Suche Okulare für Dobson 8''

  • Hallo alle zusammen,


    also ich werde in den nächsten Tagen ein gebrauchtes "Skywatcher Dobson Teleskop N 200/1200 Skyliner Classic DOB" bekommen. Ich bin auf diesem Gebiet hier eigentlich ein kompletter Neuling. Stöber schon seit einigen Tagen etliche Stunden im Internet um überhaupt irgendeine Ahnung von dem Ganzen zu bekommen. Bekomme nun langsam einen Überblick.


    Also meine Frage nun: Der Dob kommt mit einem 25mm und 10mm Plössl.
    Da ich annehme, dass die Okulare nicht enorm Qualitativ hochwertig sein werden (vl. liege ich hier aber auch komplett falsch) wollte ich fragen welche ihr mir für den Anfang empfehlen würdet. Hätte gerne ein Weitwinkelobjektiv zw. 30-40mm welches halt sinnvoller ist und eines mit ungefähr 5mm da die maximal sinnvolle Vergrößerung bei dem Dob ja bei ungefähr 4mm liegt wenn ich mich nicht irre.


    Aja preislich bin ich auch ein wenig beschränkt. Hätte mir so überlegt um die 100€ für jedes Okular auszugeben.


    Könnt ihr mir da ein wenig weiter helfen?


    Danke

  • Hallo Student,
    in der Preisklasse ist es fast egal was für eine Marke. Der F6 Newton ist aber gutmütig, so das Du beim Übersichtsokular da ruhig zugreifen kannst.
    Randscharfe und kontrastreiche Okulare kosten freilich über 200 Euro (gebraucht).

  • Hallo gannes,


    bei Deiner Fragestellung fallen immer sofort die Hyperion-Okulare ein. Die werden nämlich so beworben:

    Quote

    Dual verwendbar! Jedes Okular bietet bei Verwendung der
    2” Steckfassung zwei Brennweiten – ohne negativen Achromaten
    ein 2” Übersichtsokular mit schwacher Vergrößerung; mit 11/4”
    negativer Baugruppe dagegen die Nennvergrößerung.


    Zwei Okular in einem! Funktionier auch, habe ich probiert. Allerdings habe ich auch separate WW-Übersichtsokulare, so dass ich nicht gezwungen bin, beim Beobachten irgendwelche Baugruppen abzuschrauben.


    Der Effekt ein Mitgeliefertes-Plössel gegen ein Hyperion zu tauschen ist phänomenal - ich habe das gelegentlich bei Astro-Beobachtungstagen bei uns im Planetarium gemacht, um den anderen Teilnehmern das Potential ihrer Geräte aufzuzeigen. Allerdings würde ich Stefan zustimmen, die Preisklasse hat auch andere Hersteller und die Unterschiede sind immer kleiner als in der Werbung. Zum Schluss sei nocht der Hinweis gestattet, dass die nächste Preisklasse trotzdem noch besser ist, aber eine Okulare sollen ja nicht teurer werden als die Teleskop.


    Letzter Gedankengang: Am Dobson ist das Umstecken der Okulare manchmal etwas umständlich, gerade bei schweren Okulare verliert das Gerät schnell die Ausrichtung. Denkbar wäre auch ein Zoomokular. Jedoch ist das immer ein Kompromiss auf Kosten der transmission, des Gesichtsfeldes und des Einblickverhaltens. Da sind Festbrennweiten klar im Vorteil.


    Apropos Einblickverhalten. Beobachtest Du mit Brille oder ohne? Die Angabe zu Augenabstand (eye-relief) sagt Dir, wie nah du mit dem Auge an das Gerät musst. Zum Beispiel wäre 5mm Augenabstand für Brillenbenutzer ungeeignet. Das Beste wäre allerdings, Du versuchst mal Dein Gerät mit fremden Okularen zu testen. Gerade das Einblickverhalten empfindet jeder unterschiedlich und daher kann man richtig reinfallen, wenn man das persönlich-falsche Okular kauft.


    Grüße


    Christoph

  • Was wäre denn die nächst höhere Preisklasse? Es zahlt sich wahrscheinlich schon aus länger zu sparen, dafür hat man wahrscheinlich dann auch mehr oder?
    Wie groß ist eigentlich der Unterschied zw. 1,25'' und 2'' Okularen? (und nein ich trage keine Brille :D )

  • Hallo gannes,

    Quote

    Wie groß ist eigentlich der Unterschied zw. 1,25'' und 2'' Okularen?



    zunächst ist der Unterschied der Teleskope entscheidender. Ein Newton bringt viel Licht, leidet aber bei f/4-Systemen etwas an Randschärfe. Visuell nur bei Beobachtung im Feld wahrnehmbar, da sonst eher auf der opt. Achse beobachtet wird.

    Je teurer die Okular sind, umso größer das scheinbare Gesichtsfeld z.B. der Ethos-Okulare, die bis zu 500.- Euro kosten.

    Prinzipiell ist die Vergrößerung bei einem Teleskop vom Objekt, vom Seeing und von der Abbildungs-Qualität abhängig, weshalb ich z.B. gestern Abend bei meinem C11 eine ganze Batterie von Okularen benutze:
    ein 2" 55 mm Okular (ich glaub Vixen) ein 1 1/4" 32 mm, je ein 1 1/4" 20 mm und ein 10 mm Okular. Bei Jupiter gegen 03:00 Uhr kommt noch ein Graufilter dazu, weil der das Auge blendet. Ebenso beim Mond.

    Zu Beginn eines Hobby-Lebens mit einem 8" Dobson f/6 reicht es völlig, ein 10 mm und ein 20-40 mm Okular zu besitzen. Die kosten für gewöhnlich so um die 20-40 Euro.
    Besser ist, auf einem Teleskoptreffen mal leihweise verschiedene Okulare zu testen und dann sich zu entscheiden.

    Für welchen Bereich sich jemand stärker interessiert, ist am Anfang gar nicht klar.

  • Hi watkin,
    danke für deine vorschläge; schaut ja ziemlich gut aus und einiges davon war bei mir ebenfalls auch in der engeren auswahl.
    ich schätze mal preislich gesehen ist man hier in der einstiegsklasse; ab 200€ beginnt dann wahrscheinlich die nächste oder?


    lg

  • Hallo,


    ich denke auch, die vorgeschlagenen sind recht gut.
    Ich empfehle auch ganz gerne die Hyperion-Okulare. Was darüber liegt und wirklich sichtbar besser ist nennt sich dann Pentax, Nagler und Ethos - und die lieger WEIT darüber...


    Ich würde die Hyperions nehmen, ein gutes Mittelding zwischen preiswert, aber immernoch sehr gut. Bessere wären dann gebrauchte Nagler, die man ab und an mal günstig bekommt. Die dürften gebraucht dann so um die 200 Euros kosten. Lohnt sich zwar, dauert halt länger, bis man auf diese Weise seinen Satz zusammen hat.

  • Hallo gannes,
    also Wolfgang Rohr hat vollkommen Recht. Hizuzufügen wäre nur noch, dass Du 2 Zoll nur für Okulare über (Brennweite länger als) 25 mm (also in Richtung 30 mm / 40 mm) brauchst. Unter 25 mm ist 2 Zoll (visuell) unnützer Luxus. Wenn Du einen einigermassen akzeptablen Sucher hast, reicht sogar das 25 mm als Übersichtsokular. Wenn ich mir einen Rat erlauben darf: Du kannst Dich ganz beruhigt zunächst mit den vorhandenen Okularen "begnügen". Wenn Du dann einen Schritt weitergehen willst: ich hab meinem Neffen kürzlich das 6 mm Goldkante (gibt's auch als Blaukante) gekauft, und bevor ich es ihm schenkte, hab ich es getestet 5Mond, Planeten). Das hat mich umgehauen, für den Preis.
    Rudi

  • Hallo Gannes,
    die 6 mm Blaukante war mein erstes Weitwinkelokular.
    Nach dem 50° Plössl Okularen war das eine Offenbarung.
    Gerade bei azimutaler Montierung ist WW eine feine Sache,
    gerade bei kleinen Okularbrennweiten. Als Übersichtsoku
    tut es aber auch ein 32er Plössl in 1,25".


    Gruß Dirk

  • Guten Abend und wie schön, dass es bereits einen offenen Thread für mein Anliegen gibt. Daher bin ich mal so frech und schließe mich der Frage mal an.


    Ich bin von 8" auf 12" (Meade LB) umgestiegen, somit von f/6 auf f/5. Das Teleskop ist zwar größer und stärker (und auch schöner), aber die Freude wird gehörig gedämpft, wenn man plötzlich feststellen muss, dass das gesamte Okular-Equipment nach Umstellung schlichtweg "unbrauchbar" geworden ist. Bis auf meine Meade UWA 4,7 und 8,8 und vielleicht der ein oder andere Kompromiss ist die schöne Sicht futsch. Selbst mein Lieblings-Billigokular 25mm scheint plötzlich von der bösen Randhexe besessen zu sein. Ich hab alles kurzerhand verkauft.


    Jetzt fehlen mir dringend 13mm und Übersichtsokular. Auf lange Sicht will ich als 13mm das Ethos und als Übersichtsglas das 40mm Pentax XW haben. Das sind zusammen mal eben 1000 Euro. Nebenbei habe ich nach Unfall die Neuanschaffung eines PKWs, Umbaumaßnahmen im Eigenheim und eine Frau, die mir gehörig auf die Finger schaut.


    Meine Frage (und sorry gannes, wenn ich Dein Thread dafür missbrauche): Gibt es Alternativen in Form von Okularen in den bereits genannten BW, die bezahlbar sind und es ermöglichen, den momentanen klaren Nachthimmel brauchbar zu genießen? Ich war bislang sogar zu geizig einen Lagerbock für den dazugekauften Meade 8x50 Mega-lang-sucher zu kaufen (falls da jemand noch einen rumfliegen hat, bitte mir aufdrängen).


    Über eine kompetente Antwort würde ich mich extrem freuen, denn die momentane Situation ist kaum auszuhalten; ich habe sozusagen eine nackte Venus auf dem Balkon und mir fehlt der Schlüssel für den Keuschheitsgürtel!


    Grüße

  • Hi Amadeus


    Ja F5 braucht teure Okulare.
    So wie ich das sehe brauchst Du als erstes ein Übersichtsoku.
    Ich hab auch einen 12,5" und beobachte mit 35er Panoptik als Übersicht.
    Schau mal im Astro-Treff-Forum unter Biete;
    da vertickt gerade jemand so ein Okular.
    Gruß Ronald


    PS. Sorry für die Schleichwerbung

  • Ja, habe öfter gelesen, dass das Panoptik eine günstige "Alternative" zum 31mm Nagler sein soll, was wohl unschlagbar bei diesen Teleskopen sein soll. Die gebrauchten Nagler sind aber ein Stück weit teurer als die Panoptik.