Jupiter Fotografieren

  • Hallo liebe Astro Gemeide,


    Newton mit 1200mm Brennweite und 200mm Öffnung.
    Die Montierung ist ein Dobson.
    Okulare sind 1,25 Zoll oder 2 Zoll.



    Ich bin ein ziemlich blutiger Anfänger im Astr bereich. Aber es ist sehr interesant.
    Leider kann man die Planeten nicht immer beobachten.
    Faktoren wie Mond oder Wolken vermiesen einen die Sicht.
    ODer der Planet ist derzeit nicht optimal oder garnicht zu beobachten.


    Anfang Dezember wäre der Jupiter ziemlich nahe an der Erde.
    Ich würde gerne den Jupiter da Fotogrfieren.
    Ich habe mir schon einige Anleitungen zur Astrofotografie durch gelesen werde aber leider net schlau.
    Jetzt hoffe ich auf eure Hilfe.


    Ich habe eine 0,3mpixel Webcam USB.
    Den Mond zu fotografieren klapp einigermaßen... Das 1. Problem die Auflösung. Das 2. ist das ich keine Halterung habe und somit die bilder Verwackeln


    Meine Frage
    1. Ist es überhaupt möglich ohne großen Finanziellen Aufwand solche Bilder zu machen:
    http://www.astro-foren.de/show…7-Jupiter-am-10-September


    2. Kann ich mir beim Mediamarkt eine neue Webcam kaufen mit 2-3-4 MPixel und gibt es dann dafür eine Halterung für mein Teleskop? oder Ist das Müll was ich vor habe?


    Der Nächste schritt wäre dann Mars und Saturn zu fotografieren.


    mfg
    und vielen vielen Dank für eure Hilfe
    mfg
    Andreas

  • Der einfachste Weg, um erst einmal überhaupt zu Planetenaufnahmen zu kommen, ist folgender:
    Den Jupiter im Instrument einstellen, so dass er visuelle zu sehen ist. Also mit einem Okular. An dieses Okular kannst du eine normale Kompaktkamera dranhalten, Entfernung auf unendlich und einfach abdrücken. Du musst dann mit den Belichtungszeiten experimentieren. Es ist gut, wenn die Kamera da Verstellmöglichkeiten hat oder ein manuelle Wahl der Belichtungszeit. Eine Spiegelreflex geht auch, aber deren Objektive sind so groß und eignen sich nicht so gut zum "dranhalten".
    Als nächstes kannst du mit verschiedenen Bildgrößen Versuche anstelle. Das Bild wird größer, wenn du das kamerazoom Richtung Tele stellst oder ein kürzerbrennweitig = höher vergrößerndes Okular einsetzt. Die Gefahr von Verwacklung und Unschärfe steigt.


    Das Verfahren hat auch einen offiziellen Namen: Afokale Methode.


    Es sollte leicht möglich sein, auf diese Weise Bilder zu bekommen, die wenigstens die beiden Hauptstreifen und die deutlich ovale Form des Planeten zeigen. Das Ganze lässt sich verbessern, wenn man die Kamera mit selbstgebauten Hülsen mit dem Okular koppelt und damit die Kamera mit nachführt. Ein Spiegelreflex ist dazu zu groß, aber es gibt kleine Kompaktkameras.

  • Ich bin auch nur Anfänger, versuche aber mal etwas dazu beizutrgen:



    Newton mit 1200mm Brennweite und 200mm Öffnung.
    Die Montierung ist ein Dobson.
    Okulare sind 1,25 Zoll oder 2 Zoll.


    In dem zitierten Link wird ein C8 vewendet ... das müsste ein Celestron mit 200 mm Durchmeser und 2032 mm Brennweite sein, also F10. Dazu eine Barlowlinse, die die Brennweite um den Faktor 2 vergrößert.


    Eine Webcam wird max. 2 Megapixel haben, diese Auflösung wird für FullHD gebraucht (1920 x 1080). Die genannte Kamera DMK21AU04.AS hat auch "nur" 640 x 480 Pixel. Wichtiger für das Rauschverhalten ist die Grüße des Chips und damit die Größe der einzelnen Pixel. Die Chipgröße zusammen mit der Brennweite des Teleskopes ergibt dann die Vergrößerung - aber wie man das berechnet, müssen Dir die Profis erzählen.


    Dein Dilemma ist: Du müsstest eine Kamera mit kleinerem Chip nehmen, um eine höhere Vergrößerung zu erreichen, dann wird aber Rauschen größer.


    Dein Newton hat 200 mm Öffnung wie das C8. Gibt es eigentlich Barlowlinsen mit 4fach Brennweitenverlängerung?



    2. ... und gibt es dann dafür eine Halterung für mein Teleskop?


    Unwahrscheinlich.
    Astrokameras haben i.a. ein T2-Gewinde vor dem Chip. Hat die Webkamera vom Mediamarkt so etwas?
    Wie sind Dein handwerklichen Fähigkeiten?

  • Hallo Andreas.


    Hm, ich denke, die Probleme werden, abgesehen von deinen bereits erwähnten halbwegs zufriedenstellenden Mondbildern,
    in der Nachführung deines Teleskopes liegen. Ich habe noch keine Jupiter/Mars-oder Saturnbilder von einem handgeführten Dobbi gesichtet.


    Das erklärt sich aus den Belichtungszeiten und eben der somit notwendigen Nachführung des Teleskopes auf Grund der Erdrotation.
    (man möge mich belehren, wenn dem anders ist)


    Die von Uwe beschriebene Methode verwende ich auch. Wie oft habe ich...... siehe Adaption
    Am Mond, siehe Album, mir reichts zur Doku. Mit den Planeten hat das nie funktioniert, das mag aber an der magelden Einstellmöglichkeit der Kamera liegen. Belichtungszeit und Fokus sind nicht anwenderspezifisch einstellbar. Ich weiß sie auszutricksen, nicht aber am Planeten.
    Meine Montierung ist ansich eine Fotomontierung, genau genug und doch betreibe ich es auch aus anderen Gründen nicht mehr.


    Wie auch immer, eine dem Objekt nachgeführte Kamera erscheint mir unabdingbar und die erforderliche Genauigkeit lässt m.E. die Handnachführung nicht zu.
    Schon gar nicht, wenn wir die Brennweite mit ihrem maximalen davon in Abhängigkeit stehenden Nachführfehler in Betracht ziehen, wenn dieser auch heutzutage digital anders zu bewerten ist.


    Wenn der Schritt mit der Webcam afokal dennoch angedacht ist - die Adaption an das Okular ist wie im Link bereitgestellt die gleiche.


    Tip: Nimm mal das i-oder Smartphone - erstaunlich so ein afokaler Schnappschuss ;)

  • Hallo Leute,
    am Wochenende war ich wieder draußen. Der Jupiter stand gegen 3 Uhr hoch und mit 650M km ist er immerhin 150m km näher als ich im August angefangen habe. Gesucht habe ich ihn mit dem 25mm Okular, dann bin ich auf ein 9mm gegangen und dann habe ich noch ne Barlowlinse reingeback und bin somit bei 1200mm Brennweite auf 266fache Vergrößerung gekommen. Ging einwandfrei Wolkenbänder sind zu sehen ebenso der rote Flek.
    Nervig bei der Vergößerung war nur das Nachführen.


    1. Frage: Wäre es besser statt dem 9mm Okular mit Barlow ein 4 bzw. 6mm Okular zu benützen?


    2. Frage: Soweit ich weiß ist im Dezember der Jupiter am nähersten. Ist das richtig?
    Dann ist er bestimmt noch besser zu beobachten.



    Saturn und Mars sind ja leider erst wieder Februar März zu sehen. Auf die beiden freu ich mich auch schon.


    Ein weiteres Problem das ich hatte war den Uranus und den Neptun zu finden. Ich habe zwar einen APP wo ich die grobe Richtung finden kann aber mit meinem 25er Okular weiß ich nicht wer jetzt der Uranus ist. zudem ist alles Spiegelverkerht.. :(


    Das Fotorafieren klapp so lala. Ich habe mir eine HD Webkamgeholt. Man Sieht den Jupiter und die Monde n ur als helle Punkte. Details sieht man nicht. Dazu stell ich mich noch zu blöd an^^.


    MFG
    Andreas

  • > Wäre es besser statt dem 9mm Okular mit Barlow ein 4 bzw. 6mm Okular zu benützen?


    Wahrscheinlich nicht. Für ein nicht nachgeführtes Instrument halbwegs brauchbare Okulare enthalten selbst eine Art Barlow-Linse. Wenn man das nicht möchte, also mehr Kontrast will, dann hat man weniger Beobachtungskomfort: Geringen Augenabstand (in das Okular reinkriechen) und relativ geringes Gesichtsfeld (ungünstig für ein manuell nachgeführtes Instrument).


    > Soweit ich weiß ist im Dezember der Jupiter am nähersten. Ist das richtig? Dann ist er bestimmt noch besser zu beobachten.
    AM 3. Dezember ist er der Erde am nächsten. Das macht aber weniger aus als die wirkliche Stellung am Himmel: Ein hoch, Richtung Zenit stehender Jupiter zeigt viel mehr Einzelheiten als in nur 20° Höhe. Das macht mehr aus als die Vergrößerung der Planetenscheibe durch größere Erdnähe

  • Hallo Asat,


    ...Die Okulare liefen an.
    Da gibt es mehrere Möglichkeiten: zu feuchte Luft. Da läßt man die unbenutzten Okulare am besten in der (warmen) Jackentasche oder im zugeklappten Koffer.
    Draussen ist kalt, man atmet "normal" aus, dadurch können die Okulare natürlich auch beschlagen. Also darauf achten, ganz bewußt seitlich am Okular vorbei auszuatmen. Ich halte auch schon mal beim Beobachten die Luft an, wenn die Stellung zum Okular keine andere "Ausatmentechnik" bereithält...


    Generell: die Optik sollte kalt, also der Außentemperatur angepasst sein (egal ob Linse oder Spiegel), die Okulare können aber durchaus aus dem warmen kommen, meist mit beiden Deckeln geschützt aus der Jackentasche. Oder aus dem Koffer, den man tunlichst immer geschlossen hält (im Winter) und nur zum Okularwechsel öffnet. So beugt man dem Beschlagen vor.

    Liebe Grüße
    Winfried


    Wenn filmen so einfach wäre, dann hieße es "RTL"...

  • Hallo Asat,


    Zur Jupiter fotografie hier ein paar Tips.


    Kamera für ca. 50 US$ von Ebay S/W:
    http://www.ebay.de/itm/Point-Grey-Research-USB-2-0-Digital-Camera-/290793219351?pt=LH_DefaultDomain_2&hash=item43b4a06517#ht_1227wt_1375


    Webcam adapter 1.25":
    http://www.teleskop-express.de…ps-Webcam-SPC-900-NC.html


    UV/IR Sperrfilter:
    http://www.teleskop-express.de…-IR---UV-Sperrfilter.html


    Fire Capture Software:
    http://firecapture.wonderplanets


    Registax:
    http://www.astronomie.be/registax/


    Und dann einlesen und probieren.


    Hier ein Ergebnis mit einem Refraktor mit nur 60mm Öffnung und der erwähnten Kamera:
    [ATTACH=CONFIG]4215[/ATTACH]


    Viel Spass!


    LG
    Chris

  • Danke Chris,
    ich werde es die Tage bei passendem Wetter mal ausprobieren.



    Eins noch vor ein paar Tagen habe ich die Venus mal unter die Lupe genummen da sie zur Zeit so gegen 7Uhr recht schön hoch steht.
    Aber ich muss sagen die ist bei weitem nicht so spektakulär wie der Jupiter.