Jupiter/GRF mit 6" f/8 Newton

  • Wow sieht Klasse aus.


    Hat die Vesta Pro den gleichen Chip, wie eine 740K ?


    Ich besitze eine Vesta 675 und dort fällt der Chip deutlich schwächer aus, so dass sie sich eigentlich nur für Mondaufnahmen eignet.


    Gruesse Pierre

  • Hallo Argus
    Habe in der gleichen Nacht den Jupiter visuell mit meinen Modifizierten GSO 150/750 Fotonewton (41% Obstruktion) beobachtet. Wenn man bei deinen Bild die Farbe weg nimmt, dann kommt das Visuell mit meiner Beobachtung hin. Konnte die gleichen Details Beobachten.
    In der Nacht konnte ich nur bis max 150 fach vergrößern da Das Seeing nicht so besonders auf meinen Balkon war.


    Dein Bild finde ich sehr gut gelungen...mal sehen ob ich es auch mal versuche.



    Gruß Dieter

  • ..ich dank euch fuers Feedback.

    Hi Pierre,

    die Vesta Pro ist die PCVC 680K und hat den gleichen Chip
    wie die PCVC 675k, einen ICX098AK. Der ist etwas weniger
    empfindlich als der ToUcam Chip ICX098BQ. Nun, der Vesta Pro
    hab' ich den Enhanced Color Mode in die Firmware geladen und
    ihr einen SC1 Mod verpasst. Trotzdem, das ist richtig, muss man bei
    Planetenaufnahmen mit der Vesta Pro den Gewinn etwas weiter
    aufdrehen wobei das Rauschen zunimmt und sich deshalb nicht so
    gut nachschaerfen laesst, oder man muss sich mit weniger Kontrast
    zufrieden geben, oder legt sich irgendwo dazwischen.
    Meine ToUCam (SPC 900) hat einen b/w ICX098BL, kann
    also keine Farbe mehr. Gibt normalerweise auch bessere Bilder,
    aber, durch das Horizontprisma wegen dem tiefstehenden Jupiter,
    eine Unschaerfe durch den Versatz des Rot/Blau Kanals den man
    in einer s/w Aufnahme nicht mehr zurechtruecken kann. Man *muesste*
    eigentlich dann mit R,G und B Filter (wenn man die haette )
    aufnehmen und daraus ein Komposit machen.


    Ok, also hab ich mich fuer die Vesta Pro entschieden. Hier kommt
    mir zugute dass die interne Schaerfung abgeschalten ist und somit
    keine zusatzlichen Artefakte hervorruft. Damit das Bild nicht zu
    dunkel wird hab' ich den Gwinn etwas aufgedreht und dadurch mehr
    Rauschen akzeptiert. Trotzdem war das Bild noch recht dunkel, deshalb
    hab ich die RGB Pixelwerte einzeln logarithmiert und die Farbsaettigung
    wieder etwas angehoben, etwa so:



    Zugegeben, die Vesta Pro ist natuerlich laengst nicht mehr Stand der Technik
    und man muss damit Handstaende und Spagat in der Bildverarbeitung machen
    und trotzdem kein optimales Ergebnis. Aufruesten ist dagegen immer eine
    Frage welchen finanziellen Bedeutungsrahmen man einem Hobby zuordnen kann
    damits noch "entspannend" :) bleibt.


    Hi Dieter,
    die zentrale Obstruktion ist wahrscheinlich nicht so signifikant wie vermutet wird,
    und besonders bei Planetenfotografie spielt das Seeing sicher eine viel groessere
    Rolle. Sonst gaebe es auch nicht so viele gute Planetenbilder mit SCs deren Obstruktion
    auch nicht gerade gering ist - also denk ich mal dass du mit deinem Newton auch
    ansprechende Planetenbilder machen kannst.

    Gruesse,
    argus

  • Hi argus,


    ein sehr schönes Bild vom Jupiter, die Farben sind sehr gut und viele Details zu erkennen. Interessant ist schräg neben dem GRF der kleinere Fleck sehr gut zu erkennen.


    Dank deiner ausführlichen Beschreibung der Bildbearbeitung sieht man, was aus den Rohdaten gewonnen werden kann, bei einer natürliche Wiedergabe zu bleiben ohne Übertreibung der Schärfung.


    Weiterhin viel Erfolg
    und Grüße
    Karl-Heinz

  • Hi Karl-Heinz,

    danke :). Nun werden ja 6" bei der Planetenfotografie inzwischen
    mehr den kleine Oeffnung zugeordnet. Aber trotzdem
    spielt das Seeing bereits hier eine nicht unwesentliche Rolle
    und man muss sich bei der Bildschaerfung von Fall zu Fall anders
    drauf einstellen und versuchen nicht uebers Ziel hinaus zu schiessen.

    Gruesse,
    argus