Galaxien finden

  • Hallo zusammen,


    ich hatte jetzt wettertechnisch etwas Glück und konnte mich daran machen, Galaxien und Nebel zu suchen.
    Die Andromedagalaxie konnte ich bereits finden. Meine Frage ist, wie es bei lichtschwächeren Galaxien und Nebel aussieht,
    die eine Helligkeit von 9 oder 10 mag haben. Nimmt man diese Objekte als Anfänger wahr, wenn man diese im Fokus hat,
    oder kann es passieren, dass man sie schlichtweg übersieht.
    Ich habe z.B. gestern die Dreiecksgalaxie gesucht. Ich meine einen leichten Nebel gesehen zu haben,
    bin mir aber nicht sicher, ob ich es mir vielleicht einfach nur eingebildet habe. Die Position müsste eigentlich gestimmt haben
    aber das meint man ja wahrscheinlich öfter, dass man das meint.
    Des Weiteren habe ich z.B. den Fledermausnebel gesucht. Obwohl ich da die Gegend recht stark durchforstet habe, konnte ich nix entdecken.
    Hätte ich diesen Nebel direkt wahrgenommen, wenn er im Fokus aufgetaucht wäre oder muss man da länger konzentriert hingucken?


    Gruß Johannes
    PS: Ich werde mir zeitnah auch noch ein besseres Übersichtsokular kaufen. Das 25er Plössl mit 52° Gesichtsfeld ist mir zu klein.

  • Hallo Johannes,


    natürlich kann das vorkommen, dass man von einem Nebel nichts wahrnimmt oder diesen übersieht. Entscheidend ist die Transparenz des Himmels. Wenn der Himmel aufgehellt ist, dann tut man sich als Anfänger schwer und es bedarf eben der Übung, kleine Galaxien oder PN´s zu finden. Wie waren denn die Bedingungen. Gestern war es hier bei uns für Deep-Sky nicht ideal. Toll war dagegen der Jupiter. Die Fledermaus ist ja nicht gerade sehr groß, aber natürlich für einen Geübten kein Problem.


    Wichtig ist, dass man Ruhe und Geduld am Okular bewahrt. Aber selbst mit dem 25er Plössel müssten alle M´s und helle NGC´s gut zu finden sein. Ich habe damit auch angefangen. M 33 ist ein sehr "empfindliches Objekt" was die Himmelshelligkeit anbelangt. Versuch doch erst mal die Begleiter von Andromeda ausfindig zu machen. Dann hast du zwei Kandidaten die schon in die kleinere Richtung gehen. NGC 2903 im Löwen ist auch sehr dankbar und hell.


    Wenn du aber mal weißt, wie eine Galaxie im Okular daher kommt, wirst du schnell mehr Erfolg haben.

  • Hallo Jo,
    kannst Du (ein bisschen) Englisch? Dieser Bericht hat mich wirklich beeindruckt; ist schon (fast) 20 Jahre alt: http://home.ix.netcom.com/~bwi…barbarasweb/MEyepiece.htm
    Die M 33 (und da hast Du Dir gleich was ultraschweres rausgesucht; schau mal unter dem Stichwort Oberflächenhelligkeit bei google) ist auch so eine, wie der Pferdekopfnebel (und auch die Feuerrad-Galaxie M 101): es muss einfach alles stimmen. DUNKLER Himmel, Austrittspupille, Okular, Geduld oder nicht, usw.
    Aber wenn DU es weisst, wie es geht und (bei solchen Objekten wie M 33) Zeit, Wetter und Himmel im richtigen Moment zusammenkommen, kannst Du es machen, wie Barbara Wilson: Du schreitest langsamen Schriites zu Deinem Okularkoffer, holst DAS Okular raus und ... Magie !
    Rudi

  • Hallo Johannes,


    Nimmt man diese Objekte als Anfänger wahr, wenn man diese im Fokus hat,
    oder kann es passieren, dass man sie schlichtweg übersieht.


    Beides ist der Fall und dazu muss man noch nicht mal Anfänger sein. Selbst ich, und ich mache die Sache ja nun auch schon seit einigen Jahren,
    habe gelegentlich Probleme, Objekte ad hoc zu finden, selbst wenn ich sie schon mal gefunden habe und eigentlich weiß, wie sie im Okular aussehen.


    Ein Grund kann der Himmelshintergrund, die Transparenz oder auch das Seeing sein. Manchmal muss ich mich zum Startup auch erst selbst 'herunter fahren', also
    ruhig werden um dann mit der nötigen Geduld weiter zu machen. Wenn ich denn ganz arg unsicher bin oder ich das Objekt noch nicht im Okularblick kenne, nehme ich mir mal eine Karte genauer unter die Lupe und schaue, ob es ein markantes Sternmuster in der Nähe gibt um sagen zu können, ob ich überhaupt an der richtigen Stelle am Himmel suche.


    Bei Nebeln kann der Einsatz von Nebelfiltern helfen, da diese den Kontrast vom Objekt zum Himmelshintergrund erhöhen. Wenn man dazu aber noch ein paar Sterne zum Orientieren braucht, lieber einen UHC-Filter nehmen, der OIII schneidet zu viel Sternenlicht ab.


    Bei Galaxien helfen diese Filter aber nicht, da heisst es nur, genau gucken.


    Üben könntest Du z.B. an M81/M82, die M 51 Whirlpoolgalaxie, auch das Leo-Triplet ist recht nett.

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    CN&CS
    Toni


    Astronomen können Glühbirnen auch im Dunkeln wechseln

  • Ach so vergass: M 33 ist so riesengross, dass ein Fernglas besser ist (weil das Licht über eine so grosse Fläche verteilt ist). Die Oberflächenhelligkeit REDUZIERT sich logarithmisch (Du musst immer die voerherige Hochzahl mit 2,512 multiplizuieren. so ähnlich wie 2 hoch 2 =4, 2 hoch 4 = 16, zwei hoch 16 = ???, usw (bin kein Matheamatiker, da ist bestimmt was falsch, aber das ist die Grössenordnung). Dasselbe gilt für Grössenklassen von Sternen. Also wenn die 6te Klasse (gerade noch sichtbar mit blossem Auge) 2,512 ist, dann ist 5te 2,512 mal heller und die 4te ist dann 2,512 x 2,512 mal heller als die 6te, usw. ... Also nicht gleich ein neues Okular kaufen; zuerst mal die Dimensionen / Ausdehnung der Objekte in Betracht ziehen. Weil, wenn irgendwo steht 10te Grössenklasse, dann hängt unheimlich viel davon ab, ob das Objekt ein Punkt ist (alles Licht konzentriert) oder eine auf dem Boden ausgebreitete Decke auf die Du Dich zum Sonnenbaden drauflegst. Wenn dasselbe Licht, wie beim (Stern-) punkt auf der gesamten Decke ausgebreitet ist, wie hell ist dann wohl die Decke ?
    Gruss
    Rudi

  • Die Grössenklassen sind fotografisch bestimmt: dem Fotoapparat ist es egal, ob das Licht punktförmig oder "decken"förmig ist: sie sagen beide Objekte haben 10 Mag. Aber nicht so beim visuellen Beobachter. Bei dem sind die 10 mag Sterne keinesfalls = 10 mag Galaxien.

  • Hallo zusammen,


    ich werde mir die vorgeschlagenen Galaxien demnächst nacheinander vornehmen.
    Das Wetter war gestern verhältnismäßig gut wenn auch nicht perfekt. Man konnte schon viele Sterne sehen, jedoch war es meiner Meinung nach ein Bisschen trüb.
    Heute war phasenweise auch gutes Seeing, wobei die Sterne gestern etwas deutlicher zu sehen waren. Ich habe die Andromedagalaxie heute betrachtet. Diese habe
    ich nach nichtmal zehn Sekunden gefunden ;) Danach habe ich im Sternbild Perseus die NGC 1023 gesucht. Eine genaue Größenvorstellung hatte ich nicht. Nach einigen Minuten des Suchens habe ich drei Sterne in einem Dreieck entdeckt. Darunter war ein weiterer Stern mit einem Saum. Ich bin mir nicht sicher, ob es durch nicht ganz optimales Seeing so aussah oder ob das kein Stern sondern die Galaxie war. Sie ist von der Ausdehnung ja nur einen Bruchteil so groß wie die Andromeda, wie ich gerade gelesen habe. Der Saum / Nebel war vielleicht 2,3,4 mm in meinem 15er Okular groß (gesucht habe ich mit einem 25er).
    Wäre ja cool, wenn ich die Galaxie gefunden haben sollte. Ich werde auf jeden Fall in Ruhe da ran gehen und mich nicht ärgern, wenn es mal nicht so klappt. Wahrscheinlich wäre es auch langweilig, wenn man alles sofort hinbekommen würde.


    Gruß Johannes

  • Hallo Johannes,


    Ich habe die Andromedagalaxie heute betrachtet. Diese habe
    ich nach nichtmal zehn Sekunden gefunden ;) Danach habe ich im Sternbild Perseus die NGC 1023 gesucht.


    Wow, da gehste aber von einem Extrem ins andere. zunächst die M31 mit 3m5 und fast 3° Ausdehnung, während die NGC1023 9m5 bei nicht mal 9 Bodenminuten hat.
    Gut, was die Galaxie aber 'rettet' ist ihr relativ heller Kern, damit sollte sie schon auffallen, wird aber im Übersichtsokular wahrscheinlich nicht mehr als ein 'Sternchen' mit Lichthof sein (habe sie selbst noch nicht gesucht).


    Mit welchem Teleskop beobachtest Du?
    Nach welchen Kriterien suchst Du die Objekte aus?


    Vllt ein Tip: Es gibt eine Planungssoftware, Eye&Telescope von Thomas Pfleger, Oculum Verlag. Diese Software ist in der Lage, Dir Objekte nach Sichtbarkeit, aufgrund Deiner Ausrüstung und unter Einbeziehung Deines 'Skills' heraus zu suchen, schlägt das geeignete Okular vor und zeigt in einer Simulation, was Dich in etwa im Okular erwarten wird.
    Dazu ist es auch ein Logbuch, Du kannst also den Objekten Deine persönlichen Notizen anhängen und so auch mit der Zeit sehen, was Du alles schon am Himmel probiert hast.

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    CN&CS
    Toni


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  • Die Grössenklassen sind fotografisch bestimmt: dem Fotoapparat ist es egal, ob das Licht punktförmig oder "decken"förmig ist: sie sagen beide Objekte haben 10 Mag. Aber nicht so beim visuellen Beobachter. Bei dem sind die 10 mag Sterne keinesfalls = 10 mag Galaxien.


    Völlig OT:


    Ach Rudi...DU bist das!
    Wir hatten uns mal auf dem Champ du feu getroffen (2006) und waren dort quasi Teleskopnachbarn. Damals hattest Du den Portaball ganz neu und wir mussten mit ein bisserl Bastelei die Kinderkrankheiten abstellen ;)

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    CN&CS
    Toni


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  • Hallo Toni,


    ich hab auf meiner Sternenkarte einfach geguckt, welche Galaxien noch in der Nähe der Andromeda sind. So kam die Auswahl zustande. Die Größe wusste ich vorher nicht.
    Ich würde zu gerne wissen, ob ich die Galaxie tatsächlich gefunden habe. Auf jeden Fall wirkte dieser "Stern", der vielleicht keiner war, aufgrund des Saums anders als die umliegenden Sterne.
    Was meine Ausrüstung angeht, ich habe ein 254er Newton mit einer Brennweite von 1200mm. An Okularen habe ich mittlerweile die Brennweiten 25, 15 und 5. Ein 10er kommt jetzt auch noch. Demnächst werde ich mir auch noch ein besseres Übersichtsokular zulegen.
    Das mit der Software klingt gut. Das gucke ich mir mal an. Die Objekte suche ich momentan anhand der für mich leicht sichtbaren Sternbilder aus. Ich gucke dann einfach auf meiner Sternkarte, welche Galaxien oder Nebel jeweils in der Nähe liegen und versuche diese dann aufzuspüren. Ich wähle primär auch Objekte aus, die in der Nähe von hellen Sternen oder zwischen leicht erkennbaren Konstellationen liegen.


    Gruß Johannes

  • Hallo Johannes,



    ich hab auf meiner Sternenkarte einfach geguckt, welche Galaxien noch in der Nähe der Andromeda sind.


    Ahja, die 'Abgrastaktik, das mache ich auch gerne, wenn ich alleine beobachte.


    Quote

    Was meine Ausrüstung angeht, ich habe ein 254er Newton mit einer Brennweite von 1200mm.


    Jepp, den habe ich auch. Damit warst Du auf jeden Fall in Reichweite der Galaxie.


    Quote


    An Okularen habe ich mittlerweile die Brennweiten 25, 15 und 5. Ein 10er kommt jetzt auch noch.


    Mhh, effizienter wären hier 32, 24, 13 und 8mm, Dazu dann ein gutes 5er für die Ausnahmenächte oder wahlweise ein gutes 5-8mm Zoom.
    Das 13er ist dann eines der Most-Wanted Okulare, das recht vielseitig eingesetzt wird. Es ist so das Mittelding zwischen Vergrößerung und Kontrast.

    Quote


    Die Objekte suche ich momentan anhand der für mich leicht sichtbaren Sternbilder aus. Ich gucke dann einfach auf meiner Sternkarte, welche Galaxien oder Nebel jeweils in der Nähe liegen und versuche diese dann aufzuspüren. Ich wähle primär auch Objekte aus, die in der Nähe von hellen Sternen oder zwischen leicht erkennbaren Konstellationen liegen.


    Das sind schon mal recht gute Strategien. Nun würde ich einfach noch eine Staffelung von Hell nach Dunkel vornehmen, vor allem zum Einstieg in die Nacht, muss aber nicht unbedingt sein. Nur, man erhöht für sich selbst natürlich die Motivation, wenn man erst mal ein paar Sachen hat die man auch gleich findet. Das können Objekte in der betreffenden Karte sein, oder auch die Standardkerzen quer über den Himmel.


    Wenn Du hierzu noch ein paar Inspirationen haben willst, schau mal hier:


    http://www.deepsky-brothers.de/


    unter 'Einsteiger', ganz unten die vier Touren

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    CN&CS
    Toni


    Astronomen können Glühbirnen auch im Dunkeln wechseln

  • Moin Jaohannes!


    > Ich würde zu gerne wissen, ob ich die Galaxie tatsächlich gefunden habe.


    Darf ich Dir als völligem Newbie, was die Galaxienbeobachtung angeht - vor allem, was einem beim Anblick erwartet - einen Tip geben?!
    Bevor Du hochwissenschaftlich mit Kanonen auf Spatzen schießt, soll heißen, Dir eine Beobachtungsplanungs-Software anschaffst, die einerseits Einarbeitung und andererseits Ahnung von der Materie verlangt (die bei Dir vermutlich noch gar nicht vorhanden ist), solltest Du Dir ein Buch besorgen, und zwar den "Karkoschka: Atlas für Himmelsbeobachter" (Kosmos-Verlag). Hier sind die DSO alle mit einem Symbol-Code versehen, welcher den Schwierigkeitsgrad der Beobachtung des einzelnden Objekts darstellt.
    Ich halte das Buch auf alle Fälle für sinnvoller als planlos irgendwo in der Nähe markanter Sterne irgendwelche unscheinbaren oder wegen geringer Flächenhelligkeiten unsichtbaren DSO aufsuchen zu wollen. Wie geschrieben: Du weißt ja gar nicht, was Dich erwartet. Also fängt man zweckmäßigerweise mit den Einsteiger-Objekten an, deshalb mein Tip mit dem Karkoschka. DSO-Beobachtung fällt einem nicht in den Schoß oder "lernt" es in ein, zwei Nächten. Das ist ein längerer Beobachtungsprozeß, und zwar vom Einfachen hin zum immer Schwierigeren: Schritt Eins vor Schritt Zwei, sonst fällt man unweigerlich auf die Schnauze! :smartass: Das ist dann der Grund, warum man als Newbie "nichts sieht". Rein mit teleskoptechnischer Aufrüstung das Problem erschlagen zu wollen, bringt nichts, wenn die Grundlagen fehlen. Was nützt der dickste Hammer, wenn der Stiel wackelt oder man nicht weiß, wie man damit den Nagel trifft?!

  • Hallo,


    ich denke auch, dass es eine gute Strategie ist, erstmal ein paar einfachere Sachen zu betrachten bevor man sich an schwierigere Dinge heranwagt. Bisher habe ich folgende Objekte sicher gefunden:


    Den Mond:smartass:
    Jupiter
    Andromeda
    Orionnebel


    Diese Objekte finde ich auch jetzt schnell und problemlos.
    Was weitere Objekte angeht, werde ich mich schlau machen, was noch relativ einfach ist und diese dann suchen.
    Das Buch habe ich gerade bestellt. Nichts desto trotz werde ich auch immer wieder versuchen, schwierigere Objekte zu finden.
    Das muss man ja nicht den ganzen Abend machen, aber am Ende einer Nacht bzw. wenn man die gewünschten Objekte gesehen hat,
    kann man es doch versuchen. Wer nicht wagt der nicht gewinnt. Ich werde mir dann aber vorher ansehen, wie das jeweilige DSO aussieht.
    Das habe ich nebenbei eigentlich auch immer schon so gemacht, nur gestern eben mal nicht bei der einen Galaxie.


    Gruß Johannes

  • > M 33 (und da hast Du Dir gleich was ultraschweres rausgesucht


    Ultraschwer ist was anderes. M33 ist bei serh gutem Himmel ein nicht schwiweriges Objekt für das freie Auge und unter vernünftigem Himmel ein schönes Fernglasobjekt. In der Stadt säuft sie allerdinsg total ab, und kann in keinem Instrument beobachtet werde - egal mit welcher Öffnung.


    M31 und die Begleitgalaxien lassen sich auch unter aufgehelltem Himmel gut beobachten. Ähnliches gilt für M94 und M52. Danach ist mit den flächenhellen Galaxien Schluss und der Weg ins Dunkle unausweichlich. Dafür wird man aber auch belohnt - mit erstaunlichen Anblicken. Wolfgang Steinicke hat ein ganzes Buch über diese Faszination geschrieben:
    http://www.oculum.de/oculum/titel.asp?ID=1202201307505805&Nr=68


    Ich empfehle ordentliche Aufsuchkarten. Die Uraonmetria ist gut, wenn man noch jung ist und keine Altersweitsicht hat. Ansonsten eines der Sternkartenpriogramme. 10° Seitenlänge auf ein A4-Blatt ist ein guter Einstieg. Für sehr schwache Galaxien lohnt sich eine zweite 1°-Karte. In den meisten Programmen kann man die Sterngrößen einstellen. Das muss man ausprobieren, wie man damit zurechtkommt und das so justieren, das der Ausdruck dem erarteten Eindruck am Instrument nahekommmt.

  • Völlig OT:


    Ach Rudi...DU bist das!
    Wir hatten uns mal auf dem Champ du feu getroffen (2006) und waren dort quasi Teleskopnachbarn. Damals hattest Du den Portaball ganz neu und wir mussten mit ein bisserl Bastelei die Kinderkrankheiten abstellen ;)


    Hallo Toni,
    auch off topic !
    Du wirst es nicht glauben, aber damals hatte ich schon 20 Jahre C8-Erfahrung hinter mir (und vorher ein Quelle 76/700 Newton). Dennoch wusste ich nicht, dass man bei einem Dobson die Stangen schrägstellen (praktisch kreuezen) muss. Der (US) Verkäufer hatte mir noch extra einen "tiefergelegten" 2 Zoll auf 1.25 Zoll Reducer nachgeschickt, weil ich mich beschwert hatte, dass meine Okulare nicht in den Fokus kamen (wahrscheinlich, weil er fürchtete, ich würde deswegen das ganze Teleskop zurückschicken :whistling).


    ...aber an Deinen Geburtstag erinnere ich mich auch noch, ... und daran dass Du es gewagt hast, auf dem "Feuerfeld" ein Feuer anzuzünden (mitten in der Nacht, ... wo die doch alle am Fotografieren waren :angry:).


    Rudi

  • Hallo Jo,
    also ich hab mal ein "screencapture" mit Guide 8/9 gemacht. Wenn Du nur den Kern gesehen hast, was ich glaube, könnten Deine Angaben stimmen.
    ... Hast Du gesehen, da ist auch noch 1023a ! ... So ist das immer: wenn Du was gefunden hast, dann ist da das nächste "Challenge".
    Rudi


  • Bevor Du hochwissenschaftlich mit Kanonen auf Spatzen schießt, soll heißen, Dir eine Beobachtungsplanungs-Software anschaffst, die einerseits Einarbeitung und andererseits Ahnung von der Materie verlangt


    Na komm schon, E&T ist weder hochwissenschaftlich, noch sonderlich schwer zu bedienen.

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    CN&CS
    Toni


    Astronomen können Glühbirnen auch im Dunkeln wechseln

  • Hallo Rudi,


    ich habe mir gemerkt, dass drei etwa gleich helle Sterne in einem ungefähr gleichseitigen Dreieck darüberstehen. Allerdings weiß ich nicht mehr genau, wie hell die Sterne darum waren. Ist bei deinem Bild berücksichtigt, dass man im Dobson alles auf dem Kopf sieht?


    Hallo Uwe,


    bisher habe ich ja die drehbare Sternenkarte. Darüberhinaus habe ich den "Kosmos Atlas Sterne und Planeten".
    Wenn ich eine passende Software zum Ausdrucken von Sternenkarten finde, werde ich das mit dem Einstellen der unterschiedlichen Sternhelligkeiten ausprobieren.
    Momentan finde ich es schon schwierig, auf der drehbaren Karte nur die hellsten Sterne zu sehen. Wenn man dann durchs Teleskop blickt, sieht man ja viel mehr Sterne, was mir schon die Orientierung erschwert zumal dann alles noch auf dem Kopf steht. Schwierig finde ich auch anhand einer Karte die Entfernung zwischen Sternen einzuschätzen. da diese ja nicht 1:1 wie auf der Karte auseinanderstehen aufgrund der Projektion einer Kugel auf eine ebene Fläche. Aber Übung macht den Meister.
    Wenn das Wetter sich hält, werde ich gleich erstmal auf Galaxiensuche gehen.


    Gruß Johannes