...oder doch ein Dobson 10" ???

  • Zuerst einmal ein zweites Hallo zusammen, :whistling


    bin seit einem Jahr nicht mehr hier gewesen und mein Wunsch-Refraktor (150/1200-EQ6) muß leider immernoch warten...


    Jetzt habe ich mich das ganze Wochenende nach einem anderen, preisgünstigeren Gerät umgesehen und muß sagen; Ich bin hoffnungslos überfordert! Ernsthaft! :wacko:
    Ich tendiere jetzt zu einem 10" Dobson, diesem hier mit 2 Okularen und Lichtschutz, falls das Angebot noch gilt:
    http://shop.hoo-germany.de/pro…n-Deluxe-LightBridge.html


    Allerdings ist das vom Preis her die absolute Schmerzgrenze und es wären keine Filter dabei.


    Gibt es vielleicht ein günstigeres Gesamtangebot mit mehr Zubehör oder einen ganz anderen 10" Dobson?
    Was sind die Vor- und Nachteile eines Gitterrohr-Dobson?
    Wie funktioniert der Lichtpunktsucher?


    Gruß
    Norman


    EDIT: Wäre dieser Dobson die bessere Wahl mit dieser Ausstattung?
    http://www.intercon-spacetec.d…dobson/produkt/d10_k_mcf/

  • Hallo Norman,


    sich zwischen Teleskopen entscheiden zu müssen ist nicht so einfach. Das geht oder ging vermutlich jedem hier einmal so.


    zum Lichtpunktsucher:


    Das Ding ist am Teleskop befestigt. Du schaust mit beiden offenen Augen den Tubus entlang und sieht zum einen den Sternenhimme (falls ohne Wolken) und zum anderen einen kleinen roten Punkt, der die Stelle am Himmel markiert, auf die Dein Teleskop ausgerichtet ist. Tolle Erfindung. Du findest Dich wesentlich besser zurecht, als mit einem Suchen mit eingeschränkten Gesichtsfeld. Eine Weiterentwicklung ist der Telrad-Finder. Dort sieht Du statt des roten Punktes ein rotes Fadenkreuz.


    zum Dobson:
    http://www.intercon-spacetec.d…/produktkategorie/newton/
    http://www.astroshop.de/telesk…pe.Optik.Oeffnung=200-254


    Volltubus-Dobson sind robust, (fast) sofort einsetzbar und eben so ca. 1,20m lang, damit recht sperrig. Gitterrohr-Dobsons kann man auseinanderschrauben auf ein kleineres Packmaß. Optisch ist es das gleiche - ein Newton. Durch das Gitterrohr kauft man sich 3 Probleme ein:
    - die Stabilität sinkt
    - Streulicht gelangt besser in den Tubus.
    - die Justierstabilität ist schlechter (nach Auf- & Abbau)
    Gegen diese Probleme gibt aber es "konstruktionstechnische" Lösungen, die je nach Gerät und Hersteller besser oder schlechter funktionieren. Vorteil ist
    - die besserer Transportaibilität
    - das geringere Gewicht (nicht immer ....)
    - bei einigen Modellen ist die Hauptspiegeljustierung vom Gitterrohrtubus aus ereichbar, was einen Vorteil bei der 1-Mann-Justage ist.


    Filter kannst Du Dir für den Anfang sparen. Besser das Geld für 3 gute Okulare ausgeben.


    Ach ja: zur "Schmerzgrenze": Wie bei jedem über längere Zeit betriebenen Hobby:


    Anfangsinvestitionen + Folgekosten! Nach spätestens 3 Monaten kaufst Du dir nämlich auf jeden Fall irgend ein ganz wichtiges Zubehörteil dazu. Also etwas unter der Schmerzgrenze bleiben und noch etwas Luft haben. (Ausnahme: mit Schmerz ist nicht Deiner, sondern der Deiner Freundin/Ehefrau gemeint: Dann ist es wichtig, am Anfang ein paar beeindruckende Beobachtungen am Jupiter und einigen Sternenhaufen zu machen, vielleicht gewürzt mit einer Galaxie, um die Schmerzgrenze nach oben hin zu verschieben. In der Erstausstattung sollte dann kein technischer Schnickschack enthalten sein!)


    Grüße


    Christoph


    PS hat sich überschnitten:
    Der Galaxy ist sicher gut. ich hab einen 8er. Mal Dir mal die Maße auf einen Pappkarton und überleg, ob er Dir nicht zum transportieren zu groß ist. Fall ja - kleineren Dobson oder eben doch Gitterrohr.

    [SIZE="1"]Hofheim 12'', PST CaK, C11[/SIZE]

    Edited once, last by lcer: PS ().

  • Hi Christoph,


    danke für die Info´s!


    Über die Größe des 10" Dobson weiß ich bescheid; Ist vom Durchmesser her genauso groß wie mein Mülleimer:D nur halt ´n Meter länger;) Er müßte gerade so in mein Auto passen. Obwohl ich auch mal vom Garten aus beobachten werde.


    Ich meine langsam aber sicher mich entschieden zu haben. Muß nur noch die Preise vergleichen:
    http://www.intercon-spacetec.d…dobson/produkt/d10_k_mcf/


    Eine Frage hätte ich da doch noch:
    Sind alle Dobson´s untauglich für Astrofotografie, wegen der nichtvorhandenen Nachführung oder was ist der Grund?


    Ich freu mich schon wie ein kleines Kind:)
    Meine Freundin/Ehefrau hat nix zu melden, da nicht vorhanden;)


    EDIT: Noch eine wichtige Frage zu dem Galaxy. Wie ist die Lagerung mit dieser Feder an der Seite? Das könnte doch knirschen beim hin- und her bewegen oder?

  • Hallo Norman,


    siehe auch http://www.intercon-spacetec.d…skope/galaxy-dob-artikel/ besonders


    http://www.intercon-spacetec.d…el/galaxy-dob-gleitlager/ und http://www.intercon-spacetec.d…el/galaxy-ics-gleitlager/


    Meins hat diese "Ebony"-Lager (Aufpreis?). Solange man keinen Dreck dazwischen bekommt, knirscht auch nix. Die gespannte Feder sorgt für genügend Andruck, dass das Kanonenrohr nicht von selbst wegkippt. Wenn Du tatsächlich so eins kaufen willst, frag mal beim Händler nach den Ausstattungsmöglichkeiten & Aufpreisen. Diese Buchstabenkürzel im Namen bezeichnen irgendwie die Ausstattung. So etwa :


    CRF - Crayford Auszug - LichtpunktSucher
    MCF - Crayford Auszug mit 1:10 Mikrofokussierung - RA-Sucher
    K - BK7 Hauptspiegel
    Q - Quarz Hauptspiegel



    Ich würd lieber nen Leuchtpunktsucher oder einen Telrad-sucher empfehlen. Telrad-Beispiel bei Oculum: http://www.oculum.de/oculum/dia.asp?ID=2808201120021608&Nr=978-3-938469-45-3&Dia=0


    Auch die Ebony-Lager sind gut. Die Mikrofokussierung ist gut wenn man sie hat, es geht aber auch ohne.


    Dobsons sind zunächst nicht fototauglich weil:
    - keine Nachführung vorhanden ist
    - es ein Alt-Azimutales System ist, was immer in beiden Achsen bewegt werden muss, wenn man fotographiert


    Für beides gibt es Lösungen, die lohnen aber aus meiner Sicht nicht.


    Hintergrund: Wenn Du ein Himmelsobjekt ablichten willst, musst es recht lange belichtet werden. Dazu setzt man das Gerät auf eine parallaktische Montierung. Diese ist so ausgerichtet, dass zum Folgen der Himmelsbewegung nur eine Achse nachgeführt werden muss. Entweder manuell (2. Fernrohr parallel = Guiderohr) oder per Nachführmotor oder Automatisiert (Camera am Guiderohr steuert Nachführmotor) kann man dann ziemlich lange belichten. Und dann erst siehst Du Deep-Sky auf dem Foto.


    Für ein Mond & Plantenfoto afokal mit der Digiknipse gehts aber.


    Grüße


    Christoph


    PS: Ich habe ein gebrauchtes Galaxy D8 und kann es empfehlen. Es gibt aber natürlich auch andere Dobsonverkäufer als ICS. Andere habe ich aber nicht (vom Reisedobson abgesehen) und kann daher auch nicht viel darüber sagen.

    [SIZE="1"]Hofheim 12'', PST CaK, C11[/SIZE]

    Edited once, last by lcer: PS ().

  • Hallo Christoph,


    das Telrad möchte ich nun auch haben. Ist ja echt genjal!
    Ich habe den Händler heute mal angeschrieben, morgen wird wahrscheinlich bestellt:)


    Den 8" Dobson hatte ich gestern auch noch im Visier. Habe aber gelesen, daß sich der 10er besser eignet bezüglich der Lichtverschmutzung. Und da ich auch mal vom Garten aus gucken will, wird es jetzt halt der 10er.


    Gruß
    Norman

  • Hi,


    den hatte ich auch schon gefunden;)
    Aber irgendwie schreckt mich ein Gebrauchtgerät ab. Denn wer weiß wie damit umgegangen wurde?!
    Außerdem das hier: Zitat:
    Der Hauptspiegel war immer gut abgedeckt mit der Originalabdeckung. Er hat am äußersten Rand ca. 2mm breite blinde Stellen. (Die sind auf den Fotos des Spiegels nicht mal zu erkennen und beeinträchtigen die Sehleistung nicht)
    Bin mir nicht sicher...


    Aber ich bin mir auch so nicht sicher:unsure:
    Mit manchen Testberichten kann ich mich nicht anfreunden...

  • Hallo Norman,


    ich habe den ICS als 8" Gerät. Nunmehr seit 8 Jahren. Ähnlich wie der 10" ein schönes Universalgerät. Die Federspannung ist besser als die neue Lagerung mit dem verstellbaren Knopf (GSO). Federn einhängen und das war`s. Hält auch ein 17mm Ethos oder ein 31mm Nagler problemlos.
    Wenn, dann mit dem Original Telrad, der ist bei mir an jedem Gerät dran. Ist wie GOTO, nur händisch... Besser geht Finden nicht. Dazu noch den Deep-Sky-Reiseatlas von Oculum, darin sind an allen wichtigen Objekten die 3 Ringe des Telrads eingezeichnet. Damit hat man die best mögliche Kombination.
    Die benutze ich auch am 14" Lomo-Dobson. Da findet man ein Objekt innerhalb einer Minute, wenn man sich ein wenig am Himmel auskennt.

    Liebe Grüße
    Winfried


    Wenn filmen so einfach wäre, dann hieße es "RTL"...

  • Hallo in die Runde,


    Quote

    Den 8" Dobson hatte ich gestern auch noch im Visier. Habe aber gelesen, daß sich der 10er besser eignet bezüglich der Lichtverschmutzung.


    Wie das? Meiner Erfahrung nach ist es bei aufgehelltem Himmel eigentlich egal ob man
    DS durch 8" , 10" oder 12" schaut.


    Gruesse,
    argus

  • Hi,


    bei aufgehelltem Himmel wäre ein 8" f:6 Dobson sogar besser.
    Aber all zu groß sind die Unterschiede zwischen 8 und 10" nun auch nicht, mal abgesehen von den etwas teureren Okularen beim f:5
    Wenn möglich, dann doch gleich zum 10", er ist genauso lang, nur etwas dicker, also auch vom Transport kein größeres Problem.
    Einzig was ich festgestellt habe, der 8" ist gemütlicher in Sachen Kollimation. Meinen habe ich in all den Jahren gerademal 3x nachjustiert. Steht allerdings immer am Haus und wird kaum transportiert.

    Liebe Grüße
    Winfried


    Wenn filmen so einfach wäre, dann hieße es "RTL"...

  • Hallo zusammen,


    hier ein Zitat aus der Produktbeschreibung des 10" Galaxy:
    "Viele Details, die mit 8" nur unter guten Bedingungen zu sehen sind, werden mit 10" auch in Stadtnähe erreichbar. Klassisches Beispiel ist das Auflösen eines Kugelsternhaufens in tausende von Einzelsternen. Das kann der Achtzöller unter gutem Himmel, der Zehnzöller auch bei mäßigen Bedingungen".


    Und irgendwas muß ich ja glauben:mellow:


    Also ich hab mich jetzt endlich entschlossen und das GSO 10" bestellt:)
    http://www.teleskop-express.de…kop---Deluxe-Version.html
    Mit Telrad und dem Deep-Sky-Reiseatlas.


    Ich wollte noch ein drittes Okular 3,5mm oder 5mm, aber da bin ich mir noch nicht ganz sicher. Ein 30mm und 9mm ist ja schon dabei.
    Welches Okular würde denn als nächstes überhaupt Sinn machen, um Galaxien so nah und gut wie möglich zu sehen?
    Heißt es der Dobson oder das Dobson?


    Nee was bin ich aufgeregt und gespannt:rolleyes:


    Weitere Fragen werden mit Sicherheit noch folgen und ich denke hier bin ich gut aufgehoben:)


    Schönen Gruß
    Norman

  • Hi Norman,


    um etwas von Galaxien zu erkennen brauchst du vor allem und in erster Linie einen sehr guten dunklen Himmel. Fuer die Andromeda Galaxie waere dann das 30er Okular das passende, fuer kleiner Galaxien, wie z.B. M81, das 9er.
    Ich wuerde an deiner Stelle keine weiteren Okulare kaufen bis du nicht die bereits vorhandenen Okulare wenigstens fuer ein paar Beobachtungsnaechte ausprobiert hast.


    Gruesse,
    argus

  • Hallo Norman,


    wie Argus schreibt, erst mal diejenigen ausprobieren, die dabei sind. Später kommen eh noch einige hinzu.


    Meine Erfahrung mit Galaxien:
    Ich verwende hauptsächlich das Ethos 13mm (muß aber kein Ethos sein) an Galaxien. Die sind lichtschwach und bei zu starker Vergrößerung "saufen" sie Dir ab, mal abgesehen von M82, die verträgt auch ein 6mm Okuler bei entsprechenden Bedingungen. Generell nehme ich aber bei 1200mm Brennweite selter kürzere als 10mm. - Ist aber auch eine persönliche Einstellung dazu, ich habe nun mal gerne noch ein wenig Fleisch um die Galaxie herum.


    Zudem: Die "Galaxiensaison" beginnt so richtig erst wieder im Frühjahr mit Virgo und Coma.

    Liebe Grüße
    Winfried


    Wenn filmen so einfach wäre, dann hieße es "RTL"...

  • Hallo Norman,

    Zudem: Die "Galaxiensaison" beginnt so richtig erst wieder im Frühjahr mit Virgo und Coma.


    So wie Winfried das schreibt klingt so deprimierend. Keine Sorge, es gibt genug am Himmel, was Du mit den 2 beigelegten Okularen entdecken kannst.


    Ich Sonnabend Abend eine schöne Beobachtungsstunde (insgesamt 50 Minuten) mit meinem 80mm Spektiv: Andromeda, Jupiter, Plejaden unterbrochen von 2 Iridium-Flares. Da solltest Du mit Deinen 10 Zoll genug zu tun haben.


    Übrigends, die 5mm-Okulare und kurzbrennweitiger, dienen bei Deiner Brennweite meist nur zu folgendem: Du beobachtest ein tolles Objekt und denkst Dir: Vielleicht sehe ich noch mehr Details, wenn ich weiter vergrößere. Dann tauschst Du das Okular. Und du siehst nicht so sehr viel mehr, irgendwie war das vorherige Bild vom Gesamteindruck her besser und Du tauscht wieder zurück. Komplette Okularserien machen hauptsächlich dann Sinn, wenn man die Grenzen seines Gerätes in jeder Situation ausreizen will. Das kommt aber später, denn frü den Einstieg ist das meist zu teuer.


    Grüße


    Christoph

  • Hallo Christoph,


    deprimierend sollte mein Beitrag natürlich nicht sein. Es stimmt, es gibt so viel anderes zu sehen, daß ein Leben dafür nicht einmal ausreichen würde.


    Ich bezog mich hier nur auf die Galaxien, das sind ja beim Einsteiger erstmal DIE Objekte überhaupt, die man sehen will. Und die sind nun mal in der jetzigen Jahreszeit unter dem Horizont. - Trotzdem: M81/M82; M101; M31/32; M51 und einige andere sind ja noch da - und das sind wohl die spektakulärsten überhaupt. - Also stimmt meine Aussage doch nicht...

    Liebe Grüße
    Winfried


    Wenn filmen so einfach wäre, dann hieße es "RTL"...

  • So,


    die Rockerbox ist längst aufgebaut und gestern kam auch endlich der/das Dobson.
    Ich hoffe in dem Paket befindet sich auch das 9mm Plössl und die Befestigung für den Sucher:rolleyes:
    Von der Größe des 30mm Erfle-Okulars war ich schon schwer beeindruckt:eek:


    Und heute Nacht wird es natürlich einen sternenklaren Himmel geben:rolleyes:

  • Heute Morgen hab ich mein Dobson dann eingeweiht. Am Jupiter...


    Ehrlich gesagt hab ich mir das alles ganz anders vorgestellt. Vor allem größer:mellow:


    Mit dem 9mm Plössl hab ich gerade mal 3 Monde gesehen und am Jupiter selbst nur 2 Farbringe erkannt.
    Das Scharfstellen war etwas schwierig, weil wackelig.
    Es müßte eine ungefähre Vergrößerung von gerade mal 138-fach gewesen sein.
    Die Frage ist, wie wackelig wird es dann erst bei einer Vergrößerung von ca. 300-fach???


    Ich bin enttäuscht:unsure:
    Das kann doch echt nicht alles gewesen sein oder?!


    Damals mit meinem russischen Fernrohr hab ich den Jupiter und die 3 Monde fast genauso groß gesehen. Und das freihändig!

  • Hallo Norman,


    langsam, langsam. Dein 10er kann mehr. folgende Anregungen:


    Der Jupiter geht momentan erst sehr spät auf. Er wird ermutlich nicht sehr hoch über dem Horizont gestanden haben. Das Bild wird besser, wenn er hoch oben also im Süden steht.


    Wie das Seeing wirklich? schon eine geringe Luftfeuchte im Himmel kann die Sicht massiv verschlechtern.


    Hatte der Spiegel genug Zeit zum temperieren? Temperaturunterschiede zwischen Aufbewarungsort des Geräts und Beobachtungsort führen zu Verformungen des Spiegels - bis der Temeraurausgleich stattgefunden hat.


    Hast Du die Kollimation überprüft?


    Billige Plössel-Okulare können nicht das gleiceh Bild liefern wie gute Weitwinkelokulare.


    An das Dobson-Schubsen gewöhnt man sich schnell.


    Hast Du mit demnem russichen Fernrohr damals auch die Wolkenbänder gesehen?


    Grüße


    Christoph

  • Hi Norman,


    nun ja, es geht ja in erster Linie um den Kontrast und
    Aufloesung, nicht unbedingt um die Groesse. Jupiter
    ist zudem auch noch recht hell. An meinem 12er Dobson
    musste ich immer einen ND 0.3 Graufilter verwenden
    damit die Details erst richtig sichtbar und nicht
    ueberstrahlt wurden. Der Neutral ND 0.3 daempft um
    1/10^0.3, also 50%. Mit einem kleinen Refraktor
    gibts das Helligkeitsproblem nicht. Die zweite Frage
    ist wie weit du gewinnbringend vergrossern kannst.
    Ab etwa 8" Oeffnung ist die moegliche Vergroesserung,
    ausser in so 1 bis 2 Ausnahmenaechten pro Jahr, so
    gut wie immer seeingbegrenzt.
    Aber wo dein 10" Dobson auf jeden Fall punkten wird
    ist bei der Aufloesung von Kugelsternhaufen.
    Das liegt wiederum am hohen Kontrast durch die grosse
    Oeffnung, nicht am Aufloesungsvermoegen. Ich sag mal
    wenn du im 8" oder 10" Dobson Kugelsternhaufen als aus
    Sternchenen zusammengesetzt erkennen kannst, wuerde dein
    russisches Fernrohr nur einen graues strukturloses
    Nebelchen liefern. Heute Nacht ware z.B. M13 im Herkules
    ein ansehnlicher Kandidat (dessen Anblick dich dann auch
    garantiert wieder mit deinem neuen Dobson versoehnen wird).


    Gruesse,
    argus

  • So ganz nebenbei:


    drei Jupitermonde waren wohl normal. Ich habe zur gleichen Zeit (?) beobachtet. Europa war HINTER dem Jupiter und kam (nach meiner nicht genauen Uhr) um 0:23 hinter Jupi hervor (siehe meine Zeichnung im entsprechenden Thread).


    Dobson schubsen will gelernt sein, das geht nicht in 2 Stunden, aber nach 3 Nächten hast du das drauf! Das geht auch noch bei 500x, - alles nur eine Sache der Übung!


    Schau mal meine Zeichnung an, das war ein Refraktor mit "nur" 127mm Durchmesser. D.h. auch das Beobachten will gelernt sein. Wenn Du Dir den Jupiter 10x angeschaut hast, dann wirst Du (entsprechende Bedingungen vorausgesetzt) viele Bänder sehen. Schwach, aber immerhin gesehen!


    Also: nicht gleich verzweifeln, das wird schon!

    Liebe Grüße
    Winfried


    Wenn filmen so einfach wäre, dann hieße es "RTL"...