mein neues.....

  • ............Aber Spass hat es ungemein gemacht! Und weißt Du, wie lang 2 bis 3 Minuten sein können, wenn man in dieser Position verharrt, eine Ewigkeit. Und dann davon 30 bis 50 Aufnahmen, das haut voll rein :sad: Viele Grüße
    Jo


    :) war füher der Standard :) Alle nicht mehr leidensfähig oder was? ;)
    Selbst das Fad.-Oki kusste ich mir selber bauen. Strichplatte aus einem Mirko Oki, handelsübliches billig 12mm Ortho innen aufgedreht, Platte rein. Alles ohne Beleuchtung. Stern defokusiert, bis er zwischen 2 Teilstrichen passte. Striche wurden also auf hellen Hintergrund sichtbar. Dann gings los. Meine Hale-Bob Bilder und viele andere sind so entstanden. Naja, die Zeiten ändern sich. Grins.

  • ....


    Fadenkreuzokulare kann man selberbauen, wenn man ein 2 Fäden in ein einfaches Okular in die Feldblendenebene zugänglich ist, hineinbastelt.


    Grüße


    Christoph

  • Hallo Jo,
    du sagst, der Kameraverschluss führt zum Verwackeln? Oder meinst du den Schwingspiegel? Dagegen hilft die Spiegelvorauslösung (natürlich nur falls vorhanden). Sonst geht nur noch die althergebrachte Hutmethode, dabei hast du allerdings keine genau definierten Belichtungszeiten.
    Ich fotografiere übrigens vom Stativ fast nur noch mit einem Intervall-Fernauslöser, da kannst du die Zeiten zwischen den Auslösungen und die Einzelbelichtungen frei wählen.
    Gruß
    Achim

  • Hallo Heike,


    dein 130/650 Newton wäre schonmal gut auf einer EQ3-2 aufgehoben. Die EQ3-2 ist bitte nicht zu verwechseln mit der EQ3, die auch gerne als Unterbau für kleinere newtons hergenommen wird, aber eher der Astro3 gleicht - also nicht so gut ist.


    Wenn du allerdings ernsthaft Astrofotografie im Deepsky betreiben willst, dann brauchst du mindestens eine HEQ5 wegen der Guidinganschlüsse. Solltest du erstmal "nur" Planetenfotografie anstreben, dann brauchst du bei der EQ3-2 auf jeden Fall eine Nachführung in der Stunden-Achse. Ohne die hat es keinen Zweck über Mondgesamtansichten hinaus fotografieren zu wollen.


    Das Loch im Deckel deines Newtons ist als Abblendung für Planetenbeobachtung gedacht. Dies soll durch die deutliche Verkleinerung des Öffnungsverhältnisses den Kontrast in der Abbildung verbessern. Das finde ich aber ziemlich unnütz, da man dabei beträchtlich an Auflösung verschenkt durch starke Verkleinerung der Öffnung.


    Sternklare Grüße
    Alko

  • Hallo Heike/Alko,


    das Loch im Deckel meines 120/600mm verwende ich als "Sonnenobservatorium". Natürlich ist die volle Öffnung immer besser (an der Sonne), aber ich hatte noch ein Fitzelchen Folie über und es hat genau gepaßt.
    Ich bezeichne das als "Resteverwertung", denn meine Ferngläser hatten schon Folienfilter. Trotzdem denke ich, die volle Öffnung + Graufilter werden mehr Details am Planeten zeigen, weil die Öffnung nicht beschnitten wird.


    Immerhin finde ich es schön, daß man an solche Kleinigkeiten gedacht hat.

  • Hallo Winfried,


    bei deinem und bei meinem 120/600 FH ist das ja in gewissem Sinne auch ganz sinnvoll, aber dieser Newton wird das nicht brauchen. Am Planeten wird er sowieso kein Problem haben. Ich hatte lange Zeit den großen Bruder davon. Mit dem 150er f/5 konnte ich mindestens 234fach am Saturn nutzen - gut, das war zu Zeiten als der noch 40-50° überm Horzizont stand, aber da ging auch spielend 300fach. Da war dann auch ein Graufilter nicht angebracht - das Licht war sowieso schon gut auseinandervergrößert.


    Ein sehrgut kollimierter Newton bringt dann schließlich auch die doppelte bis zweieinhalbfache Öffnung in mm als maximal sinnvolle Vergrößerung - selbst ausprobiert und gestaunt. Aus diesem Grunde verstehe ich auch nicht den Sinn einer solchen Öffnungskastration bei einem farbreinen System. Lediglich zu Zeiten der Kugelspiegel kann ich mir da eine sinnvolle Anwendung denken.


    Sternklare Grüße
    Alko

  • ja, Winfried, ich hab mir gestern auch aus einem Fitzelchen Folie ein Filter gebaut, aber nicht mit dem Deckel, der sitzt mir einfach etwas zu locker....wenn der runterfällt....:ohmy:
    hat mir nen soliden Pappdeckel gebaut und dreifach gesichert. Hab das Loch ein bischen größer gemacht, als im Originaldeckel.
    Meine Spiegel hab ich gestern justiert. Das erste mal, das ich sowas gemacht hab, aber jetzt habe ich überall ne gute Randschärfe und beim Blick durch ein Plastikdeckelchen mit Loch in der Mitte ist alles schön rund und mittig. Das war nicht annähernd so, als es geliefert wurde. Hab mich getraut und es hat geklappt.
    werde mir aber auch mal bei Gelegenheit einen A4-Bogen Folie gesorgen.


    Ehrlich gesagt blicke ich durch die ganzen EQ´s nicht durch.
    HEQ3 EQ3-2 usw.......????? Kein Durchblick

  • Hallo Heike,


    nimm`s gelassen.
    Das mit dem Loch ist so eine Sache. Mal dicker, mal dünner. Bei mir paßt er recht gut und ich muß keine Angst haben. Nehme ich den Deckel weg ist da ja der Sonnenfilter, kann also nichts passieren.
    Zur Montierung: da habe ich so meine eigenen Gedanken.
    Unter der HEQ-5(pro) geht bei mit garnichts. Die verträgt so einiges, ist eine Montierung für den "Normaluser". Zugegeben, nicht unbedingt billig. - Aber erweiterungsfähig. Und genau das spreche ich anderen Montierungen ab, denn mit der Zeit werden die Geräte größer - immer größer. Und im "bezahlbaren" Bereich trägt diese Montierung das, was sich "Otto-Normlverbraucher" noch leisten kann.


    Gut, meine ist eine Nummer größer, das kauft sich kaum jemand, der mobil unterwegs sein will (EQ6-pro). Aber bei mir liegt sie im Wohnmobil, ich kann sie jederzeit irgendwo aufbauen und sie trägt meine beiden Refis klaglos (visuell).
    Auch ich habe Lehrgeld bezahlt, habe zwischenzeitllich die dritte Montierung, aber es wird meine letzte sein. In der Zwischenzeit habe ich, wie viele andere auch, draufbezahlt. Hätte ich mir die EQ6 gleich gekauft, dann hätte ich heute weniger Verlust gemacht. - Bin halt Geschäftsmann, im Betrieb hätte ich sicherlich anders gehandelt.


    Am Montag bekommen wir eine neue Druckmaschine (digital). Das war nicht eingeplant, aber unsere Canon 1200 wird von Canon nicht mehr betreut, - keine Ersatzteile mehr...


    Das ist Schei.., aber was will ich machen?
    Weiterarbeiten oder auf Aufträge verzichten? - In 4 Jahren will ich meinen Betrieb aufgeben und an einen anderen übergeben. Der wird sich über die neue Maschine (im 6-stelligen Bereich) freuen... Ich lege dabei drauf, aber ohne diese könnte ich die paar Jahre nicht weiterarbeiten.


    So ist das auch im Astro-Amateurbereich. Wer weniger zahlt, zahlt anschließend drauf....

  • Hallo Heike,


    "Ehrlich gesagt blicke ich durch die ganzen EQ´s nicht durch.
    HEQ3 EQ3-2 usw.......????? Kein Durchblick"


    Das sind lediglich äquatoriale Montierungen, die nach ihrer Nummerierung aufsteigend immer mehr belastung vertragen und ab der HEQ5 auch tauglich für die DS-Fotografie sein sollen - ich sage hier "sein sollen", da ich das aus Mangel an erfahrung nicht wirklich beurteilen kann.


    Astro3: Hatte ich als Montierung für meinen kleinen Bresser Skylux 70/700 (das gute alte Lidl-Skope). Die Montierung sieht äußerlich stabiler aus als sie es ist. Ich würde sie nicht als Unterbau für dein 130/650 verwenden - da hätte ich bedenken, dass die Teleskopbeine die Grätsche machen. 4 kg halte ich eh für eine zu hohe belastung für diese montierung - allenfalls 2 kg meine ich sind sinnvoll.


    EQ2: Die Montierung konnte ich mal unter einem 90/900 FH von Skywatcher antesten. Die Montierung macht einen leichten aber trotzdem relativ stabilen Eindruck, allerdings würde ich ihr nicht mehr als 2-3 kg zumuten wollen.


    EQ3-2: Meiner Ansicht nach die kleinste Montierung, die sinnvoll ist um dein Teleskop sicher zu tragen. Ich hatte lange meinen 150/750er da drauf montiert. Die Monti kann kurze Geräte bis 6 kg visuell gut tragen. Bei längeren Hebeln (z.B. 102/1100 FH) ist sie aber überfordert.


    EQ5: Hier ist schon ein deutlicher Quantensprung zu merken. Diese Montierung trägt geräte bis zu 7 kg mit langem Hebel sehr gut und Geräte bis 10kg immer noch visuell zufriedenstellend. Allerdings sollte dann der Hebel nicht zu lang sein. Mein 200/1000 newton ist da schon etwas grenzwertig bei Windböen. Mein 102/1100 FH mit 7 kg und sehr langem Hebel (1,3 m) wurde dagegen immer zuverlässig stabil gehalten.


    Die höheren Montierungen hatte ich noch nicht, weshalb ich hier keine Erfahrung weitergeben kann. Nur soviel sei gesagt, die H-EQ5 trägt bis zu 14 kg und die EQ6 bis zu 20 kg an Teleskopgewicht. Das nötige Gegengewicht wird dabei nie mitgerechnet.


    Sternklare Grüße
    Alko

  • ....................
    ..........Nur soviel sei gesagt, die H-EQ5 trägt bis zu 14 kg .............. Sternklare Grüße
    Alko


    Hallo, dass mag ich angesichts meiner Erfahrung anzweifeln. Es stellt sich auch immer die Frage, was der User unter stabil versteht. Sie ist sicher eine recht gute Monti, doch 14kg erscheinen mir weit überzogen. Nach meinem Dafürhalten ist eine Monti steif und stabil, wenn sie im Höchstvergrößerungbereich beim Fokusieren oder Systemwechsel eine Ausschwingzeit unter 1 sek hat. Das hat sie def. nicht. Nicht mal bei dem bei uns verwendeten Newton 150/900. Entschuldigt werden kann das evtl. durch das originale Stativ.
    Sie mag stabiler sein als ich sie erlebe, dennoch für 14kg ist sie nicht ausgelegt. Eine Referenz ist meine Mizar, die wir desöfteren paari aufstellen. Tragen können Montis relativ viel, sinnvolles Arbeiten reduziert allerdings die Gewichtsangaben, bei meinem o.a. Anspruchsdenken.

  • Hallo,


    zur HEQ-5:
    Sie trägt (ich glaube auch nach Herstellerangaben) 12kg Gesamtgewicht ohne Gegengewichte.
    Meinen langen 950/127mm Refraktor trug sie sehr gut, allerdings aus Carbon mit 6,5kg. Zusammen mit dem Richfielder brachten die beiden 11kg auf die Waage bzw. auf das Achsenkreuz, zusätzlich, ich gergaß, - noch 2kg für die Doppelbefestigung, also gesamt 13kg.
    Das war bereits visuell sehr grenzwertig für diese Montierung, das Achskreuz wurde "weich" und wackelte schon etwas.


    Aus diesem Grund habe ich dann zur HEQ-6 gegriffen und zusätzlich noch zum Berlebach Planet Stativ. Das reicht nun aus.


    Fotografisch (was ich nicht mache) reicht die HEQ-5 also nicht aus, möchte man zur Nachführung ein zweites Teleskop verwenden, die genaue Nachführung wäre durch den zu weichen Achskopf nicht mehr gegeben. Ich habe es fotografisch nicht versucht, aber meine beiden Kumpels habe es mir so auch bestätigt, wir schauen oft zu dritt und jeder an jedem Teleskop.


    Fotografisch mit Kamera (DSLR) ohne zweites Rohr konnte ich schöne Sonnenfotos machen, da habe ich aber, da nicht notwendig, auf den zweiten Refraktor verzichtet, d.h. mit OAG = of axis guider würde es gerade noch funktionieren.


    Erst die EQ6 oder die HEQ-6 besitzt die Stabilität, damit wirklich gute Astrofotos zu machen. Kommt halt auch auf den eigenen Anspruch an.

  • Hallo Dominique,


    ich habe nicht behauptet, dass die H-EQ5 die 14 kg stabil trägt. Ich habe lediglich eine Standardangabe zu Montierungen gemacht, mit denen ich nach eigener Auskunft noch keine Erfahrung habe. Beworben wird sie übrigens mit 14 kg maximaler Tragfähigkeit.


    Hallo Winfried,


    wo liegt der Unterschied zwischen einer EQ6 und einer H-EQ6 - ich kenne aus den Onlineshops nur die EQ6.


    Sternklare Grüße Allerseits
    Alko

  • Hallo Alko,


    ist eigentlich technisch das gleiche, nur hat die HEQ6 eine 3" Aufnahme und einen etwas stabileren Kopf zur Aufnahme von Geräten, so ählich wie bei den größeren Sternwartenmontierungen. Man kann hier auch eine größere Aluplatte zur Aufnahme mehrerer Geräte anbringen.
    Die Montierung selbst ist, wie gesagt, die gleiche mit allen Vor- und auch Nachteilen.

  • Hallo Heike,


    mit "hebel" bezeichnet man eben die Hebelkräfte einer Optik, die auf die Montierung wirken.
    Ist das Teleskop kurz, so drückt das Gewicht mehr auf den Montierungskopf. Man kann damit schwerere Optiken verwenden, denn:
    ist das Teleskop lang, so verteilen sich die Kräfte nach hinten und nach vorne, um es mal amateurhaft auszudrücken (fällt mir nix besseres ein...). Damit wird die Sache windanfälliger und das Hauptgewicht liegt nicht mehr auf dem Montierungskopf. Daher kann bei einer 12kg tragenden Montierung auch schon mal ein Langer Refraktor, der aber nur 8 kg wiegt, zu schwer sein.
    Andersherum kann die Montierung aber u.U. ein 14kg schweren SC tragen, da dieser sehr kurz ist.

  • Hallo Heike,


    Erstmal die physikalische Erklärung aus dem Tafelwerk.


    l1 * m1 = l2 * m2


    Die Hebelkraft einer Masse ergibt sich dadurch, dass die Masse (m) mit ihrer zugehörigen Hebellänge (l) multipliziert wird. In der Gleichung wird der Gleichgewichtszustand einer Wippe beschrieben. Die Masse m1 kann also ruhig kleiner als m2 sein, es muss nur der Hebel l1 entsprechend länger sein als l2.


    Was bedeutet das für ein Teleskop?


    Zwei Teleskope mit exakt der gleichen Masse haben eine unterschiedliche Hebelwirkung auf die Montierung, wenn das eine Teleskop eine größere Länge hat als das Andere (bei gleichmäßiger Massenverteilung). Es muss also der Schwerpunkt weiter außen liegen, damit die Hebelkraft größer wird. Dies führt dann zu einem verlangsamten Ausschwingen, da die Montierung die nun größere Kraft nur durch stärkere elastische Verdrehung in der Achse kompensieren kann - das beruht auf F = -F (Kraft = Gegenkraft).


    Die gesamte Schwerkraft, die auf die Montierung bedingt durch die Masse des Teleskops wirkt, erhöht sich dabei nicht, die bleibt immer konstant - 14 kg bleiben immer 14 kg.


    Das ganze kannst du mal mit den von deinem Mann "geborgten" Gewichten ausprobieren. Halte die 1,25 kg mal mit ausgestrecktem Arm und mal mit halb ausgestrecktem Arm - aber nicht unbedingt über einem Glastisch. Oder nimm gleich 5 oder 10 kg, aber vergiss die Stahlkappenschuhe nicht :)


    Sternklare Grüße
    Alko

  • Hallo Alko,


    ... besser erklärt.
    Aber noch ein anderer Vergleich:


    Halte einfach mal einen Schoppen Wein oder einen "Halben" Bier im Glas mit völlig ausgestrecktem Arm. Damit haben wir schon so manchen Schoppen gewonnen... Die Leute meinten, den könne man doch mit Leichtigkeit 5 Minuten halten. - Nach einer Minute kamen die ersten Schweißperlen, nach 2 Minuten war meist Ende der Vorstellung und nach weiteren 3 Minuten hatte ich ein neues, volles Glas vor mir stehen - auf Rechnung des Verlierers!