min. Beobachtungshöhe mit Rolldachhütte

  • Hallo zusammen,


    hat jemand praktische Erfahrung mit waagerechten Rolldächern und der dabei erreichbaren minimalen Beobachtunshöhe? Wie knapp unter dem Dach kann man denn die Montierung mit Instrumenten anbringen?


    Hintergrund: Ich möchte einen festen Beobachtungsstandort, eine Kuppel ist aber bautechnisch nicht möglich, ebenso keine "schräge Hütte".


    Grüße


    Christoph

  • Hallo Christoph,


    bei meiner Hütte ist es so, daß ich das Teleskop 'quer' stellen muss, also Teleskop zeigt nach Süden, Horizont, damit das Dach gerade noch so darüber hinweg fährt. Ich habe ein sehr flaches Dach, also keinen Innenraum mehr im Schiebedachteil.


    Nun kommt es ja aber auf Dich an, wie du es gerne hättest:


    - Beobachtung vorwiegend mit Newton oder mit Refraktoren/SC/Mak?
    - Ist eine Höhenvariation der Säule vorgesehen wenn ein Systemwechsel ansteht
    - Soll die Beobachtung ohne Zuhilfenahme von Tritten, Leitern möglich sein.
    - Ist die Installation einer Beobachterbühne sinnvoll.
    - Sollen künftig Doppelschienen an der Montierung angebracht werden? (-> Dies erhöht nochmal die Gesamtbauhöhe der Anlage in der 'Parkposition')


    -> Daraus leitet sich ab, wie weit runter bis zum Horizont soll die Beobachtung möglich sein, oder ist es z.B. sinnvoll, Straßenlampen bewusst mit den Hüttenwänden abzudecken.


    Geh einfach mal an den Platz, wo die Hütte hin soll und halt ein Lineal quer vor Dich und lote damit mal aus, wie Hoch der gewünscht beobachtbare Horizont um Dich her ist. Diese Höhe wäre dann Dein erstes Maß um alles weitere darum zu installieren.

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    CN&CS
    Toni


    Astronomen können Glühbirnen auch im Dunkeln wechseln

  • Hallo Christoph,


    eine minimale Dachneigung solltest Du schon einplanen, ansonsten läuft das Regenwasser nicht ab. Ebenso ggf. gefährlich bei Schnee über 30cm Höhe, da wird die Dachlast oft überschritten.


    Mein Dach hat 8 Grad Neigung gegen Südosten. Gegen Süden ging aus baurechtlichen Dingen nicht, aber der Südosten ist bei uns so und so das beste.
    Das Dach liegt ohne merkliche Erhöhung auf, nur 10cm der Schienen- und Rollenhöhe. Nach Nord-Westen hin ist die Warte 2,2m hoch, nach SO etwa 2 Meter, wobei ich die Sichtgrenze zum Horizont durch Umklappen der Wand auf 1,8m bringen kann. Mittig in der Sternwarte steht eine 140cm Säule, darauf die WAM-Montierung, alles in allem etwa 1,8 Meter. Der aufgebaute Maksutow-Newton MN68 und der danebensitzende Takahashi FS-102N liegen vor dem Schließen des Daches waagrecht, bei geschlossenem Dach habe ich etwa 15 cm Luft zwischen Gerät und Dach. Die Minimalhöhe liegt bei rund 15 Grad, tiefer kann man so und so nicht beobachten.
    Am Refraktor kann ich mit Zenitspiegel im Stehen beobachten, am MN mit seinen 1200mm Brennweite und dem Einblick oben stehe ich auf der 3. bis 4. Stufe der Leiter. Wäre die Säule kürzer und ich könnte normal im Stehen am Newton beobachten, dann hätte ich entweder eine "Krabbelsternwarte", die ich nur kniend betreten könnte oder aber einen zu geringen Radius als Himmelsausschnitt.

    Liebe Grüße
    Winfried


    Wenn filmen so einfach wäre, dann hieße es "RTL"...