Planetenokular für Dobson

  • Hallo zusammen,


    ich suche ein (4mm?) Okular für meinen Dobson 8" f/6 für Planetenbeobachtung (nahe Maximalvergrößerung). Habe bereits eine 6mm-Goldkante, welche mir vom Einblickverhalten aber nicht gefällt. Da finde ich teilweise das 9mm Super-Plössl besser, was das angeht. Bei Goldkante: kaum verändert man etwas den Winkel zur Längsachse des Okulars (ganz leicht) schon ist das Bild weg und man sieht nur schwarz, ist also gewöhnungsbedürftig und auch auf Dauer unangenehm.


    Ach ja, ausgeben möchte ich nicht mehr als 100 Euro (absolutes Maximum). Die Kombination mit einer Barlow möchte ich nicht.


    Was schwebt euch so vor?

  • Planeten am Dob sind ein Kompromiss. Normalerweise kann man bei Planetenokularen auf Abbildung achten, und danach vielleicht noch auf Einblickqualität. Beim Dob braucht man auch noch ein größeres Feld, damit der Planet nicht zu schnell rausläuft. Insgesamt bin ich mit diesen hohen Vergrößerungen am nicht nachgeführten Dob nie glücklich geworden. Bei Vergrrößerungen jenseits 300x läuft das so ab: Planet an den Rand des Okulars stellen, warten, bis das wackeln aufgehört hat, nachfokussieren (die Okulare haben Bildfeldwölbung), 5 Sekunden beobachten, wieder nachfokusssieren, noch mal 5 Sekunden und dann noch mal. Dann kommt der Planet wieder so weit an den Rand, das chromatische Aberrationen sichtbar sind.
    Vielleicht waren es auch 10 Sekunden, aber das prinzipielle Problem bleibt.


    Zu deiner Frage: Am ehesten geeignet (im bezahlbaren Bereich) finde ich die Planetarys. Es gibt 5, 4 und 3,2 Millimeter.


    Ich habe jetzt eine Nachführplattform und benutze Plössls bis hinunter zu 5 mm. Das 4er Plössl hat selbst für meine Leidensfähigkeit einen zu schlechten Einblick, so dass ich mich trotz des vielen Glases zum 3,5 LV hinreißen lasse. Falls dies der Himmel wirklich einmal hergibt.

  • hmmm..


    ich würde hier eher ein 5mm empfehlen, ob du 300fach immer nutzen kannst ist nicht 100% gesichert.
    240fach aber sollten gehen.
    ich habe ein 5mm hyperion mit 14mm ring.
    der vorteil: ich nutze es eigentlich generell mit dem ring als 4mm. ab und zu ist das seeing aber zu schlecht, dann wird der ring entfernt und als 5mm ist es durchaus dann tauglich.
    es hat auch mit 70° echtem feld wesentlich mehr als das HR (ca 56° echtes GF), am dobson entsprechend entspannter zum schauen. vom einblick ist vielleicht etwas schwerer als beim 6mm HR, aber besser als das 6mm Goldkante.

    gruß denis


    erfahrung ist wie eine laterne, die nur das stück des weges beleuchtet, das bereits hinter dir liegt.


  • Hallo Denis,
    hast du mal ein 5mm Hyperion mit einem 5mm Planetary bzgl. Kontrast, Schärfe und Helligkeit verglichen? Da muss sich das deutlich teurere Baader aber verschämt zurückziehen.
    Ich habe jetzt auch wieder einen 8"-f/6 (AOK Ninja), aber mehr als 200x oder 240x geht eher selten, ich schließe mich also den Empfehlungen für den "Küchenfloh"an, es lieber mit einem 5-er oder einem besseren 6-er zu versuchen.
    Verregnete Grüße
    Achim

  • hallo achim,


    nein mit dem 5mm nicht, aber ich habe auch das 6mm Planetary und da hält es dem vergleich mehr als stand.
    jedoch nur bei jupi und saturn bisher getestet. KS ging ich nur bis 200fach mit dem 6mm
    grade das doch sehr kleine gesichtsfeld des planetary ginge mir bei 4 oder 5mm gehörig aufn senkel, daher damals die entscheidung gegen das HR und für das Hyp.
    wobei ich meine hyperion (mit dem 13er bin ich auch mehr als zufrieden) billiger bekam, als sie momentan angeboten werden.
    hätte ich kein dob, so wäre meine wahl sicher ein HR Planetary gewesen, die sind schon konkurrenzlos in P/L, da haste recht.

    gruß denis


    erfahrung ist wie eine laterne, die nur das stück des weges beleuchtet, das bereits hinter dir liegt.


  • Hallo Leute,


    schönes Thema. Kann vielleicht jemand einen Vergleich zu den Kasai HC Orthos, Baader Genuine oder University Optics HD Orthos ziehen? Aktuell sind diese ja nur noch von Hutech zu erstehen. Je kleiner die Brennweite ist, umso dichter rückt er Beobachter ans Okular.
    Mit dem 12,5 mm UO Ortho bin ich mehr als zufrieden. Das 5 mm nehme ich nur noch auf der optischen Bank.
    Mir fehlt irgendwie so ein echter Vergleich an Planeten Okularen. Vielleicht hat ja jemand schon sowas für sich persönlich gemacht. Für Feedback wäre ich dankbar.
    Eingesetzr werden sollen die Planetaries am 8" F/6 Newton, am 107 mm F/6.25 APO und am 14" ACF.
    Später dann am 10" F/4 Newton (Klee-Barlow vorhanden) oder am 18" F/4 Newton.


    Ich danke Euch schonmal herzlich für Eure Infos!
    LG
    Gerrit

  • Hallo Dominik,


    ja eben fast. Denn eben in dieser Liste sind die TS Planetaries nicht aufgeführt. Und mich interessieren diese.
    Weiter ist in der Liste nicht klar, welche UO Orthos getestet wurden. Es gab --- wie bei Kasai -- die HD Orthos (bei Kasai HC Orthos). Und ich kann nicht glauben, daß Baader hier die bessere Vergütung hatte. Wohl aber mag die Vergütung zu den günstigen Vulcano-Top Kasais besser sein (das war auch ein Merkmal der HD's).
    Also ich möchte gerne erfahren, was von den Planetaries zu halten ist...im direkten Vergleich zum den Baader Genuinie Orthos oder HC Orthos von Kasai. Es geht mir nicht nur darum, einen Bericht zu lesen. Ich hätte gerne eine möglichst breite Meinung und die von unterschiedlichen Beobachtern. Auch wenn die Okularauswahl subjektiv erfolgen sollte.
    LG

  • Hallo zusammen,


    ich möchte mir irgendwann für meinen Dobson auch noch ein Highend-Planetenokular kaufen, um das Maximum an Schärfe herauszuholen.
    Wären die Tele Vue Radian-Okulare oder die Nagler die besten Okulare hinsichtlich der Qualität oder sind einige Plössls oder Okulare à la Pentax XO nun doch besser?
    Ich habe Einiges im Netz und hier gelesen und frage mich jetzt, was wirklich das Beste ist. Dass man am Dobson ein möglichst großes Eigengesichtsfeld braucht, hab ich mittlerweile praktisch erfahren, wobei es mich jetzt nicht so sehr stört, nachzustellen. Mir geht es jetzt nur darum, zu erfahren, welcher Okulartyp grundsätzlich das beste Bild liefert. Ich hab bisher immer (naiv) gedacht, je teurer desto besser das Bild. Vielleicht kann mir da Jemand weiterhelfen...


    Gruß Johannes