Suche nach neuem Teleskop

  • Hallo Walter.


    Ah ok. Na wie gesagt ich werde mich im laden noch ein bisschen beraten lassen. Ich transportiere das Teleskop ja auch nicht ständig. Hochstens mal in die 200m entfernte Bauernschaft. Vielleicht kann ich da ja auch ein TAL bekommen. Mit EQ-5 montierung o.ä.
    Aber dieses Teleskop gibt es ja wieder nicht mit f/6....


    Lieber Gruß
    Kevin

  • Da ich nun nur dieses eine Teleskop mit f/6 Öffnungsverhältnis gefunden habe, möchte ich von euch gerne nochmal eure Meinungen zu dem oben genannten
    GSO 150/900 und zu folgenden beiden Teleskopen wissen.


    Ihr habt mir ja auch noch einige andere Vorschläge gemacht, aber es gibt ja so viel auf dem Markt und ich kann und will mich bisher noch nicht festlegen.


    Skywatcher 150/750
    Celestron 150/750


    Was meint ihr?


    Lieber Gruß
    Kevin

  • Hallo Kevin,


    beide fallen vom gleichen Band, tragen nur unterschiedliche Namen und Schriftzüge. Ggf. ist das Zubehör etwas anders, damit es nicht gleich auffällt...


    Im Vergleich zum Tal möchte ich mal sagen, daß die beiden genannten jeweils ein VW-Allrad ohne Allrad sind, der Tal aber ein echer 4x4 MIT Allrad ist.
    Sprich: Ein Gehäuse, das Du in den Kofferraum werfen kannst und Deine Klamotten darüber. Wenn Du das mit den beiden genannten machst, dann hast Du jeweils einen "Dallenheini"...


    Die Tals sind bekannt für ihre wirklich gute optische Qualität, da kommt kein Skywatcher mit, auch wenn sie noch so viel Werbung dafür machen.
    Auch der verlinkte Händler lobt nur alles, was er vertreibt, in den höchsten Tönen. - Werbung ohne sachlichen und fachlichen Anspruch...


    Etwas hart, aber (leider) wahr.

  • Hallo Winfried.
    Danke für deine Meinung!


    Ich gebe sowieso nicht viel auf diese produktbeschreibungen. Darum frage ich ja auch euch.
    Wie ist es denn mit dem f/6 gso?
    Alles was ich sonst so sehe sind f/5. Alles drüber ist schon wieder ziemlich lang und groß. (jetzt mal abgesehen von einem Dobson)


    Lieber Gruß
    Kevin

  • ........Wie ist es denn mit dem f/6 gso?
    ..........


    Hallo,


    das müsste dann der hier sein SCHAU MAL MIT KLICK
    und den kenne ich - da gibt es nichts dran auszusetzen. Bei der Kombo stimmt das Preis-Leistungsverhältnis.
    Das Stativ lässt ein wenig mehr Stabilität wünschen, jedoch würde die Beobachtung in der Sitzposition - also entgegen der vom Stefan m. f, sicher für´s erste ausreichen.
    Habe mehrmals mit der Kombo auf dem Acker gestanden - ich finde es ein sehr gelungenes Einsteigergerät mit großem Potential für die dann folgende Zeit.

  • Hallo Dominique.
    Ja genau dieses meine ich. siehe auch meinen link in post #62
    Eine EQ-5 würden da schon nicht mehr ausreichen? Die trägt doch Max 10kg bzw optimal 6kg (Gruß an Winfried)
    Und das gso wiegt doch fast genau 6kg. Hm ich müsste es montiert sehen...


    Und wie meinst du das "im sitzen"? Dann aber nicht mit einer eq montierung oder? Die ist doch alleine bestimmt nen Meter hoch + halbe Teleskop Länge.


    Gruß
    Kevin

  • Hallo Kevin,


    schau Dir mal meinen Thread "Qual der Wahl" an - so ab Beitrag Nr.127 auf Seite 13.


    Natürlich kannst Du auch den ganzen Thread lesen, ist etwas umfangreich geworden.


    Ich bereue bis heute keine Sekunde, den 150/900er GSO gekauft zu haben. Ein perfektes Einsteigergerät. Und wenn man Spass an der Sache hat, kommt früher oder später sowieso noch ein zweites, drittes, .... Teleskop hinzu :)


    Viele Grüße
    Jo

    Meade 8" ACF
    GSO Newton 150/900
    William Megrez 72 f/6 Doublet APO mit 2" DDG Linear Auszug
    VIXEN VMC 110L
    Skywatcher Refraktor 80/400 FH


    Bino: 2xHR3 2xTSSWM6 2xTSSWM15 2xTSED25 mit Baader Maxbright Bino


    1,25" Okulare: Pentax XW5 XW10 XW20
    2,00" Okulare: Meade QX25mm Baader Hyp31mm Hyp36mm WAE50 Erfle


    Montierung HEQ5 GoTo

  • .............


    Und wie meinst du das "im sitzen"? Dann aber nicht mit einer eq montierung oder? Die ist doch alleine bestimmt nen Meter hoch + halbe Teleskop Länge.


    Gruß
    Kevin


    Guten Morgen,


    grundsätzlich bin ich der Meinung, das Sitzen steht negiert unserer natürlichen Haltung gegenüber, sie entspricht nicht unserem Naturell.
    Wie auch immer, sie wird aber als bequem empfunden und in dieser Haltung darf man, man muss nicht, auch beobachten. Ich kenne für mich keine andere Haltung, da in dieser Position die "Körperunwucht" stabilisiert wird, besonders an kalten Tagen. Das gilt aber auch nur für Geräte, die diese Position auch bauartbedingt zulassen.


    Ferner liegt dann immer der Schwerpunkt eines Teleskopes, weil eben das Gerät bodennäher aufgestellt ist, tiefer und begünstigt die Stabilität. Das Stativ muss also nicht so weit ausgefahren werden, bedeutet also bei nicht ganz so steifen Dreibeinen = weniger Schwingungen. Und teils wird auch bei Richtungswechsel des Teleskopes das ab und an an sich neu erforderliche Positionieren des OAZ, Tubus in Rohrschelle drehen, überflüssig.
    Manche Newton sind kurz und da kann man eben in der Sitzposition den OAZ, oder fast, senkrecht stellen, quasi hat man dann den Einblick von oben und nicht seitlich.
    Im Sitzen kann man die Körperhaltung besser an die Lage des OAZ anpassen. Der OAZ kann teils unverändert bleiben. Im Stehen muss mehr der OAZ angepasst werden, daher auch das mehrmalige Verdrehen in den Rohrschellen. Erklärt sich eben aus dem Umstand, das im Stehen die leichte Körperkrümmung anstrengender empfunden wird.
    Das ist aber auch alles eine persönliche Sicht auf diesen Sachverhalt, jeder empfindet aber auch anders.

  • Wie ist das gso denn von der robustheit. Ist das auch so wie bei den anderen beiden wo noch der Spiegel recht schnell dejustiert? Denn um zu gucken muss ich das Teleskop meist aus dem 1.stock tragen.
    Bzw ins Auto laden um mal in die bauernschaft (200m) zu fahren

  • Gut geschrieben, Dominique,


    im Sitzen mit einem entsprechenden Hocker oder einem verstellbaren Bügelstuhl habe ich immer die aufrechte, bequeme Position und muß mich nicht bücken, was gerade im Winter sehr gut ist. Geht aber nur (parallaktisch montiert) mit einem Schmidt-Cassegrain oder einem Refraktor, also mit allen Geräten mit Einblick von hinten.
    Ein Newton ist immer zu lang, da der Einblick oben ist. Man müsste mit einem Bügelstuhl, sitzend, ganz oben beobachten - schwierig für die Körperballance!


    Ich finde diese Position als bequem und ideal, beobachte aber meist doch im Stehen, zumindest am langen Refraktor, da sich die Position dort ständig ändert (durch den langen Hebel). Am SC macht sich aufgrund der sehr kurzen Bauweise dies kaum bemerkbar, meine Bekannten, die dieses Gerät nutzen, beobachten nur im Sitzen.

  • .............
    Ich finde diese Position als bequem und ideal, beobachte aber meist doch im Stehen, zumindest am langen Refraktor, da sich die Position dort ständig ändert (durch den langen Hebel). Am SC macht sich aufgrund der sehr kurzen Bauweise dies kaum bemerkbar, meine Bekannten, die dieses Gerät nutzen, beobachten nur im Sitzen.


    Hallo Winfried,


    ist die Montierung stabil genug, empfehle ich duch Rohrschellengewichte oder Laufgewichte den OAZ z.B. den des Refri nach an die DEK-Achse zu verlegen, in einem hebelverträglichen Maß schafft das enorme Abhilfe. An meinem Refraktor beochte ich in jeder Lage in Sitzposition. Zenit relativ stark gehockt über dem ZS, fast Horizontlage fast vollkommen Aufrecht.


    Kevin:

    Quote

    Wie ist das gso denn von der robustheit. Ist das auch so wie bei den anderen beiden wo noch der Spiegel recht schnell dejustiert?


    Vll. meldet sich mal Stefan-mit-f, meines Erachtens wird die Anfälligkeit der Justage auch etwas überbewertet. Soll heißen, Bange machen gilt nicht - das passt also.

  • Hallo Dominique,


    hast recht, daran habe ich auch schon gedacht. Der TOA 150 von Tak hat ja so eine massive Schelle am Ende des Rohre vor dem OAZ. Der dient dem Gewichtsausgleich der wohl ziemlich schweren Gläser.
    Damit könnte man den Rafraktor weiter "nach vorne" schieben und hätte zumindest hinten den Hebel nicht mehr.


    Leider geht das bei mir nicht, der Refi kommt ja wieder in die Sternwarte und dort gehts`eh nur im Stehen, da der Refraktor dann in einer Höhe von 170cm hängt. Sonst köme ich nicht über das Dach weg und der Blick zum Himmel wäre zusehr eingeschränkt. Für unterwegs wäre das aber eine Lösung.

  • Kevin:

    Quote

    Wie ist es denn mit dem f/6 gso?
    Alles was ich sonst so sehe sind f/5. Alles drüber ist schon wieder ziemlich lang und groß. (jetzt mal abgesehen von einem Dobson)

    Muss nicht sein. Wenn du eine grosse Brennweite haben *willst* kannst du
    einen 6" Mak (also gleiche Oeffnung) holen. Bauartbedingt sind Maks viel
    kuerzer als Newtons, sind recht gute Planetengeraete, aber eine gewisse
    DS Faehigkeit haben sie trotzdem auch. Das Gesichtsfeld ist halt beim
    *gleichen* Okularen geringer.


    (Das kannst du leicht ausrechnen.


    Mal ein Beispiel: 6" Mak f/12 vs 6" f/8 Newton.
    Mak ca 1.8 m Brennweite
    Newton ca 1.2 m Brennweite
    Oklular 32 mm gibt mit
    Mak 56 fache Vergroesserung
    Newton 37 fache Vergroesserung
    Gesichtsfeld Okular 50 grd gibt mit
    Mak 50/56 = 0.9 grd Himmelsausschnitt
    Newton 50/37 = 1.35 grd Himmelsausschnitt
    Damit man sich was drunter vorstellen kann, der Mond hat etwa 1/2 grd
    also im Mak waere fast 2x der Mond im Okular zu sehen
    und im Newton fast 2.5x der Mond zu sehen


    Als zusaetzlicher Vergleich noch mal der 6" f/6 Newton mit
    etwas mehr als 3 x Monddurchmesser im 32 mm Ploessl.)



    Kevin
    Soll dich jetzt nicht mit deinem Teleskopwunsch "Newton" aus der "Bahn werfen".
    Nur als Beispiel:
    Der 6" f/8 Mak schaut z.B. so aus:
    http://www.astroversand.com/Sk…-Sky-Watcher-Maksutov.htm
    Etwa 40 cm lang, also weniger als halb so lang wie der 6" f/6 Newton und muss auch
    nicht in den Rohrschellen gedreht werden.


    Gruesse,
    argus

  • Also erstmal danke Dominique. Sehr schön geschrieben.


    argus:
    Wow das ist ja wieder eine ganz neue tür die sich da öffnet. An diese Art von Teleskop habe ich bisher noch garnicht gedacht....


    Oh man oh man ;)


    In wie weit sind diese Geräte denn für ds geeignet?
    Diese Geräte verlangen wohl auch nicht gleich nach einer EQ-5 bzw heq montierung was? Ist ja ein viel kürzer Hebel.

  • Hi Kevin,
    zur DS Eignung : der 6" f/12 Mak haette mit einem 32 mm Ploessl
    eine Austrittspupille von etwa 3 mm, der 6" f/6 Newton
    etwas mehr als 5 mm.
    Dem setzt du nun den Durchmesser deiner Augenpupille
    entgegen, sagen wir gut dunkeladaptiert sei sie
    7 mm. Dann blendet der Newton sozusagen 2 und der
    Mak 4 mm davon ab, laesst also weniger Licht ins
    Auge als der Newton und beide weniger als maximal moeglich.
    Andererseits wird dadurch natuerlich auch der
    Himmelshintergrund dunkler. Ich persoenlich fand
    speziell die Boebachtung von Galaxien bei 3 mm AP
    am einduckvollsten, muss aber jeder fuer sich selbst
    entscheiden wie dunkel er den Hintergrund dem
    Beobachtungserlebnis zuordnet. Kommt natuerlich
    auch auf den Standort an, wie dunkel der Himmelshintergrund
    da also ist.
    Ein anderer Punkt ist natuerlich das Auffinden von Objekten - geht
    mit mehr Himmelsausschnitt im Okular natuerlich einfacher und
    schneller. Der Radius des Blickfelds geht ja quadratisch in
    die Flaeche ein, also doppelter Durchmesser bedeuted 4x mehr
    Himmel.
    Was solls, nicht umsonst haben die meisten Beobachter mehr als
    ein Teleskop. Das waere ja auch schon dein zweites :). Universeller
    ist also der 6" f/6 Newton, transportabler und einfacher zu montieren
    der 6" f/12 Mak.


    Wichtigste Regel beim Teleskopkauf: keine Eile, nichts kaufen
    solange man unschluessig ist. Es klaert sich alles mit der Zeit.


    Gruesse,
    argus

  • Hallo zusammen,


    ich kann den GSO 150/900 als unkompliziertes und robustes Gerät empfehlen. Erst nach einem Jahr Betrieb hat er zum erstenmal einen Justierlaser gesehen. Vielleicht ein wenig spät, hat sich aber nicht vorher ergeben. Die Angst selber mal einen Spiegel zu justieren ist unbegründet, aber mir gings genauso. Das selbstjustieren macht nur noch sicherer im Umgang mit dem Gerät. Eine Justierhilfe sollte ständiger Begleiter sein. Auch die Komplettdemontage zur Velourauskleidung, selbst für einen mechanischen Legastheniker wie mich, keine Sache die einem den Angstschweiß aus den Poren treiben muss. Alles in allem ein gutmütiges Stück Optik.


    Gruß Stephan mit f

  • Hallo Stephan mit f, hallo rest der Community


    Es ist getan!
    Ich habe mir heute das GSO 6" 150/900 im Laden bestellt. :)
    Nach langem hin und her und guten Überlegungen denke ich dass dieses Teleskop meine Wünsche voll erfüllen wird.


    Vielen Dank für alle die Zahlreichen posts, Ratschläge, Meinungen und Hilfestellungen!!!
    Ihr seid echt eine super community und ich werde euch sicher treu bleiben!


    Ich werde das Teleskop samt einigem Zubehör gegen Ende nächste Woche abholen.
    Dann hoffe ich dass das Wetter mitspielt und ich euch bald schon mit freuden von meinem first Light mit dem neuen Teleskop berichten kann :)



    Nochmals vielen Dank an euch alle und natürlich auch an die Sternfreunde Münster ein herzliches Danke!


    Liebe Grüße
    Kevin