Mondlandung... kein Thema für Astronomen???

  • Hallo und guten Abend in die Runde.
    Ich habe da mal eine Frage an die Experten hier im Forum, heute an dem Abend, an dem Asteroid «2012 DA14» an uns vorbei fliegt.
    Es geht um die Mondlandung und die Frage, hat sie wirklich stattgefunden???
    Ich frage mich seit Jahren, warum es für Astronomen bei der Nasa und der restlichen Welt zu dieser Zeit, nie wichtig war, schöne scharfe Bilder der Sterne von der Mondoberfläche zu bekommen.
    Immer wenn jemand dieses Thema anspricht, wird reflexartig gesagt, es wäre nicht möglich gewesen, weil der Kontrast zwischen heller Mondoberfläche und dem dunklen Weltall zu groß sei. Was ja nachvollziehbar ist. Unten im Bild die helle Mondoberfläche und darüber das schwarze Weltall. Kein Thema! Geht nicht!
    Jetzt aber die Frage: Wenn man eine Kamera so aufstellt, dass sie nur das dunkle Weltall im Sucher hat, also z. B. senkrecht nach oben, hätte man dann nicht Sterne im dunklen Weltall fotografieren können. Lange Belichtungszeit. Keine Atmosphäre usw.??? Speziele Kamera genau für diesen Zweck entwickelt!
    Hätte man nicht ein Teleskop mit Kamera, statt einem Mondauto mit hoch nehmen können. Hätte man nicht, beim Umrunden des Mondes, auf der dunklen Seite, Bilder machen können??? Die waren angeblich so oft dort oben und es gibt keine Bilder der Sterne??? Macht Euch das nicht auch stutzig??
    Hätte man nicht allein im Schatten der Mondlandefähre mit einer extra dafür entwickelten Kamera das Weltall mit langer Belichtungszeit fotografieren können?? Ich glaube man hätte es tun können... aber hier hat es wohl nicht am Willen gelegen, sondern eher an der Möglichleit es zu tun ;-)
    Es grüßt Euch ganz herzlich
    Rainer aus Limburg
    Ich hoffe Ihr habt besseres Wetter zum Asteroid beobachten:-)

  • ich lese bei dir sehr viel "hätte man können" und "würde"...


    also zum einen. heutzutage die mondlandung anzuzweifeln, da gehört man ja zu den hardcore-verschwörungstheoretikern^^
    bei dem projekt waren so viele leute beteiligt, da wäre mit sicherheit stichhaltig was durchgesickert... außerdem gibts nachweisbar artefakte von damals (z.b. spiegel, anhand dem ja auch die distanz exakter gemessen worden ist und noch die "flucht"-bewegung gemessen wird, das mondvehikel...).
    bei der erforschung des mondes damals gings nur um den mond, alles war finanziell und technisch drauf ausgelegt, die weltallbeobachtung ist ne andre baustelle.
    zum thema teleskop aufm mond...
    weißt du wieviel transportkosten ein kilogramm material hat für aufm mond?...absolut nicht rentabel (fürn teleskop) zum einem, zum andern nutzt dir der mondmobil-schatten nix wenn du kilometerweise drumrum reflektion hast.
    der sinnvollste weg war ein weltraumteleskop und das wurde gemacht, alle infra-rot, radio-teleskope das kepler und das hubble und bald das james-webb-telesop sind wesentlich effektiver. aufm mond hast du doch null vorteil

    gruß denis


    erfahrung ist wie eine laterne, die nur das stück des weges beleuchtet, das bereits hinter dir liegt.


  • Moin zusammen!


    Viel bedauerlicher finde ich es, daß die scheinbar immer noch nicht ausgestorbenen Mondlandungsverschwörologen immer und immer wieder die astronomischen Foren heimsuchen. Es ist wie die Krätze am A...
    ...und ja: Die Astronauten sind bestimmt zum Mond geflogen, um dort den Sternenhimmel zu fotografieren. Was für'n Unsinn wäre das denn?!

  • Was für'n Unsinn wäre das denn?!


    So unsinnig ist das nicht.
    Schließlich hat man auch schon überlegt, in der relativ reinen Luft des Mondes Teleskope, ferngesteuert von der Erde, aufzustellen.
    Warum man das bislang noch nicht getan hat, verstehe ich nicht ganz. Zugegeben, es wäre ein Riesenaufwand, aber würde es sich nicht lohnen bei unserer zunehmenden Lichtverschmutzung?

  • Moin "Winfried"!


    > Schließlich hat man auch schon überlegt


    "Hat man" - Hat wer? - und wann? 1969 bis 72 zu Zeiten, wo man mit Mühe und Not zwei Menschen pro Flug auf dem Mond absetzen, konnte? Das war wohl eher Science-Fiction.


    > in der relativ reinen Luft des Mondes


    Manchmal freg ich mich wirklich, ob Du was geraucht hast?! :blink:

  • Hm,


    beweist einmal wieder, warum ich Dich gesperrt habe. Ich werde es dabei belassen und deine dummen Bemerkungen weiterhin ignorieren...
    Irgendwie enthebtst Du Dich der Realität dessen, was heite möglich ist (oder wäre)

  • Kopfschütteln.


    Kosten und Nutzen stehen bei einem auf dem Mond platzierten Teleskop in keinem vernünftigen Verhältnis.
    Allein bitte mal, wenn euch dies von Grosstelekopen bekannt, an die zwingend notwendigen im Intervall stehenden Wartungsarbeiten denken.


    Bitte nicht nun Hubble aufführen, dass ist etwas völlig anderes.


    Friedlich mit ......

  • .... z.B. weil auch kleine Teleskope eine Wartung benötigen.
    .............weil jede EVA = (Extravehicular Activity) ein sehr hohes Risiko darstellt, denn ohne Astronauten würde dies nicht gehen.
    .................. weil, wer mal vor der Saturn 5 oder der Ariane gestanden hat, und somit erkenntlich sieht, wie viel Power für wie viel Transportmasse nötig ist, den Gedanken sofort verwerfen würde.



    weil......... hunderte Gründe.

  • Hallo Dominique,


    bin in dieser Hinsicht im Gegensatz zu Dir absoluter Laie, aber:
    Was kostet die Mission eines Teleskops im Weltraum und dessen Service?
    Ein Teleskop auf dem Mond "steht". Das braucht (denke ich jedenfalls) nur einmal richtig positioniert zu werden, ansonsten kann da doch nicht viel passieren, oder ?
    Einmal hingestellt ujd das wars dann auch, den Rest kann man (bequem??) von "unten" aus erledigen.


    Oder liege ich da so falsch?
    - Das mag sein, wie gesagt, ich habe da relativ wenig Ahnung, nur das Gefühl, daß etwas richtig "fest" steht und der Rest ja vom Boden, also von der Erde aus, gemacht werden könnte... (???)

  • Ich bin auch Laie.
    Habe nur die Raketen gesehen und die Großteleskope und durfte mich mit ihnen beschäftigen - da fügt sich ein Bild.
    Man bedenke die Temperaturen, Schwankungen auf dem Mond - vollkommen andere Voraussetzungen.
    Ein fest starr am Himmel ausgerichtetes Teleskop liefert keine der Zielsetzung angedachten Ergebnisse.
    Ferner gibt es auch auf dem Mond Schmutz, eine Wartung fällt somit aus und dies macht Probleme.
    Der Gewinn der vergleichbaren erdgebundenen Aufnahmen dürfte geringer ausfallen als man glaubt.
    Ein größeres Weltraumteleskop wäre da evtl. der bessere Weg.


    Was wirklich Sinn macht ist die Überlegung den Traum der Radioastronomen zu erfüllen, hatten mir einige Kollegen schon beim ALMA-Projekt geäußert.


    BITTE SCHÖÖÖN

  • Hallo zusammen,


    zuerst mal finde ich es schade, dass man solche
    Diskussionen mit persönlichen Angriffen kaputt macht.
    Das muss in einem Forum wie diesem genauso wenig
    sein, wie in der realen Welt.



    Zum Thema:


    Man möge mir die jugendliche Blauäugigkeit
    nachsehen, aber ich halte die Ariane sowie Saturn V
    für eine halbherzige Angelegenheit.
    Will man wirkliche Fortschritte in der Raumfahrt machen,
    sind solche Transportmittel einfach veraltet.
    Neuere Technologien sind gefragt.


    Ja, es ist immer auch ein bisschen Träumerisches dabei,
    allerdings halte ich Möglichkeiten wie den Weltraumfahrstuhl
    oder Orbitalschleudern für preisgünstiger und vorallem
    viel produktiver.


    Das Raketenzeitalter ist einfach vorbei.


    Zum Teleskop auf dem Mond.


    Da es bald eine erste langfristige Mondmission geben
    soll ( Aufbau einer kleinen Forschungsstation ),
    halte ich diese Idee nicht für ferne Zukunftsmusik,
    sondern eher für einen folgerichtigen Schritt.


    Wenn wir Menschen wirklich wollten, wären Reisen
    zum Mars oder andere Projekte längst verwirklicht worden.


    Doch das allgemeine Desinteresse
    führt nun seit beinahe 40 Jahren zu einer
    Stagnation der Raumfahrttechnik.



    Als letztes zur Mondmission.


    Ich halte die Mondlandung für mehr als wahrscheinlich,
    damals gab es bis in die oberste NASA- Führungsetage
    KGB-Spitzel.
    Hätte das Ganze so nicht stattgefunden,
    hätten die Russen die Amerikaner vor der ganzen Welt
    bloß gestellt.


    :) tolle und interessante Diskussion, weiter so!


    Trekkiegruß
    Matze

  • Hallo Sonnen…?,


    http://www.spiegel.de/wissensc…m-mondstaub-a-784878.html oder auch als Video
    http://www.youtube.com/watch?v=bo_H2ncjmMw
    vergleiche mal diese Bilder mit den Rückstartvideos der Nasa / Astronauten dieser Mondmissionen!


    Gruß Günter

  • Moin! So ein Teleskop sollte dann ja eigentlich auf der er da gewandten Seite des Mondes platziert werden....dort gibt es aber dann ohne eine zusätzliche Satellitentechnik keinen Funkkontakt und somit auch keinen Kontakt zum Teleskop.
    Gruß Holger

  • Hallo Mathias,


    wir diskutieren hier manchmal schon kontrovers, aber doch nie unter der Gürtellinie.
    Es gibt nun ab und an Themen, zu denen man unterschiedliche Meinungen haben kann, böse ist das jedoch nie und bügelt sich immerwieder platt.
    Zu Deiner Ansicht über die (heutigen) Raketen und von wegen veraltet etc. :


    Ich bin ein bekennender Gegner der bemannten Raumfahrt, denn sie führt zu nichts, außer der Steigerung des Egos mancher Nationen und die daraus resultierende Überheblichkeit solcher. Ich bin aber SEHR für die unbemannte Raumfahrt, denn sie ist billiger (erheblich sogar) und führt zu Ergebnissen, was die bemannte bislang schuldig blieb (einige Ausnahmen ggibt es auch hier). Zudem hat es keinen Sinn, daß Sowjets (man kann sie nach der Machtübernahme von Putin wohl wieder so nennen...) und Amis versuchen, sich gegenseitig auszuspielen. Sinnvoller wäre es, man würde sich zusammenschließen und die(un)bemannte Raumfahrt gemeinsam betreiben.


    Auf der letztjährigen Versammlung der Astronomen in Heidelberg der Deutschen Astronomische Gesellschaft durfte ich einen geschichtlichen Vortrag über die Astronomie halten (alles in englisch natürlich) und dort war die halbe Welt vertreten. Russen, Amerikaner, Chinesen, Deutsche, Europäer aller Nationen hier und Südamerika und Afrika sowie Indien. Sicherlich habe ich einige vergessen. Aber warum geht das in Wissenschaftskreisen und nicht in der Politik, die uns doch alle etwas angeht? Gemeinsam könnte erheblich mehr erreicht werden, aber das scheitert meist am Egoismus einzelner Nationen, wobei ich 2 ganz bestimmte meine...

  • Moin,


    @Winfried: Aber genau das war doch meine Kernaussage? Ich habe ja gesagt, zu zeiten der Mondlandung wollten sich Amis und Sowjets noch gegeneinander
    ausspielen. Und heute bringt diese dämliche Kleinstaaterei in der wir leben eben keinen wirklichen Fortschritt.
    Es gibt da einfach eine riesige Diskrepanz bezüglich der Interessenlage. Die einen versuchen den Privatsektor zu pushenund somit staatliche Ausgaben im Bereich
    der Raumfahrt zu reduzieren, die anderen nutzen die staatlichen Raumfahrtagenturen eher als ein Alibi für den Wissenschaftsetat, der dann doch woanders landet.


    Ich bin muss ich sagen, Befürworter der bemannten Raumfahrt.
    Es gibt immer noch unendlich viele Gründe an ihr fest zu halten und sei es nur der menschliche Drang nach der Entdeckung und Besiedlung
    des Unbekannten.


    Ich meine vor 20 Jahren war so etwas wie das CERN noch Fantasie, heute plant man den Bau von Raumschiffen im All, bedenkt neue Antriebskonzepte und
    es gibt sogar eine offizielle Studie zum Alcubierre Antrieb.
    Ja heute mag das noch Science Fiction sein, aber wann mag wohl der Punkt kommen, an dem wir aus dieser Schrebergartenwelt in der wir leben fliehen und
    zusammen zu den Sternen ziehen.


    Man klingt mal wieder nach Trekkietraum, aber ich für mich bin davon überzeugt, dass es irgendwann doch klappt.



    Zurück zum Teleskop auf dem Mond.


    Ein Satellit wäre natürlich erforderlich, aber doch heute auch kein Problem mehr. Man könnte ja ein Modul entwickeln, was gleichzeitig auch
    Andockstation für einen Weltraumaufzug darstellt um die Station und das Teleskop zu versorgen.


    LG
    Matze

  • Hallo Dominique,


    doch, das ist mein Ernst.
    Ich weiß, daß man da geteilter Meinung sein kann (und darf), ich streite mich auch nicht mit denjenigen, die sie befürworten.
    Es ist einfach meine rein persönliche Meinung.
    Für die immensen Ausgaben der bemannten Raumfahrt könnten viele andere Dinge in den Weltraum geschickt werden, die sinnvollere Wissenschaft betreiben können - für erheblich weniger Geld.


    Aber lassen wir uns bitte darüber nicht streiten, das wäre wie Linse gegen Spiegel...