben soll ( wir lassen die 40 Grad Gesichtsfeld mal außer acht). Sollte ich da einfach die 12mm Variante nehmen?


    Mal wieder schwieriger " Hirnsalat". ( Immerhin weiß ich ja nun das für 4mm die Barlowkombination mit 8mm RKE gut funktionieten soll :))



    Verwirrte Regenwettergrüße
    Olli


  • Gut wir befinden uns hier im Planetenokularthema aber jetzt habe ich noch eine Frage.
    Welches Ausweichokular gibt es zum 13mm Nagler?
    Welches Deep Sky Okular verwendet ihr an eueren Geräten am häufigsten?
    Welche Vergrößerung ( an f/6 f/5) Geräten und die damit zusammenhängende Brennweite des Okulars nutzt ihr dort für Deep Sky


    Olli


    Planeten beobachte ich oft mit einem 6-Zoll-Mak, also einem f/12-Gerät. Dort nutze ich je nach Seeing das 9,6er oder das 12,5er Meade Superplössl sehr gern. Höchste Fertigungsqualität und wenige Linsen: das garantiert kontrastreiche Bilder.


    Deep Sky/ Kometen beobachte ich mit meinem 12,5 Zoll f/4.5 Dort kommt oft eine 15mm Goldkante zum Einsatz. Für Planeten mit diesem Instrument: Auch diese Goldkante, aber mit einer 1,5/2x-Barlow von TS, im 1,5er-Modus (angeschraubt). Das verringert die sphärische Aberration sehr, die Bilder sind außerordentlich scharf. Leider etwas mehr Streulicht wegen der vielen Luft-Glas-Flächen. Aber anders geht es eben nicht mit einem kurzbrennweitigen Gerät. Bei extrem guten Seeing ein 12er oder gar ein 8er Erfle mit dieser Barlow.

  • Hallo!


    So habe mich gerade für das 4mm TS/TMB Burgess etc. Planetary entschieden. Die Testergebnisse waren gut und der Preis ist es auch. Naja ich wehre mich wie ihr seht ein wenig gegen die Barlowlinse:) Ne mal im Enst falls ich die Beobachtung mit 4mm gut finde und die Planeten mich begeistern wird noch mal eine Kombi hermüssen aber so sind die ca. 59 Euro auch nicht so schmerzhaft.


    Bei den Deep Sky Okularen reizen mich die Pentax XW 10mm und 14mm. Von der Transmission+Einblick sollen sie den Naglern haushoch überlegen sein. Dass 10mm Pentax reizt mich eher weil mein 13mm Nagler auch noch da ist. Weiß aber nicht was man dafür noch bekommt denke so 200 Euronen sollten noch drin sein.



    Gruß
    olli

  • (1) Ein Takahashi 4 mm hi-ortho mit 24.5 mm Steckhülse (NICHT das LE mit 31.7 mm Steckhülse), wenn Du einen Binoviewer findest (oder sollte ich binoviewer schreiben, um keine Verwechslungen zu provozieren), ich nehme das andere. (Habe das 2.8 mm hi-ortho an einem 300 mm f/5 Spiegel - AP 0.5 - und an einem 100 mm f/9 Refraktor - AP irgendwo bei 0.3 !!! ... oho ...oder besser aha, weil ein Aha-Erlebnis).
    (2) ein Kokusai-Khoki (oder wie sich ds schreibt) 4 mm Kasai-Japan-ortho (es gibt seltene Aussreisser nach unten).
    (3) ein 3.6 mm (wenn Du Dich das AP-mässig traust, wozu ich Dir eigentlich raten würde) Super Barium für sehr wenig Geld.


    Bei DEN AP's, ... KEINE Kompromisse !
    Rudi

    Rudi
    ----
    "good, fast, cheap, ... choose any two"

    (mit "fast" meine ich das Öffnungsverhältnis)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von AstroRudi () aus folgendem Grund: keine !Anderung, nur hatte S.2 nicht gelesen

  • Hallo,


    ich habe zwar nicht sehr viel Erfahrung in Sachen Okularen und meine Okularausrüstung ist bis jetzt auch noch nicht so sehr umfangreich, aber zur Beobachtung bei flächigen Deep-Sky Objekten benutze ich an meinem f5 Newton am liebsten das 31er Baader Hyperion. Das ist zwar am Rand nicht mehr ganz scharf, bildet aber sehr hell und äußerst kontrastreich ab. Man bekommt durch das große Gesichtsfeld den Eindruck sich im Raum vor dem Objekt zu befinden.


    Gerade wenn zwei oder mehrere Galaxien gleichzeitig im Okular erscheinen finde ich es "gigantisch" (Leo Triplett, M81/82 oder M31 mit Begleitern)


    So, das wär dann mal meine Meinung...


    Grüße Uwe