Ha Beta Filter und EOS450D

  • Hallo Fotografen,


    ist es möglich, mit dem 2" Ha Beta Filter von Baader und einer unmodifizierten EOS450D den Pferdekopfnebel aufzunehmen?


    TS schreibt, daß man mit dem Filter ab ca. 25cm Öffnung den Pferdekopfnebel und auch den Californianebel sehen könnte und wenn ich den Nebel sehen kann, müsste ihn doch auch die Kamera 'sehen'.


    Viele Grüße aus Graz,


    Johann

  • Servus Johann,


    den Californianebel kann man im Hochgebirge mit blosem Auge und davorgehaltenem H-Beta Filter sehen.
    Den Pferdekopf habe ich mit H-Beta Filter bereits im 8 Zoll Newton sicher gesehen,im 6 Zoll Refraktor andeutungsweise.
    In unserem 30" F4 Dob grinst das Pferdchen deutlich hinter dem Stallpfosten hervor.
    Zum Fotografieren dieser Objekte braucht es keinen Filter.

  • Hallo Johann,


    schliesse mich Gerd an, möchte aber noch erwähnen, dass der Baader h-Beta-Filter extrem schmalbandig ist und auch keine besonders hohe Transmission hat! Die Transmission ist im Maximum nur knapp 80% und die h-Beta-Linie liegt (zumindest bei meinem, s. auch Transmissionskurve auf meiner HP) nicht im Maximum, so dass in diesem Fall nur 67% Transmission vorliegt. Dies ist für visuelle Beobachtung nicht so gut, da vom Nebel selbst auch schon einiges verloren geht. Für Falschfarben-Fotografie mit 3 Linienfiltern, wenn auch h-alpha dabei ist, wahrscheinlich nicht so tragisch?!

  • Hallo Johann,


    der Einsatz von H-Beta Filtern ist sehr unterschiedlich zu bewerten und hängt auch sehr stark vom eigenen Sehen ab.
    Während die einen - wie Gerd - schon bei 8" Öffnung den Pferdekopf sehen (können), bleibt dies anderen, so wie mir z.B., versagt. Manch einer so wie ich hat in dieser Emisionslinie einen "Knick in der Optik".
    Ich habe den Pferdekopf schon durch verschiedene H-Beta Filter versucht zu beobachten, keiner hat ihn mir gezeigt. Einzig im Astronomic H-Beta im 20" f:4 Dobson von Martin (ICS) habe ich ihn andeutungsweise erspähen können, "Sehen" wäre hier zuviel gewesen. An diesem Gerät habe ich auch mit 3 anderen Filtern mein Glück versucht (ICS hat ja so ziemlich alle, da er mit Teleskopen handelt).
    Es scheint also auch auf die eigenen Augen anzukommen. Beim Califonianebel (ngc 1499) hatte ich da mehr Glück.


    Fotografisch braucht man, wie Gerd beireits schrieb, keinen Filter.


    CS
    Winfried

    Liebe Grüße
    Winfried


    Wenn filmen so einfach wäre, dann hieße es "RTL"...

  • Hallo Johann,


    nein, d.h., dass du es mit deiner EOS lieber ohne h-Beta probierst! Eine modifizierte EOS wäre hier wirksamer, da du dann auch den h-alpha Bereich erfassen würdest, wo die Objekte, welche in h-beta emittieren i.d.R. noch stärker abstrahlen. Für visuelle Beobachtung ist h-alpha aber uninteressant, da das Auge, insbesondere dunkeladaptiert, in dem Bereich blind ist!

  • Hallo Johann,


    das heißt:
    Viele Aufnahmen mit kurzer Belichtungszeit machen, um dem Überlaufen zu entgehen. Das dann mit RegiStax oder anderen Programmen "stacken", d.h. überlagern und addieren. So geht`s.


    Dazu gibt es viele Berichte, aber ich bin nicht (mehr) der Astrofotograf.


    CS
    Winfried

    Liebe Grüße
    Winfried


    Wenn filmen so einfach wäre, dann hieße es "RTL"...

  • Hallo Johann,


    wie Winfried schon sagte! Du kannst aber auch, um das Kunstlicht zu unterdrücken und um längere Belichtungszeiten zu ermöglichen, einen breitbandigen Filter einsetzen (z.B. UHC-S, UHC-E, LPR o.ä.), die bei den wesentlichen Emissionslinien der Nebel (h-alpha, OIII, h-beta) aber Durchlass aufweisen.

  • Hallo Thomas,


    ich laß gerade (seit 22:30)meine Monti frei laufen und hab einmal den ED80 mit Flattener drauf.


    Ich schau jetzt nur einmal was ich bei 60sec Belichtungen und ISO1600 mit und ohne Filter auf den Chip krieg.


    Den UHC-S hab ich auch und werd ihn auch noch probieren.


    Leider ist es schon wieder saukalt mit 9 Grad Minus.


    Viele Grüße,


    Johann