TS Triplet APO 90/600 erstaunlich farbrein

  • TS Triplet APO 90/600 erstaunlich farbrein

    Für einen visuellen Beobachter, der nach einem Reise-Teleskop sucht, dürfte dieser TS Triplet APO 90mm Aperture - 600mm Focal Length ein erstaunlich
    farbreines Angebot darstellen, mit dem sich darüberhinaus gut fotografieren lassen sollte, wenn man den "including TS Optics field flattener" dazu benutzt.
    Beweis-Fotos für diese Behauptung habe ich leider noch nicht, sie werden sich daber demnächst hier einstellen.



    Bereits die qualitativen Tests sprechen für einen farbreinen APO, wenn man beim Sterntest den Rand genauer betrachtet, und darüber hinaus das Foucault-Bild, bei
    dem kaum noch Farbe im Spiel ist, ebenso der Ronchi-Gitter-Test. Für eine hohe Auflösung spricht auch der artificial Sky Test: die übers Foto beweisbare Auflösung
    erreicht in jedem Fall die theoretisch mögliche Auflösung nach der Formel 138.4 (546.1 nm wave) / 90 [arcsec]



    Die RC_Indexzahl wurde allein auf der Basis der Farbschnittweiten des Farblängsfehlers ermittelt. Bei hochwertigen APO's bleibt deshalb des Gaußfehler unberücksichtigt,
    weshalb ein Vergleich mit anderen hochwertigen APO's in diesem Bereich etwas problematisch ist. In diesem Fall versucht man deshalb über den Strehlwert zu einer
    genaueren Aussage zu kommen, der dann beide Abweichungen berücksichtigt.



    Alle Interferogramme wurden bei Fokuslage für 546.1 nm wave = e-Linie = Grün erstellt. Damit läßt sich sofort der verschwindend geringe Farblängsfehler ebenso
    dokumentieren, wie der Gaußfehler bei Blau und Rot, wobei bei diesem APO das Optimum zwischen Gelb und Rot liegt, wie man an den beiden IGrammen erkennt.
    Wäre nicht dieser Zonenfehler in der Mitte mit einem Flächenanteil von unter 20% der Gesamtfläche, würde sich der Strehlwert noch deutlicher an die 1.000 Grenze
    annähern. Für Beobachter und Fotograf spielen diese Überlegungen überhaupt keine Rolle. Die Gaußfehler-Abweichung ist in der IGramm-Übersicht eingetragen.



    Aus der Auswertung der oberen Übersicht reduziert sich lediglich für das blaue Spektrum der Strehlwert auf ca. 0.920, und damit wäre auch die APO-Definition von
    Thomas Back erfüllt.



    das Referenz-IGramm für Rot



    die Wellenfront-Deformation die lediglich vom "Peak" in der Mitte etwas dominiert wird,



    und das Ergebnis ohne jeden Abzug.



    Ein Vergleich zur Energie-Verteilung bezogen auf die Spektren Blau, Gelb und Rot: Wegen der Überkorrektur(Gaußfehler) sinkt das Maximum leicht,
    und etwas mehr Licht findet sich im Beugungsring wieder.

  • Hallo Wolfgang,
    Danke für den Bericht, ich kann dieses Exemplar mein eigen nennen. Bilder mit verschiedenen Reducern und Flattener werde ich hier einstellen. Visuell zeigte er an Jupiter erstaunliche Einzelheiten, nicht zuletzt wegen der geringeren Seeing Empfindlichkeit.

  • Hallo zusammen!

    Erstmal Danke an Wolfgang Rohr für den ausführlichen Bericht. Scheint ja wirklich ein leckeres Teil zu sein. Wenn die Mechanik stimmt, dürfte das ein "Geheimtipp" sein - auch wenn ich dieses Wort nicht gerne gebrauche.

    Trotzdem wäre mich der Kleine einen Tick zu langsam. Ich wünsche mir schon seit längerm einen echten APO um die 80-90mm Öffnung bei f/5. Als Leitrohr und Richfielder. Bisher hatte es den Anschein, als müsste man zum Tak SKY90 greifen. Und hier ist man jenseits von 2000 EUR...

    CS

    notoxp

  • Hallo Noxtop,
    der orginal OAZ taugt nicht viel zur Fotografie. Einen Feathertouch habe ich schon bestellt. Als Reducer habe ich einen Williams Typ 3 hier, mit 0,8. Wenn das funzt, ist das wirklich ein Geheimtipp.

  • Hallo zusammen


    Ob der William Typ 3 Reducer funktioniert würde mich wirklich interessieren.
    Besitze auch einen, habe diesen aber mit meinen Teleskopen nie wirklich zum funktionieren gebracht. Tests mit verschiedenen Linsenabständen waren auch nicht erfolgreich. Die Sternabbildungen blieben am Rand eines APS-C Chips mangelhaft.


    LG
    Chris