• Hallo zusammen, hab jetzt meine Astro5 und bin schwer am üben.
    Was für ein Unterschied....das Ding steht wie ein Fels, macht echt Spass.
    Versuche momentan das Teil auf unserem Südbalkon wenigstens halbwegs brauchbar einzunorden, ist ganz schön mühsam, ohne Polarstern, aber ich taste mich ran :happy:


    Gruss
    Heike

  • Hallo Heike


    mit ähnlicher Anordnung habe ich das auch versucht. Zusätzlich auch mit auf der Okularablage gelegter Dosenlibelle sind die Fehler zu groß wie man sieht. Aber visuell reichts allemal. So verbleibt das Objekt ca. 15 min. im Okular.
    Aber egal einfach machen, es wird immer etwas besser.


    Gruß Stefan

  • Liebe Heike,


    so muss eine Montierung aussehen! Ich freue mich mit dir.


    Für den visuellen Gebrauch genügt es, wenn die Montierung einigermaßen auf den Polarstern ausgerichtet ist. Also erst mal: Stativ in Waage bringen nach der Libelle, die Polhöhe einstelln (es sollte eine Skala dran sein) und das Instrument nach Kompaß nach Norden ausrichten.
    Alternativ kannst du dir die Zeit raussuchen, zu der ein markantes Gestin durch Süden geht, den Stundenwinkel auf Süden stellen und die Montierung drehen, bis das Gestirn im Instrument erschein. Geht auch recht zügig.


    Dann markierst du dir am besten, wie weit die Stativbeine ausgezogen sind, und du brauchst beim nächsten Mal nur noch den letzten Schritt zu machen.

  • Ja Stefan, den Kompass hab ich auch wieder abgemacht, hatte ihn festgeklebt.
    Ich hab das ganze nochmal neu augerichtet und den Kompass hab ich dafür an die Seitenkante gehalten und die Montierung um ca. 10° gedreht. Wollte es eben an der Sonne testen, aber es hat sich leider inzwischen zugezogen.
    Vielleicht geht ja nachher im dunklen noch was...


    Piu58:
    "den Stundenwinkel auf Süden stellen und die Montierung drehen"....hmmm, das verstehe ich noch nicht so ganz, naja, ehrlich gesagt, eigentlich garnicht.

  • Hallo Heike,


    Bei mir war es so das die Stange die die Okularablage hält , den Kompass iritiert. Unten am Boden ist das nach meiner Meinung viel genauer, weil man besser über die Nadel und in Verlängerung des Fadens peilen kann.Aber natürlich nur visuell.


    Gruß Stefan

  • Hallo Heike,


    ............... Unten am Boden ist das nach meiner Meinung viel genauer, weil man besser über die Nadel und in Verlängerung des Fadens peilen kann.Aber natürlich nur visuell.


    Gruß Stefan


    Hallo,
    ich denke, Kompass am Boden geht nicht.
    Weil, die Montierung kann mit der Feineinstellung Azimut ganz woanders hinzeigen.
    Dann ist die Polachse ja nicht mit der Stativbeinachse achsial und wenn ich nun über Stativbein-Faden-Kompass ausrichte ist die Polachse noch lange nicht ausgerichtet, sondern nur das Stativbein.
    Oder wie verstehe ich das?
    Besser ist den Kompass an die Monierung zu halten, zwischen ihr und dem Kompass einen nicht magnetischen Gegenstand klemmen. Etwas kleines parallels sollte in jedem ungeordneten Haushalt rum liegen.


    Heike, dir empfehle ich, sofern ein Polsucher vorhanden, die Montierung einmal außerhalb deines Balkon, also im Feld oder vor der Tür, auf Polhöhe zu bringen, Monti in waage versteht sich. Auf dem Balkon dann wieder in waage bringen, Kompass dran und dann sollte es dicke reichen. Funkt bei mir einwandfrei. Bleibt sie auf dem Balkon stehen (?) dann die Scheinermethode für Fotografie. Aber selbst erstgenannte Ausrichtung reicht dafür locker. Denn die B-Zeiten aus der Stadt sind im Grenzbereich der Nachführung und auch in dem der Fadenkreuznachführung mit kleinen Korrekturen.

  • Ich hab ja so einen Linealkompass, da ist so ne schöne, gerade Kante dran, die halte ich bei der Monti ziemlich weit unten, kurz über den Stativbeinen, dran, da ist eine gerade Kante an der Monti.
    Der magn. Pol weicht ja etwas ab, etwa 11°. Ich frag mich nun, nach links (West) oder nach rechts (Ost)?
    Wenn ich vor der Montierung stehe, und die Stundenachse zeigt zu mir, ich kann, dilletantisch gesagt, in das obere Polsucherloch schauen, und sie steht genau, so genau, wie das halt mit einem Kompass geht, Richtung Norden.
    Nach welcher Seite muss ich sie denn versetzen, um möglichst genau diese 11° auszugleichen?
    Ohweia, hoffentlich versteht jemand, was ich meine........


    Einen Polsucher bekomme ich noch dazu, der, der rein sollte, passte nicht, muss noch ein bischen warten. Dann werd ich das am Nordbalkon mal richtig machen, denn da kann ich glücklicherweise den Polarstern sehen. Gerade so unter der Dachrinne, aber es geht ohne Probleme

  • Hallo Heike,


    Wo hast Du den Wert von 11° fuer die magnetische Deklination gefunden? Ich habe gerade bei der NOAA (http://www.ngdc.noaa.gov/geomagmodels/IGRFWMM.jsp) nachgeschlagen: es sind nur etwa 1°15' Ost, d.h., der magnetische Nordpol liegt oestlich des wahren Nordpols und Du muesstest Deine Montierung um 1°15' gegen den Uhrzeigersinn drehen. Diesen Wert kannst Du fuer visuelle Beobachtungen aber vernachlaessigen.

  • Hallo Heike,


    ich habe dasselbe Problem wie Du. Einen Balkon, der nach Westen schaut und überdacht ist (keine Nordsicht). Zum Einnorden benutze ich einen Digi-Kompass, der recht genau ist, die geografische Breite ich am Montierungskopf eingestellt. Visuell passt das ganz gut. Meist benutze ich für das GOTO die 1-Stern-Methode, auch das reicht, um visuell klarzukommen.


    Kennst Du einen Stern und hast ihn in der Okularmitte, kannst Du auch an den Ringen die Koordinaten einstellen uns so blind zu einem anderen Objekt fahren, vorausgesetzt, Du kennst die Zielkoordinaten.


    Viele Grüße
    Jo

    Meade 8" ACF
    GSO Newton 150/900
    William Megrez 72 f/6 Doublet APO mit 2" DDG Linear Auszug
    VIXEN VMC 110L
    Skywatcher Refraktor 80/400 FH


    Bino: 2xHR3 2xTSSWM6 2xTSSWM15 2xTSED25 mit Baader Maxbright Bino


    1,25" Okulare: Pentax XW5 XW10 XW20
    2,00" Okulare: Meade QX25mm Baader Hyp31mm Hyp36mm WAE50 Erfle


    Montierung HEQ5 GoTo

  • Wikipedia, da hab ichs gelesen mit den 11°. Kam mir auch ein bischen viel vor. Anscheinend hab ich was falsch verstanden - kommt vor


    Balkongucker: DAS muss ich noch rauskriegen, mit den Koordinaten und den Einstellringen, wie man das richtig macht, aber ich hab da Lektüre drüber, die bwerd ich mir mal zu Gemüte führen.

  • > mit den Koordinaten und den Einstellringen, wie man das richtig macht,


    Man stellt am RA-Teilkreis den Stundenwinkel eines Gestirns ein, und am anderen Koordinatenkreis die Deklination. Dann stellt man dieses Gestirn erst im Sucher und damm im Hauptinstrument ein, indem man die Montierung via Azimut auf den Stativ dreht und die Polhöhe ändert. Man muss flott machen, denn der Stundenwinkel ändet sich ja laufend. Aber wenn man das kann, ist das auch in wein, zwei Minuten erledigt.


    Die Abkürzung davon ist es abzuwarten, bis ein Gestirn genau durch den Meridian läuft. Der Stundenwinkel ist dann 0, das geht am einfachsten einzustellen. Du drehst die Montierung, bis das Gestiren zuerst im Sucher und dann im Okular erscheint. Wenn das Stativ grade steht und die Polhöhe einigermaßen ordentlich ist, brauchst du letztere auch nicht ändern. Das geht am allerschnellsten. Jupiter bietet sich zur Zeit an, der kulminiert kurz vor 5, bei klarem Himeml sieht man in dann bereits.


    Wenn du das einmal geschafft hast, kannst du ein fernes irdisches Ziel einstellen udn dessen "Stundenwinkel" und Deklination ablesen. Beim nächsten Aufbau stellst du diese Koordinaten wirder ein und drehst das fernrohr auf das irdishe Ziel. Das kannst du dann auch im hellen machen, sehr bequem.


    Diese "Billigmethoden" sind für visuelles Arbeiten ausreichend.

  • Ohgottogott.....bis ich das geschnallt hab, könnte noch ne Menge Wasser den Rhein runterfließen.....Aber ich hab eine "Hotline", den netten Kerl kann ich anrufen, weil sowas im Gespräch erklärt zu bekommen, ist einfacher (und schneller), aber trotzdem Vielen Dank für die ausfühliche Beschreibung.
    Wenn er nicht 250km weit weg wohnen würde, dann würd ich mir da mal einen Crashkurs "abholen".