Oh Mann, ich hab´s getan...

  • Hallo Thomas,


    ...geht doch!
    Gut, an M57 sieht man eine leichte Verkippung des OAZ/oder der Kamera. Rechts unten fehlt die Schärfe. - Sag`ich aber nur, weil andere darauf akribisch achten, ich eigentlich nicht. Für Einzelaufnahmen schon beachtlich, zumal die Belichtungszeiten kurz sind. Daher auch das Rauschen in den Bildern. Die Nachführung schein aber absolut in Ordnung zu sein, keine Eier zu sehen. Das ganze jetzt x20 und aufaddiert, dann wird das was!
    Genau das ist der Punkt, wo ich aufgehört habe zu fotografieren - zu aufwendig für mich. Ich beobachte lieber visuell.Bei M13 hast Du ganz unten, halb rechts sogar noch die Galaxie UGC10521 erwischt!

    Liebe Grüße
    Winfried


    Wenn filmen so einfach wäre, dann hieße es "RTL"...

  • Danke für die Blumen, Winfried!


    Fürs erste bin ich auch ganz zufrieden, zumal ja durchaus noch Steigerungspotential vorhanden ist.


    Ja, Du hast recht! Aufwendig ist das ganze, mit Farbe/Filtertechnik habe ich ja noch gar nicht angefangen! Aber ich finde beides hat seinen Reiz, das Visuelle für die Seele und die Fotografie für den Jäger und Sammler ;-)
    Solche Sachen wie Sensorverkippung u.ä. überlasse ich zur Zeit noch grosszügig sich selbst. Ich versuche mich erstmal schrittweise heran zu arbeiten. Mitunter kämpfe ich noch mit der Routine (Objekt finden, Zentrieren, Scharfstellen usw.).
    Lustige Anekdote: Nach gefühlter Ewigkeit und totaler Verzweifelung ob des schwarzen Bildes des Hauptsensors fiel mir irgendwann auf, dass ich schlicht vergessen hatte die Klappspiegeleinheit für den Sensor frei zu geben.:whistling
    Die Nachführung mit meiner G11 läuft seit der Modifikation mit der Ovision-Präzisionsschnecke wirklich klasse. Das Tracking mit Maxim ist ruhig und stabil, ohne Ausreisser.Vorher hatte ich schon den Verkauf der G11 geplant, jetzt gebe ich das gute Stück nicht mehr her!


    Da ich auf euren Rat hin (Vielen Dank dafür!) mein Okular-Sortiment radikal professionalisiert habe, geniesse ich allerdings auch viel öfter als früher das direkte Beobachten. Mit diesem herrlichen Teleskop ist das wirklich ein Schlüsselerlebnis. Ich sehe regelmässig neue Details, die mir vorher mit anderem Gerät entgangen waren. Planetenbeobachtungen, zur Zeit insbesondere Saturn, sind in der Kombi TOA/Ethos der absolute Hammer! Auf Anraten von ICS habe ich mir dann noch diesen Füssener Astrostuhl gegönnt, um wirklich entspannt beobachten zu können. Ein sehr empfehlenswertes Zubehör, an dass man als Anfänger leider als letztes denkt.


    Vorläufiges Fazit:


    Oh Mann, ich hab´s getan...
    ...und das war gut so!


    Grüsse


    Thomas

  • Hallo Thomas,


    ja, nachdem ich auch auf APO umgestellt habe, verkaufte ich meine gesamte Okularserie, die eigentlich auf das SC-System abgestimmt war. Nun werkelt bei mir die komplette Ethosserie an den Teleskopen. Einfach nur ein Genuß. Man kauft das ja nur einmal und hat dann Ruhe mit den Okularen. Da kann nun kommen was will, ist mir egal. Die alten (Meade-Serie 4000 komplett) hatte ich fast 20 Jahre und war zufrieden. Doch am APO waren sie nicht mehr so gut, bis auf das 8,8mm und das 14mm. Also alles weg und einmal tief in die Tasche gegriffen.
    Nachdem einer meiner Kumpels, mit denen ich oft gemeinsam beobachte, die gleiche Serie hat, können wir auch mal am Bino mit dem 8mm oder 6mm Ethos beobachten. Ich sage Dir, das ist Genuß pur!


    Statt Fotografie (ich bin ja Fotograf und Verleger) habe ich mich auf das Zeichnen verlegt. Dadurch hängt man länger an den Objekten und schaut genauer hin. Da eröffnen sich jedesmal ganz neue Sichtweisen und Details. Ich kanns jedem nur empfehlen!

    Liebe Grüße
    Winfried


    Wenn filmen so einfach wäre, dann hieße es "RTL"...

  • Hallo Winfried,


    das mit den Ethos kann ich nur bestätigen! Kein Vergleich zu anderen Okularen und eine Anschaffung fürs Leben. Die Dinger haben ein derart grosses Gesichtsfeld, dass man seitlich ins Okular schauen kann, Wahnsinn! Leider hab ich keinen Kumpel mit Ethos-Okularen, aber "dummerweise" ein Baader-Grossfeldbino. Mist, das wird teuer! ;-) Aber ich kann mir vorstellen, dass Ethos im Bino der Hammer sein muss. Gefühltes Blickfeld vom rechten bis zum linken Ohrläppchen:cool2:
    Ich habe jetzt das 3,7 - 6 - 10 - 17mm Ethos und eine 2"-Powermate. Im langbrennweitigen Bereich habe ich ein Zeiss Erfle 30mm/85°, dass ich eigentlich recht ordentlich finde. Von Televue gäbe es ja sonst nur das 31mm Nagler oder das 40er Panoptic. Das Panoptic finde ich zu gross und schwer bei vergleichbar kleinem Bildwinkel und das Nagler liegt mir zu nah am Zeiss ohne wahrscheinlich wesentlich besser zu sein, oder? In dem Bereich fehlt ein 24er Ethos!


    Viele Grüsse


    Thomas

  • Hallo,


    sehe ich etwas anders, liegt aber an den Sehgewohnheiten und den Objekten, die man betrachtet. Das 24mm habe ich nicht, aber das 13mm Ethos. Das ist eigentlich das am meist verwendete Okular.
    Meine Abstufung: 31mm Nagler, der Rest Ethos: 17mm/13mm/10mm/8mm/6mm/3,7mm. Keine Barlow. Das ganze am 127/950mm Explore Scientific Carbon mit einem 3" Auszug. Daneben hängt noch auf der gleichen Montierung entweder ein 120/600mm Richfielder oder ein Intes Micro Maksutow-Newton MN68 mit 1200mm Brennweite, ein klasse Planetengerät. Durch die drehbaren Rohrschellen hat man immer den idealen Einblick, nur muß ich dazu auf die Leiter. Deshalb liegt er meist im Keller.

    Liebe Grüße
    Winfried


    Wenn filmen so einfach wäre, dann hieße es "RTL"...

  • Hallo Winfried,


    da hast Du mich falsch verstanden! Das 24mm Ethos gibt es gar nicht, das ist ja das Problem! Wäre halt das Maximum, das bei 100° Feld noch durch den 2"-Auszug geht. Aber das 31er Nagler muss ich mir noch einmal genau anschauen und mit meinem Zeiss vergleichen! Da ich die Powermate vorzugsweise für den fotografischen Bereich einsetze, werde ich mal nachdenken ob ich die Lücken mit den restlichen Ethos fülle. Speziell das 13er reizt mich schon auch!


    Aber sehr schöner Okularsatz, den Du da hast! Da brauchst Du Dich mit dem Thema ja nicht mehr auseinandersetzen.


    Tja, das beste Teleskop ist das, welches man auch benutzt! Mein C11 liegt seit dem TOA auch nur noch im Keller! Ist ein wirklich gutes Gerät, aber bis der Tubus Temperatur hat, braucht es ungefähr eine Stunde, vorher hat´s wegen Tubusseeing keinen Sinn. Beim TOA kann ich halt nahezu sofort brauchbar beobachten, auch wenn er dann im Laufe der Auskühlphase noch besser wird.


    Viele Grüsse


    Thomas

  • Hast recht,


    es ist ein 20mm und kein 24mm. Wusste es nicht mehr, da ich das 20mm nicht brauche, es unterscheidet sich vom 31mm Nagler durch den größeren scheinbaren Bildwinkel kaum, bringt also nicht so viel.
    Viel wichtiger ist die Abstufung im Hochvergrößerungsbereich, gerade am Planeten. Daher bei mir die kurze Abstufung. Zwischen 10, 8 und 6mm können am Planeten oder engem Doppelstern seeingbedingt Welten liegen.


    Mit meinem ES-127 konnte ich schon so manchen Doppelstern trennen, von denen man sagt, das ginge nicht. Maximum oder besser gesagt minimum waren 0,5" Abstand. Angegeben ist dieser WDS im Bootes mit 0,1", aber da stimmen die Daten wohl nicht mehr, schließlich bleiben die ja auch nicht stehen, sondern umkreisen sich. Da hatte ich wohl den Maximalabstand erwischt.


    Noch mal zum 13mm Ethos. Das einzige, was mir daran nicht gefällt, ist der Fokusabstand. Der ist im Vergleich zu den anderen meilenweit daneben. Darum haben alle meine Okulare Distanzhülsen, nur für das 13mm habe ich noch keine.

    Liebe Grüße
    Winfried


    Wenn filmen so einfach wäre, dann hieße es "RTL"...

  • Wenn die Kontrastübertragung so gut ist wie bei diesen Geräten, dann ist das theoretische Auflösungsvermögen eben nur theoretisch! ;-)


    Das mit den parfokalen Distanzhülsen ging mir auch schon durch den Kopf. Guter Tipp!


    Viel Grüsse


    Thomas

  • Wie sagt ein Mitglied hier so gerne?


    "Spiegel gehören is Bad"...
    Naja, neben meiden beiden Refraktoren gibt es auch noch 3 Spiegel, einer davon der "Ulugh Beg", ein 14" Lomo im Volltubus. Aber das ist ein stationäres Gerät.

    Liebe Grüße
    Winfried


    Wenn filmen so einfach wäre, dann hieße es "RTL"...

  • Noch ein Detail zu den vorgestellten Aufnahmen:


    Die Bilder sind zwar unter Einsatz eines Baader UHC-S-2"-Filters aufgenommen, wie ich aber mehr durch Zufall festgestellt habe, sperrt dieser nicht bei IR (Man sollte sich hin und wieder die Spektraldiagramme seiner Filter ansehen :whistling). Trotzdem haben die Bilder brauchbare Schärfe. Ich erinnere mich, dass man mir bei ICS damals den Hinweis gab, das die TOA´s die spezielle Eigenschaft haben, bis weit ins IR den Fokus zu halten, das scheint durchaus zu stimmen und ist ja speziell für die CCD-Technik sehr nützlich!



    Viele Grüsse


    Thomas


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  • Hi Thomas,


    So recht mag mir der Hipe um dein Takahashi "Apos" nicht einleuchten.


    Mein vollkommen "profaner" Meade 150/750mm Newton für 120€ (neuwertig,gebraucht) macht auch schöne Bilder.
    Zwar nicht perfekt nachgeführt, habe nur eine Vixen SP (ohne Guiding), aber mit Perspektive nach oben.....
    5500 € für ein 130mm Teleskop würde ich nie ausgeben....was hätte man dafür bekommen können.



    Frank


    ...anbei ein Bild M5, ohne Guiding, Meade 150/750mm, Vixen Sp, Pentax Kx.....2min belichtet.
    Sorry....bin aber Realist.....
    Ich denke, die Zeiten, wo Linsenteleskope aufgrund ihrer einfacheren Herstellung (Kugelschleifen gegenüber Parabol) besser abbildeten, sind aufgrund der Automatenschleifer
    endgültig vorbei......



    [ATTACH=CONFIG]4943[/ATTACH]

  • Hallo Frank!


    Einfach mal mit gutem Okular live durchschauen!


    Für Photos sind die Anforderungen an die Optik hinsichtlich Strehl usw. sowieso deutlich geringer!


    Im übrigen: Jedes Teleskop hat seinen Himmel!


    Viele Grüsse


    Thomas

  • Hallo Frank,


    der Takahashi ist zwar als Fotomaschine gedacht, aber visuell ist er ebenfalls (fast) unschlagbat (es gibt ja auch noch den 150er...).
    Ich beobachte mit beiden Systemen, mit Dobsons und mit APOs. Die schönere Sternabbildung habe ich mit dem APO, also kommt er für Doppelsterne, Sternhaufen, Kugelsternhaufen etc. heran. Für schwächere Deep-Sky Beobachtungen wie Nebel und Galaxien nehme ich dann wiederum den Newton. So hat jedes System etwas für sich. Der Newtin ist übrigens ein 14" Lomo aus Sital, der liegt preislich beim 150mm TOA, trotzdem ist der APO eben am Stern besser.
    Wenn`s ums gemütliche Spechteln für nur 2 Stunden geht, dann kommt der einfache Galaxy Dobson in 8" auf die Terrasse. Der zeigt auch eine Menge und man kann im Sitzen beobachten. - Auch ein Vorteil. Es gibt also kein wirklich "besseres" Gerät, es ist nur eben schön, wenn man die Auswahl hat.

    Liebe Grüße
    Winfried


    Wenn filmen so einfach wäre, dann hieße es "RTL"...

  • Hallo,


    Ich hatte bis vor kurzem einen 10Zoll Galaxy Dobson, den ich aus finanziellen Gründen verkaufen musste.
    Er war immer das bessere Teleskop.....
    Selbst hier mit Vorstadthimmel, konnte ich Kugelsterne visuell auflösen, das geht mit Apos für 650€ nicht....


    Ich bleib dabei, für mich ist die Diskussion Linse, Spiegel schon lange erledigt.....
    Hab nur 2 Linsenteleskope: 60/900 Frauenhofer und 80/400 TS Richfielder, gehen beide....bei kleinen Vergrösserungen,
    wenns Spass machen soll kommen die Newtons.....
    Bei meinen beiden f=1:8 Newtons (Vixen 114/900E und Alt 150/1300) brauch ich auch keine Nagler und Konsorten, da is ein TS WA 15 zB. schon ranntscharf.
    Habe mal einen 200mm f=1:6 TMB Frauenhofer bei der HTT geschaut, war Grotte, nur bis 100x zu gebrauchen, und Licht und Schärfe konnten alle Newtons ab 10 Zoll besser.



    CS.....und dennoch viel Spass am Gerät.....
    Frank