Dobson oder newton. die qual der wahl. anfänger braucht hilfe.

  • Man sieht,


    Dominique, jeder lernt es offensichtlich auf seine Art.
    Dobson gegen parallaktisch war schon immer ein Streitthema, sollte es aber nicht sein. Ich habe ja auch parallaktisch angefangen, allerdings gleich mit GOTO. - Und habe dadurch "nichts gelernt", sondern mich auf die Elektronik verlassen.


    Aber dem Frager hilft auch eine solche, manchmal auch kontroverse Diskussion. - Er kann seine eigenen Schlüsse daraus ziehen, von daher finde ich einen solchen Disput nicht verkehrt. Es geht ja um den, der ein Gerät sucht.


    Ergo: wir streiten nicht, sondern wir tauschen unterschiedliche Erfahrungen zum Wohle des Fragers aus!


    Liebe Grüße
    Winfried

    Liebe Grüße
    Winfried


    Wenn filmen so einfach wäre, dann hieße es "RTL"...

  • :1eye:Winfried,


    ........


    Dobson gegen parallaktisch war schon immer ein Streitthema, ........
    .............


    .... für mich nie.
    Alles was mit SELBERMACHEN zu tun hat ist mir äußerst symphatisch.
    Sich in einer technischen Vormundschaft zu begeben lag mir immer fern, vermeiden wenn irgendwie möglich, persönlicher Einsatz als Ersatz. In finde in beiden Varianten das gesteckte Ziel und das ist eben das worum es mir geht-gleichwertig.


    Und in allem anderen steh ich voll bei dir - Daumen hoch. :1eye:

  • Hallo alle zusammen :) ,
    ich denke es gibt keinen Königsweg.Vielmehr sind persönliche Vorlieben das entscheidente.
    Ich habe auch mit eine parallaktischen Monti ohne Motoren angefangen...in Verbindung mit dem kleinen Schiefspiegler war es schon eine "kleine" Herausforderung irgendwas zu Finden was kein Planet war :D
    Ich erinnere mich noch gut an meine erste Nacht in der Kg...super Himmel..unendlich viele Sterne...und klein Rainerchen steht da mit seiner drehbaren Sternkarte und sucht...und sucht..und sucht...zu sehr vorgerückter Stunde dann ging Orion auf und jaaaa da ist was...M42 gefunden..sich gefreut wie ein Kind zu Weihnachten... :D
    Irgendwann kam der Dobson dazu,vom Handling sehr viel intuitiver zu bedienen als die parallaktische Monti(bis auf die ruckelige Nachführung...da kam dann eine ordentlichere Holzkiste drunter ;) )
    Soviel zur Bedienbarkeit von Parallaktisch vs Dobson.
    Den Himmel kennenlernen kann man natürlich mit beiden Systemen,letztlich ist der Sucher(oder Finder) das Kriterium für Erfolg oder Mißerfolg.Mit optischen Suchern kann ich gar nicht,was daran liegt,daß ich mit Telrad begonnen habe...
    Aber auch das ist eben eine reine Gewöhnungssache.
    Sich am nächtlichen Himmel zurechtzufinden bedarf einfach Interesse und Beharrlichkeit - mehr ist es nicht...welche Kombination für einen selbst dann die bessere ist,lässt sich nicht Vorhersagen und Erwächst eben aus den eigenen Erfahrungen.


    Grüße Rainer

  • Hallo Dominique u.a.,


    eine Art, die ich heute, wenns eilt, oft mache, ist das Teleskop via GOTO zum Objekt zu fahren und danach den Dobson via Telrad (ist auf beiden Geräten) nachziehe.
    Telrad auf Goto-Montierung ist zwar so ähnlich wie Gürtel + Hosenträger, hilft aber auch manchmal, wenn man parallel fährt. Ansich mache ich das aber nur, wenn ich alleine eine ganze Gruppe hier von der Astronomie begeistern muß und keine Hilfe habe. Wir beobachten ja meistens mit einem Refraktor (GOTO), einem "Standgerät" (14" Dobson) und einem "Sitzgerät" (8" Dobson). Da kann man auch schön die Unterschiede der einzelnen Gerätearten erklären.


    - Aber langsam werde ich zu sehr o.T. und lasse es mal dabei sein...


    Liebe Grüße
    Winfried

    Liebe Grüße
    Winfried


    Wenn filmen so einfach wäre, dann hieße es "RTL"...

  • hey jungs, der helle wahnsinn!


    war heute bis abends beim training und bin gegen 22uhr nachhause gekommen. hatte was zu essen gemacht und hatte mich vor den pc gehauen und ein bisschen im inet schlaugelesen. da kam mir doch die idee, mal den abendhimmel abzuchecken. und siehe da, heute war seit 2 wochen der erste tag, mit klarem himmel und einigen kleinen wolkenabschnitten.


    ich also voller vorfreude den dicken dobson auf den balkon geschleppt und aufgebaut. zunächst habe ich ein bisschen freestyle den himmel abgesucht, ehe ich mich dann per google-sky & android-desire ( live himmelsobjekte per gps) auf die suche nach brauchbaren objekten machen wollte. doch dann ging im süd-osten, über ein paar häusern, ein heller "stern" auf. war auf meinem balkon sogar der hellste "stern" zu dem zeitpunkt aus. also mit dem sucher anvisiert, nach ca. 10 sekunden hatte ich das helle ding drinne im sucher, wollte zur dobsonröhre wechseln, nichts zu sehen! ich gucke in den himmel, war der "stern" weg. anscheinend hinter einer wolkendecke verschwunden. geärgert, gemeckert und den dobson wieder auf andere himmelsbereiche gelenkt.


    ein paar minuten später checke ich den himmel ab und siehe da, der helle "stern" ist wieder voll da und leuchtete sehr schön. ich den dobson wieder also um 90° recht gedreht, um den "stern" anzusteuern und per sucher erneut anvisiert. wieder wollte ich vom sucher zum dobson wechseln und habe, bevor ich zum dobson gewechselt bin, nochmal mit blossem auge den stern angeguckt, da ich schon die befürchtung hatte, das er wieder verschwinden könnte. und tatsächlich nur 3 sekunden nach dem sucher in den himmel geguckt, war der stern wieder weg. irgendwie aneinander hängende wolken oder sowas, ich konnte mir das nicht erklären, denn der himmelsbereich um den stern war komplett schwarz, keine sterne und nichts zu sehen. warum ausgerechnet dieser stern immer mal wieder sichtbar wurde, konnte ich mir nicht erklären.


    diesmal habe ich den dobson aber nicht weggdreht, sondern hab die ganze zeit wie ein geier darauf gewartet, das der stern wieder sichtbar wird, damit ich ihn schnell per sucher anvisieren und per dobson endlich ein blick drauf werfen konnte. ca. 5 minuten habe ich auf meinem stuhl ausgeharrt, dann wurde aus einem leicht schummerigen licht, wieder ein starkes leuchten. also wieder ran an den sucher, anvisiert, dann ganz schnell ein blick in den dobson und..........


    DER JUPITER!! ich konnte mein glück nicht fassen! ich hatte diesen hellen "stern", der sich dann allerdings als planet outete, schon vorgestern zur selben zeit erspäht, allerdings war es vorgestern sehr bewölkt und mir deswegen nicht die mühe gemacht, die röhre aufs balkon zu buxieren. und heute hatte ich ihn wieder erwischt.


    man konnte durch der 10mm linse nicht besonders viel erkennen, nur einen ring konnte man schwach erkennen und 4 objekte, die wie monde aussahen. bin mir allerdings nicht sicher. aber alle in einer linie, wie eine perlenkette. habe meine handykamera ( 5mp ) an den okular gehalten und versucht ein paar fotos zu machen. allerdings war die qualität der fotos extrem undetailiert. mit dem auge am oku konnte man viel mehr sehen, als die kamera von meinem handy ausgespuckt hat. schade eigentlich!





    nachdem ich ein paar fotos gemacht habe und den jupiter ca 20 mins bestaunt hatte, kontne ich mein glück nicht fassen, der mond folgte dem jupiter und ging ein bisschen weiter links über den dächern der häuser auf. natürlich habe ich gleich die röhre richtung mond geschwungen und das erste mal den 1/4 mond bewundert. man konnte richtig viel und detailreich sehen, viele krater, die dunklen flecken usw. allerdings kommt man mit der 10mm linse nicht besonders weit, da brauche ich wohl eine noch kleinere, für mehr vergrösserung, damit man noch mehr details sehen kann vom mond! wieder hatte ich versucht, mit meiner handycam ein paar fotos zu machen, und wieder war das resultat ziemlich grottig!





    mit dem dobson hat man ein sehr scharfes und gutes bild gehabt, aber mit der kamera vom handy, sieht man kaum details und es ist auch ein wenig unscharf, obwohl 5MP und autofokus aus. ich hätte euch die bilder zu gerne so gezeigt, wie ich den jupi und den mond durch den dobson gesehen habe. schade das ich mit der kamera keine bessere qualität hinbekommen habe! :(


    der jupi war aber noch ziemlich klein und ich habe nur schwach einen ring sehen können. könnte ich das durch ein 6mm oder 4mm okuluar besser sehen? oder gleich einen 2" okular kaufen? kann man dadurch noch "mehr" oder "besser" sehen? oder doch lieber eine barlowlinse holen? die kann die vorhandenen linsen ja auch gleich um das zwei oder dreifache vergrössern oder?


    wie siehts denn mit einer halterung für eine digitalkamera für dobsons aus? gibt es da sowas?


    edit:


    hab mich die ganze nacht schlaugelesen:


    http://www.astroshop.de/digi-k…ra-adapter-28-45mm/p,8930


    würde sowas für mein dobson gehen? ich habe nur bedenken, das die befestingsklemme zu breit ist, um den adapter an der okularhalterung festzumachen. hat hier jemand erfahrungen mit sowas?


    glg

  • ja, das die vergrösserung sich dem seeing unterordnen muss, habe ich mittlerweile schon überall erlesen. aber nen bissel mehr muss doch schon drin sein oder?


    mein dobbi hat 1200er bw, das auge schielt durch ein 10mm oku, also ergibt das eine vergrösserung von 120. so bis 200 oder 240 ( x 2 z.b. barlow ) sollte doch machbar sein, bei einem "normalen" seeing oder nicht? ich habe andere bilder im netz von 8" dobbis gesehen, das lässt einem die kinnlade runterklappen.


    und das der dobbi für fotos nicht besonders gut geeignet ist, habe ich persönlich erfahren :blush: es sollen ja auch keine superguten bilder werden, die in astro-zeitschriften wiedergefunden werden wollen. sondern einfach nur solche, die man mal rumschicken kann, um anderen zu zeigen, was man schon alles anvisiert hat.


    durch ein 10mm oku ( 120er vergrösserung ) hat der jupiter ca. 46 sekunden gebraucht, um von rechts oben, nach links unten aus der sicht zu verschwinden. d.h., wenn ich den jupi rechts oben anvisiere, hätte ich mit einer zusätzlichen barlowlinse ( 240er vergrösserung ) therotisch 11 sekunden zeit, bis der jupi in der bildmitte landet, in meinem oku. lange belichtungszeiten sind damit natürlich nicht möglich. evtl könnte ich da noch ein paar sekunden mehr rausholen, wenn ich den dobson um einige milimeter "blind" nachführe. wies ungefähr geht, habe ich ja diese nacht gesehen.


    wie gesagt, es sollen keine high-quality-bilder werden, sondern einfache bilder, mit ein paar sekunden belichtungszeit und das sollte THEORETISCH machbar sein. aber für solche fälle gibt es ja zum glück erfahrene leute wie euch und das inet, um sich schlau machen zu können :happy: ihr werdet lachen. bis vor 6 tagen hatte ich von astronimie+teleskopen+alles was dazugehört, absolut NULL ahnung! ich wusste so ungefähr, wie ein teleskop aussieht, da hörte mein fachwissen allerdings auch schon wieder auf. ich hab auch jetzt noch kaum ahnung, aber nach 6 tagen dauerlesen und durch forumgewühle, habe ich ein kleines bisschen ahnung, worauf es so für anfänger ankommt. und das nur, wegen so leuten wie euch. deswegen kann man sich nicht oft genug bedanken. ich habe gleich in meiner ersten nacht den jupi gefunden und fotografiert, ich freue mich riesig und habe sehr viel lust auf mehr bekommen!


    lg

  • Hallo Blackmoon,

    mit dem dobson hat man ein sehr scharfes und gutes bild gehabt, aber mit der kamera vom handy, sieht man kaum details und es ist auch ein wenig unscharf, obwohl 5MP und autofokus aus.
    ...
    würde sowas für mein dobson gehen? ich habe nur bedenken, das die befestingsklemme zu breit ist, um den adapter an der okularhalterung festzumachen. hat hier jemand erfahrungen mit sowas?


    Schau mal unter Google:"Registax" oder "AVIStack" oder "Goitto" nach. Unser Auge macht so etwas ähnliches. Es summiert Seheindrücke, macht Kontrastschärfungen und man sieht besser als das Einzelbild. Mit der Camera kannst Du mal versuchen ein Video aufzunehmen und dann die Bilder mittels der obrigen Programme zu "stacken". Letztlich ist aber eine freihändige afokale Aufnahme durch das Okular eines Dobsons was ganz hartes. Dafür sind Dobson, Hände und Camera nicht gemacht. Als Erinnerungsphoto aber schonmal gar nicht so schlecht.


    Ich habe so eine ähnliche Digitalkameraklemme und nutze sie kaum.


    Einfach höherverößern geht nicht, wie Dominique schon sagte. Deine maximale Auflösung ist abhängig vom Durchmesser des Dobsons. Das Bild kannst Du zwar höhervergrößern, doch dann vergrößerst Du irgendwann nur noch Bildfehler. Letztlich siehst Du nicht mehr.


    Ich hatte das mit den Okularen schon mal geschrieben

    Quote

    25mm und 10mm reichen bei Deinem Geräte auf jeden Fall für erste Erfahrungen. Das nächste Okular solltest Du Dir erst kaufen, wenn Du:
    1) bei jemand anderem durchgesehen hat oder
    2) das Geld für gleichwertige Okulare anderer Brennweiten (z.B: 5mm, 8mm, 13mm, 18mm, 30mm) wirklich über hast (um die Brennweiteneffekte / Vergrößerungen auszuprobieren) oder
    3) Du Dir gleich ein "Spitzen"-Okular von Pentax oder Televue kaufen willst.


    Wobei auch ein "Spitzenokular" nicht höher vergrößern kann, als es die Auflösung zulässt. Es erzeugt nur weniger zusätzliche Bildfehler und hat eine bessere Transmission (Ausnahmen bestätigen diese Regel :)). Du kannst das vom Objektiv (Hauptspiegel) gesammelte Licht halt besser ausnutzen.


    Gerade beim Jupiter hilft aber zur Zeit warten. Das Bild wird wegen des Google:"Seeing"s nochmal besser, wenn das Objekt der Begierde am höchsten (also im Süden) steht. Dann hast Du weniger Erdathmosphäre zwischen Dir und dem Planeten. Und so ab Mitte Juli wird es nachts wieder dunkel :) (Google:"Astronomische Dämmerung") Dann hast Du weniger Streulicht, was aber beim Jupiter nicht zwangsläufig besser sein muss, denn der ist ja ziemlich hell.


    Grüße


    Christoph


    PS: Das mit den Durchlaufzeiten des Jupiters durch das Okular ist so eine Sache. Wenn Du das wirklich genauer wissen willst, lies mal: http://www.astro-foren.de/showthread.php?t=11963 Aber: ich habe Dich gewarnt! :)

  • Hallo nochmal,


    Wichtig bei der beurteilung einer Vergrößerung ist die "Austrittspupille", also sagen wir mal vereinfachend der Durchmesser in mm des vom Okular projezierten Lichtbündels. Der muss zu Deiner "Eintrittspupille" (die Pupille des Auges) größemmäßig passen.


    Fpr 8'' 1200mm ergibt sich folgende Tabelle:


    Austrittspupillen über 8mm sind sinnlos, da deine Eintrittspupille nicht größer wird und somit es zu keiner Verbesserung des Bildes kommt - das zusätzliche Licht wird verschenkt.
    Bei sehr gutem Seeing sind Austrittspupillen unter 0,4mm sind am Planeten / Mond noch OK, sonst eher 0,5mm. Sehr gutes Seeing hast Du aber höchstens 2-3x im Jahr. Also nimm lieber 0,8 oder 1,0, das ist realistischer. Damit wäre ein 5mm Okular die Grenze für Dein 8''. Aber auch das wirst Du eher selten einsetzen, ein 8mm oder 10mm sicher öfter.


    Nochmal: entweder mit fremdem Okularen Probeschauen (am eigenen Gerät) oder Du riskierst, dass sich die neuen Okulare als ungeeignet erweisen. Natürlich kannst Du Dir, zum "Üben" der Vergrößerungen preiswerte Standardokulare zwischen 40mm und 8mm kaufen. Die wirst Du aber sicher später wieder loswerden wollen und durch bessere ersetzen wollen. Die preiswerte Barlows haben eher den Ruf, die Abbildung eines preiswerten Okulars weiter zu verschlechtern...


    Grüße


    Christoph


    PS: Bei meinem 12'' Hofheim bin ich meist mit 2mm AP am Planeten unterwegs, seltener geht auch 1mm gut. Besser nur extrem selten! Deep-Sky ist besser mit einem 30mm Okular, denn diese Nebel und Galaxien sind größer als man denkt.


    PPS: z.B. http://www.ajoma.de/html/okulare.html

  • .........


    wie gesagt, es sollen keine high-quality-bilder werden, sondern einfache bilder, mit ein paar sekunden belichtungszeit und das sollte THEORETISCH machbar sein. ...........
    lg


    Hallo,
    es ehrt dich, dass du Spaß an der Sache hast und die Ansprüche dem beginnenden Liebahber angepasst sind.


    Nun ist es aber so, fotografiertst du mit kleiner effektiver Vergrößerung muss die Nachführgenauigkeit nicht so genau sein, sie steigt aber mit zunehmender Vergrößerung.
    Abhängig hiervon ist nun wieder die Belichtungszeit, die in der regel mit steigender V länger wird. Der Pos.-Winkel des Objektes mal außen vor.


    Für Mond kannst du das bis zu einer gewissen Grenze vernachlässigen - ich zeige dir mal nen Bild mit dem 8" Dobbi, welches wir kürzlich ohne riesigen Aufwand gemacht haben. MOND MIT DOBBI Beitrag #5 - überschärft, dass Org. sieht besser aus.


    Die "Handnachführung" ist m.E. zum scheitern verurteilt. Es macht mehr Sinn die in den Grenzen zur Vefügung stehenden Möglichkeiten zu nutzen.


    Ferner bietet sich noch zur Dokumentation das Zeichnen an, hier kannst du dann Objekte zu Papier bringen, die du niemals mit einem Dobbi auch nur annähernd fotografisch festhalten könntest. Das das Zeichnen dann auch noch das "Studium" des Objektes als Nebenlehre mit sich bringt, ist ein Gewinn, der dir einfach so in den Schoß fallen würde ;) Gratis.

  • Hallo Blackmoon,


    Quote

    handycam ein paar fotos zu machen, und wieder war das resultat ziemlich grottig!


    Mhh, wir haben Sommer und Du hast vom Balkon aus beobachtet, bzw. geknipst. Da mach mal lieber mit der Digiknipse einige Bilder mehr um dann das schärfste davon herauszufischen.
    Ich habe das selbst auch schon im von Dir genannten Freestyle gemacht, einfach die Kamera an das Okular halten und abdrücken... wenn man Glück hat, gibts da auch ein paar nette Mondbilder, Mond ist ja hell genug, bzw also die Belichtungszeit entsprechend kurz, damit es keine Wackelunschärfen gibt.


    Quote

    mit dem dobson hat man ein sehr scharfes und gutes bild gehabt, aber mit der kamera vom handy, sieht man kaum details und es ist auch ein wenig unscharf


    Eine Handy-Cam vereiert das Bild immer gerne mit dem eingebauten Helligkeitsabgleich. Also ich konnte der Lage nur Herr werden, als ich den Mond mit einem Filter (variabler Polarisationsfilter) abgedunkelt hatte.


    Quote

    der jupi war aber noch ziemlich klein und ich habe nur schwach einen ring sehen können. könnte ich das durch ein 6mm oder 4mm okuluar besser sehen? oder gleich einen 2" okular kaufen? kann man dadurch noch "mehr" oder "besser" sehen? oder doch lieber eine barlowlinse holen? die kann die vorhandenen linsen ja auch gleich um das zwei oder dreifache vergrössern oder?


    Ups! Da wirfste aber noch ein paar Sachen durcheinander.
    Also, die Okular-Brennweite bestimmt die Vergrößerung. Hast Du hier ein 6mm Plössl mit 50° scheinbarem Gesichtsfeld oder ein 6mm Weitwinkeloku mit 80°, beide liefern die gleiche Vergrößerung. Nur, beim Weitwinkeloku siehst Du mehr drumherum. das ist für Planeten reichlich wurscht, Weitwinkel wird bei Deepsky interessant und beim Aufsuchen. Außerdem ist es ein gewünschtes Seherlebnis um ein Objekt herum mehr Weltraum zu sehen.


    Andererseits ist es eine Sache der Wahrnehmung. Schau ich mir einen Planeten in einem Okular mit kleinem Gesichtsfeld an, wirkt der Planet in Vergleich zum gezeigten Himmelsausschnitt größer als in einem Weitwinkelokular. Da bastelt quasi das Gehirn am gezeigten Bild herum und versucht, Größenrelationen herzustellen. Der gleiche Effekt tritt ja auf mit Mond oder Sternbildern in Horizontnähe, wo diese scheinbar viel größer zu sehen sind als in Zenitnähe.


    Wie nun Okularbrennweite hinsichtlich Vergrößerung und Austrittspupille zusammen hängen weißt Du da schon. Daß Dir der Jupiter nun recht klein erscheint, ist eher eine Gewöhnungssache. Ich habe schon oft Leute gehört, die durch mein Teleskop schauten und meinten, der ist aber klein. Irgendwie relativiert sich das mit der Zeit, wenn man beobachtet und auch vergleiche zu anderen Objekten und deren Größen im Okular hat.


    Letztlich, Du kannst schon noch, je nach Seeing Gas geben, weit unter 1mm AP würde ich aber nicht gehen. Weiterhin würde ich diese gewünschte Vergrößerung lieber mit einem eigenen Okular machen als nun mit einer Barlow, das liegt aber auch daran, daß ich ungern des Nachts herumfrickeln möchte und Festbrennweiten einfach weniger Bildfehler einstreuen als die meisten preisgünstigen Barlowlinsen das tun.


    Quote

    wie siehts denn mit einer halterung für eine digitalkamera für dobsons aus? gibt es da sowas?


    Jo, des gibts. Von Baader nennt sich das Ding dann Microstage, ist eine Art Kreuzschlitten, der an das Okular angeflanscht wird. Ich habe so ein Ding hier, benutze es aber selten.
    Generell geht das am Dobson aber schon. Zum Beispiel am Mond kann man hiermit dann gut Videos aufnehmen, diese dann in Einzelbilder zerlegen und dann eben die besten Bilder herausfischen. Geht die Vergrößerung und/oder wahres Gesichtsfeld unter 0,5° kann man mit 'Fahrten' über den Mond, also einfach nur Dobson stehen lassen und den durchwandernden Mond abfilmen hinterher auch mit den Einzelbildern aus dem Video Mosaike zusammensetzen und erhält so ein größeres UND detailreicheres Bild als mit einer Gesamtaufnahme.


    Der Nachteil dieser Klemmen ist, an Okularen mit Gehäusegummierung, wie man sie eben recht häufig antrifft, bekommt man die Klemme nicht wackelfrei festgezogen.

    --------------------------------------------------
    CN&CS
    Toni


    Astronomen können Glühbirnen auch im Dunkeln wechseln

  • Hallo Blackmoon,


    ein All-in-One-Wunder! 7-21mm für 35€
    zum Vergleich: Nagler Zoom 3-6mm für 352€


    Beim Rechnen einer Optik (hier: Okular) gibt es meist mehrere rechnerische Lösungen oder Näherungswege für ein optimales Ergebnis. Wenn man ein Zoomobjektiv bauen will, muss man sich aus den Varianten eine heraussuchen, bei die (logisch!) zoombar ist und dann ein paar nachteile in Kauf nehmen. Zum Beispiel enthält das Okular bewegliche Linsen. Das Gesichtsfeld und der Augenabstand (bequemer Einblick) kann sicher mit guten Weitwinkelokularen nicht mithalten. Wichtig zu wissen: Beim Zoomen wird sich höchstwahrscheinlich die Brennpunktlage verändern, so dass Du nachfokussieren mußt.


    Aus der Photographischen Praxis weiß man schon lange, dass Festbrennweitenobjektive meist besser und lichtstärker Abbilden als Zoomobjektive (mittelerweile mag es gute hochgezüchtetet Zooms geben, dennoch... ). Das dürfte hier auch so sein. Einen Vorteil hätte es: Du könntest für 35 € mal die verschieden Vergrößerungen ausprobieren, um dann genauer zu wissen, was Du für ein Festbrennweitenokular Du dir kaufen willst. Vorsicht aber beim Übertragen der "Durchblickerfahrungen" auf andere Okulare! Es mach einen gewaltigen Unterschied aus, ob Du durch ein 30€ 10mm Okular oder hochwertiges Orthoskopisches Okular oder ein gutes Weitwinkelokular (Pentax XW, Televue Ethos) durchschaust. Da kann es gut vorkommen, das ein Objekt, bei dem nur bis 10mm Billig-Okular ein sinnvolles Bild erschien, plötzlich mit kürzeren Brennweiten der anderen Okulare noch besser werden.


    Als Vergleich: Ich bin von meinen Baader-Hyperion-Okularen (Mittelklasse?) entäuscht, seit ich das erste mal durch ein Pentax XW geschaut habe und würde die Ethos sogar noch besser finden, hätte ich nicht immer meine Brille zwischen Auge und Okular. - Durchgucken beim Teleskoptreffen hilft auch hier, vor der Kauf! Allerdings kannst Du mit 35€ nicht viel falsch machen. Wenn Du es kaufst, schreib uns doch mal Deine Erfahrungen im Vergleich zu Deinen Festbrennweiten (Zomm auf gleiche Brennweite eingestellt). Würde mich interessieren.


    Grüße


    Christoph

  • Hallo Hakan,
    das Zoom dürfte baugleich oder zumindest sehr ähnlich dem Seben und diversen anderen billigen Zoom-Okularen sein.
    Ich hatte das Seben kurzzeitig, die Qualität am f6 ist garnicht so schlecht. Es hat aber keinen Spaß gemacht wegen dem Tunnelblick bei den grösseren Brennweiten (gefühlte 40 Grad Gesichtsfeld) und der Rand-Unschärfe. Nach ein paar Versuchen hab ich es wieder verkauft. Das ist aber denke ich auch persönliche Geschmackssache, es gibt ja so einige, die von dem Seben Teil begeistert sind.


    Im Vergleich zu den Festbrennweiten war es von der Schärfe und dem Gesichtsfeld vor allem im oberen Bereich unterlegen (damals 8 & 9mm HR, 10 & 12mm TS-SP, 15mm WO SWAN, 25mm TSWA).


    Gruß


    Walter


  • Hallo,


    ich hatte es zum Test am f7 Refri:


    Sorry: S C H R O T T !


    Bericht hab ich zu Hause - evtl. heut Abend.


    Aber immer daran denken - alles supjektiv.
    Beobachte mit dem was du hast, spare lieber ein wenig über einen längeren Zeitraum und kaufe dir nach wenn vorhandenen Testmöglichkeiten etwas besseres, dann hast du lange Freude daran.

  • Hallo Blackmoon,


    auch ich hatte es von einem Kunden mal da und kann Dominique`s Einschätzungen nur bestätigen.
    Nicht schlecht ist das Zoomokular von Baader, das Hyperion. Damit kann man gut leben. Generell läßt sich sagen, "you get what you pay for"...
    Ein Zoomokule unter € 100.- KANN einfach nicht gut sein, da steckt einfach zu viel Technik und Wissen drin. Die, die ich gut finde, sind Hyperion und Nagler, es gibt auch noch eine Reihe anderer guter, die ich aber noch nicht in Händen hatte.
    Wie Do schreibt, lieber noch etwas sparen, sonst versenkst Du unnötiges Geld in Schrott.


    L.G.
    Winfried

    Liebe Grüße
    Winfried


    Wenn filmen so einfach wäre, dann hieße es "RTL"...

  • Hallo Blackmoon,


    auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole.:blush:


    Wenn es kein Problem für Dich ist, 30-50€ spontan immer mal auszugeben, kannst Du das Ding ruhig kaufen und Deine eigenen Erfahrungen machen. Wenn nicht, kannst Du uns entweder blind glauben und etwas nach diesen Empfehlungen kaufen oder eben mal bei jemand anderem durchgucken. Das Durchgucken vor dem Kauf ist meines Erachtens der bessere Weg. Warte lieber noch etwas und besuche eines der nächsten Teleskoptreffen. Das hat zwei Vorteile: Du sparst bis dahin noch etwas, und Du kannst die Sachen alle mal direkt anfassen und ausprobieren.


    @Winfried: zwischen Nagler und Hyperion würde ich schon ein paar Unterschiede machen....


    Grüße


    Christoph


    PS: Ich habe 6 Monate auf mein C11 warten müssen, auf mein Hofheim waren es auch ein paar Wochen. Geduld ist wichtig beim Sternegucken.

  • Hallo Blackmoon,


    auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole.:blush:


    Wenn es kein Problem für Dich ist, 30-50€ spontan immer mal auszugeben, kannst Du das Ding ruhig kaufen und Deine eigenen Erfahrungen machen. ..........


    Hallo Christoph,
    da stimme ich dir zu, nur:


    Ein Anfänger ist m.E. noch nicht in der Lage zu wissen, worauf er und wo er wie im Okular hinein sehen muss. Was ich sagen will ist, wir haben es alle oder fast alle so gemacht.
    Das Oku rein und beobachtet, unvernommen still genossen. Dann mit der Zeit bemerkt man, man fängt an zu "Sehen" (was ein Lernprozess ist) und mit ihm beginnt die Beobachtung im Detail. Die Konzentration auf das Wesentliche, dass selektieren, etc.
    Mit diesem fängt dann auch die Qaulität des Okus an auffällig zu werden, da mit Lernen auch die Ansprüche steigen.


    Wenn diese schneller wachsen als die Quali der Okus - dann ist manches schon von vornerherin zum Scheitern verurteilt.
    Schlimmer noch, es kann sogar sein, dass ein Oku gar nicht die Vorraussetzungen des Lern-und somit des Entwicklungsprozesses zu unterstützen in der Lage ist.


    Ich denke, eine Grundvorraussetzung sollte gegeben sein, die mindest an die Qualität geforderte Eigenschaft eines Okus ist, mindest die Quali des Gerätes wiedergeben.


    Das angesprochene Oku erfüllt in keinster Weise diese m.E. minimalistischen Ansprüche.
    Insofern sollten soche Teile gar nicht auf dem Markt. Hört sich hart an, aber ich denke das ist reine € in die Tonne werfen Produktion.


    Wie du schon sagtest, testen ist am besten - aber bitte unter Aufsicht damit unter o.a. Aspekten auch die bevorstehenden nur entdeckt werden wollenden Fehler vorab berücksichtigt werden.

  • Hallo Blackmoon,


    was haltet ihr denn von diesen zoomokularen:


    Am Dobson viel zu tunnelig, das kleine Gesichtsfeld ist dann der Tribut an den Preis.
    Schau mal hier diesen Bericht


    Es schaut zwar äußerlich und auch von der Aufbewahrungsdose dem Seben-Zoom ähnlich, jedoch liefert das Seben etwas mehr Transmission, aber auch mehr Reflexe an hellen Objekten, dafür aber einen Tucken mehr Gesichtsfeld als das TS...die beiden Zooms konnte ich mal vor ein paar Jahren miteinander vergleichen.


    Sven Wienstein beschreibt das Seben-Zoom als günstige und interessante Einsteigervariante, was so auch von der Szene damals bestätigt wurde, mittlerweile sind brauchbare bis gute Weitwinkelokulare jedoch preisgünstiger geworden, sodaß man hier eine Bewertung neu auflegen müsste.Ich selbst hatte es gerne am 70/700mm 'Lidl'Refraktor dran für ein bisserl Mond und Planeten, jedoch da schon als Dritt oder Viertteleskop und keinesfalls zum Haupteinsatz aufgrund des kleinen Gesichtsfeldes.


    Beide Zooms sind nicht homofokal, d.h. beim Verstellen der Brennweite muss auch immer nachfokussiert werden.... ebenfalls ein Tribut an den Preis.


    Fazit: Das TS, wie auch das Seben-Zoom kann eine gute Ergänzung des Equipments sein, wenn man sich eine kleine, platzsparende Ausrüstung zusammenstellen will, für eine vollwertige Erstausstattung hätte und habe ich diese Zooms noch nie empfohlen.


    Wer aber trotzdem preisgünstig ein bischen zoomen möchte, sollte sich mal bei Günther Mootz' Zoomsets für Okulare umsehen.

    --------------------------------------------------
    CN&CS
    Toni


    Astronomen können Glühbirnen auch im Dunkeln wechseln

  • Hallo Chrisoph,


    natürlich klaffen Welten zwischen dem Hyperion-Zoom und dem Nagler-Zoom. Sollte auch nur ein Beispiel sein, für welchen Preis (Preise) man ein vernünftiges Zoom bekommen kann.


    Unter dem Hyperion sehe ich ansich nichts brauchbares, aber Dominique hat da schon recht: der Anfänger wird es erst nach einem Jahr bemerken, wenn er sich in die Sternenwelt "eingesehen" hat. Und für diese Erkenntnis sind auch € 50.- zu viel...


    LG
    Winfried

    Liebe Grüße
    Winfried


    Wenn filmen so einfach wäre, dann hieße es "RTL"...