Teleskopguide für Anfänger... Sterne und Planeten anschauen - nur mit welchen Telekop?

  • Guten Tag,
    Dieser Thread richtet sich an alle, die sich ein Teleskop kaufen wollen und nicht wissen was sie kaufen sollen. Ich versuche hier auf einfache Weise zu erklären, welches Teleskop sich für Anfänger eignet.
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    Ich bin absolut kein Profi. Ich befasse mich mit dem Thema erst seit ca. 2 Jahren. Aber mir wurde in dem Forum immer viel geholfen und heute hoffe ich, kann ich dem Forum was zurückgeben. :) Ich habe mit einem billigen Kaufhaus Teleskop angefangen. Dieses bekam ich als Junge von meinen Eltern. Mit 25 hat mich das „Sternen Fieber“ gepackt und ich habe das Teleskop aus dem Dachboden geräumt. Das war aber nicht so gut, deshalb habe ich mir bei eBay für 60€ ein etwas Besseres gekauft. Mittlerweile bin ich bei einem 400€ Gerät.
    Hier erkläre ich Ihnen, welche Erfahrungen ich als Anfänger in der Astronomie gemacht habe.


    Dieser Thread befindet sich noch in der Entwicklung. Ich bitte euch (den Profis) mir zu helfen und mich zu verbessern, wenn ich wo falsch liege. Bitte schimpft mich nicht allzu stark wenn ich etwas falsch erkläre oder beschrieben habe.


    Gliederung:
    1. Fremdwörter/Fachbegriffe
    2. Stative
    3. Teleskope
    4. Okulare

  • 1.Fremdwörter/Fachbegriffe


    Ganz ohne Fremdwörter geht’s leider nicht. Ich versuche die wichtigsten Fremdwörter, die ich hier benutzt habe nochmals zu erklären. Am besten lesen Sie sich den Thread durch und wenn Sie auf ein Wort stoßen, dass Sie nicht verstehen, dann schauen Sie in diesem Lexika nach.


    Öffnung:
    Die Öffnung sagt aus, wie groß die Linse bzw. der Spiegel ist. Desto größer die Öffnung desto mehr Licht kann das Teleskop sammeln und zu Ihrem Auge schicken. D.h. mehr Öffnung = mehr Licht = mehr Sterne = mehr Details
    Desto mehr Öffnung desto besser ist das Teleskop.


    Brennweite:
    Die Brennweite sagt aus, wie lange der Weg vom Spiegel bzw. der Linse zum Okular ist.


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    Okular:
    Die Linse, in die man reinschaut, nennt man Okular. Dieses Okular kann man austauschen. Gängige Größen sind: 9mm, 10mm, 15mm, 20mm, 30mm und 40mm.


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    Vergrößerung:
    Die Vergrößerung, die man mit einem Teleskop erzielen kann, errechnet man mit der Brennweite durch das Okular.
    Ein Beispiel:
    Das Teleskop hat eine Brennweite von 900mm und das Okular, dass ich verwende ist ein 20mm Okular. Dann habe ich eine Vergrößerung von 45.
    Man sagt aber, dass eine SINNVOLLE Vergrößerung von 2 Faktoren abhängt:
    1. Nie mehr, als man an Öffnung besitzt, also bei einem 114mm Newton = rund 120fach
    2. Alles über 200fach ist nur in ein paar Nächten möglich, in denen die Luft sehr ruhig ist.


    Newton:
    Eine Bauart für Teleskope nach dem Physiker Sir Isaac Newton.
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    Nachführung:
    Alle Teleskope müssen nachgeführt werden. Da sich die Erde um sich selber dreht und somit die Planeten und Sterne wie die Sonne im Osten aufgehen und im Westen untergehen. D.h. bei einer Vergrößerung von ca. 50-fach wird sich der Jupiter ca. 10-20sek in Ihrem Teleskop befinden, danach ist er schon aus dem Blickfeld gewandert.



    Tubus:
    Das Rohr in dem sich der Parabolspiegel befindet nennt man Tubus.


    Gesichtsfeld:
    Sagt aus wie breit ein Okular schauen kann.
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    Desto größer das Gesichtsfeld, desto mehr sieht man im Teleskop.

  • 2. Stative:
    Es gibt drei Arten von Stativen:
    Montierungen azimutal
    Das heißt ich kann das Teleskop waagrecht und senkrecht verstellen. Stellt man das Teleskop gerade auf den Boden, so können Sie das Teleskop von rechts nach links und von oben nach unten schwänken. Meiner Meinung nach Unsinn, da sich die Planeten nicht waagrecht und senkrecht, sondern in einem Bogen über unserm Nachthimmel bewegen.




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    Paralaktisch
    Das heißt, dass das Teleskop so verstellt werden kann, wie die Sterne über den Nachthimmel wandern. Im Prinzip, so wie die Sonne über den Himmel wandert. Das Teleskopstativ ist aber teuer. Unbedingt kein billiges kaufen, sonst wackelt alles und 1mm wackeln macht bei den Sternen gleich mehrere 1.000.000 km aus. Hier kann man viel Geld ausgeben. Finger weg von Stativen unter 150€ Sie werden keine Freude damit haben. Nach oben hin gibt’s fast keine Grenze. 3000€ plus sind da schon drinnen.



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    Dobson
    Die einfachste und billigste Montierung ist ein Dobson. Ein Drehteller mit einer Achse… Man kann es waagrecht verdrehen und senkrecht. Stabiles, billiges Stativ ohne viel „Gewackel“. Man kann sein ohnehin knappes Budget für eine Ordentliche Optik (also für den Spiegel) verwenden.


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  • 3. Teleskope



    Ich werde 3 Teleskope vorstellen:


    Low Budget Teleskop:
    Ein Teleskop mit 60-70mm Öffnung (Refraktor/Linsenteleskop)
    bzw. ein 80mm Newton (Reflektor/Spiegelteleskop)


    Brennweite 600-700mm


    Beispiel: http://www.teleskop-express.de…-Einsteiger-Teleskop.html
    Kosten: neu ca. 60-100 € Ebay: ca. 10-25€


    Diese Teleskope sind Spielzeuge für Kinder oder Jugendliche. Ich würde Ihnen so eines nicht empfehlen da Sie sehr schnell die Lust an den Sternen verlieren.
    Mehr wie Sie hier am Jupiter sehen wird wohl mit diesen Geräten nicht drin sein.


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    Zudem ist das Stativ eine Qual. Zu wacklig und die Nachführung der Sterne und Planeten ist sehr ungenau. Meiner Meinung nach ist diese Art von Teleskopen absolut unbrauchbar für Einsteiger.
    Vergrößerungen über 50-fach sind nicht empfehlenswert, da alles zu wacklig ist. Zudem gibt die Optik nicht mehr her.


    Ein wackelndes Stativ ist der Tod. Bedenken Sie, wenn Sie das Teleskop nur einen Millimeter verrücken was das in 6.000.000 km ausmacht.




    Mittelklasse:
    Sie wollen nur mal einen kurzen Blick ins Sonnensystem werfen? Vielleicht mal kurz auf die Nachbargalaxie? Erstmals austesten, ob Ihnen das Hobby überhaupt zuspricht, aber nicht viel Geld ausgeben?
    Dann sind, wie bei dem Newton 114/900mm, das Klassische Einsteiger Model.
    Mit 114mm Öffnung fängt es deutlich mehr Licht und Details ein als die mit 80mm. Hierbei sollte mindestens es ein Stativ sein, dass min EQ2 (5kg Tragkraft) besser EQ3 entspricht:
    http://www.teleskop-express.de…-mit-Stativ---AKTION.html
    http://www.teleskop-express.de…mit-Stativ---bis-5kg.html


    Ein besonders gutes Model in dieser Klasse ist das hier:
    http://www.teleskop-express.de…-Montierung---Stativ.html


    Für 160€
    Bei Ebay bekommen Sie solche Teleskope schon um die 50-60 Euro.


    Was kann das Gerät alles?
    Meiner Meinung nach „Das Einstiegsmodell“. Die Öffnungsweite mit 114mm reicht vorerst mal aus. Maximale, sinnvolle Vergrößerung ist ca. 100-150-fach. Dabei werden am Jupiter schon einige Sachen sichtbar.

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    Jupiter mit Mond der sich gerade vor ihm bewegt.


    Was kommt nach dem 114ner Newton?


    Natürlich gibt es auch Newton mit 130mm Öffnung und mit 150mm. Meiner Meinung aber sind sie für den Einstieg, wenn man noch nicht weiß, ob einem das Hobby gefällt zu teuer und wenn man merkt das Hobby gefällt mir dann sind sie zu klein ;)



    Gehobene Mittelklasse:


    Nach dem 114er kommt der Dobson mit 200mm Öffnung oder der mit 250mm und einer Brennweite von 1200mm.
    http://www.teleskop-express.de…ol-Dobson-200-1200mm.html


    Da bei diesen Tubusgrößen die Montierung jetzt richtig ins Geld geht:
    http://www.teleskop-express.de…t-Stahlstativ---10kg.html
    280€


    rate ich Ihnen zu einem Dobson.



    Mit einem Dobson können Sie Ihr ganzen Geld in die Leistung der Optik hängen und nicht das Geld für die Montierung rausdonnern. Zugegeben eine Paralaktische Montierung sieht besser aus, aber ich will ja das Teleskop benutzen um was zu sehen nicht, um gesehen zu werden.
    Die Nachführung ist mit einem Doson kinderleicht. Man braucht nur 3-4 Nächte und schon hat man den Dreh raus.


    Was kann der Dobson 200/1200 alles?


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    Beim Jupiter werden die Details sehr schön sichtbar.
    Zudem sind sind Deepsky Objekte noch herrlicher zu betrachten. Vergrößerungen bis hin zu 200-fach sind ohne Probleme möglich und leisten kann der Tubos bis 250 wenn die Luft passt.



    Fazit:
    Lassen Sie die Finger von den Teleskopen unter 114mm Öffnung.
    Ebenso sollte das Teleskop min 700mm Brennweite besitzen, da es sonst zu Formfehlern kommen kann.
    Wenn Sie einen Blick ins Sonnensystem wagen wollen, dann nehmen Sie den 114 Newton. Dieser kostet nicht viel Geld und wenn Sie merken dieses Hobby gefällt mir, dann können Sie upgraden auf einen 200er Dobson.

  • 4. Die Okulare:



    Ein Teleskop ohne Okulare ist wertlos… Ich empfehle Ihnen 3 Okulare, 1 Barlowlinse, einen Sonnenfilter und ein Zoom Okular.
    Gehen wir Schritt für Schritt an die Sache ran:
    Um Spaziergänge über den Nachthimmel zu machen benötig man ein Okular, dass ein großes Gesichtsfeld hat. 60 Grad sind da schon angebracht. Zudem sollte die Vergrößerung möglichst klein sein. Wir haben bereits gelernt, dass sich die Vergrößerung von der Brennweite geteilt durch die Größe des Okulares ergibt d.h. desto größer das Okular, desto kleiner ist die Vergrößerung.
    Somit benötigen wir als erstes ein Okular mit 32mm oder 40mm.


    Sie haben etwas Interessantes am Nachthimmel gefunden? Dann wechseln Sie nun das Okular auf ein kleineres Okular z.B. eines mit 20mm.
    Gehen wir mal von einer Brennweite mit 1000mm aus. Somit hätten wir durch den Wechsel von 32mm auf 20mm von 31-fach auf 50-fach erhöht. Bereits jetzt werden beim Jupiter die ersten Details klar.


    Zoomen Sie jetzt noch näher ran mit einem 9 oder 12mm Okular, somit haben wir eine Vergrößerung von 83-fach bzw. 111-fach. Jetzt ist meiner Meinung nach der 114er Spiegel am Ende.
    Währenddessen der 200er Spiegel ein Okular mit 5 oder 6mm verträgt und somit die Vergrößerung auf 200 erhöht wird. Jetzt kommen wir an die Grenze die auf der Erde, wegen der Luft und der Atmosphäre, herrscht.
    Hier 3 Linsen zur Auswahl
    Kleine Vergrößerung:
    http://www.teleskop-express.de…----70--Gesichtsfeld.html


    Mittlere Vergrößerung
    http
    ://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p3439_TS-Optics-20mm-HR-Planetary-UWA---60----1-25--Okular---voll-multiverguetet.html


    Große Vergrößerung
    http://www.teleskop-express.de…-voll-multiverguetet.html


    Vergrößerung mit dem 200er Spiegel
    http://www.teleskop-express.de…-voll-multiverguetet.html


    Sonnenfilter für 114mm Newton:


    http://www.teleskop-express.de…olar-Folie-103-144mm.html



    Was macht eigentlich die Barlow Linse?
    Die Barlowlinse ist eine nach ihrem Erfinder Peter Barlow benannte Linse, die die Brennweite und somit die Vergrößerung eines Teleskops oder Mikroskops erhöht. Sie wird vor dem Okular in den Okularauszug gesteckt. Bei der Barlowlinse handelt es sich um eine Zerstreuungslinse. Übliche Barlowlinsen verdoppeln oder verdreifachen die effektive Brennweite eines Objektivs.
    Eine Barlowlinse sollte im Sortiment nicht fehlen, da man mit ihr die Brennweite verdoppeln und somit die Vergrößerung mit dem Okular auch verdoppeln kann.


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  • Ich hoffe Ich konnte Ihnen hier eine kleine Hilfe sein.
    Mir hat das Schreiben großen Spaß gemacht und ich hoffe, dass Sie sich jetzt leichter tun Ihr Traumteleskop zu finden.


    Mfg
    Andreas

  • Hallo Andreas,


    du hast dir sehr viel Mühe gegeben mit deinen Ausführungen. Viele Dinge sind richtig benannt und sinnvoll.
    Das Thema "Fremdwörter und Fachbegriffe" kann man (bis auf ein paar Feinheiten) durchaus so stehen lassen...
    Mit den anderen Ergänzungen bin ich nicht ganz so zufrieden.
    Du musst schon zwischen Stativ und Montierung richtig unterscheiden! Auf das Stativ kommt die Montierung!!
    Dass eine Azimutale Montierung unsinnig ist kann ich nicht nachvollziehen. Es kommt auf das Einsatzgebiet an. Wenn ich nur visuell unterwegs bin und das mit leichtem Gerät, dann ist das immer noch das Non-plus-ultra. Eine solche Montierung hat dann sicherlich seine Berechtigung und ist empfehlenswert.
    Schneller und leichter kann man, mit ein bisschen Übung kaum am Himmel unterwegs sein. Ein Dobson ist ja nichts anderes!!!


    Mit deinen Ausführungen hinsichtlich der Teleskope bin ich nicht einverstanden. Es geht hier nur um die Optik. Nicht um die Montierung.
    Die verlinkten Teleskope passen hier nicht unbedingt hinein. Was Mittelklasse ist, das hängt doch nur vom Preis ab, den man bezahlen möchte. Vielleicht ist Mittelklasse für mich ein Teleskop für 10000 Euro... ;)


    Den Dobson empfielst du, obwohl er ja auch azimutal-in der Rockerbox bewegt wird. Das beißt sich mit deinen Ausführungen zu den Montierungen/Stativen.


    "Fazit:
    Lassen Sie die Finger von den Teleskopen unter 114mm Öffnung.
    Ebenso sollte das Teleskop min 700mm Brennweite besitzen, da es sonst zu Formfehlern kommen kann."


    Frag dazu mal die Apo Besitzer. Ein APM 107 oder ein Tak 102 ist sicherlich nicht zu verachten ;). Was meinst du mit Formfehlern??


    Zum Thema "Okulare" wäre ich ganz vorsichtig. Das kommt immer auf das Teleskop und den persönlichen Geschmack an. Dass High-End Okulare meistens funktionieren, das ist die Regel. Ich persönlich brauche aber die schweren Viellinser mit großem Gesichtsfeld nur im deep-Sky-Bereich.
    Es gibt auch Okulare, die nicht an allen Geräten funktionieren. Ich habe auch so eine Kombination. 36mm Baader Hyperion am 10" ACF -> für mich eine top Kombi.
    Wenn ich das 36mm Baader Hyperion allerdings in den 115/805 TMB stecke habe ich einen Waschmaschinenanblick, der nicht zu ertragen ist.


    Da sollt jeder ausprobieren. Die Brennweitern ergeben sich vom Teleskop. Hier sind deine Erklärungen wie hoch man vergrößern sollte o.k.
    Eine Barlow ist in meinen Augen nicht nötig. Ich selbst besitze zwar eine aus meinen Anfängerset - benutzt habe ich sie so gut wie nie.


    Es ist schön, dass du dich hier so einbringst. Es sind aber schon mehrere Punkte, die nicht so geschickt formuliert und ausgeführt sind. Nimm´s nicht persönlich, aber es ist und bleibt schwer allgemeinverbindliche Aussagen zu treffen.

  • Hallo Uwe,
    danke für deine Antwort.
    Nein, nein ich nehme das doch nicht persönlich. Ich bin ja um eure Hilfe froh. Zusammen bekommen wir bestimmt einen super Info-Thread zusammen.


    Mit dem Stativ und der Montierung gebe ich dir Recht, das muss ich unbedingt ändern.


    Wegen der Montierung damit meinte ich beim ersten Teleskopkauf würde ich mir entweder Paralaktisch oder einen Dobson kaufen.


    Wegen der Mittelklasse:
    Damit meinte ich im unterm Anfängerspektrum ist das Mittelklasse. Du hast natürlich Recht mit den 1000€ aber wenn ich mir mein erstes Teleskop kaufe und ich das Geld in was stecke wo ich noch nichtmal weiß ob mir das Gefällt, häng ich nicht 1000€ rein. ;) Wie gesagt der Thread soll für Leute werden die sich das erste Teleskop kaufen wollen und keine Erfahrung haben.


    Bei Linsenteleskopen unter einer gewissen Brennweite kann es doch zu Farbfehlern kommen (nich Formfehlern, sry ist ein Rechtschreibfehler) oder nicht?
    Auf alle fälle muss ich diese Passage noch ändern.


    Empfiehlt es sich ein Teleskop zu kaufen mit 114mm Öffnung und einer Brennweite von 500mm?


    Und noch eine Frage was kommt nach dem 200/1200Dobson?
    Bringt ein 300mm oder ein 350mm Dobson noch einen großen Leistungsanstieg oder sind wir auf der Erde egen Atmosphäre am ende?


    mfg

  • Hallo Andreas,


    ein Richfielder mit großem Gesichtsfeld hat z. B. 120/600 und ist hervorragend geeignet, um die Milchstraße abzufahren, offene Haufen zu betrachten und Kometen zu jagen!!
    Der Farbfehler muss nicht störend sein! Natürlich ist irgendwo eine sinnvolle Grenze unterschritten, aber es gibt auch Spezialteleskope für bestimmte Aufgaben.


    Zurm Dobson: Mein Bekannter hat einen 24" (600mm/2500mm) Dobson. Das ist ein tolles Teleskop. Natürlich braucht man auch den Platz, um es aufzustellen bzw. zu lagern. Und so eben mal aufbauen, das überlegt man sich natürlich.
    Hier ist ein kleineres Gerät sicher häufiger im Einsatz. Wenn man ein Großteleskop ausreizen möchte, benötigt man gute Bedingungen. Aber auch so zeigt er, durch die riesige Lichtsammelfläche tolle Details.


    Wenn alles passt (Luftruhe, Transparenz), dann ist der 24" kaum zu toppen. Ich habe schon Jupiter bei 1000x gesehen und war von der Fülle der Feinheiten / Farben überwältigt. Im Deep-sky Bereich kann man dann auch richtig Gas geben und sieht Galaxien mit Strukuren.

  • Hallo Andreas,


    Du hast Dir, wie Uwe schon schrieb, viel Mühe gemacht, Dein Wissen zum derzeitigen Stand wiederzugeben.


    Trotzdem halte ich Deine Aussagen als eine persönliche Meinung eines, der nun schon seit zwei Jahren mit dabei ist. So formuliert wäre das in Ordnung gewesen.
    Leider wirfst Du viele Dinge durcheinander und das kann, wenn ein "Frischling" dies liest und als bare Münze nimmt, völlig daneben gehen. Hier in diesem Forum sind wir etwas technikbelastet und auch technisch wissend. Man sollte solche Berichte, die für einen Anfänger bindend sein sollten, von jemendem schreiben lassen, der auch die nötige (langjährige) Erfahrung hat. Und nicht nur mit seinen eigenen Teleskopen, sondern gerade auch mit kleinen Einsteigerteleskopen. Von daher bist Du etwas zu weit über das Ziel hinausgeschossen.
    BITTE NICHT PERSÖNLICH NEHMEN !


    Schau mal,
    Uwe Pilz betreibt dieses Hobby seit 40 Jahren, ich selbst seit über 30 Jahren. Erst vor 2 Jahren waren wir bereit, ein Buch für Einsteiger zu veröffentlichen. Dort ist genau das beschrieben, was Du erreichen möchtest ("Anschauliche Astronomie - vom Verstehen zum Beobachten").


    Im Moment sitze ich (seit 4 Wochen) an einem Storyboard über die Amateurastronomie. Das ganze wird ein Film werden, das auf das Buch ausgerichtet ist und eine Ergänzung darstellen wird. Bis so ein Film fertig ist, dauert es wohl noch gut ein Jahr. Das ganze soll nämlich professionell werden (gedreht mit einer Broadcast-Kamera) und ist für das Fernsehen gedacht. So etwas schüttelt man nicht einfach nach zwei Jahren Dabeisein aus dem Ärmel!


    Dein Engagement ist lobenswert, die technische Seite leider noch etwas mangelhaft und ziemlich von dem geprägt, was in A.de so alles an Vorschlägen verbraten wird. Die reale Seite schaut ganz anders aus. Ein "Profi" sieht u.U. in einem 100mm Refraktor erheblich mehr als ein Einsteiger im 12" Dobson. Das ist ganz Einfach Erfahrung, die darin mitspielt.


    Also, nix für ungut...

  • Hallo.


    Generell und auch nicht böse gemeint:

    Quote

    Dein Engagement ist lobenswert, die technische Seite leider noch etwas mangelhaft und ziemlich von dem geprägt, was in A.de so alles an Vorschlägen verbraten wird


    Wenn a.de lt. Statistik 22166 und dieses Forum hier 1051 Mitglieder hat, muss ich nicht weiter eine Wahrscheinlichkeit über die Losgröße für Asat-Beiträge erklären.


    Asat :
    Hättest deinen Beitrag in einen, deinen Blog stellen sollen.
    Außerdem stehen solche Ratgeber bereits in der Anfängerrubrik, in der du auch die Antworten auf deine Fragen bekommst.
    Deine Mühe zeugt von der Begeisterung und die muss man anerkennen, weiter so.
    Doch versuche nicht zu erklären was du selbst noch nicht verstanden hast.
    Die Zusammenhänge dieses (wie auch in anderen) Hobbys sind derart komplex, dass man sie eben nicht nach einen Zeitraum von solch kurzer Zeit beschreiben kann.


    Einen Beitrag zu verfassen, der eben Punkt für Punkt diese Aufklärung leisten würde, wäre eine Endlosschleife.

    Quote

    Ich empfehle Ihnen 3 Okulare, 1 Barlowlinse, einen Sonnenfilter und ein Zoom Okular


    Wenn ich allein diesen Punkt kommentieren sollte, die Sonne wäre weit unter dem Horizont :)


    Wie gesagt, HUT AB für dein Ansinnen, viel Spaß weiterhin.

  • Hallo,


    genau das ist was für den Blog! Dort kannst Du dann auch deine Beiträge, bei erweitertem Wissenstand, ergänzen und mit eigenen Beobachtungserfahrungen, Zeichnungen oder Bildern unterlegen. So kannst Du dann selbst die nötigen Korrekturen vornehmen!



    Gruß Günter

  • Hallo Asat,


    ich finde es sehr gut, daß Du versuchst, absoluten Anfängern Hilfestellung zu geben und wie meine Vorredner finde ich, daß Du das im Blog machen solltest. Allerdings bin ich, ebenso wie meine Vorredner, mit dem von dir Gesagten nicht in allen Punkten einverstanden. Für mich und die meisten hier ist das egal, wir haben unsere eigenen Erfahrungen und können das selbst beurteilen - aber ein "blutiger" Anfänger mag geneigt sein, deine Aussagen für bahre Münze zu nehmen - das finde ich etwas problematisch.


    Zum Beispiel deine Ausführungen zu azimutalen Montierungen: Es wurde ja bereits gesagt, daß ein Dobson, den Du durchaus empfiehlst, ebenfalls azimutal montiert ist. Außerdem, das betrifft uns Amateurastronomen nicht, jedenfalls nicht im unteren Preissegment, sind alle wirklich großen, modernen Teleskope azimutal montiert (z.Bsp. die VLTs und auch das im Bau befindliche EELT) - aber es gibt auch Amateure, die richtig gute azimutale Montierungen haben mit allem PIPAPO.


    Zu Montierungen allgemein: leider müssen die meisten erst durch Schaden (Frust) klug werden: das A und O einer Ausrüstung ist die Montierung, dann kommt die Optik - was natürlich nicht heissen soll, daß die Optik unwesentlich ist, natürlich ganz im Gegenteil, aber sie braucht ein stabiles Ambiente (= Montierung), um ihre Stärken ausspielen zu können.


    Genug der Kritelei. Nochmal: gut gemeint und begrüßenswert aber vielleicht eher ein Blog-Thema, keine Anfängereinleitung.


    Wie alle anderen sage ich auch: nix für ungut, mach' weiter so - aber im geeigneten Rahmen mit vielleicht etwas reduziertem Anspruch.


    Lieben Gruß,
    Michael