• Hallo Freunde,


    die vergangene Nacht war mal wieder recht lustig!
    Uwe und Gerhard holten mich um 19:30 ab, und mit 2 Autos ging es nach Würzburg, um auch Frank noch aufzuladen. Ein Kurzer Schwenk in die Garage und nun lagen 2 schöne Meade ACF samt Berlebachs und Zubehör in Uwes Auto.
    Mit 2 Autos ging es dann überdie BAB in die Rhön. Die Kissinger Hütte war wieder unser Ziel. Unterwegs sagte ich noch zu Frank, wir hätten Simon bescheid geben sollen, doch als wir ankamen - stand er schon da! Er hatte unsere Ankündigung gelesen.


    Bevor es an den Aufbau ging, erst noch ein Bierchen! Vom letzten Besuch wusste man ja, ab 22 Uhr gibt es nichts mehr! Genau um 21:55 bekamen wir dann unser Hefe -ich nahm zur Sicherheit gleich mal 2 Stück...
    Beinahe wäre mir der Wirtin gegenüber ein bekannter Spruch herausgerutsche: "Haben sie ausser Bier noch andere warme Getränke?....."


    Dann zurück zum Aufbau. In Reihe und Glied standen die Teleskope auf dem geschotterten Parkplatz, es wurde dunkel. Doch schaut mal auf die Fotos, speziell auf den weißen ACF. Merkt ihr was?? - Jawohl, Frank hatte die Gegengewichte samt Stange vergessen! Logischerweise brachte das ihm so einigen, natürlich nie ernstgemeinten Spott ein. - Er durfte wieder zusammenpacken...
    Macht ja nichts, dann nehmen wir eben den ACF von Uwe und machen Aufnahmen von Saturn. - Gedacht, gemacht und - - - - Das Netzgerät dazu lag wohl zu hause neben den Gegengewichten...
    Als dann noch Gerhards Dobsonplattform mit einem "Kolbenfresser" den Geist aufgeb wurde es nur noch lustig. Naja, wielleicht stellt Uwe seinen Bericht hier auch noch ein, im forum.stellarum ist er jedenfalls zu finden.


    Somit standen Simons 10" Galaxy Dobson, Uwes 10" ACF und der neue Carbondobson von Frank (15") auf dem Platz.


    Die Luft und Transparenz war leider nicht überzeugend, die beiden Nächte zuvor war es erheblich besser. So standen wir aber nun mal hier in 800 Metern Meereshöhe und ließen uns dadurch nicht verdrießen. Die Beobachtung ging bis gegen 02 Uhr, als wie wieder zusammenpackten.


    Da ich heute als "Zuschauer" nur die Fotodokumentation übernahm, überlasse ich die beobachteten Objekte dem Bericht von Uwe.


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  • Hallo Winfried,
    geniale Beobachtungsnacht.:laugh:
    Ein anderes Hobby von mir ist Sporttauchen. Das Gellächter meiner Tauchpartner habe ich heute noch im Ohr, als wir am Tauchplatz angekommen waren und ich dann feststellte, das ich meinen Bleigurt zuhause vergessen habe. Jetzt habe ich mir eine Checkliste angelegt. Auch was das Astroequiment betrifft.

  • BB vom 02.08.2013


    Eigentlich müsste der Titel des Threads "Pleiten, Pech und Pannen", oder "Uwe, der Astrofotograf" heißen.


    Hallo und Danke Winfried für die stimmungsvollen Aufnahmen,


    also es war schon komisch, was wir da gestern erlebt haben. Frank hat es ja kalt erwischt, als er merkte dass da etwas entscheidendes für sein Teleskop fehlt. Es sollte aber nicht der einzige Ausfall am Abend bleiben.


    Nachdem wir von der Hüttenwirtin diesemal glücklichweise noch ein paar "Kaltgetränke" (bei uns hat frisch gezapftes Bier in der Regel 7°C, was scheinbar in der Rhön nicht üblich ist... ich fands brunsw...) bekommen haben, starteten wir hoffnungsvoll unsere Beobachtung.


    Als nächstes fiel Frank dann ein, dass sein Netzgerät für den Laptop auch in Wü zurückgeblieben ist. Also konnten wir keine Planetenaufnahmen von Saturn machen.


    Saturn versteckte sich in einem schmalen Wolkenband, das von Westen her hereinzog. Er blieb sehr dürftig im Okular.


    Bis es richtig dunkel wurde, beschäftigten wir uns mit Doppelsternchen. Die Luftruhe war wenigstens ordentlich. Plötzlich hörte man ein lautes Fluchen von Gerhard. Sein Motor für die Dobsonplattform hatte den Geist aufgegeben. Irgendwie war also der Wurm drin, gestern.


    Für Stern 16 im Füchschen reichten am ACF schon ca. 400 - 600x aus, um Freude daran zu finden. Der Stern Epsilon im Füllen wurde dann mir ca. 1200x zerlegt. Da machte sich aber der Wind und die etwas unruhigere Luft schon sehr deutlich bemerkbar und man musste geduldig am Okular ausharren, bis sich die beiden Scheibchen zeigten.


    Von den vorhergesagten Bedingnungen waren wir auch ein ganzes Stück entfernt. Wir hatten sehr warmen, kräftigen Südwind (ca. 20°C), aber die Luftfeuchtigkeit in höheren Schichten war scheinbar dermaßen hoch, dass die Transparenz deutlich darunter litt. Am Boden blieb es total trocken. Nicht, dass es schlecht gewesen wäre. Aber die letzten beiden Nächte waren deutlich besser, vor allem der Mittwoch. Beim Blick nach Oben hatte man den Eindruck, dass es eigentlich ganz gut wäre, auch wenn die Milchstraße blasser als zuletzt daher kam. Im Okular war der Hintergrund dann doch stets zu hell für meinen Geschmack.


    Meine Fizzelchensuche stellte sich als mehr oder weniger hoffnungslos heraus. Die Karte 6 (Aquila-Ophiochus) im Stropek konnte ich zumindest mit Abstrichen einigermaßen befriedigt abarbeiten.


    Winfried schoss eifrig Fotos und animierte uns zu so mancher "Star-Wars-Pose" (siehe Todessernlaserstrahl)


    Nach den Galaxien NGC 6384, 6495, 6500, 6548 und 6574 betrachtete ich auch den PN Blue Raquetball NGC 6572, eines der farbigsten Deep-Sky-Objekte, das eine 100x stärkere Flächenhelligkeit als der Ringnebel hat.


    Beim OH NGC 6633 (Missing Messier Haufen) bat ich Simon mal nachzuzählen


    Dann stürzten wir uns auf die Hellen bekannten Damen und Herren am Firmament Namens M13, M15, M27, M71, M57, Cirruskomplex, Crescentnebel, NGC 7331, NGC 891, h und chi etc. Gerhard wühlte auch im Schützen herum und stellte das ein oder andere Highlight im 15"er ein. Ein tolles Gerät, das noch ein wenig Feintuning benötigt, sonst aber richtig viel Spaß bereitet.


    Von Winfrieds Fotoaktivitäten angefixt holte ich zwischendurch auch meinen Apparat. Ich packte meine Kamera nach ein paar Schnappschüssen zuerst auf auf Simons Fotostativ und dann auf die Montierung. Meine ersten Schritte in Sachen Astrofotografie wurden gemacht. "Hurra, ich schmeiß die Bleistifte weg!", überkam es mich in meiner Euphorie. Die Kamera konnte sogar 60s belichten, macht "Darks, Flats und Bios" auf einmal und heraus kamen "wunderschöne Himmelsdarstellungen."..


    Gegen 1.30 Uhr war dann Schluss. Nachdem noch M 82 im Okular zappelte entschlossen wir uns diesen kurzweiligen Rhönbesuch zu beenden. Unsere Hoffnungen, dass sich die Wettervorhersage erfüllt, wurden leider nicht erfüllt. Es war eine ordentliche Nacht, aber nichts besonderes. Die Daheimgebliebenen müssen also nicht neidisch sein.