CCD Kamera für Photometrie

  • Hallo zusammen,


    ich möchte gerne mit der Photometrie anfangen (Veränderliche) und brauche Rat beim Kauf einer CCD Kamera für diesen Zweck. Natürlich habe ich schon viel auf den einschlägigen Seiten im Web gefunden - nur leider keine konkreten Angaben über die geeigneten Marken. Folgende Rahmenbedingungen sind zwingend:


    a) reine S/W Kamera
    b) kein Anti-Blooming
    c) 16 Bit Datentiefe
    d) geregelte Kühlung (d.h. einstellbare Temperatur - nicht einfach "kalt")
    e) "große" Pixels (z.B. 10my) - muß ich noch genauer recherchieren (ich weiß wie man die Bildgröße berechnet, bin mir aber nicht sicher, welche Winkelauflösung für den Zweck geeignet ist).


    Natürlich gibt es schöne Sachen in diese Richtung von SBIG aber das ist preislich jenseits von Gut und Böse.


    Falls also jemand von Euch selbst Photometrie mit CCDs betreibt und Tipps geben kann ...


    Liebe Grüße,
    Michael


    p.s.: Betreibt überhaupt jemand hier im Forum Veränderlichenbeobachtung?

  • Hallo Michael,


    achte bei den monochrome CCD´s auf einen großen Spektralen Bereich von ausreichender Größe, dann kann auch eine Auswertung im UVB Bereichen mit entsprechenden Filtern gute Ergebnisse liefern.
    Da sollte es auch bei den kleineren und preiswerteren Chips ausreichende Auswahl mit großem Dynamikumfang geben.
    Zur Berechnung der Bildgröße mit Ausgabe aller nötigen Daten gibt es Programme z.B. so was hier! http://www.12dstring.me.uk/fov.htm


    Gruß Günter

  • Lieber Günter,


    danke für Deine Tipps. Den großen spektralen Bereich hatte ich vergessen, obwohl mir das bewusst ist. Wie in meinem Post schon gesagt, weiß ich natürlich, wie man die Bildgröße und die Auflösung pro Pixel berechnet. Die Frage ist aber: wieviel soll auf ein Pixel passen? Bei idealisiert perfekten Bedingungen (Weltraum) würde man die Pixelgröße wohl so wählen, daß das Sternbild (Beugungsscheibchen + 1. Ring + ..?) auf ein Pixel passt - also ein Stern ein Pixel. Durch das Seeing wabert das Sternbild aber über einen mehr oder weniger großen Bereich 3,4 ... Bogensekunden. Es gilt daher einen guten Kompromiss zu finden. Die Angaben, die ich dazu gefunden habe sind leider sehr unterschiedlich - deshalb meine Frage. Eine Angabe besagt: Pixelgröße ca. die Hälfte des durchschnittlichen Seeing am Beobachtungsort. Dann benutzt man 2x2 Binning, um das gesamte Sternlicht auf einem "Superpixel" zu haben. Aber es gibt halt auch andere Angaben.


    Ich habe schon viel herumgestöbert bei den einschlägigen Händlern aber ich habe z.Bsp. im erträglichen Preissegment bislang keine Kamera gefunden, welche kein Antiblooming-gate hat. Antiblooming ist aber für Messungen die Pest - die Kamera arbeitet nicht mehr linear, womit die Aufnahmen wissenschaftlich wertlos werden.


    Lieben Gruß,
    Michael