Elliptischer Fangspiegel für Gregory Teleskop

  • Hallo zusammen,
    ich bin bei der Planung eines Gregory Teleskopes. ( --> Wikipedia ) Der Primärspiegel ist parabolisch mit 360 f/ 3-4. Damit wird die Primärbrennweite bei 1000 bis 1500mm liegen. Das Rohr sollte nicht länger als 1800mm sein, 1500 ist besser.
    Daraus ergibt sich die erste Frage:
    Wie läßt sich ein kurzbrennweitiger Spiegel schleifen / prüfen?


    Der vor dem Primärfokus liegende Fangspiegel ist beim Gregory elliptisch. Da ich im Netz nichts dazu gefunden habe, hier die zweite Frage:
    Wie schleift man die Ellipse? Prüfung ist sicher ähnlich einer Kugel / Parabel.


    Bin für Hinweise und Ideen dankbar.


    Gruß
    Axel

  • Hallo Axel,


    das Ding heist im englischen meist Gregorian telescope. Du findest dann z.B. das:
    http://adsabs.harvard.edu/full/1940PA.....48...83C Vielleicht hilft Dir das weiter.


    Wegen einer anderen Geschichte in einem anderen Tread würde mich gerade brennend interessieren, warum Du auf das Gregory-Design kommst? Was treibt Dich zu dieser Wahl für ein neues Schleifprojekt?


    Grüße


    Christoph

  • Danke für den Tip, Christoph.


    Newton: ab 2m Brennweite zu lang, Beobachtungen im Zenit unbequem
    Cassegrain: könnte mich interessieren. Ich möchte aber die Obstruktion minimieren. Möglicherweise könnte man einen langbrennweitigen kleinen Fangspiegel nahe der Primärbrennweite anbringen. Ich habe allerdings noch nichts über Tests von konvexen Spiegeln gelesen.
    RC: ist für Amateure, glaube ich, ausserhalb der Reichweite.
    Schwarzschild / Couder: prinzipiell auch vorstellbar, da ich hauptsächlich fotografieren möchte. Aber dann fällt die visuelle Beobachtung weg. Ähnlich Newton.

    Den Gregory finde ich ungewöhnlich und deswegen interessant. Schau mal auf dieser Seite hier:
    http://www.kis.uni-freiburg.de/index.php?id=163


    Meins wird möglicherweise 'nen Tick kleiner. Auch die spektrographischen Auswertungen im Keller erspare ich mir.


    Gruß
    Axel

  • Soweit ich das verstanden habe, bleibt bei nur 2 Spiegeln immer irgendwas übrig - Koma oder Bildwölbung, so dass alle guten photographischen Lösungen noch mindestens ein zusätzliches Korrekturelement einführen. Hängt aber natürlich auch von der Größe des Systems ab.


    Ich habe allerdings noch nichts über Tests von konvexen Spiegeln gelesen.


    von hinten durch das Glas ist der Spiegel konkav.... :)


    Grüße


    Christoph