Wünsch mir eine Beratung in Sachen Teleskopkauf.

  • Hallo zusammen.


    Ich interessiere mich nun schon seit einiger Zeit für die weiten des Weltraums. Nun will ich nicht nur in Büchern lesen, Dokus gucken und mir wunderbare Fotos angucken. Ich will selbst mit meinen eigenden Augen zu den Sternen gucken und nie vergessende Bilder in meinem Kopf speichern. Dazu brauch ich aber halt das richtige Equipment.


    Hier einige Information zu meiner Person:
    30 Jahre
    Hausbesitzer mit großen Garten auf dem Dorf
    Keinerlei Vorerfahrungen in Sachen Teleskop
    Budget von ca. 400€
    Möchte gern den Mond und Planeten aber auch entfernte Galaxien beobachten können
    Fotographie nicht notwendig (evtl. aufrüstbar!?)


    hmmm....was solltet ihr noch wissen?
    Bei Fragen zu meiner Person, Wünsche etc. einfach an mich wenden.


    Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mich bei meinem neuen Hobby unterstützen würdet. Ein Rat oder Tipp eurerseits wäre toll.


    Grüße Marcel

  • Hallo Marcel,


    am Anfang ist alles ganz einfach...:whistling


    Vielleicht hast Du ja Lust, diesen Fred zu studieren?
    http://www.astro-foren.de/showthread.php?t=12067


    Viele Grüße
    Jo

    Meade 8" ACF
    GSO Newton 150/900
    William Megrez 72 f/6 Doublet APO mit 2" DDG Linear Auszug
    VIXEN VMC 110L
    Skywatcher Refraktor 80/400 FH


    Bino: 2xHR3 2xTSSWM6 2xTSSWM15 2xTSED25 mit Baader Maxbright Bino


    1,25" Okulare: Pentax XW5 XW10 XW20
    2,00" Okulare: Meade QX25mm Baader Hyp31mm Hyp36mm WAE50 Erfle


    Montierung HEQ5 GoTo

  • Hallo Marcel,


    schön, dass Du unser Forum gefunden hast.


    Man könnte Dir jetzt ziemlich genau sagen, was Du kaufen solltest. Aber das würde Dir nicht helfen. Du musst vor dem Kauf selbst Deinen Weg zu "Deinem" Teleskop finden. Daher keine Antwort, nur Fragen:


    - Kannst Du vom Garten aus beobachten, Welche Himmelsrichtungen sind frei ?
    - Wie stellst Du Dir das Beobachten vor? eher Spontan oder eher als geplante Beobachtungsnacht?
    - Hast Du ein Fernglas?


    Wichtig ist es auch, sich "Live" mit anderen Amateuren auszutauschen. Gibt es in der Nähe eine Sternwarte oder ein Planteraium? Empfehlenswert sind auch Teleskoptreffen - besonders für Menschen ohne Teleskop:


    http://www.teleskoptreffen.info/
    http://www.astronomie.de/gad/


    Grüße


    Christoph


    PS: http://www.stellarium.org/de/

    [SIZE="1"]Hofheim 12'', PST CaK, C11[/SIZE]

    The post was edited 3 times, last by lcer: PS ().

  • Oh man ich seh schon einfach wird das nicht!
    @Jo: hab bis jetzt "nur" die ersten 15 Seiten gelesen. Werd das aber weiter studieren...


    @Icer: Hab mir vor kurzem so´n billig Fernglas bestellt. Sollte Heute oder Morgen ankommen. Ich könnte mir durchaus vorstellen spontan wie auch geplante Ausflüge zu starten. Großes Auto ist vorhanden. (Caddy) Aus meinem Garten aus sehe ich den kompletten Himmel. Kann aber auch wie gesagt 1km rausfahren und steh dann auf freiem Feld. Leider gibts hier bei mir in der Nähe keine Astrotreffen an denen ich mal teilnehmen könnte.


    Kennt jemand von euch ein guten Gebrauchtmarkt? Oder hat evtl. jeman´n gutes Einsteigerset?


    Danke euch!


    Grüße Marcel

  • Hallo Marcel,


    nur kurz hierzu:

    Kennt jemand von euch ein guten Gebrauchtmarkt? Oder hat evtl. jeman´n gutes Einsteigerset?


    Ein Einsteigerset ist eine "beobachtungsfertige" Zusamenstellung von Teilen, die man ohne weiter drüber nachzudenken kaufen kann. Das macht dann Sinn, wenn Du Dir ein Budget für ein Einsteigerset setzt, und breit bist, nach einer Orientierungsphase "Dein Teleskop" zu kaufen - was 2-3x teurer wird, als das Einsteigerset. Willst Du so vorgehen, oder willst Du verhindern, Dinge niedriger Qualität später durch bessere Ausrüstungsgegenstände ersetzen zu müssen?


    Grüße


    Christoph


    PS: Im nächsten Post schreib ich was über konkrete Technik. Versprochen!

  • Hallo Marcel,


    dann spreche ich mal das aus, wovor Christoph sich "gedrückt" hat: den 8" f:6 Dobson.
    Es gibt in der Astronomie zwar kein Universalgerät, aber dieses ist wohl das einzige, das man als solches bezeichnen kann.
    8" = 20cm Spiegelöffnung bei einer "Lichtstärke" von 6,0. Das ist dabei entscheidend. Es gibt auch welche, die sind lichtstärker, so z.B. f:5 oder f:4, aber beide mehr für die Fotografie gedacht. f:6 nennt man gemütlich, was die (wichtige) Okularwahl anbelangt. f:4 oder 5 verlangen nach Okularen, die teilweise erheblich teurer sind als das Gerät.


    Ich selbst besitze als Zweitgerät einen ICS-Galaxy Dobson in 8". In der einfachen Ausführung ab 300 Euro, in der "richtigen" mit 1:10 Untersetzung am Okularauszug und 3 Okularen, die wirklich brauchbar sind, € 450.- Wobei zu bemerken wäre, unter € 450 kommst Du nicht, Du brauchst ja nicht nur den Dobson, sondern auch Okulare dazu. Hier finde ich dieses Angebot gut.


    Über Refraktoren (Linsensysteme) brauchen wir hier nicht zu reden, die kämen bei minderer Qualität weitaus teurer.


    Soweit mal zum Anfang, der Rest wird sich klären.

  • Hallo.
    @ Icer: Ich möchte natürlich nicht nach einer Orientierungsphase mir Dinge minderer Qualität ersetzen. Ich würde mir gern ein Teleskop zulegen, mit dem ich einige Jahre Spaß haben kann. Ich stell mir das alles super spannend vor und habe etwas Angst mir durch einen Fehlkauf alles zu versauen.


    @Winfried:450€ wären noch erschwinglich...kannst du evtl. einen Link schicken, wo ich mir dein Angebot genauer anschauen kann?


    Ersteinmal herzlichen Dank für eure raschen Antworten. Bin wirklich froh mich hier angemeldet zu haben. :happy:


    Grüße Marcel

  • Hallo Marcel,


    http://www.fernrohrmarkt.de/index.php?cat=c4120_Galaxy.html


    Dort findest Du die genannten Teleskope. Den 8" f:6 habe ich selbst, ich bin mit Martin Birkmaier gut befreundet und hatte lange seine Produkte vertrieben. Nun bin ich zu alt und habe keine Lust mehr dazu, kann Dir aber zur Seite stehen, wenn Du Hilfe brauchst.


    Laß aber erst mal andere zu Wort kommen, es gibt viele Geräte auf dem Markt und nicht alle sind schlecht. Zumindest die "guten" 8" f:6 Geräte sind sich ziemlich gleich und man macht keine Fehler damit. Meinen habe ich gut und gerne schon 8 Jahre und bin immernoch zufrieden.
    Entscheidend hier ist mehr die Ausstattung, die den Preis ausmachen.


    Ich weiß nicht, wo Du wohnst. Ich wohne in der Nähe von Würzburg. Sollte es nicht zu weit sein, kannst Du auch gerne mal ein Wochenende zu uns kommen, Übernachtung jederzeit möglich. Hier kannst Du die gesamte Palette an Teleskopen sehen, mit meinen Nachbarn stehen hier zur Beobachtung gut 10 verschiedene Geräte zur Verfügung,

  • Hallo Marcel,


    nun, die Kollegen haben ja schon auf den Dobson f6 hingewiesen, der auch für den Beginner die meiste Leistung für sein Geld bereitstellt. Keine Frage.
    Dieses Einsteigerteleskop, welches ein Kollege (Einsteiger) sich auch aus selben Beweggründen angeschafft hat, bereitet sehr viel Freude, da der Anfänger angesichts der Öffnung eine fast unüberschaubare Vielzahl von Objekten bereit stellt. Wenn du diese tiefgründig erfassen willst, reicht ein solcher 8Zöller nicht nur Jahre, sonder bis an dein bitteres Ende, welches weit in der Zulunft liegen soll. So viel für 450€.


    ABER.


    Was immer gern vergessen wird zu erwähnen, ist die Tatsache, dass dieses gerät keine automatische Nachführung hat, eben "geschubst" werden will.
    Und hier leigt m.E. der Knackpunkt. Wenn du noch nie mit einem solchen Teleskoptyp in Kontakt getreten bist, die Handhabung kennen gelernt hast, kann der Schuß nach hinten und der Spaß in der VORSTELLUNG schnell versiegen.


    Einen solchen Dobson dann evtl. später auf eine Montierung zu packen, erschließt so die 1000-1500€ Marke für eine adäquate Montierung. Ich rate von eínem blinden Kauf ab, wenn wie oben erwähnt 0 Erfahrungen vorliegen.


    Eine Alternative empfinde ich nach längeren Überlegungen folgende:
    Einen Dobson mit 150mm/750 oder 900mm Brennweite. Sollte sich nach dem Blindkauf herausstellen, dass die Art der Nachführung nicht die ist, die den Wünschen endspricht, kann man diesen mit einer relativ kostengünstigeren Montierung aufstocken.
    Siehe Beitrag von Jo. Es gilt also abzuwägen.


    Das Beste ist aber immer, um eben jegliches Risiko auszuklammern, vor dem Kauf testen.
    Und man darf auch mal ein paar km mit dem Auto fahren, um in der Umgebung sicherlich ansässige Astokollegen anzutreffen, die einen VORORT-SEVICE in Punkto Beratung "PRAKTISCH" leisten. Diese Variante solltest du dir Wert sein. Es geht nicht mal so sehr um 400-450€ - es könnten ja auch 1500-4000€ sein, die Tatsache bleibt die selbe, falsches Gerät, viel Geld, wenig Freude.

  • Hallo Marcel,


    das 8er Dobson ist tatsächlich DAS Einsteigergerät. Ich habe auch eins. Es war allerdings mein drittes Teleskop! Nun, Dominique hat eben auch recht. Mein erstes Teleskopw war ein 12Zoll Dobson. Als ich dann mein 11Zoll SC das erste Mal auf den Mond (welch langweiliges Objekt, wenn man ihn schon mal im Teleskop hatte - immer die gleichen Krater! - dachte ich zumindest) richtete, war ich beeindruckt, was ich alles an Details erkennen konnte, weil ich durch die motorisierte Nachführung in Ruhe 20 Minuten einen Krater bewunderte. Andereseite - Wenn ich zwei mal im Jahr zu einem Teleskoptreffen fahre, habe ich immer das Dobson und das SC mit - und da staune ich, wieviel besser die Abbildung in dem einfachen Newton ist, wenn man auf das Objekt schwenkt, dessen Position man sich vorher vom anderen Teleskop hat zeigen lassen.


    Problem: bei limiterten Budegt geht die Entscheidung immer zwischen Öffnung und Motorisierung. Im Zweifelsfall sollte man sich für eine möglichst große Öffnung entschieden, doch dann darf man nicht jammern, wenn man Probleme hat, die Objekte zu finden und nachzuführen. Mit dem Dobson muss man sich den Weg zum Himmel erarabeiten. Mit einer datenbankgestützten automatischen Montierung (Goto) zwar auch, aber manches ist einfacher und schneller.


    Mit einen 8 Zoll Dobson macht man nichts falsch. Aber man ist unter Umständen nicht zufrieden, weil an falsche Vorstellungen hatte. Andererseits gibt es im genannten Preissegment kaum Alternativen bei Teleskopen mit motorisierten Montierungen.


    Grüße


    Christoph


    PS: Ich habe werst mal ein Jahr lang it dem Fernglas beobachtet und auf irgendwelchen obskuren Internetseiten rumdiskutiert :), bevor ich mein erstes Teleskop bestellt habe.

    [SIZE="1"]Hofheim 12'', PST CaK, C11[/SIZE]

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  • Auch ich mal zum Dobsongeschubse: Für Nebelobjekte ist das erlernbar und letztlich kein Problem. Für Mond und Planeten ist es zumindest unbequem, und kostet Details, die eigentlich zu sehen wären und auch in einem kleineren, nachgeführten Instrument sichtbar sind. Bei einer Vergrößerung von ca. 300x (noch gar nicht mal soooo hoch für Planeten) sieht dsa ganze dann so aus:
    - Planeten an den östlichen Rand des Gesichtsfeldes schubsen
    - Warten, bis das Wackeln vorbei ist
    - Vielleicht noch warten, bis der Planet in dei Mitte des Okulars gewandert ist, wo er scharf ist, oder alternativ dauernd an der Schärfe rumspielen
    - ein paar Sekunden beobachten. Wenn man sich richtig eingesehen hat, ist der Planet wieder am Rand des Gesichtsfeldes und wird unscharf.
    - Zurück zum Anfang, ad nauseum.


    Die Entscheidung, welche du fällen musst, ist folgende. Möchtest du Nebelobjekte ("Deep Sky" oder Kometen) beobachten und bist bereit, dafür ins Dunkle zu fahren. Wenigstens 2x im Monat und wirklich auf Dauer? Dann Dobson, ganz ohne Frage. Oder lieber auf dem Balokon oder auf der Wiese vor dem Haus das anschauen, was eben geht (Sonne, Mond Planeten?). Dann ein kleineres nachgeführtes Gerät.
    Ich möchte hier auf die optisch recht guten, und völlig okular-unkritischen Celestron-Makstuv-Cassegrains hinweisen, das kleinste ist auf der Montierung gut aufgehoben. Ein Kollege hat eines. Gibt es bei verschiedenen Händlern, wahrscheinlich sogar über Amazon. Ich verlinke hier mal astroshop, nur als Beispiel:
    http://www.astroshop.de/celest…-nexstar-4-se-goto/p,7884
    Bei einem nachgeführten Gerät sollte man etwa die Hälfte des Budgets in die Montierung stecken, so als Faustregel.

  • ............- Planeten an den östlichen Rand des Gesichtsfeldes schubsen
    - Warten, bis das Wackeln vorbei ist
    - Vielleicht noch warten, bis der Planet in dei Mitte des Okulars gewandert ist, wo er scharf ist, oder alternativ dauernd an der Schärfe rumspielen
    - ein paar Sekunden beobachten. Wenn man sich richtig eingesehen hat, ist der Planet wieder am Rand des Gesichtsfeldes und wird unscharf.
    - Zurück zum Anfang, ad nauseum. .............


    ..... oder ganz banal, eine kleine Beobachtungspause (trinken, klönen, Nase bohren, nießen, Schuhe binden, kurz mal was weiß ich) erzwingt zumindest ab einen bestimmten Vergrößerungsbereich das erneute Aufsuchen des Objektes. Die Erde dreht sich halt :)
    Selbst ein Okularwechsel, wenn nicht gut organisiert (sprich im Dunkel wissentlich welches) erzwingt diese Handlung.


    Ein Dobson ist ein tolles Teleskop, mit allen seinen Vor,-und Nachteilen.
    Und zu berücksichtigen gilt auch, Justieren und Justierelemente gehören unweigerlich dazu.
    Mag auch nicht jeder.


    Ich persönlich halte den MAK seitens seines 1:X für zu groß. Wenn nicht von vorne herein eine Planetenabsicht vorhanden ist, sondern eine relativ breite Objektvielfalt abgedeckt werden soll (Beginner), sollten es ~150mm Öffnung mit 750-900mm sein. Wenn im 100mm Bereich, dann max. 1000mm Brennweite. Im niederig Vergrößerungsbereich kann ansonsten auf Grund von erwünschten größeren erforderlichen Gesichtsfeldern meist nur ein 2" Okular in Frage kommen - das kann, muss nicht, kostenintensiv sein.


    (erinnere mich noch an meinen Kutter mit f 3500mm, erst danach lernte ich 1,25" Okulare kennen. Plötzlich war wieder Geld für Urlaub vorhanden ;) )

  • Hallo Freunde der dunklen Seite,


    ich würde jetzt erst mal warten und Marcel wieder zu Wort kommen lassen, bevor wir ihn weiter "verwirren". :whistling


    Ein kleiner Gedankengang meinerseits sei noch gegönnt. Aus heutiger Sicht, bin jetzt ein Jahr dabei, würde ich zuerst in die Montierung investieren und den Teleskopkauf variabel halten, es bleibt sowieso nicht bei einem "Rohr".


    Viele Grüße
    Jo

    Meade 8" ACF
    GSO Newton 150/900
    William Megrez 72 f/6 Doublet APO mit 2" DDG Linear Auszug
    VIXEN VMC 110L
    Skywatcher Refraktor 80/400 FH


    Bino: 2xHR3 2xTSSWM6 2xTSSWM15 2xTSED25 mit Baader Maxbright Bino


    1,25" Okulare: Pentax XW5 XW10 XW20
    2,00" Okulare: Meade QX25mm Baader Hyp31mm Hyp36mm WAE50 Erfle


    Montierung HEQ5 GoTo

  • So da bin ich wieder.
    Ich find es immer wieder bewundernswert, wie schnell und ausführlich in diesem Forum geantwortet und Tipps gegeben werden. Ja sogar Einladungen bekommt man!
    @Winfried: Leider wohne ich in der Nähe von Lüneburg welches gut 80km südlich von Hamburg liegt. Trotzdem vielen Dank für deine Einladung.


    Ja auch ich weiß, dass sich unsere Erde dreht! Und ich bin mir auch im klaren, dass es nicht leicht wird weit entfernte Objekte zu finden. Allerdings finde ich das gerade dieses "Suchen" und "Finden" doch dazu gehört. Ist es denn wirklich so schwer ein gefundendes Objekt im Okular per Hand zu halten?
    So eine GOTO-Steuerung ist allerdings auch sehr interessant. Wo auch immer hinsetzen, Standort eingeben und los gehts. Kling auch spannend und nach weit aus weniger Arbeit. Ich werd mir mal ein paar GOTO-Steuerungen genauer anschauen und weiter überlegen.


    Desweiteren wollte ich mich bei euch nochmal herzlich bedanken. Ihr seid klasse!


    Grüße Marcel

  • Quote

    Kennt jemand von euch ein guten Gebrauchtmarkt?

    Hallo Marcel,
    Die größten Astrobörsen im inet finden sich auf Astronomie.de und astrotreff.de

    Quote

    Ein kleiner Gedankengang meinerseits sei noch gegönnt. Aus heutiger Sicht, bin jetzt ein Jahr dabei, würde ich zuerst in die Montierung investieren und den Teleskopkauf variabel halten, es bleibt sowieso nicht bei einem "Rohr".

    Hallo Jo,
    mag sein, daß Du recht hast und es letztendlich nicht bei einem Rohr bleibt. Vorrausgesetzt Marcel findet Gefallen an der Sache. Und wenn nicht?


    Wie war das nochmal:
    Dunkler Himmel ist durch nichts zu ersetzen.
    Und was kam direkt danach:
    Öffnung ist durch nichts zu ersetzen!


    Bei einem Budget von 400 - 450 EUR zum Reinschnüffeln würde ich auch zum 8er Dobson tendieren, da kriegt man die meiste Optik fürs Geld. Kommt man mit der Schubserei zurecht? Da hilft nur probieren!
    Deßhalb: unbedingt den Kontakt zu anderen Sternfreunden suchen.


    Daß ein Newton eventuell vorher justiert werden muss ist für mich kein Argument, daß geht nämlich viel schneller als eine Montierung einzunorden!


    Übrigens: auch ein Dobson ist ausbaufähig (Handwerkliches geschick vorausgesetzt), siehe hier:
    http://www.ernst-von-voigt.de/articles/suw-07-2003.html


    Gruß
    Elmar

  • Hallo Marcel,


    was Planetenbeobachtung betrifft, möchte ich mich
    Uwes Rat anschließen. Nach einigen Versuchen mit
    kleineren Montierungen bin ich mit einer EQ-5
    auf Stahlrohrstativ glücklich geworden. Die läßt sich mit
    den flexiblen Wellen wunderbar nachführen und wenn man
    halbwegs eingenordet hat ist das Objekt auch nach einer
    Pause schnell wiedergefunden.


    Visuell kann die EQ-5 z.B. Newtons bis 8" tragen, da hat man
    eine lange Zeit Spaß dran. Sowohl das Sonnensystem wie
    Deepsky Objekte kann man damit gut beobachten.


    Gebrauchtes kann man evtl. auch bei EBay erstehen. Eine
    gebr. EQ-5 sollte unter 150,- zu bekommen sein, ein 8" Newton
    f/5 oder f/5 ab 100,-€. Dann bleiben Dir noch 100 bis 150,- für
    2 oder 3 gebr. Weitwinkelokulare.


    Grüße aus Hamm
    Dirk

  • Hallo Marcel,


    Grunsätzlich solltest nichts kaufen, bevor Du nicht einmal ein Gerät in der Hand und vor dem Auge hattest. Anderenfalls riskierst Du eine Enttäuschung - egal für welches Gerät Du dich entscheidest.


    Um noch mal auf das "Einsteigerset" zurückzukommen, Preiswerte Geräte für das kleine Budget sind auch http://www.astroshop.de/skywat…tage-flextube-dob/p,14966 als Dobson mit Leutpunktsucher (Wichtig!) oder (z.B.) http://www.astroshop.de/celest…000-astromaster-eq/p,7891 als Linsenteleskop auf eine Äquatorialen Montierung. Bei den zwei hat man etwas weniger Bauchschmerzen, als die Discounter-Einstiegssets. Ideal wäre es nun, je eines dieser Geräte für 2 Wochen mieten zu können und sich danach für den Kauf eines größeren zu entscheiden - von mir aus auch als Inzahlungnahme. Leider bietet so etwas kein mir bekannter Händler an. Also bleibt, wenn man eigene Erfahrungen sammeln will etweder der Blindkauf eines solchen Gerätes, vielleicht auch gebraucht. Die Gefahr dabei wäre allerdings, dass Du von den begrenzten Möglichkeiten der Geräte enttäuscht wirst, und das Interesse verlierst.
    Oder eben der direkte Erfahrugnsaustausch mit einem Hobbyastronomen, der Dich mal an sein Gerät heranläßt. Du könntest natürlich auch mal bei mir durchgucken, aber das ist auch ein Stück weit weg.


    Trotzdem. Könntest Du Dir vorstellen, so ein kleines Dobson auf blauen Dunst zu kaufen, und später (nächstes Jahr, nach deinen ersten 2 Teleskoptreffen) ein größeres Gerät anzuschaffen? Das Kleine wäre immer noch ein gutes Reisegerät für den Urlaub.


    Grüße


    Christoph

  • Du hast vielleicht recht. Es muss doch auch in der Nähe von Hamburg Hobbyastronomen geben, die es mir mal erlauben einen Blick durch ihr Teleskop zu tätigen. Ich mach mich auf die Suche.
    Vorstellen könnte ich mir das mit dem kleinen Dobson schon. Hab nur Angst, das mich das ganze enttäuscht und ich die Lust am Sterne gucken verliere.


    Grüße Marcel

  • Hallo Marcel,
    ich schlage auch einen 8" Dobson vor. Bis du damit alles gesehen hast, was sehenswert ist, wirste ca 40 Jahre alt.
    :)
    Nochwas: Ich habe (ja Leute, die alte Laier, früher war alles besser :) ) damals einen 114Newton nach einem 40mm (!) Quelle "Refraktor" mit Tischstativ gehabt. Damit das erste mal den Orionnebel angeschaut, bin ich fast vom Hocker gefallen. Will damit sagen: Heutzutage wird einem oft eine Ausrüstung aufgeschätzt, die semiprofessionel ist. Wer erinnert sich daran, dass vor 30Jahren ein 10cm (nicht Zoll!) Refraktor das Non Plus Ultra war, den sich nur gut betuchte Leute leisten konnten. Ein 20cm Spiegelteleskop war damals gigantisch und ich fuhr 100km, um da mal durchzuschauen im Schwarzwald damals.
    Also: 20cm Spiegel oder 90cm Refraktor mit Montierung, gebraucht auch schon mal ein 10cm wenn mal Glück hat, und du bist gut versorgt.
    Und: Dich NICHT allzusehr verrückt machen lassen von neumalklugen super-tuper-ober-astros, die alles besser wissen...
    :)
    Viel Spaß mit einem Fernohr X wünscht
    Klarinetto