• Hallo zusammen,


    @Wolfgang: danke!


    @alle: noch ist alles etwas unklar - vor allem bezüglich des Stadtplanungsamtes - die wissen aber auch noch nichts von ihrem Glück. Für die Statikberechnung brauche ich so ungefähre Daten für das Gewicht. Je nach Montierung & Gerät kommen so 100-250kg auf den Sockel drauf. Was mein Ihr? Zunächst würde ich ja erst mal meine CGEM draufschrauben. Aber wer weiß, was in 5 Jahren ist?


    Zweites Problem. wie hoch (bezogen auf die Auflage der Kuppel) sollte der Betonsockel sein? Zu hoch wäre blöd, weil Stahlbeton ist hart. Zu niedrich wäre auch blöd, denn ein hoher Stahlunterbau ist wieder schwingungsanfälliger.


    viele Grüße


    Chrisotph Langer

  • Hallo Stefan,


    Danke, den Link kannte ich schon. Von dort habe ich die Idee eines Empfehlungsschreibens durch unserern örtlichen Verein. Momentan warte ich auf die Entscheidungen der Ämter.


    Grüße


    Christoph

  • Quote

    Zweites Problem. wie hoch (bezogen auf die Auflage der Kuppel) sollte der Betonsockel sein? Zu hoch wäre blöd, weil Stahlbeton ist hart. Zu niedrich wäre auch blöd, denn ein hoher Stahlunterbau ist wieder schwingungsanfälliger.



    Hallo Christoph,

    Wie hoch der Beton-Kranz sein soll, hängt davon ab, wie Du in die Kuppel "einsteigen" willst. In meinem Fall liegt der untere Drehkranz auf Beton-Platten 50x50 cm^2.
    Der Einstieg ist durch die Türe, sodaß man eine "Schwelle" von ca. 30 cm Höhe überwinden muß. Für meinen Fall habe ich deswegen die Türe zum Aushängen abge-
    ändert, weil sich der Shutter ohne Motor nur schwer aus der rückwärtigen Position in die Ruhestellung bewegen läßt. Mit elektrischer Steuerung ist die Sache ca. 1000.-
    Euro teurer, nimmt Platz weg und ist nur eine Spielerei.

    Wenn Du das Ganze als Turm konzipierst, brauchst Du keine Tür, aber das Shutter-Problem bleibt Dir trotzdem. Lösen kann man das dann nur über eine Kurbel, die
    den Shutter bewegt. Etwas schwieriger wäre der Einstieg über den Shutter selbst. Eine Tür ist in jedem Fall zu empfehlen. Ich habe mich deswegen für die Kuppel
    entschieden, weil es eine saubere Lösung ist und hoffentlich sehr lange hält. Ob sich im Winter der Shutter bewegen läßt, wenn Schnee auf der Kuppel liegt, kann
    ich noch nicht richtig beantworten.

  • Hallo Wolfgang,


    das ganze wird als Turm konzipiert, Einstieg von unten. Was mir noch fehlt, ist das Maß für die Höhe des Instrumentensockels bezogen auf Unterkante Kuppel.


    Grüße


    Christoph

  • Hallo Christoph,

    Laut Zeichnung sind das in der Mitte 2.40 Meter Höhe vom Platten-Boden aus. Der Shatter öffnet die Kuppel ziemlich senkrecht, sodaß ich den Montierungs-Sockel
    etwas aus der Mitte versetzt habe, damit man senkrecht nach oben sehen kann, was bei einem Turm nicht unbedingt notwendig ist. Wenn Du jedoch von unten
    einsteigen willst, stellt sich diese Frage wegen der Einstiegs-Luke erneut. Siehe auch: http://rohr.aiax.de/scopedome_obserwatory_project_01a.pdf
    Dann spielt eine Rolle, welche Instrummenten-Höhe Du in der Kuppel unterbringen wills: Ein C11 ist da unkomplizierter, wie ein langer Refraktor: Bei waagrechter
    Position sollte der an der unteren Shutterbegrenzung anstoßen. Falls nötig, kann ich ja noch ein paar Detail-Fotos nachliefern.









    2011 Gemeinschaftaktion - Omegon Kuppel 3m ___ Scope Dome ____ Rohr-Sternwarte ____ Osterei, Atom-Ei

    http://scopedome.com/de/default.aspx
    http://scopedome.com/de/video.aspx

  • Hallo Christoph,
    ich habe gerade kurz das Thema überflogen und kann vielleicht auch ein paar Tipps geben, da ich mir vor 5 Jahren meine 4 Meter Kuppel selber gebaut habe.
    Die Verankerung der Kuppel habe ich so gelöst:

    Das ist zwar ein altes Foto, statt dem Holzklotz sitzt nun einfach eine Justierung für die radialen Führungsräder, aber man kann gut erkennen, das die Kuppel einfach nicht nach oben weg kann. Insgesamt sind acht solcher Sicherungen am Betonring verankert.
    Desweiteren muß ich leider bestätigen, daß die Deckschicht nach einiger Zeit die Stabilität verliert und sich Dreck ansammelt. Ich hatte mich damals bei R&G beraten lassen und habe daraufhin die Außenschicht der Kuppel aus Gelcoat gemacht (z.B. wie beim Flugzeugbau). Nach drei Jahren musste ich aber feststellen, das die Deckschicht nicht mehr so glänzte wie am Anfang. R&G teilte mir nach Anfrage dazu mit, daß das Gelcoat einmal im Jahr behandelt werden müsste. Da war es aber schon zu spät und ich werde die Kuppel im nächsten Sommer komplett reinigen und mit Wetterschutzfarbe streichen müssen.
    Mittlerweile setzten sich tatsächlich sogar Algen an der Kuppel fest. Das ist der selbe Prozess, wie an gedämmten Fassaden - Wetterseite. Trotz teuerer Lotus-Effektfarbe setzt sich dort früher oder später eine schwarze und nach einer Weile auch grüne Schicht an, da die Feuchtigkeit nicht in die Wand (oder Kuppel) einziehen kann.
    Wichtig ist also auch immer eine Art Plattform, von der aus man die Kuppel von allen Seiten erreichen kann, ohne jedesmal einen Kran zu mieten. Zum Glück braucht das ja nur an einer Seite zu sein, da sich die Kuppel ja dreht. ;)
    Ich habe mir so eine Plattform vor zwei Jahren nachträglich angebaut, da die Kuppel in 6m Höhe aufliegt.
    Also: Was auch immer ein Kuppelhersteller verspricht, Vorsorge ist besser, man weis nie, was in 10 Jahren ist...
    Abgesehen davon, die Auflösung einer Deckschicht sollte der Stabilität einer Epoxydharzkuppel nichts anhaben können. Es sieht halt bloß nicht so toll aus.


    Beste Grüße, Henri

  • Hallo zusammen,


    eben war ein Päckchen im Briefkasten. Mit der Baugenehmigung für Haus mit 3m Kuppel drauf - ohne Einwände des Stadtplanungsamtes. Ich hatte dem Bauantrag ein Empfehlungsschreiben unseres Planetariumsvereins hinzugefügt. Ob das hilfreich war, weiss ich zwar nicht, doch jetzt kann es losgehen. Wobei - wie bei den Teleskopen ist nach Erhalt lang erwarteter Lieferungen zunächst die Schlechtwetterfrist abzuwarten.


    Grüße


    Christoph

  • Hallo liebes Forum,


    weiter gehts. Wie baut man eine Säule für die Kuppel? Und wie wird die Montierung daran adaptiert. Das ganze soll zunächst einmal für meine CGEM passen, später vielleicht auch mal für was größeres.


    Variante A wäre:
    Stahlsäule auf Fußboden oder Betonsockel schrauben. Die Länge kann man zu Not ändern. Oben drauf kann man alles mögliche Adaptieren, in der Säule könnten auch die Kabel verschwinden.


    Variante B wäre:
    Stahlbetonsäule bis auf Montierungsniveu gießen.


    Welche Variante würdet Ihr präferieren?


    Sollte man die Befestigungsgewindestangen für Kuppellaufkranz & Bontierungsadapter in den Beton eingießen oder später Bohren + Verankern? Bin da bautechnisch leider etwas unbedarft.


    Grüße


    Christoph

  • Hallo Chrisoph,


    erst einmal Gratulation zur Baugenehmigung! Ging ja schneller als erwartet, wie mir scheint.
    Zur Säule: Eine aus Beton ist eine ziemlich feststehende "Tatsache", die sich im Nachhinein nicht so einfach beseitigen läßt. Ich würde eine Stahlsäule bevorzugen, die kann man auf einen Betonsockel aufschrauben und bei Bedarf auch wieder abschrauben, wenn mal was anderes reinsoll. Hier mal meine Säule:
    Eine ausgediente Gasflasche, 140cm hoch, oben und unten 2cm starke Stahlplatten angeschweißt, einen Eingriff reingeflext und fertig. Billiger geht nicht, hat insgesamt keine 80 DM gekostet (DM, du siehst auch noch den alten Meade darauf, der längst Geschichte ist).

  • Hallo,


    nochmal von mir zur Befestigung auf der Säule:
    2 Möglichkeiten: Dicke Stahlplatte mit mittigem Loch (so wie die meine) und darauf einen Adapter für Deine Montierung. Den Adapter dreht Dir Stefan Schimpf. Meiner paßt wie ein Taucheranzug, besser geht`s kaum.
    Oder die Stahlplatte mit 3 Löchern M10 im 120 Grad-Abstand und auf die Schrauben wiederum den (dann etwas breiteren) Adapter. Macht Dir auch Stefan. Er kann es halt und liefert prompt und in sehr guter Qualität.
    Du kannst aber auch, was wahrscheinlich teurer würde, bei Baader für Deine Celestron Montierung einen Ersatzadapter bestellen, den gibt es sicherlich. Aber wahrscheinlich sind da die Anschlüsse für die Stativbeine mit dran, würde die Sache wieder instabiler machen.


    Am einfachsten ist meine Lösung. Nivellieren kann ich zwar die Montierung selbst nicht, dafür aber mit 3 dicken M18 Gewindeschrauben die gesamte Säule. Etwas aufwendiger, aber je nach Beschaffenheit des Untergrundes macht man das nur einmal. Meine steht nun seit 10 Jahren unverändert.


    Normalerweise würde man den Adapter verkleben, damit man die Montierung mit der Feineinstellung noch verstellen kann. Habe ich bewußt nicht gemacht, weil im Frühjahr wieder die dicke WAM auf die Säule kommt. Ist derzeit bei mir nur eine Notlösung, bis die WAM repariert ist. Im Winter und bei Schnee kann ich so und so nur in der Warte beobachten, im vergangenen Jahr hatten wir auf der Terrasse 60 cm hoch Schnee liegen!

  • Hallo Christoph, Glückwunsch und gutes Gelingen.


    Bei der Auslegung der Säule gibt es derart viele Varianten, da kannst du deiner Fantasie freien Lauf lassen. Ich habe seinerzeit dickwandiges Aluminium gewählt. Es ist schwingungsärmmer und für die Außeneinsätze war sie der Oxidation imun.


    Ferner musst du überlegen, ob evtl. in Zukunft ein anderer Tubus, z.B. Refraktor, zum Einsatz kommt. Dann wird die Beobachtungshöhe, sprich Säulenhöhe eine andere als die, die für dein derzeitiges Gerät gewählt würde. Dem entgegen wirken kannst du, indem du die Säule an einer zuvor dem, bleiben wir beim Refri. mit z.B. 1m Brennweite, mittleren Tubuslängenmaß dann spätere notwenidge Verlängerung einplanst. Also angenommen, nur um einfach mal mit Zahlen zu hantieren, die jetzt benötigte Säule müsste 800mm für deinen SC in Sitzposition Höhenmaß besitzen. Später würdest du evtl. 1,2m benötigen. Dann kannst du die Säule bei sagen wir mal bei 600mm teilen. Entweder mit einem innen verbauten Kupplungsstück oder mit außen liegenden Flanschen. Kupplungsstücke können sehr genau gedreht werden und destabilisieren die Kombo in keinster Weise. Sie werden von außen verschraubt. Später dann würde das 200er Stück demontiert, dass für das Höhenmaß 1,2m benötigte neue 600er Stück montiert. So hast du einen Spielraum, der somit vom Säulensockel unabhängig ist. Auch den Montierungskopf würde ich demontierbar auslegen. Einen drehbaren Okularflansch kann ich nur empfehlen. Hatt ich seinerzeit auch. Evtl. eine kleine Beleuchtung kann auch berücksichtigt werden. Wenn eine evtl. größere Monti auf der Säule Platz finden soll, darf, auch hier die erneute meist größere Bauhöhe berücksichtigen.
    Wenn du die Säule noch mit Sand füllst, wirst du ein spürbare verbesserte Schwingungsverhalten bemerken.
    Dies mal alles zur Anregung.

  • Hi Spechtelkollegen,


    also einfach mal auf dem Schrottplatz rumstöbern oder beim lokalen Anlagenbauer anfragen.
    Oftmals läßt sich aus wenigen Mitteln ein bombenfestes Säulenstativ herstellen.


    Als ich mir vor einem Jahr die Sideres 85 angelacht habe, hatte ich erst gar keine Alternativen zur Verfügung. Die Kombination ist Felsenfest und absolut Schwingungsarm. Allerdings meinte Michi Pauker von TS, daß ich nun mit ner Tupolev zum Teleskoptreffen komme.
    Naja, und zum groben Einnorden nehme ich zwei Wagenheber :) Immerhin wiegt das ganze Zeugs schon fast ne halbe Tonne.


    Ich kann mich im Rahmen dessen nicht zurückhalten die Sideres 85 zu loben (www.sideres.de)! Auch diese ist aus Stahl!
    Und sehr genau! Also Augen auf! Und der Umbau auf SECM4 Schrittmotore war nicht schwer.


    Beste Grüße,
    Gerrit

  • Hallo zusammen,


    Erst mal Danke für die Hinweise.


    Demnach steht fest, dass es einen Betonsockel mit augesetzter Säule geben wird.


    Einen drehbaren Okularflansch kann ich nur empfehlen.


    ???? Was ist ein Okularflansch?


    Grüße


    Christoph


  • Hallo Christoph,


    siehe Anlage, nicht maßstabsgerecht gezeichnet, nur zum Verständnis skizziert.
    Man kann ihn auch 2-geteilt ausführen, also demontierbar. Den meinen hatte ich geschlossen gebaut, ich fands perfekt. PP oder Multiplex, wobei PP in 20-30mm Dicke ideal ist. Kein Rost, hält 1000 Jahre und macht keine Kratzer an den Steckhülsen. Beispiel siehe Album, Montierung-Okiablage. 1,25" Zoll Okis, die Beschriftung der kleinen Löcher fehlt, sorry. Anzahl und Zollvarianten sind selbstverständlich individuell.

  • Hallo liebes Forum,


    nach längerer Zeit ein kleines Update vom Sternwartenbauprojekt.
    [ATTACH=CONFIG]4088[/ATTACH]
    Der Bagger buddelt am Fundament für die Kuppel.


    [ATTACH=CONFIG]4089[/ATTACH] [ATTACH=CONFIG]4090[/ATTACH]
    und hier wird die Kuppel angeleifert. Mit dabei eine weitere Kuppel, die nach Österreich geliefert worde. Eine war bereits in Dessau ausgeliefert worden (Drillinge?) Wie Wolfgang schon zeigte, werden die Kuppeln als Ei geliefert, die Kuppel muss noch schlüpfen.


    Für weitere Photos muss ich noch ein wenig abwarten, das Einfamilienhaus zwischen Fundament und Kuppel ist noch nicht ganz fertig!


    Grüße


    Christoph

  • Hallo Wolfgang,


    wenn es geschlüpft ist, wird es in 10m Höhe im Windschatten des Nachbargiebels sitzen. Trotz dieser Höhe habe ich keine freie Horizontsicht, denn da vor mir ist ein Eisenbahndamm - und in der anderen Richtung ein Hang mit Häusern obendrauf. Ich habe mich für kurze Wege vom Wohnzimmer aus - und gegen perfekten Himmel entschieden. Der Bauplatz ist Vorstadtbereich - mit regem Publikumsverkehr. Ich bin mal gespannt, was die Leute sagen, wenn die Kuppel draufkommt. Bislang gibt es im Merseburg nur wenige Kuppelbauten.....


    Grüße


    Christoph

  • Na,


    das geht ja voran. Bin mal gespannt auf weitere Fotos.


    Zu Gerrit:
    ... oh mein Gott ! Und ich dachte, ich hätte mit meiner umgebauten Sauerstofflasche, die gefüllt nun fast 300kg wiegt, so mit das stabilste, was es gibt. - Weit getäuscht. - Da hast Du ja eine schöne kleine Säule zum "Einmanntransport...."

  • Hallo,


    habe gerade die Info bekommen, dass das sich ein paar Ratten im Ei heimisch fühlen. Da werde ich wohl den Plan ändern müssen, und die Kuppel eher als geplant auspacken.



    Grüße


    Christoph