Hilfe bei Kaufentscheidung

  • Hallo zusammen und ein gesundes Neues Jahr für alle...


    Ich bin auf der Suche nach einem Reflektor. Öffnung 200, Brennweite 2000, paralaktische Montierung. Habe zwei zur Auswahl: Meade ACF-SC 203/2000 UHTC LXD75 GoTo (1700Euro) und Celestron EdgeHD-SC 203/2032 CGEM 800 GoTo (2500 Euro).
    Ich möchte Planten und Deep Sky beobachten und auch hin und wieder mit Canon Eos 5D Mark2 fotographieren.
    Welches Paket ist dafür besser geeignet. Meade wirbt ja immer mit ACF / Komafrei. Ist das EdgeHD von Celestron ebenfalls Komafrei?
    Warum ist das Celestron ca. 800 Euro teuer (Bei Astroshop gesehen)?
    Ich würde mich sehr über Antworten und Alternativvorschläge freuen
    Viele Grüße


    HiTi

  • Hallo,
    beide Montierungen spielen nicht in der selben Liga. Die CGEM ist deutlich stabiler und deshalb teurer.
    Fängst Du erst an mit der Fotografie? Dann halte ich beide für nicht geeignet.
    Die Geräte haben eine zu lange Brennweite. Zumindest ein Reducer sollte her.

  • Hallo,


    hier im "Club" haben wir mehrere 10" ACF von Meade. Jeder ist sehr zufrieden damit. Ich hatte auch ein Meade, allerdings in 12". Auch ich war zufrieden.
    Nimm das ACF und darunter eine ordentliche Montierung. Zu empfehlen wäre hier die zwischenzeitlich ausgereifte Syntha EQ-6pro und darunter ein gutes Berlebach Stativ. Ich habe dazu das Planet. Diese Kombi reicht aus und hat auch noch Luft nach oben.


    Fotografie: da hat Stefan absolut recht, lieber einen kleinen Refraktor obenauf oder piggy-pack fotografieren, also die Kamera mit einem z.B. 200mm Objektiv oben drauf und das Teleskop zur Nachführung benutzen. Bei der Brennweite bekommst Du Schwierigkeiten, für den Anfang (selbst mit Reducer) noch zuviel!

  • Hallo Stefan,


    vielen Dank für die schnelle Antwort. Nur noch kurz eine Nachfrage. Du schreibs, dass die Brennweite für Fotos eher ungeeigenet sei. Warum wird das so sein? Wegen der Verwackelungsgefahr oder wegen des keinen Öffnungsverhältnisses von f10?


    Viele Grüße


    Hilmar

  • Hallo Winfried,


    vielen Dank für die schnelle Antwort. Weißt Du denn, ob das Celestron das selbe Prinzip wie Meade (ACF) anwendet, um komafreie Bilder zu machen, nur das es bei Celestron eben nicht ACF heißt?


    Viele Grüße


    Hilmar

  • Hallo Hilmar,


    vielleicht ist Stefan gerade offline, daher die Antwort von mir:
    F:10 erfordert eine sehr lange Belichtungszeit. Normalerweise arbeitet man bei etwa f:5, das bedeutet, 1/4 der Belichtungszeit. Je länger die Brennweite, desto schwieriger wird die Nachführung. Dazu braucht man heute unbedingt eine zweite "Röhre", einen kleinen Refraktor z.B. mit einer s.g. Guidingkamera. Das ganze wird recht aufwendig und schwierig. Die Teleskopaufstellung sollte bei langen Brennweiten "gescheinert" sein, siehe mal beim Googeln unter Scheinern. Zudem muß die Montierung einen Guideranschluß haben, damit die Befehle der Guidingkamera an die Montierung weitergegeben werden können. - Nicht einfach und auch nicht gerade billig. Da liegst Du schnell bei € 3000.- (oder weit drüber...)


    Viele, u.a. auch ich, haben seit der Einführung der Digitalkameras das Fotografieren aufgegeben (ich bin übrigens Profifotograf), weil hier ganz andere Parameter erforderlich sind. Darauf möchte ich hier nicht näher eingehen, würde zu weit führen.

  • Hallo Hilmar,
    richtig, Brennweite und Öffnungsverhältnis.


    Das ACF System ist ein vollkommen anderes System, neu berechnet. Die hatten früher auch SC´s.
    Bei Celestron wurde ein Korrektor eingebaut, also zusätsliche Linsen, was ich für suboptimal halte.