Theoretische Farbreinheit und deren Anforderungen

  • Hallo Ralf

    und eine Antwort auf Beitrag #14:

    nach meiner Erinnerung hattest Du zu Beginn auch ein Problem mit der Fassung des baugleichen APO's.

    dieser Optik zuliebe hoffe ich doch, daß der uns bekannte Besitzer das Problem löst. Und dann wäre ich
    tatsächlich so neugierig, mir diese Optik nochmals anzuschauen. Wie es weitergegangen ist, weiß ich
    allerdings nicht.

  • Hallo Wolfgang,
    richtig, ich hatte das gleiche Problem oder besser "Herausforderung". Die Fassung musste umgebaut werden und das Problem ist nun keines mehr.
    Sommer wie Winter habe ich ein rundes, knackiges Sternbild ohne Verspannung.


    Größere Objektive mit Fügetechnik müssen eben anders gefasst werden wie es bei kleineren Objektiven der Fall ist.
    Wenn man darüber nachdenkt, ist das aber nicht so überraschend.
    100mm im Vergleich zu 200mm ist nur der doppelte Durchmesser, aber viermal die Fläche und ca. 8 x die Glasmasse weil die Gläser auch dicker werden.
    Das Eigengewicht der Gläser drückt auf die Auflageflächen und da kann viel passieren.
    Diese Erfahrung mussten wir auch erst machen.


    Ich weiß auch nicht ob etwas mit dem besagten Objektiv unternommen wurde. Es würde sich sicherlich lohnen hier nachzuarbeiten.


    Viele Grüße
    Ralf


    www.astro-theke.de

  • Hallo Uwe (Quanten),


    danke für den Hinweis, aber wann bekommt man mal so ein Gerät zu Gesicht?
    Den TAK kenne ich, vom An- und Durchsehen, ist schon eine Wucht und ein Traumgerät.
    Durch einen (russischen) 8" Refraktor konnte ich auch schon mal beobachten, war auf dem ITV und Matthias Wirth hatte ihn gebaut. Ein genialer "Bauer", was natürlich nicht abwertend gemeint ist... Ich kenne so einige seiner Geräte und ihn recht gut. Aber das liegt einige Zeit zurück und auf den OAZ habe ich da nicht geachtet.


    Zu Dominique: ich bin kein Spezialist was Material- und Wärmeausdehnung anbelangt. Aber ich hatte in dem diesbezüglichen Thread im blauen Forum interessiert mitgelesen und konnte das Gesagte recht gut nachvollziehen, da es mir logisch und stimmig erschien.


    Und genau da glaube ich eben nicht, daß M.L. dies mit berücksichtigt. Das ist nun kein böser Wille von mir und auch keine Abwertung von M.L., aber ich denke, daß diese Sache so kompliziert ist, daß sich diese Berechnungen nur dann effektiv lohnen, wenn es sich um eine "mittlere" Serie gleichartiger Geräte handelt und nicht um ein hie und da mal geschaffenes Gerät, daß ich um eine bestellte Linse herum baue. Hier würde sich der Aufwand, zumindest finanziell, kaum lohnen.


    Zudem, - wir durften es lesen, - ist die Entscheidung gefallen, warum also noch lange darum diskutieren. Zudem bin ich moirgen eh weg und kann nicht mehr auf Antworten eingehen, denn dort, wo ich hingehe, gibt es kein Internet.

  • Hallo Winfried,


    Quote

    1= das ist ein Märchen, da so etwas überhaupt nicht geht, weder bei seinen, noch bei irgendwelchen anderen Geräten. Der Focus ist Material- sowie temperaturabhängig, also müsste der Tubus den gleichen Temperaturkoifizient haben wie das Glas und alle verbauten Materialien = unmöglich, Märchen! Bezieht sich gleichermaßen natürlich auch auf den TAK.


    hier muss ich entschieden wiedersprechen denn bei einem Refraktor muss unbedingt die Temperaturabhängigkeit der Brechzahlen der Gläser berücksichtigt werden.
    Diese dadurch verursachte Brennweitenänderung kommt noch zu der durch den Ausdehnungskoeffizienten des Glases verursachten hinzu.
    In der Summe ergibt sich bei üblichen Gläsern zufällig ein Wert welcher der Längenänderrung eines Alutubus in der Länge der Brennweite recht nahe kommt.
    Deshalb darf man die Fokuslage bei Refraktoren mit Alutubus zumindest annähernd als Temperaturkompensiert betrachten.
    Man könnte sich dem Ideal auch noch weiter annähern in dem man entweder Ausgleichstäbe mit entsprechendem Koeffizienten verwendet oder ein Zwischenstück aus einem Kunststoff mit sehr hohem Ausdehnungskoeffizienten einfügt welches natürlich exakt die Länge haben sollte damit der Fokusshift vollständig kompensiert wird.


    Quote

    ich bin kein Spezialist was Material- und Wärmeausdehnung anbelangt. Aber ich hatte in dem diesbezüglichen Thread im blauen Forum interessiert mitgelesen und konnte das Gesagte recht gut nachvollziehen, da es mir logisch und stimmig erschien.


    Welcher Thread ist das denn?
    Vermutlich wurde dort die Temperaturabhängigkeit der Brechzahlen nicht berücksichtigt.


    Quote

    aber ich denke, daß diese Sache so kompliziert ist, daß sich diese Berechnungen nur dann effektiv lohnen,


    Die Berechnung ist relativ simpel und für einen Fachmann keine Herausforderung.
    Zumal sich das Ganze mit entsprechenden Programmen per Mausklick in Sekundenschnelle erledigen ließe.


    Wirklich relevant ist eine Temperaturkompensation des Fokus aber ohnehin nur für die Fotografie.


    Grüße Gerd

  • Moin,
    der Tread drüben war die Frage nach den beiden Kandiadaten, was so die Meinungen zum Kauf sind. Dieser Tread ist aber aus dem Ruder gelaufen (wie immer) , zwischendrinn noch diverse persönliche Anfeindungen. Es ist also überflüssig, da nachzuschauen.


    Hier bewegt es sich ja noch im Rahmen...:D


    Bestellt habe ich jetzt den TOA150. Von Anfang an war mir dieses Gerät sympatischer. Es gibt viel Zubehör dazu, alles darauf abgestimmt. Kein kunterbuntes zusammenstellen. Beeinflußt wurde ich natürlich von meinem Nachbarn und Freund, dessen TOA130 ist aller erste Sahne. Dazu stimmt die Mechanik und das Finish. Transportabel ist er auch noch. Auf die eine Zoll Öffnung kommt es mir gar nicht so an.

  • Hallo Gerd/Stefan,


    nein, das war nicht in "Deinem" Thread, das war schon vorher. Ich bedanke mich bei Gerd, daß er die Sache klargestellt hat. Dort (ich weiß wirklich nicht mehr wo das war, ist aber erst kürzlich gewesen) wurde sehr kontrovers darüber diskutiert. Ich selbst habe (um Dominique eine Antwort zukommen zu lassen) absolut keine Ahnung davon, bin auch "nur" visueller Beobachter mit recht hohem Anspruch (daher Tak, ein enstrechendes anderes Gerät à la TEC, Astro Physiks, Zeiss etc.) könnte ich wohl auch nicht unterscheiden oder voneinander trennen - will ich auch nicht, mir kommt es hier nur auf die Ehrlichkeit der Antworten an. Und nur da habe ich Zweifel.
    Klar, man erwartet als Kunde nur das beste, der Händler, - ich nehme da Martin auch garnicht raus, - kann auch nicht alles wissen, was der Lieferant da verbaut. Daher sehe ich Markus`s Aussage (im anderen Forum) als etwas "geschönt" an. - Mehr nicht. Martin könnte sich ja auch äußern, denn von den Internas von TAK weiß ich ja auch zu wenig. Er vielleicht auch nicht, denn wenn man als hersteller alles "breittritt", dann könnte ja jeder andere nachziehen. - Ergo bleibt uns nur der direkte Vergleich, aber wer würde deswegen schon beide kaufen? - Bin ich Gösus????

  • Winfried,

    Quote

    Zudem, - wir durften es lesen, - ist die Entscheidung gefallen, warum also noch lange darum diskutieren.


    darum ging es nicht - oder?
    Was interessiert es mich, welches Gerät hier seinen Käufer findet?
    Viele Auswahlfaktoren an sachlicher und fachlicher Komponentes sind m.E. hier besser angebracht, als deine auf die Fahne geschriebene TAK Vorliebe, die dir doch gegönnt sei.
    Zum Glück aber keine richtungsweisende allgemeine Gültigkeit und Stefan sicherlich nicht als Entscheidungshilfe gedient hat!
    Es ging um deinen Rundumschlag, der wie so oft, leider, von ............. getränkt ist.
    Bevor ich mir hier Urlaub nehme halte ich lieber mal die :shutup:


    Der Link fehlt immer noch, nicht gerade seriös.
    Soll ich mich auf Hören und Sagen stützen?
    Doch nicht allein auf dein Wort - oder?


    Bitte den Quellennachweis nach reichen, oder eben genau das:

    Quote

    Hallo Stefan, ich zitiere mal Markus aus dem blauen Forum, da .....


    wird dir auch noch zusätzlich als.............angehaftet!

  • Hallo Winfried,


    langsam werden deine Beiträge für mich unerträglich. Nur mal ein Beispiel aus diesem Thread:


    Du glaubst es wieder einmal besser zu wissen.


    Zu 2. Deine Darstellung "Wurde bei allen neuen TAK`s aber geändert, dadurch natürlich auch etwas schwerer, da dicker." ist FALSCH! Der FS-102 und sein Nachfolger TSA-102 haben 114mm Tubusdurchmesser siehe hier und hier.


    Zu 3. Das Prüfprotokoll von LZOS einfach so, ohne Begründung anzuzweifeln ist auch ziemlich frech. Warum sollten diese nicht stimmen? Für mich sind sie glaubwürdiger, als die mancher Hobbyprüfer ohne richtiges Prüflabor. Aber wäre die Qualitätsurkunde von Takahashi, wäre das sicher etwas ganz anderes für dich.



    ... und da schreibt er noch, der seine hätte einen wesentlich besseren Auszug. Auch das kann ich nicht bestätigen. Jeder TAK hat einen vervorragenden, shiftingfreien Auszug. Ich würde meinen Zahnstangenauszug am TAK um nichts in der Welt durch einen Fethertouch ersetzen, einfach, weil es absolut unnötig ist.


    Meine Erfahrungen: Ich selbst schätze gute "Zahn und Trieb"-Auszüge und besitze einen FS-128, FC-76 und FC-60. Die Tak-Auszüge sind gut, aber es gibt teilweise auch besseres, nämlich bei TeleVue und Astro-Physics.



    Ein Rat von mir fürs neue Jahr: Nur dann einen Beitrag schreiben, wenn man etwas zu sagen hat und dessen Richtigkeit vorher geprüft hat.


    Gruß Ralf

  • Moin,
    auch hier möchte ich mal kurz einwerfen:


    Viele Meinungen hier kommen nicht aus der Praxis, sondern weil einem die Marke/Händler gefällt/nicht gefällt.
    Und das ist meine Meinung! Ich habe mir den aus rein praktischen Gesichtspunken ausgesucht, die ich auch dargelegt habe.

  • Hallo Stefan,


    ich wünsche dir viel Freude mit dem TOA-150. Ich kenne den TOA-130 und habe ja selbst drei Taks. Ich denke, er wird dich nicht enttäuschen. Wir sind auf deine Eindrücke aus der Praxis gespannt.


    Im blauen Forum schriebst du als einen Grund für deine Entscheidung für den TOA-150: "Passt auf meine CGEM, zum Transport an einen seeingberuhigten Standort."
    Beachte das der TOA-150 einen großen Luftspalt hat, damit dürfte er teilweise längere Zeit zur thermischen Anpassung benötigen. Für mich ist er daher eigentlich ein Sternwarteninstrument.


    Gruß Ralf

  • Hallo Winfried

    Du verallgemeinerst mal wieder.

    Wir, APM , verkaufen diese Apos nicht, wir bauen Sie auch. Konstruiert und Gebaut bei Maschienenbau Ing Michael Knopf, der auch unsere großen Teleskope mit Philipp Keller zusammen baut . Du darfst diesmal gerne glauben, das wir nicht was zusammen schustern, sondern echt Konstruieren.

    Kann die gerne einige würdige Namen von Fotografen mailen, die du mal kontaktieren darfst um zu fragen, rede ich stuss, oder weiss ich wovon ich rede.

    Schau dir nun mal die Blendenkonstruktion deines Apos an, zeichne dies aufs Papier und erzähl uns dan mal dein im Fokus ausgeleuchtete Feld :-)

    Betreff den großen LZOS Apos gab es bisweilen ein einziges Mal ein Preoblem, und das ist bei Wolfgang gelandet. Dank dessen unterstützung wurde das Problem auch gefunden und derzeit behoben. Die Fassung hatte bei einem Linsenelement unerlaubt zu großes Spiel. Darf nicht sein, stimmt, gab es auch noch nie, dennoch egal bei welcher Firma, da arbeiten menschen , keine Roboter.

    Was ist schwieriger Herstellen ein großer oder ein schneller Apo ? Hierzu stellte ich vor langer Zeit diese Frage an den Meisteroptiker von LZOS und der sagte mir, ein LZOS 130 mm F/6 ist im Aufwand genauso schwierig wie ein 8"F/9 , nur das der 8" deutlich mehr material benötigt

    wünsch euch allen einen guten Rutsch

    Markus

  • Ebenfalls einen guten Rutsch reihum in die Runde. Dazu fand ich die Erklärung:

    Rutsch kommt von hebräisch Rosch = Anfang


    ... und Gösus von Krösus ?


    Guten Rutsch auch von mir ... und an ALLE ... "Schuster bleib bei Deinen Leisten".


    (Frage an Radio Eriwan : Warum muss Stefan seine Entscheidung so im Detail begründen ?
    Weil er sie - seine Entscheidung - der Öffentlichkeit zur Abstimmung preisgegeben hat :laugh:)


    Rudi

  • Stimmt Rudi,

    nachdem Stefan seine Wünsche selbst finanziert, besteht keine Notwendigkeit, uns an seiner Entscheidung teilhaben zu lassen, schon gar nicht in aller Öffentlichkeit: Da selten bis nie eine echte Beratung heraus-springt, mit der Stefan dann etwas anfangen könnte.

    Ansonsten verfolgt jeder eine andere Leidenschaft unter dem Schutz-Schirm der Hobby-Astronomie. In meinem Fall wäre es das Sammeln von optisch hervorragenden Teleskopen zur Ausstattung meines privaten Museums. Für die Beobachtung würde ein Teleskop reichen.

  • Hallo Stefan,


    das ist mittlerweile leider der schmale Grat zwischen "Hosen runterlassen" und objektiver Informationsgewinnung.


    Und dazu ist das Internet eben ein gläsernes Medium, das keine Aussage vergisst bzw. in dem jeder seine (manchmal auch unqualifizierte) Meinung einfach äußert. Am Besten, man stellt diverse Fragen nur noch Personen die man persönlich kennt oder man trifft sich zum Austausch solcher Themen. Auch wenn es vielleicht umständlicher ist. Es erspart oft Ärger.


    Liebe Grüße und ein erfolgreiches neues Jahr


    Uwe

  • Hallo Uwe,
    so ist es. Ich habe bereits in anderen Foren meine Deaktivierung als Privatperson beantragt. Ich werde nur noch unter meinem Firmennamen als zahlender Kunde auftreten. Dieses Forum ist (noch) nicht betroffen, aber die Auswahl der Themen schränke ich jetzt klar ein.
    Wohltuend sticht das unser kleines Franken-Forum da heraus, noch niemals gab es dort derartige Streitpunkte.

  • Hallo Stefan,


    ja, weil man sich kennt. Da ist es ein ganz anderes Vertrauensverhältnis. Und wenn tatsächlich einmal Unstimmigkeiten wären, könnte man sie auch auf einem der Stammtische oder Treffen ausräumen.


    Das heißt ja nicht, dass jeder immer gleicher Meinung sein muss, aber im Netz oder in Foren ist schnell etwas hingetippt. Man hockt zu Hause in seinem "Schonraum" vor dem PC und da vergreift man sich schneller im Ton oder schreibt etwas unüberlegtes. Dann wird man gleich drauf festgenagelt.


    Ich bin zumindest froh, dass wir in unserer Gruppe gut miteinander auskommen.


    Liebe Grüße Uwe